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Yoga, Qi Gong & Tai Chi

Yoga, Qi Gong & Tai Chi sind sportliche Aktivitäten, die die Persönlichkeit weiterentwickeln und meditaitven Charakter haben. Tai Chi geht sogar auf eine Kampfkunst zurück. Hier erfährst Du Übungen zu Qi Gong oder alles über verschiedene Yoga – Lehren.


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Alt 14.08.2010, 20:21   Abhandlung: Was ist Yoga? Beitrag #1 (permalink)
Istariotep
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Ort: Ingelheim
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Beiträge: 702
Abhandlung: Was ist Yoga?

Hallo allerseits,
in der Serie Istarioteps Diskussionen will ich eure Meinung zu den Texten hören - was euch gefällt, was euch nicht gefällt, was ihr ändern würdet, wo man was hinzufügen muss wo man was weglassen sollte. ich werde eure Meinungen und Kritiken auswerten und sehen was ich übernehmen kann.
Wie gesagt eure Meinung zählt und ich hoffe auf fleissige Mitarbeit =)

Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie "verbinden, zusammenführen" und damit ist die Verbindung mit dem Göttlichen gemeint. Das Yoga stammt aus Indien und dem Hinduismus, auch wenn später dazukommende, buddhistische Einflüsse auch stark ins Yoga übernommen wurden.

Über Yoga kann sehr viel gesagt werden doch eine wichtige Information sollte jeder beherzigen: Es ist ein System aus Indien, für gläubige Hindus und wer sich ernsthaft mit Yoga beschäftigen will muss zwar nicht, aber sollte sich mit der hinduistischen Philosophie und Religion vertraut machen, was viele Probleme innerhalb des Yoga löst und für viele Meditationen wichtig ist. Ein Mantra ständig zu wiederholen von dessen Bedeutung man sich kein Bild machen kann hat keinerlei Wirkung und man wäre besser beraten das Mantra in seine Muttersprache zu übersetzen - aber die Gottesnamen kann man schwer übersetzen so dass insbesondere bei Mantras die hinduistische Religion gut verinnerlicht sein sollte. Mantras deren Bedeutung man nicht voll und ganz kennt, wirken so gut wie gar nicht, das ist das Problem.

Ein weiteres Problem tut sich auf - der Kommerz. Ursprünglich gab es nur 4 Yoga Wege: Raja Yoga, Jnana Yoga, Bhakti Yoga und Karma Yoga. Später, mit den buddhistischen Einflüssen, kam Kundalini Yoga und Hatha Yoga dazu. Das sind die wirklich orientalischen Yogaarten.
Mittlerweile gibt es aber auch eine Vielzahl an Yoga Arten die mit Yoga gar nichts mehr zu tun haben wie etwa Poweryoga, Green Yoga, Runenyoga, Quantum Yoga, Bikram Yoga, Chi Yoga, Hormon Yoga und viele mehr.

Wirkliches Yoga ist keine Freizeitbeschäftigung und kein sportliches Hobby sondern ein ernsthaftes, religiös - magisches System vergleichbar mit der jüdischen Kabbalah, der traditionellen Hermetik oder dem Weg der Jesuiten.
Das Überangebot an Möchtegern Yoga mag zwar für einen extrem gestressten Menschen wirklich eine Oase der Ruhe sein und eine heilsame Wirkung entfalten, aber die hätte der Betroffene auch, wenn er sich einfach mal für einige Minuten hinsetzen und tief durchatmen würde anstatt von einem Termin zum Nächsten zu hetzen.

Yoga ist ein Lebensweg, eine Lebensweise, etwas womit wirkliche Yogis 10 Stunden am Tag verbringen und das über Jahrzehnte. Und der Lohn kommt: magische Fähigkeiten, höheres Bewusstsein, innerer Friede und vieles mehr was dem Freizeityogi verschlossen bleibt.

