... suchen mich seit einigen Tagen nacheinander heim. Und wahrscheinlich würde ich sie ignorieren, wenn sie nicht einem Traum, den ich als junges Mädchen hatte, sehr ähnlich wären.
Die letzte Tage träumte ich immer wieder von ähnlichen Szenarien. Meistens unterschieden sie sich nur von den Orten.
Alles in allem dominierte die Farbe grau, alles wirkte trist, hoffnungslos. Als wäre alles unter einer Schicht Staub oder Asche bedeckt.
Die Welt um mich herum schien erschüttert, nahezu ausgestorben. Begegneten mir Leute, so wirkten sie wie Überlebende, Zurückgelassene. In ihren Gesichtern konnte ich erkennen, dass sie Leid gesehen hatten und oftmals trugen sie auch Waffen bei sich. Doch ich fürchtete mich nicht vor ihnen, weil ich wusste, dass sie sie nur zum Schutz mit sich trugen. Und in gewisser Weise war ich ja wie sie: eine Überlebende.
Ich verirrte mich in meinen Träumen oft an Orte, die sonst so im "Normalzustand" stets von vielen Menschen besucht sind. Zum Beispiel stolperte ich in einem Traum durch einen zerstörten Kinosaal, dann widerrum durch einen ausgestorbenen Park.
Die Bäume haben längst ihre Blätter verloren und dieser graue "Staub" haftet auch an ihnen, haftet an fast allem.
Mich haben diese Träume stutzig gemacht, weil sie Nacht für Nacht aufeinander folgen. Wie einer Serie von Träumen, die mich nicht loslassen will.
Doch ich schenke ihnen vor allem Aufmerksamkeit, weil sie mich an einen Traum erinnern, den ich als Kind hatte, vor einigen Jahren.
In diesem Traum befand sich die Welt in einem ähnlichen Zustand. Der gleiche, graue Schleier. Die selben Menschen, ebenfalls zum Schutz bewaffnet. Die erschütterte Erde. Diese Spannung in der Luft ...
In diesem Traum von damals sah ich meinen eigenen Tod im Jahr 2011 und "lebte" in diesem Traum noch einige Zeit danach als Geist weiter, so dass ich die Welt um mich herum genauer betrachten konnte. Und - ich sage es nicht gerne, aber: es herrschte Krieg.
Und Krieg schien auch in meinen letzten, aufeinanderfolgenden Träumen zu herrschen, auch wenn ich die Welt wohl eher
nach dem Krieg sah.
Seit diesem Traum damals gehe ich mit einem gewissen Unbehagen dem Jahr 2011 entgegen. Nicht wegen meines angedeuteten Todes, sondern wegen dem Zustand der Welt darin.
Und dass mich nun etliche derselben Art, den gleichen Bildern, heimsuchten, beunruhigt mich ...
Was deutet ihr aus diesen Träumen? Was könnten sie bedeuten?
Und ist es häufig, dass Träume der gleichen Art sich Nacht für Nacht wiederholen?
Euren Antworten entgegenblickend und alles Liebe,
Phantasmagoria