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07.09.2010, 09:18
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Trauerbewältigung Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.09.2010
Alter: 28
Beiträge: 2
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Trauerbewältigung
Hallo zusammen,
ich bräuchte auch mal ein paar Ratschläge von Euch Erfahrenen:
Vor ein paar Wochen ist meine Mutter gestorben. Sie hatte Krebs und es war für sie eine Erlösung. Ich konnte mich also darauf vorbereiten (So gut man sowas halt kann) und mich auch von ihr verabschieden. Als ich dann nachts nach ihr geschaut hab, war sie friedlich eingeschlafen. Es war also kein richtiger Schock für mich, wie wenn jetzt jemand z.b. plötzlich bei einem Unfall stirbt.
Seitdem sie tot ist, träume ich fast jede Nacht von Ihr. Entweder sie lebt und ich weiss, sie ist da, obwohl ich sie nie sehe. Oder aber ich träume von Ihrem Tod, wie z.B. letzte Nacht. Das war so schlimm, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Also viel schlimmer eigentlich, als es in Echt war. Und heute früh hab ich mich sehr seltsam gefühlt. Ich hab zum ersten mal seit Wochen weinen können.
Was hat das zu bedeuten? Sind diese seltsamen Träume eine Art Trauerbewältigung oder was kann das sein?
Es macht mich bald noch wahnsinnig, wenn ich Ihren Tod und den Abschied fast jede Nacht wieder erleben muss.
Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.
Liebe Grüße Kitty
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07.09.2010, 09:33
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Trauerbewältigung Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.01.2008
Ort: Bergstrasse
Alter: 50
Beiträge: 2.149
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Es ist etwas mehr,sie zeigt dir,das sie trotzdem bei dir ist.Das andere zeigt,das du erst jetzt dazu kommst loslassen,wirklich Abschied nimmst.Das weinen ist sehr gut,es erleichtert,beendet und befreit.Du warst zwar vorbereitet,doch innerlich nicht,das kommt erst jetzt.
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08.09.2010, 08:55
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Trauerbewältigung Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.01.2010
Ort: Im Dorf
Beiträge: 1.015
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Hallo Kitty
Was d&d schreibt, sehe ich auch so.
Du hast Dich evtl. lange um Deine Mutter gekümmert.
Jetzt ist es ander Zeit, Dich wieder Dir selber zu zuwenden und zu Dir zu schauen.
Tränen sind ein Anfang, lasse alle Gefühle zu, sie sind wichtig für die Verarbeitung.
Ich wünsche Dir viel Kraft.
Liebe Grüsse
Artemiss
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08.09.2010, 10:18
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Trauerbewältigung Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.02.2010
Ort: Willich
Beiträge: 231
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Hallo Kitty,
also ich habe auch den Eindruck, dass Du die ganze Situation mit Deiner Mutter sehr verstandsorientiert angegangen bist.
Die Vernunft sagt Dir, dass es für Deine Mutter eine Erlösung war - was es sicherlich auch war - aber Du hast kaum Raum gelassen für Deinen Schmerz.
In Deinen Träumen kommt der Schmerz dann zum Ausdruck.
Du solltest Deine Trauer jetzt zulassen. Du warst sicher lange stark für Deine Mutter aber jetzt ist es an der Zeit allen Schmerz rauszulassen, ihn zu leben.
Habe Mitgefühl mit Dir selber und erlaube Dir zu trauern.
Herzliche Grüße, Tanja
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08.09.2010, 12:44
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Trauerbewältigung Beitrag #5 (permalink)
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Neuer Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.09.2010
Alter: 28
Beiträge: 2
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Wow vielen Dank für die vielen Antworten.
Aber Ihr habt Recht. Wir hatten immer eine sehr starke Bindung zueinander und ich hab mich viel um sie gekümmert. Ich wollte auch vor ihr immer stark sein und nicht weinen, weil sie sonst mitgeweint hätte. Ich wollte ihr nicht zeigen, wie sehr mich die ganze Situation mitnimmt und dass ich Angst hab sie zu verlieren.