Generell wird im Yoga grössten Wert darauf gelegt, sich einen Guru zu suchen welcher beim Üben wacht und beratend zur Seite steht. Das hat seine Gründe, denn manche Praktiken sind für den Schüler gefährlich und nur ein erfahrener Guru kann den Schüler sicher voranbringen. Es gab in der Tat schon Yoga Tote, welche sich durch Überanstrengung auf diversen Gebieten schwer am Körper geschadet haben und schliesslich an den Folgen verstarben. In der heutigen Zeit ist es aber sehr sehr schwierig einen echten Guru zu finden. Die echten Gurus sind zu 99% in Indien zu finden und dort entweder im Urwald, im Gebirge oder in abgelegenen Höhlen nahe einer Stadt. Die meisten "Gurus" die nach Europa oder Amerika gehen haben im Yoga keine ernstzunehmende Erfahrung und bauen darauf, dass sie leichtgläubige Westmenschen übers Ohr hauen können, was ja auch sehr gut funktioniert. Es gibt mittlerweile aber auch westliche Gurus die in Indien einige Jahre oder Jahrzehnte gelernt haben und zurück in den Westen gingen und Bücher schrieben so dass in der Moderne ein Guru zwar hilfreich aber nicht zwingend erforderlich ist.

Wem es um spirituelles Wachstum geht, der sollte sich ernsthaft mit "echtem" Yoga befassen und nicht mit dem sportlichen Verrenkungen die als Yoga verkauft werden.

Geändert von Fulberta (14.08.2010 um 22:34 Uhr)
Istariotep ist offline  
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Alt 14.08.2010, 20:22   Abhandlung: Was ist Yoga? Beitrag #2 (permalink)
Istariotep
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Beiträge: 702
Der Hatha Yoga ist der Weg der Hartnäckigkeit und des Willens. Es wird versucht Gott zu demonstrieren, dass man nicht ruhen oder aufgeben wird bevor man nicht die Erleuchtung erlangt hat. Es ist der Weg harter Arbeit, den langen steinigen Weg zu Gott zu gehen, den Glauben, allein durch Willenskraft könnte man zur Erleuchtung gelangen und sich vom Rad der Wiedergeburt zu befreien.

Dieser Weg verwendet sehr schwierige körperliche Übungen welche oftmals die Schmerzgrenze überschreiten ohne dabei den Körper zu gefährden. Der Körper wird durch die Willenskraft zu vielen Dingen gezwungen indem man bewusst die Schmerzgrenze überschreitet, extreme Askese betreibt, sich alle Lüste und Freuden untersagt, jede Emotion unterdrückt und seinen Körper zwingt Stunden oder gar Tage ohne Nahrung und Wasser ganz ruhig in einer schmerzhaften Stellung zu verweilen.


Der Weg des Willens ist für den Europäer oftmals ungangbar ausser eben in der sportlichen Dehnungsübung Variante.

Die Hermetik des Westens kennt diesen Weg aber anstatt den Körper derart zu zwingen wird der Wille über die mentale Schulung des Geistes erreicht. Beide Wege funktionieren und können kombiniert werden.







Karma Yoga ist der Weg der selbstlosen Tat. Karma bedeutet für den Karma Yogi den Grund zur Wiedergeburt, der Grund weshalb er nicht bei Gott sein kann. Er muss erst sein Karma ausgleichen indem er Menschen hilft und wahrlich selbstlos wird.


Der Karma Yogi ist sehr hilfsbereit, altruistisch, freundlich, liebevoll und stets darum bemüht, den Menschen zu helfen und das ganz ohne etwas dafür zu bekommen. Diese guten Seelen wünschen sich nur ihr Karma aufzulösen.

Solche Yogis sind natürlich überall gern gesehen und herzlich willkommen und der Westen kennt kaum einen Heiligen der so viel Gutes und so selbstlos handeln würde oder gehandelt hat wie ein Karma Yogi.
Auch wenn Jesus im Orient nicht so bekannt und beliebt ist wie im Westen, so sind es doch die Karma Yogis welche das Gebot Jesu "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" besser ausführen als jeder Christ.







Jnana Yoga ist der Weg der Erkenntnis und des Wissens. Der Jnana Yogi versucht sich Gott zu nähern indem er Allwissend wird und durch tiefere Weisheit alle Wahrheiten in deren Kern erfasst und versteht.

Auf diesem Wege werden Schriften studiert, unterricht von einem Guru empfangen, die Introspektion geübt, die Erfahrungen werden reflektiert und erweitert und durch Meditation und intensives Nachdenken und Forschen gefestigt.

