HEUTE, 11. Juli 2006 | 23:05 - 23:55 Uhr | VOX
Wer war ich? Reise in ein früheres Leben (3)
Wer war ich vor diesem Leben? Auch in unserem Kulturkreis beschäftigen sich viele Menschen mit
Wiedergeburt und Seelenwanderung. VOX greift in der Reality-Doku 'Wer war ich? Reise in ein früheres Leben' dieses Phänomen auf. In jeder Folge unternehmen zwei Menschen einen Trip in die eigene Geschichte. Die Reise beginnt auf dem Sofa eines Hypnose-Therapeuten. Im Zustand der Trance schildern die Protagonisten Erlebnisse aus einem bereits vergangenen Leben - oft mit erstaunlicher Präzision. Ein Experten-Team überprüft dann, ob die Aussagen mit der historischen Realität übereinstimmen können. Gibt es tatsächlich die unter Hypnose erwähnten Dörfer und Städte? Haben die so detailliert beschriebenen Gebäude jemals existiert? Was sagen die Archive über die genannten Personen? Schließlich reisen die 'Seelenwanderer' an die Orte ihrer eigenen Geschichte zurück. Die Zuschauer werden Zeugen einer ungewöhnlichen Konfrontation von Unterbewusstsein und Realität, von Gegenwart und Vergangenheit.
Christiane ist Künstlerin, stammt aus Belgien und wohnt in Frechen bei Köln. Auch sie lässt sich auf das Experiment einer Rückführung ein und berichtet sehr ausführlich aus einem ihrer früheren Leben. Christiane erzählt, dass sie Anfang des 20.Jahrhunderts als junger Mann namens Hubert in Frankreich in einem Ort namens Chaumont gelebt habe, in der Rue de la Nation oder der Rue de la Republik Nr.2.
Den Ort Chaumont gibt es, er liegt mitten in der Champagne unweit des Ortes Reims. Eine Straße mit dem von ihr angegebenen Namen hat es in Chaumont nie gegeben, es gab keine Rue de la Republik, wohl aber eine Avenue de la Republik. Unser erster Anlaufpunkt ist die Avenue de la Republik Nr. 2. Auf den ersten Blick sieht hier alles ziemlich neu aus, aber in zweiter Reihe finden sich Häuser aus altem Sandstein. Unmittelbar nach der Rückführung hat Christiane das Haus aufgezeichnet, das sie in ihrem früheren Leben bewohnt hat, und sie erkennt dieses Haus in der Avenue de la Republik Nr. 2 wieder. Und auch eine Burg mit einem besonderen Turm, von dem Christiane erzählt hat, gibt es in Chaumont. Christianes Reise in ihr früheres Leben fängt damit gerade erst an...
Andreas wuchs in Meissen in der ehemaligen DDR auf, als Sohn einer Thüringerin und eines Studenten aus West-Guinea. Heute lebt er in Köln und ist Besitzer eines Kiosks in der Innenstadt. Während seiner Rückführung erzählt er, dass sein Name Sebastian gewesen sei und er 1755 in einem Ort namens Teplice im Schloss Durchau geboren wurde. Als ungewolltes Kind wurde er in der Kirche aufgezogen.
Die Stadt Teplice gibt es, sie liegt im tschechischen Böhmen. Ein Schloss Durchau ist nicht zu finden, dafür aber in der Nähe von Teplice das Schloss Duchov. Das Schloss Duchov stammt aus dem 16. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert lebte dort die Adelsfamilie von Waldstein. Andreas konnte in der Rückführung allerdings keinen Nachnamen nennen. Im 18. Jahrhundert lebten auf dem Schloss etwa 120 Menschen: Die Waldsteins, ihre Köche, Mägde und Knechte und außerdem viele prominente Urlaubsgäste wie Mozart, Beethoven oder Goethe. Ein Treffen mit dem Schlosshistoriker Jiri Wolf ergibt folgendes: Der Name Sebastian war damals sehr gebräuchlich, und tatsächlich wurden hier zahlreiche uneheliche Kinder geboren. Meistens hat die Kirche die Kinder zur Erziehung aufgenommen. Die weitere Recherche führt zu einem alten Taufbuch und zu dem 'besonderen Wasser' von Teplice...
Quelle:
www.tvinfo.de
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