Hallo ChiJo!
Erst einmal: ich war gerade ganz verwundert und musste mehrere Male auf das Örtchen blicken, aus dem du stammt. Denn da komme ich ursprünglich her und hätte nie gedacht, einen Regner jemals im großen World Wide Web anzutreffen. Find ich wirklich toll (:
Nun zu deinem äußerst beunruhigenden Traum - auf dem ersten Blick.
Ich kenne mich mit Träumen nicht so erstklassig aus, wie so manch anderer User hier. Aber mir wurde schon vor langer Zeit mitgeteilt, dass ein Tod im Traum nie etwas schlimmes ist. Wir nehmen es als Menschen nur stets so auf - so wie wir auch panisch werden, wenn wir "Den Tod" bei den
Tarot-Karten ziehen.
Der Tod in einem Traum erzählt eigentlich nur von einem Neubeginn oder einer Veränderung. Die Art,
wie dein Mann von dem Tod eurer Tochter geträumt hat, hat mich beim Lesen auch ehrlich schockiert. Vor allem, wie detailliert und blutig ...
Aber je länger ich darüber nachdenke, denke ich mir, dass er vielleicht nur Angst vor der Veränderung hat. (So einen ähnlichen Traum habe ich heute schon einmal gedeutet - da ging es auch um den Verlust eines Kindes im Traum, z.B. durch einen Autounfall.)
Geht die Kleine denn schon in den Kindergarten?
Männer sehen vor allem in Töchtern immer kleine "Prinzessinnen", die rund um die Uhr beschützt und verhätschelt werden müssen. Ginge es nach Vätern, würden die Töchter ewig kleine Mädchen in rosa Kleidern bleiben, die von den kleinen Taten des Papas ganz begeistert sind und ihn anhimmeln.
Wen Kinder nun zum Beispiel in den Kindergarten kommen, nehmen das nicht alle Eltern gleich auf. Einige sind furchtbar stolz auf das Kind, aber andere empfinden (wenn sie sehen, dass es dem Kind im Kindergarten sehr gefällt und sie dann "nicht mehr nach Hause wollen") eine Angst, das Kind in gewisser Art und Weise schon an die große Welt verloren zu haben. (So wie es ewig Tränen geben wird, wenn das Kind wegzieht - ich kann da aus jüngster Erfahrung sprechen

)
Eltern können dann nicht mehr die ganze Zeit bei dem Kind sein und auf es aufpassen. Man muss es ab jetzt in die Hände des Schicksals geben.
Natürlich ist der Wechsel in den Kindergarten nicht so drastisch wie ein Auszug, aber dennoch schon der erste entscheidende Schritt. Man sorgt sich einfach:
Wird meine Tochter dort auch richtig behandelt? Kümmert sich jemand um sie, wenn sie sich wehtut und weint? Sind die anderen auch lieb zu ihr?
Gut, ich kann jetzt vollkommen falsch liegen (wie gesagt, ich schreibe nur das, was ich empfinde), aber es würde mir irgendwie logisch erscheinen.
Diese "Verlustsangst", das Kind jetzt in andere, fremde Hände zu übergeben, schlägt sich bei deinem Mann durch derart drastische Träume nieder. Aber im Großen und Ganzen spiegeln sie nur seine Gefühle wider.
Auch wenn ich mit meiner Deutung vollkommen falsch liege, denke ich, dass dir hier jeder sagen wird: nein, der Traum bedeutet nicht, dass du Angst um dein Kind haben musst.

Ich weiß, solche Bilder - vor allem, wenn sie vom Mann beschrieben werden - schockieren und traumatisieren einem im ersten Moment.
Kopf hoch und fühl dich gedrückt!
Eine erholsame Nacht und alles Liebe!
Phantasmagoria