HEUTE, Donnerstag, 25. Mai 2006 um 22.30 Uhr, ARD
A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 135 Min.
A beautiful mind, Spielfilm
USA 2001
John Forbes Nash jr. ist ein Mathematikgenie mit einem Hang zur Extravaganz. Schon als junger Mann lebt er nur in einer Welt aus Zahlen, Berechnungen und abstrakten Hypothesen. Wie ein Besessener sucht Nash nach einer originellen wissenschaftlichen Idee: Auf dem Campus der Universität beobachtet der notorische Eigenbrötler Tauben, um aus ihren Bewegungen ein regelmäßiges Muster abzuleiten. Und selbst die Konkurrenz der jungen Männer um eine Blondine ist für Nash ein rein mathematisches Problem.
Die Mitstudenten in Princeton verbuchen sein schroffes Verhalten nur achselzuckend als Schrullen eines begabten Mathematikers. Als Nash dank seiner Befähigung für Zahlen, Formeln und mathematische Muster eine steile Karriere hinlegt und schließlich die schöne Alicia heiratet, scheint der menschenscheue Wissenschaftler trotz seiner seltsamen Ticks auf der Sonnenseite des Lebens angelangt. Doch dann macht Nash, inzwischen Uni-Dozent, die Bekanntschaft des Geheimagenten Parcher, der ihn in eine kommunistische Verschwörung einweiht.
Wegen seiner phänomenalen Fähigkeit zum Knacken von Codes soll Nash für das Pentagon tagtäglich Zeitungen, Magazine und sonstige Periodika auf geheime Botschaften russischer Spione hin durchforsten. Diese Arbeit absorbiert ihn bald so sehr, dass die Studenten ihn kaum noch zu Gesicht bekommen.
Schließlich wird Nash in die Psychiatrie eingewiesen. Mit Medikamenten und Elektroschocks macht man ihm klar, dass es keine Verschwörung gibt: Bereits sein Jugendfreund Charles aus Universitätstagen ist nur eine Halluzination seines überhitzten Verstandes. Der zähe Kampf gegen die Dämonen seiner Einbildung, deren Einflüsterungen Nash auf Schritt und Tritt begleiten, ist damit aber längst nicht gewonnen.
"A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" basiert auf Sylvia Nasars preisgekrönter Biographie über John Nash. Der geniale Mathematiker veröffentlichte als junger Mann eine bahnbrechende Arbeit über die Spieltheorie, erkrankte dann an Schizophrenie, stabilisierte sich langsam und erhielt 1994 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Dank Ron Howards ("Apollo 13", "Das Comeback") sensibler Regie wird aus Nashs abstraktem Zahlenwahn ein packender, sinnlich nachvollziehbarer Trip durch die labyrinthische Innenwelt eines Verfolgungswahns. "Gladiator" Russell Crowe brilliert in einem faszinierenden Film, der 2002 mit vier Oscars bedacht wurde - für den "besten Film", die "beste weibliche Nebenrolle", die "beste Regie" und das "beste Drehbuch".
Besetzung
John Nash (Russell Crowe)
Parcher (Ed Harris)
Alicia Nash (Jennifer Connelly)
Dr. Rosen (Christopher Plummer)
Charles (Paul Bettany)
Sol (Adam Goldberg)
Hansen (Josh Lucas)
Marcee (Vivien Cardone)
Bender (Anthony Rapp)
Ainsley (Jason Gray-Stanford)
Helinger (Judd Hirsch)
Regie: Ron Howard
Buch: Akiva Goldsman
Kamera: Roger Deakins
Musik: James Horner
Quelle:
www.ard.de
schalom