Der Jnana Yogi ist gewissermaßen ein Wissenschafter, welcher versucht die Welt zu verstehen und zu begreifen, was die Welt treibt und zusammenhält. Für den Jnana Yogi ist Unwissen der Grund für die Wiedergeburt und er hofft, genug Wissen und Weisheit zu erlangen um dem Kreislauf des Lebens dadurch zu entgehen und zu Gott zu gelangen.


Solche Yogis zerlegen gerne alles was sie in die Finger bekommen um sie genau zu untersuchen und zu verstehen. Sie setzen auch wieder zusammen und versuchen zu verstehen, meditieren stundenlang über einen klumpen Erde und erhalten tiefe Erkenntnisse und Einblicke.








Der Bhakti Yoga kann als indischer Mystizismus bezeichnet werden, übertrifft aber den europäischen Mystizismus oft bei weitem und wird als "Weg der Liebe" bezeichnet.

Der jüdische oder christliche Mystiker liebt Gott meist wie ein Kind seine Eltern eventuell auch wie ein Diener seiner Herren. Solche Mystiker gibt es in Europa viele. Menschen die Gott aus ganzem Herzen und mit voller Hingabe lieben.
Der Bhakti Yogi geht einen sehr ähnlichen Weg, der liebe und Hingabe.
Der Hatha Yogi versucht sich bewusst durch Willenskraft Gott zu nähern, der Jnana Yogi über Erkenntnis und Wissen, der Karma Yogi durch selbstlose Taten, der Raja Yogi über alle Wege.

Für den Bhakti Yogi gibt es 5 Arten Gott zu lieben und er versucht alle 5 zu verwirklichen.


1. Shanti bhava - Der Weg vollkommenen Vertrauens in Gott, welcher zu tiefem, inneren Frieden führt. Gott als Bezugsperson.

2. Dasya bhava - die Liebe eines Dieners zu seinem liebevollen Herren. Der Yogi versucht Gott auf alle Arten zu dienen, ihm seine Wünsche zu erfüllen, seinen Willen auszuführen und verehrt ihn auf jede erdenkliche Weise.
3. Sakya bhava - die Liebe unter Freunden. Der Yogi sieht in Gott seinen besten, liebsten Freund dem er alle Dinge anvertrauen kann, dessen Wille und Wunsch er respektiert und aus Liebe erfüllen versucht.
4. Vatsalya bhava - die kindliche Liebe. Der Yogi sieht sich als Kind Gottes und in Gott seine Eltern. In dieser Yogaart ist der Yogi für Gottes Gebote und Wünsche sehr empfänglich und versucht mit seinem ganzen Wesen so zu leben, wie es Gott gefällt.
5. Sringara bhava - die Liebe eines Geliebten. Der Yogi fühlt sich direkt körperlich zu Gott hingezogen und versucht diesen zu umwerben und zu lieben wie eine geliebte Frau. Mit Geschenken, Anbetung, Verehrung, Komplimenten, Zärtlichkeit, Vertrauen und vielem mehr.

Diese Liebe gilt natürlich von Geist zu Geist, also dem Geist des Menschen zum Geist Gottes wo körperliche Triebe oder egoistische Wünsche nicht existieren und der Yogi Gott liebt, der Liebe willen.


Zur Gottesverehrung gibt es auch mehrere Rituale:


- Gesänge zum Lob Gottes, allein oder im Chor

- Opfergaben (meist Reis oder Früchte)
- Geschenke ("wertvolle" Opfergaben wie Ringe, Statuen etc)
- Meditationen
- Gebete
- Das Leben nach den göttlichen Gesetzen ausrichten
- und mehr.







Der Kundalini Yoga glaubt, dass durch die Erweckung der Kundalini Kraft (Lebenskraft, in der Hermetik elektromagnetisches Fluid und Akascha) die Erleuchtung möglich wird und die Wiedergeburten enden.


Der Kundalini Yogi versucht alle Chakren bewusst zu öffnen, zu stärken und die Kundalini Kraft durch sie zu senden bis er schliesslich das oberste Chakra, das Kronenchakra öffnet und die Erleuchtung erlangt.

Der Kundalini Yogi hat dafür viele Techniken:

Askese / Diät, Meditation, Mantren aber auch bewusste Sexualität und bewusste Enthaltung, Körperhaltungen und mehr.


