HEUTE (Mi, 22.2.06) | 22.15 Uhr | PHOENIX
Verschollen in der Psychiatrie
Lettland 1944 - Deutschland 2004
Über 60 Jahre galt Veronika Svilans als verschollen. Jahrzehntelang haben ihre beiden Schwestern sie gesucht - vergeblich. Im Jahr 2004 hat die Suche endlich Erfolg. Nach 60 Jahren, die Veronika Svilans in der Psychiatrie verbracht hat, sehen sich die Schwestern wieder. Mario Damolin erzählt die bewegende Lebensgeschichte der heute über 80-Jährigen.
Veronika Svilans war zwanzig Jahre alt, als sie 1944 vor der Roten Armee aus Lettland nach Deutschland floh. Sie war 21, als sie sich im Sommer 1945 als Erntehelferin in Bayern die Hand brach und ins Krankenhaus kam. Die junge Frau war 22 Jahre alt, als sie wegen einer Fehldiagnose "Verdacht auf Schizophrenie" in die Psychiatrische Anstalt Wiesloch bei Heidelberg gelangte. Dort lebte sie fast sechzig Jahre, ohne dass ihre Angehörigen jemals davon erfuhren.
Veronika Svilans hat zwei Schwestern, die sie jahrzehntelang gesucht haben. Eine lebt in England bei Manchester, eine in Lettland. Im Jahr 2004 hat die Suche Erfolg, Nach fast 60 Jahren "verschollen in der Psychiatrie" sehen sich die Schwestern wieder.
Der Film von Mario Damolin erzählt die Lebensgeschichte der Veronika Svilans, die Geschichte der jahrzehntelangen vergeblichen Suche nach ihr, die Geschichte ihrer "Psychiatrisierung" und er erzählt in bewegenden Bildern vom Wiedersehen. Es ist eine Geschichte, die ihren Ursprung im Zweiten Weltkrieg hat, eine traurige Lebensgeschichte vom "Treibgut" der großen Katastrophe mit einem späten Happy-End.
Film von Mario Damolin
Quelle:
www.phoenix.de
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