HEUTE (Mo, 3.4.06) | 20:15 Uhr | 3SAT
Der Fall Dominik - vom Geschäft mit der KrebsangstKrebs ist nur bedingt heilbar. In Prozenten ausgedrückte Überlebenschancen und Kraft zehrende Therapien machen Angst. Manche Menschen richten ihre Hoffnungen dann auf "Wunder-Heilmittel", mit denen ihnen sichere Erlösung von ihrem Leid versprochen wird. Dominik aus dem Westerwald starb mit neun Jahren an Krebs - seine Eltern vertrauten einer umstrittenen Therapie mit Vitaminpräparaten.
Herbst 2002: Dominik klagt über Schmerzen im Bein. Diagnose: Knochenkrebs.
Auch in der Lunge zeigen sich schon Metastasen (Tochtergeschwülste). Der Junge wird an der Uniklinik Münster behandelt, dem größten Behandlungszentrum für Knochenkrebs in Deutschland. Die Ärzte geben ihm eine Überlebenschance von knapp 50 Prozent.
Anfang 2003: Ein Tumor im Oberschenkel wird entfernt. Dominik bekommt eine Chemotherapie, die Medikamente verträgt er schlecht. Der Siebenjährige trägt seit der Operation eine Beinprothese und ist auf 16 Kilo abgemagert. Es fällt ihm schwer zu glauben, dass ihm diese Behandlung helfen soll, gesund zu werden.
Professor Heribert Jürgens von der Uniklinik Münster weiß, wie schwer es ist, eine Krebstherapie durchzustehen. Er kennt die Unsicherheiten von Angehörigen, wirklich die beste Therapie zu finden. Dominiks Eltern zweifeln angesichts ihres leidenden Kindes und brechen die Chemotherapie ab. Lesen Sie weiter beim
SWR
Quelle:
www.3sat.de
Schalom