Indem jedes Thema der einzelnen Chakren durchgearbeitet und jede Blockade gelöst wird, öffnet sich ein Chakra und man steigt auf. Im Rahmen dieser Tätigkeit kreuzt der Karma Yogi des Öfteren die Wege der anderen Yogis und beschäftigt sich auch mit anderen Yoga Arten solange es nötig ist um das nächste Chakra zu öffnen.
Istariotep ist offline  
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Alt 14.08.2010, 20:22   Abhandlung: Was ist Yoga? Beitrag #3 (permalink)
Istariotep
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Raja Yoga ist für den Inder das, was die Hermetik für den westlichen Magier ist. Eine Zusammenfassung vieler Yoga Praktiken und Techniken, eine gleichmässige Schulung aller Aspekte des Yoga. Daher heisst es auch Raja Yoga "Königs Yoga" oder "Königspfad"

Das Raja Yoga ist die langwierigste, schwierigste und komplizierteste Yoga Richtung aber auch diejenige, welche die grössten Gaben mit sich bringt, wenn man nur ernsthaft an sich arbeitet.

Der Königspfad wird in 8 Stufen unterteilt:

1. Die 5 Enthaltungen (Yama):
- Ahimsa, Gewalt verzicht, Abwendung von Gewalt, nicht töten, Freundlichkeit, das Leben heiligen. Darunter versteht man eben, jegliche Gewalt zu vermeiden und nicht absichtlich den Tod eines Wesens herbeizuführen. Es ist aber, im Gegensatz zum Buddhismus, kein Verbrechen wenn man etwa den Garten umgräbt und dabei versehentlich einen Wurm tötet. Es geht um den bewussten Verzicht auf Gewalt und alles was damit im Zusammenhang steht - daher wird vom Raja Yogi auch eine vegetarische Ernährung gefordert, also ein Verzicht auf Fleisch in jeglicher Form.
- Satya, der Verzicht auf Lüge und Unwahrheit. Gemeint ist, der Yogi darf nur die Wahrheit sprechen, alle seine Handlungen müssen der Wahrheit entsprechen und sein Denken darf nur Wahrheit beinhalten.
- Asteya, der Verzicht auf Diebstahl. Damit ist nicht nur das entwenden materieller Güter gemeint, sondern auch geistiger Güter. Gedankengut, fremde Federn und dergleichen sind tabu.
- Brahmacharya, der Verzicht auf Dinge welche der Weisheit nicht förderlich sind. Gemeint sind sämtliche Leidenschaften und Gelüste welche zu Ausschweifungen führen können wie Alkohol, Drogen, Sexualität, Streit und dergleichen. Jedes Tun des Yogis sei auf die Weisheit ausgerichtet. Es wird nicht direkt Verboten etwa Sex zu haben aber es ist Maß zu halten. Wobei im indischen Yoga hier ein klares Gebot zur Enthaltsamkeit gesehen wird.
- Aparigraha, der Verzicht auf "zugreiffen" gemeint ist der bewusste Verzicht auf Geschenke, Geld oder andere Entlohnungen. Auch soll man eine günstige Gelegenheit nicht ausnutzen und natürlich auch nicht seine Mitmenschen.

2. Die 5 Verhaltensregeln (Niyama)
- Shauca, Reinheit. Körperlich ist damit eine gute Körperhygiene gemeint, aber auch seelische und geistige Reinheit "Unschuld" für den Europäer ist zu bewahren, dass man nichts negatives fühle oder denke. Die körperlichen Übungen des Yoga sollen dazu verhelfen.
- Samthosha, Bescheidenheit. Damit ist gemeint, dass man mit allen Lagen zufrieden sein soll, keine Erwartungen hegen soll sondern das Leben nehmen soll wie es kommt. Nicht über Misserfolge zu jammern sondern sie als Lernchancen dankbar anzuehmen. Es bedeutet auch sich nicht mit anderen Personen zu vergleichen.
- Tapas, den Körper fit halten. Bedeutet sich nicht gehen zu lassen sondern bewusst auf seinen Körper zu achten - die Ernährung, die Atmung, die körperlichen Übungen und natürlich etwas Sport.
- Svadhyaya, Selbststudium. Gemeint ist Introspektion, sich selbst kennen lernen, das eigene Verhalten beobachten, hinterfragen, erkennen. In der Hermetik macht man dazu die Seelenspiegel. Im Yoga ständige und genaue Selbstbetrachtung sowie auch Studium der alten Schriften.
- Isvharapranidhana, Gottvertrauen und Gottesliebe. Hiermit ist gemeint, sein Bestes zu tun und den Rest in Gottes Hände zu legen. Egal was kommt, Gott wacht darüber und denkt sich etwas dabei. Man vertraue darauf, dass Gott alles so einrichtet, wie es sein soll.

