Ich hatt gerade einen echt krassen Traum mit aus meiner Sicht krasser Symbolik. Ich bin aus irgendeinem Grund mit einer Zeitmaschine nach Berlin zu DDR-Zeiten zurückgereist. Leider erinnere ich mich nicht mehr an alles.
Eigentlich habe ich damals noch garnicht gelebt, ich bin 1988 geboren und ich wohne schon immer neben Hamburg und war auch nur ein paar mal in Berlin.
Es war Sommer und ich habe dort im Zelt übernachten wollen. Hatte mein blaugelbes Zelt dann auf einem Campingplatz an einem See aufgebaut und wollte dann erstmal los und mir die Stadt ansehen. Mir war da schon klar, dass ich mir bei dem großen chaotischen Zeltplatz nicht würde merken können, wo genau mein Zelt stand. Aber ich lief also los. Ich erinner mich jetzt nur noch daran, dass ich irgendwann nach schon ziemlich langem laufen durch eine schon ziemlich alte Unterführung kam, die unter einem Fluss langführte, der die Stadt trennte. Kurz vorher hatte ich dort meine jetzige Familie getroffen, ich schien davon zu wissen, dass sie auch die Zeitreise gemacht hatten. Bei diesem Tunnel gab es an jeder Seite hintereinander zwei "Jalousien", unter denen man durchgehen musste. An der ersten Seite kamen wir noch mühelos durch, aber als wir an der anderen wieder raus wollten waren diese plötzlich schon bis auf den Boden heruntergelassen, wie uns jmd erklärte, wurde der Tunnel in der Nacht immer so dichtgemacht. Wir stellten aber ein Glück fest, dass man die Jalousien hochschieben konnte, aber dafür brauchte man auch etwas kraft und beide Hände. Als letztes ging meine Mutter durch, mein Vater hielt die Jalousie für sie hoch. Dann ging es direkt gerade über ein große alte Brücke. Es war ziemlich schön da. Meine Brüder waren schon weg und meine Eltern wollten jetzt auch in ihr Hotel, weil die Sonne schon langsam unterging. Da stellte ich fest, dass ich ja garkein geld hatte und außerdem mein Zelt an der anderen Seite der Stadt aufgebaut. Mein Portemonnaie hatte ich, damit ich es nicht verlieren konnte, im Zelt gelassen, jetzt hatte ich Angst, dass es jemand klauen könnte. Durch den Tunnel war es nun schwer allein zurück zu kommen, außerdem sahen die Wachen es nicht so gern, wenn man nachts rumlief, schon garnicht durch den Tunnel. Ich habe also mein Eltern gefragt, ob ich nicht eine Nacht bei ihnen im Hotel schlafen könnte, aber das wollten sie nicht, sie wollten dass ich meinen Schlamassel selbst ausbade. Ich fand das zwar unfair und fühlte mich abgelehnt, aber was sollte ich nachts allein in diesem Teil von Berlin, der älter und bürgerlicher war und wo kaum noch jemand unterwegs war. Also bin ich umgedreht. Als ich wieder über die brücke wollte, die sich inzwischen komplett von menschen geleert hatte, es war schon dunkel, wurde ich von aufflammendem Scheinwerfern geblendet, die die Wachen angeschaltet hatten, wohl um die Brücke zu überwachen. Ich wusste nicht ob ich mich strafbar mache oder so, aber ich musste ja zurück, hatte zusehr Angst, nachts allein hier zu bleiben. Dann durch den Tunnel, es ging einfacher als ich gedacht hatte. Ich werde das jetzt hier mal etwas abkürzen: Wusste nicht mehr wie ich zurück zu dem Zeltplatz kommen soll, habe dann einen Jungen in meinem Alter nach dem Weg gefragt, bin ein Stück mit ihm gegangen, aber im Endeffekt wollte er mich nur abschleppen und hat mich zu ihm nach hause geführt, hat sich dann da in meinen Mitbewohner verwandelt. Ich hätte eigentlich nichts gegen eine kleine Romanze gehabt, aber so war mir das zu banal. Also bin ich allein weiter, es fühlte sich gefährlich an, nur ab und zu einzelne Menschen in den Straßen, die alle dunkel gekleidet waren. Ich hab mir ihre Energiefelder angesehen und hatte den Eindruck sie wären stärker als die der Menschen heute. Plötzlich war oder wurde es wieder hell und ich kam durch Natur, es war wunderschön, heilende Energien und ich fand, dass die DDR wohl viel schöner war als ich mir das gedacht hatte. Ich fragte mich woran das lag und dachte mir, dass das wohl deshalb so war, weil so viele Menschen ihre hoffnungen und hohen Ideale in die DDR gesteckt hatten. Aber auch hier in diesen paradiesischen Gärten waren immer noch die scharfen dunklen Energien der Wachen und der Regierung zu spüren, die die Menschen kontrollierten und ihnen angst machten. Von da kam ich dann plötzlich an den See, der zu dem Campingplatz gehörte, hier waren die Energien nicht mehr ganz so hochschwingend, irrdischer aber immer noch schön und wild, es wehte Wind vom See. Auf dem Campingplatz herrschte buntes Treiben, es war ein bisschen wie Woodstock. Leute machten FKK oder tranken Tee aus selbstgetöpferten Tassen, es herrschte eine ziemliche Vielfalt. Mir was auch der Name des Campingplatzes wieder eingefallen, es war "Solidaire" oder vielleicht auch "Solitaire". Da begann ich plötzlich zu fliegen. Ich fliege in Träumen immer so wie Brustschwimmen, ich konnte so besser mein Zelt wieder finden, ein paar Leute schauten erstaunt hoch, ich fühlte mich fantastisch. Ich genoss es, mich so leicht durch die luft zu bewegen und schwupps hatte ich auch schon mein Zelt entdeckt, das musste es doch sein? Ich bin also gelandet, habe das Zelt aufgemacht und sah ein weißes glasiges Gesicht, scheiße, da lag ein Leiche in meinem Zelt?? Ich hab ihr reflexartig gegen die Stirn gehauen, da kehrte plötzlich Leben in das Gesicht zurück und die Person wachte auf, es war meine ehemals gute Freundin Eva, jetzt tat es mir Leid, dass ich sie gehauen hatte. Eine andere ehemals gute Freundin war auch da und hatte bis eben geschlafen, wir freuten uns uns zu sehen und Eva erzählte, sie habe im Campingplatz-markt eingekauft und mir auch was mitgebracht. Ich war unheimlich froh mir liebe Menschen zu sehen.
AUFGEWACHT.
So, bitte, hat jemand Ideen, Deutungen?
Würde mich sehr freuen,
liebe Grüße