HEUTE, 7. Mai 2006 | 22:05 Uhr | ARTE
Offenbarung und Weltuntergang
Dokumentation, Frankreich 2004, Erstausstrahlung
Regie: Chema Sarmiento
Apokalyptische Szenarien und mit Angst besetzte Fantasien vom Untergang der Welt ziehen sich durch alle Kulturen. Die Dokumentation bietet einen Überblick über diese bedrohlichen Vorstellungen und will gleichzeitig dazu anregen, sich mit tatsächlichen Bedrohungen sachlich auseinanderzusetzen.
Apokalypse ist das altgriechische Wort für Enthüllung und Offenbarung. Es ist auch der Titel des letzten Buches der Bibel, das mit diesem Wort beginnt. Da dieses Buch vom Ende der Zeiten berichtet, bezeichnet man heute mit Apokalypse auch den Weltuntergang. Apokalyptische Vorstellungen und Fantasien haben im Abendland immer eine wichtige Rolle gespielt. Historische Begebenheiten wie die Kreuzzüge, die Reformation und die Eroberung des amerikanischen Kontinents sind mit apokalyptischen Sinngebungen befrachtet. Auch heute beschäftigt die Möglichkeit einer kosmischen Katastrophe die Menschen. So schafft die Erfindung der Atombombe in Verbindung mit der Globalisierung der Konflikte dieser Angst eine rationale Grundlage. Die Dokumentation gibt einen anschaulichen Überblick über die aus dieser Angst geborenen Vorstellungen. Im Laufe der letzten zwei Jahrtausende glaubten die Menschen mehrmals an einen unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang. Eine eher beruhigende Feststellung angesichts der Tatsache, dass die Welt sich noch immer dreht. Aber sind unsere Ängste vielleicht doch nicht ganz unbegründet?
Quelle:
www.arte-tv.com
Schalom