3. Körperhaltungen (Asanas)
Gemeint sind hier ruhige Körperhaltungen, Meditationsstellungen (und eben nicht die sportlichen schnell wechselnden Übungen des westlichen "Yoga") Stellungen die Körper und Geist zur Ruhe kommen lassen und entspannen. Ins o einer Stellung verharrt der Yogi schonmal mehrere Stunden am Stück ohne sich zu bewegen. Diese Stellungen sollen Körper und Geist in Einklang bringen.

4. Bewusste Atmung (Pranayama)
Hiermit soll die Atmung ganz bewusst erfolgen, dass man dem Körper bewusst die Lebensenergie (Prana, Chi) zuführt und ihn so stärkt, belebt, gesund hält. Besonders im Hatha Yoga wird hierauf grossen Wert gelegt und angeblich erhält man dadurch grosse magische Kräfte. Wenn man diese Lebenskraftstauung bewusst macht stimmt dies auch, besonders bei Heilungen.

5. Rückzug aus der Welt (Pratyahara)
Damit ist nicht zwangsläufig ein Einsiedlerleben gemeint, auch wenn es oftmals so interpretiert wird. Gemeint ist vielmehr ein Abwenden von allem, das von sich selbst ablenkt. Eine innere Einkehr, Konzentration auf sich selbst, das innere selbst. Innere Ruhe, geistige Ruhe. Weg von den Ablenkungen (Fernsehen, Strassenlärm etc) und hin zum inneren Selbst.

6. Konzentration auf nur einen Gedanken (Dharana)
Ist eine geistige Übung welche unnötiges Denken ausschalten soll. Man konzentriert sich bewusst auf einen einzigen Gedankengang, eine Idee, ein Bild oder die Leere und verscheucht bewusst alle sich aufdrängenden Gedanken bis sie nicht mehr auftreten.

7. Meditation (Dhyana)
Hiermit ist die Fokussierung des geistigen Selbst gemeint, das Einswerden mit der eigenen geistigen Energie die nicht von Leidenschaften, Trieben, Gelüsten und Emotionen umhergeworfen wird sondern stabil IST. Es ist ein Bewusstwerden des Selbst, eine Konzentration auf das Selbst, welches beobachtet. Bewusst - Sein steht hier im Vordergrund.

8. Erleuchtung (Samadhi)
Meint das völlige Aufgehen im Objekt über das man meditiert. Ein höheres Bewusstsein (Bewusstseinsversetzung) indem man sich zugleich als das Objekt als auch als sich selbst fühlt und die Verbundenheit zwischen sich und em Objekt spürt.
In der Yoga Lehre gibt es 3 Stufen der Erleuchtung. Die erste Stufe ist eine einfache, kurzfristige Bewusstseinsversetzung in den Gegenstand welcher spirituell nutzlos ist.
Die zweite Stufe ist eine Trance bei der man sich selbst völlig vergisst.
Die 3. Stufe ist das zusammenfliessen des Selbst mit dem Objekt, wodurch man zum Objekt wird.
Istariotep ist offline  
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Alt 17.08.2010, 15:49   Abhandlung: Was ist Yoga? Beitrag #4 (permalink)
Matos
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Eine schöne und interssante Erklärung.
Ich bereibe die buddhistische Praxis und sie ist, wie ich finde außer dem Vertrauen in Gott (eher Vertrauen in das Leben, oder der Buddhanatur) recht ähnlich.

Die Verhaltensweisen, 5 Regeln und das rechte Denken,Reden, Handeln steht dort genauso im Mittelpunkt wie Sammlung der Gedanken, Achtsamkeit und Meditation.