Ich schaffe es auch nicht auf den Friedhof zu gehen. Ich weiss gar nicht was ich da soll. Sie wollte in so eine Urnenwand und dann steh ich davor und da steht ihr Name drauf, aber für mich ist sie da nicht drin. Ich rede auch jeden Tag mit ihr. Ich sag immer zu ihr, ob sie mir nicht irgendein Zeichen geben kann, dass es ihr gut geht, dass sie mich sieht oder so was.
Irgendwie gibt mir diese kindliche Vorstellung, dass Mama jetzt auf irgendeiner Wolke sitzt und ihre Eltern wieder um sich hat sehr viel Kraft.
Ich weiss dass das Blödsinn ist, aber alles andere kann ich mir nicht vorstellen und so weiss ich, dass sie noch da ist.
Vielen Lieben Dank für Eure Antworten
Liebe Grüße Kitty
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09.09.2010, 10:14
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Trauerbewältigung Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.02.2010
Ort: Willich
Beiträge: 231
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Hallo Kitty,
wichtig ist, dass Du jetzt erkennst, dass Du nicht mehr stark sein mußt.
Es ist wundervoll, dass Du Dich die ganze Zeit um Deine Mutter gekümmert hast, dieses Glück hat nicht jede Mutter.
Sie wird Dir unendlich dankbar sein und ganz sicher ist sie jetzt oft bei Dir.
Alles was Du ihr jetzt sagst, versteht sie.
Du bist wahrscheinlich noch zu sehr in Deiner Rolle stark zu sein, verhaftet.
Weine, so oft Dir danach ist, dass wird Dir den Schmerz erleichtern.
Das Du eigentlich gar nicht auf den Friedhof gehen möchtest, ist verständlich und eigentlich hast Du ja auch Recht, Deine Mutter ist nicht dort.
Wenn Du ein Zeichen von Deiner Mutter möchtest, bitte sie doch um ein ganz bestimmtes Zeichen.
Vielleicht könntest Du Dir ein Lied von ihr wünschen. Ein Lied das Dich und Deine Mutter vielleicht zu Lebzeiten verbunden hat.
Irgendwo wirst Du das Lied dann hören, vielleicht wenn Du mit dem Auto unterwegs bist.
Du mußt nur Augen und Ohren offen halten, damit Du die Zeichen nicht übersiehst.
Ich schicke Dir eine tröstliche Umarmung und wünsche Dir das Du schon bald ein Zeichen von Deiner Mutter bekommst.
Herzliche Grüße, Tanja
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15.09.2010, 23:55
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Trauerbewältigung Beitrag #7 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 05.08.2010
Alter: 54
Beiträge: 111
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Zitat:
Zitat von HelloKitty
Wow vielen Dank für die vielen Antworten.
Aber Ihr habt Recht. Wir hatten immer eine sehr starke Bindung zueinander und ich hab mich viel um sie gekümmert. Ich wollte auch vor ihr immer stark sein und nicht weinen, weil sie sonst mitgeweint hätte. Ich wollte ihr nicht zeigen, wie sehr mich die ganze Situation mitnimmt und dass ich Angst hab sie zu verlieren.
Vielen Lieben Dank für Eure Antworten
Liebe Grüße Kitty
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Das dauert, es ist der Anfang schon da du bist nicht mehr wie gelämt du kannst Wut und Entäuschung loslassen . Wir Menschen sind keine Puppen die nur funktionieren. Es kommt auch die Zeit wo du auf den Friedhof gehen kannst. Bei manchen dauert das circa 2 Jahre ehe man die Mutti spürt aber sie kommt wieder. ich sprech gerade mit einen Opa Mutti schläft in der Tat. Opa versteht deine Gedanken er hört dir zu, er ist bei dir. Auch die Verbrennung ist richtig das will sie selber. Mutti kommt als Schatten dann wieder.
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