HEUTE, 18. November 2006 | 23:10 - 01:25 Uhr | Das Erste
Minority Report
Spielfilm/Science-Fiction,
USA 2002
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Basierend auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick ('Blade Runner') aus dem Jahr 1956 erzählt 'Minority Report' von einer Zukunft, in der Wissenschaft und Staat eine fragwürdige Allianz eingegangen sind, um die Mordrate in Washington DC zu senken: Mit Hilfe dreier seherisch begabter Menschen, so genannter 'Pre-Cogs', können Mörder verhaftet und eingesperrt werden, bevor sie ihre Tat überhaupt begehen. Spielberg entwirft dieses Washington des Jahres 2054 als streng hierarchische, totalitär anmutende Gesellschaft mit deutlichen Anleihen bei Langs 'Metropolis', gefilmt in grau-blauen, expressionistischen Bildern. Der Normalbürger scheint in dieser Welt nur noch als braver Konsument, Junkie oder potentieller Verbrecher zu existieren. Die Staatsgewalt ist ebenso effizient wie gnadenlos. John Anderton (Tom Cruise) ist als bester Mann der 'Pre-Crime-Police' willfähriger Soldat und ausführendes Organ dieses Systems: Reihenweise verhaftet er Menschen, noch bevor sie ihr Verbrechen begangen haben. Eines Tages aber wird Anderton in einer der Vorhersagen der Pre-Cogs selbst zum Mordverdächtigen! Aus dem Jäger wird ein Gejagter. Verfolgt von seinen alten Kollegen und dem knallharten Cop Witwer (Colin Farrell) beginnt für Anderton ein Wettlauf gegen die Zeit: Er muss seine Unschuld beweisen, bevor der Moment des angeblichen Mordes gekommen ist. Um mehr über die Tat, die er angeblich begehen wird, zu erfahren, entführt er in einer spektakulären Aktion den Pre-Cog Agatha (Samantha Morton). Mit ihrer Hilfe will er herausfinden, was es mit den Visionen tatsächlich auf sich hat. Dabei gerät er in ein Netz aus Lügen, Vertuschung und Intrigen und kommt einer grausamen Verschwörung auf die Spur, in die auch sein väterlicher Chef, der 'Pre-Crime'-Entwickler Lamar Burgess (Max von Sydow), verwickelt zu sein scheint...
'Minority Report' ist ein intelligenter Sciencefiction-Thriller von Steven Spielberg. In der Hauptrolle ist Tom Cruise zu sehen. Das Erste eröffnet mit diesem Film eine Reihe anlässlich des 60. Geburtstages des Hollywood-Regisseurs.
Mit 'Minority Report' hat Oscar-Preisträger Steven Spielberg ('München') einen ebenso spannenden wie intelligenten Sciencefiction-Thriller inszeniert. Wie in fast all seinen Filmen reichert er seine actionreiche Zukunftsvision jedoch mit aktuellen Bezügen an: 'Minority Report' spielt in einer Zukunft, in der ein rigider Staat mit fragwürdigen Methoden den Wunsch nach absoluter Sicherheit vor Gewaltverbrechen erfüllen will. Dabei ist es in Spielbergs Zukunftsvision die Staatsgewalt selbst, die schärferer Überwachung bedarf. Und gerade diese Andeutung, dass korrumpierte Polizeiarbeit auch in Zukunft eine große Bedrohung bleiben wird, gibt 'Minority Report' seinen bittersten Realitätsbezug. In den Hauptrollen glänzen Tom Cruise ('Krieg der Welten') und Samantha Morton ('Sweet and Lowdown', 'In America'). In weiteren Rollen sind Colin Farrell ('Miami Vice') und Max von Sydow ('Judge Dredd') zu sehen. Anlässlich des 60. Geburtstages von Steven Spielberg zeigt Das Erste eine Reihe mit Filmen des namhaften Hollywood-Regisseurs, in der am 25. November 'A.I. Künstliche Intelligenz' zu sehen ist.
Schauspieler:
Tom Cruise (John Anderton)
Colin Farrell (Danny Witwer)
Samantha Morton (Agatha)
Max von Sydow (Lamar Burgess)
Lois Smith (Dr. Iris Hineman)
Peter Stormare (Dr. Solomon Eddie)
Tim Blake Nelson (Gideon)
Steve Harris (Jad)
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Scott Frank, Jon Cohen
Kamera: Janusz Kaminski
Musik: John Williams
Quelle:
www.tvinfo.de
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