Nur heisst es immer, man brauche einen Lehrer.
Klar braucht man jemand, der einem erstmal die Lehre erklärt, Informationen und die habe ich.
Trotzdem wird in manchen Büchern/Foren immer auf Lehrer gepocht, ohne den angeblich nix geht. (Fast wie beim Priestermonopol auf Sündenerlass)

Du selbst sagst ja quasie dass es sehr schwer wird einen richtigen Lehrer zu finden. Ich müsste wohl eher eine mehrjährige Exkursion in indischen und tibetischen Dschungeln und Höhlen überleben bis ich einen guten finde.

Wie also den Weg beschreiten? Wie Raja Yoga, Hermetik trotzdem erlernen?

PS: Was hälst du von "Der Weg zum wahren Adepten" ? Ich bin nicht so der bastler, und Hermetik hat doch etwas mit Alchemie oder Chemie zu tun oder?
Matos ist offline  
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Alt 17.08.2010, 16:18   Abhandlung: Was ist Yoga? Beitrag #5 (permalink)
Argos
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Zitat:
In der heutigen Zeit ist es aber sehr sehr schwierig einen echten Guru zu finden. Die echten Gurus sind zu 99% in Indien zu finden und dort entweder im Urwald, im Gebirge oder in abgelegenen Höhlen nahe einer Stadt.
Weißt Du, was ein Ashram ist?

Zitat:
Die meisten "Gurus" die nach Europa oder Amerika gehen haben im Yoga keine ernstzunehmende Erfahrung und bauen darauf, dass sie leichtgläubige Westmenschen übers Ohr hauen können, was ja auch sehr gut funktioniert.
Ein Yoga-Lehrer ist nicht zwangsläufig ein Guru und ein Guru ist niemals nur ein Yogalehrer und ebenso wie in Dienem Tarot-Text wetterst Du gegen vermeintliche Inkompetenz, wobei ich mich da frage: Wer bist Du eigentlich, das beurteilen zu können? Wieviel Yoga- oder Kartenleger-Praxis hast Du eigentlich, wenn ich mal fragen darf?

Zitat:
Es gibt mittlerweile aber auch westliche Gurus die in Indien einige Jahre oder Jahrzehnte gelernt haben und zurück in den Westen gingen und Bücher schrieben so dass in der Moderne ein Guru zwar hilfreich aber nicht zwingend erforderlich ist.
Kein Buch ersetzt einen Guru! Und einen Guru aufzusuchen, ist eine sehr persönliche Entscheidung.

Geändert von Argos (17.08.2010 um 16:21 Uhr)
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Alt 18.08.2010, 18:36   Abhandlung: Was ist Yoga? Beitrag #6 (permalink)
TiGGi
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Beiträge: 233
Ja hört sich sehr interessant an.....aber so wie es sich anhört werde ich dieses alles nie erreichen können.... (Erleuchtung/ Bewusstseinserweiterung)
Denn das ist in der heutigen Zeit und Gesellschaft ja garnicht möglich........denn wen ich mir dein Beitrag durchlese...kann es nicht möglich sein....ISTARIOTEPT:
wie ich verstehe ist es nur dann möglich, wenn ich nach Indien gehe, mir einen Guru suche...und dort den Ganzen Tag mit Yoga Praktiken verbringe.....Jahrelang....
hey ich würde das sooo gerne machen... nicht einmal zögern....aber das geht nicht....wie soll es den heute noch gehen....
wenn alles Geld Kostet und man kriegt nichts geschenkt.....ich meine damit ich mich in ruhe in meiner Wohnung 10 stunden am Tag mit yoga befassen kann...ist das erste erst mal Arbeiten zu gehen , um mir die wohnung leisten zu können....ansonsten sitze ich auf der straße.......auch hunger habe ich ich....auch wenn ich kein Fleisch Esse......dennoch muss ich was zu mir nehmen ....Gemüse Obst..und das muss man sich auch erst einmal kaufen.....was ich damit sagen will...das man heutzutage nicht frei entscheiden kann was man tut....den sonst würde ich heute nicht überleben....oder ohen nichts auf der straße sitzen....und könnte mir dann erst recht keine Guru leisten der mir Yogapraktiken beibringt...einweiht oder sowas halt!.... ...ich kann nicht entscheiden....ach ich bleibe heute zu hause und werde den ganzen Tag yoga üben mich besinnen....auch wenn ich es sonst noch sooo gerne will.....ich muss leider arbeiten gehen....damit ich mir was gönnen kann.... und es geht nicht nur um Materielle Dinge....heute kostet alles.... ja sogar eine Einweihung in ein YOGA wobei es doch religiös ist und ich finde nichts kosten darf, wenn ein Mensch entschließt an sich zu arbeiten..........ich wollte auch nicht auf das Geld hinwiesen...es geht hier garnicht um das Geld ...es geht einfach darum, das die art zu leben , durch die man zu Erleuchtung erlangt, nach deiner Beschreibung, gar nicht möglich ist...auch wenn man es sooo sehr sich wünscht.....und das ist der punkt.....
ich interessiere mich sehr für Yoga ....lese viel darüber und möchte sie auch praktizieren....nicht power oder Hormon Yoga, sondern Kriya yoga, oder Kundalini Yoga, oder Raja Joga........wegen dem Religiösem Hintergrund und auch nicht nur zur Freizeitbeschäftigung....möchte ernsthaft an mir Arbeiten....und auch zu Gott kommen lernen ....mein Bewusstsein erweitern,,,,Aber sag mir doch wie soll ich es tun?.......In der heutigen zeit.....wo soviel anderes verlangt wird...und man es tun muss, ob man will oder nicht..........wie soll ich es tun....? wenn ich keinen Guru....oder Lehrer finde....wie soll ich es tun....wenn eine Einweihung 700 Euro.....oder allgemein Yogaunterricht bis zu 150 euro im Monat kostet.... um einmal die Woche eine stunde was zu lernen.....?......
ich wusste nicht das nur reiche Leute zu Gott kommen kommen können... weil sie sich das nämlich leisten können.......verstehst du was ich meine.....? Ja ich bin auch bereit kostenlos und allein zu lernen nämlich aus Büchern... aber wie ich höre ist es nicht möglich....dann sagt mir doch jemand....wie soll ich zur Erleuchtung kommen ...mich mit yoga beschäftigen damit ich auch Fortschritte sehen kann....richtiges Yoga betreiben kann......im Moment ist es für mich ein Rätsel......den ich kann nicht nach Indien ziehen , einen Guru suchen und jahrelang 20 stunden am Tag Yoga machen.....wie ist es möglich?....oder kriege ich umsonst mein Essen,. mein Zimmer....und alles andere was ein Mensch braucht, nur das nötigste.....vielleicht geht sowas in Indien, das man noch neben bei im Tempel arbeiten kann....aber hier in Deutschland geht es definitiv nicht....schon allein nicht....weil so ein unterricht eine Stange Geld kostet, und wenn man diese Stange Geld nicht hat... Tja Pech... dann steht es mir nicht zu Gott zu suchen....
es geht mir hier wirklich nicht um das Geld ich brauch es nicht...es geht einfach darum-...ist es nicht un gerecht....? das ist doch falsch wenn sowas Geld kostet....und
halt die wichtigste Frage.....
SAG DU ES MIR ....ich will unbedingt YOga machen....weil es mir um den tieferen sinn geht..., religiösen....und weil ich finde das es einfach richtig ist so zu leben....wie soll ich es machen? damit es wirklich Wirkung zeigt.......ist das überhaupt möglich....???
vielleicht versteh ich hier etwas falsch....aber dann klärt mich auf!
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Alt 18.08.2010, 19:31   Abhandlung: Was ist Yoga? Beitrag #7 (permalink)
Argos
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...Ich glaube, ihr beiden verwechselt hier gerade Yoga-Schüler mit Asketen.
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Alt 19.08.2010, 03:17   Abhandlung: Was ist Yoga? Beitrag #8 (permalink)
TiGGi
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Ort: OS
Beiträge: 233
Ja aber so wie ich es gelesen und verstanden habe.......reicht es nicht aus **NUR*** Schüler zu sein, wenn man wirklich mit Kriya Yoga etwas erreichen möchte, also mehr als nur Entspannung ....und Hobby.....Spaß an Yoga und Meditation..........sondern wirklich tiefer gelangen will.....und was auch die Religion betrifft......sagen wir mal den glauben zu wechseln......die Lebenseinstellung zu ändern...alles und die lehre zu verfolgen so wie sie wirklich gelehrt wurde und richtig ist....das alles noch neben den täglichen pflichten ....und trotz Mangel an Geld ....ist es zu schaffen?....
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