Hallo Idril,
zuerst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass meine Traumdeutung nur eine Interpretation von mir ist und keinen Anspruch erhebt, die einzig richtige Deutung zu sein. Auch sollen meine Aussagen von Dir immer „als ob“ oder „möglicherweise“ angesehen werden – auch wenn es sich anders anhört bzw. ich „möglicherweise“, „vielleicht“ etc. nicht verwende. Nur Du selbst kannst Deinen Traum vollständig deuten. Ich kann Dir nur Anregungen geben, die Du für Dich weiterverwenden kannst.
Vorbemerkung:
Konflikt Mutterrolle und augenblickliche Gefühle
Deutung der Einzelsymbole:
Mutter gestorben: interpretiere ich als Abgeschnitten-sein von der eigenen Mütterlichkeit (außer Deine Mutter wäre tatsächlich schon tot);
Viele Leute: zwar trösten Dich die vielen Leute, aber sie geben Dir auch die Möglichkeit, sich unter ihnen zu verstecken und somit auch die Verantwortung im Allgemeinen abzugeben;
Kleiner Strand umgeben von hohen Klippen: ein Strand ist die Grenzfläche zwischen Meer (Gefühle, Emotionalität) und Land (der Realität des alltäglichen Lebens); da der Strand „klein“ ist verweist das auf ein Alltagsleben, das als beengt und nicht erfüllend gesehen wird; dazu passen auch die Klippen, die das bald verstärken; andererseits weisen die Klippen oft auf ein dahinter liegendes Unbekanntes hin, dem man sich nicht stellen will – in diesem Fall nämlich, dass die Welt gar nicht so klein und beengt ist, wie sie von Dir gesehen wird, aber Du evtl. das Risiko scheust, die Klippen zu überwinden;
Tochter Leah: sie ist im Traum sie selbst und Deine Verantwortung für sie;
Andere Seite des Strandes: andere = verdrängte Seite Deiner „kleinen Welt“;
Hohe Wellen ziehen Leute ins Meer: die Leute stehen hier wie auch oben für die verschiedenen Persönlichkeitsanteile (PA) von Dir, die unter – von Dir als riesigen – emotionalen Problemen verschlungen werden, d.h. ins Unterbewusstsein verdrängt werden;
Deine Mutter kommt zum Strand: hier ist Deine Mutter als Vorbild zu verstehen, die es geschafft hat, Dich groß zu ziehen;
Hochheben von Tochter: einerseits willst Du Deine Tochter vor den emotionalen Problemen beschützen, andererseits hat sie „da oben“ – trotz ihrer „Hilflosigkeit“ – sehr viel Macht über Dich;
Zuwerfen von Tochter: die Verantwortung übergeben oder abgeben;
Zurufen: wie Hilferuf; sich eingestehen, dass man überfordert ist;
Deine Reiki-Meisterin: für Dich eine Art
Wohnung eines Fremden: ist ein Symbol für einen Dir noch unbekannten PA;
Probleme mit Geistern und Negativität: sind Probleme mit dem spirituellen Wahrnehmungsvermögen; im Traum kannst Du diese Probleme überwinden;
Käfer: symbolisiert im Traum oft etwas Unsauberes oder Leicht-zu-Übersehendes;
Unter der Tapete: also versteckt, verborgen und schwer zu sehen/wahrzunehmen;
Tapete: ist wie die Fassade eines Hauses eine von der wahren Natur der Wände ablenkende Verzierung – nur im Inneren; im übertragenen Sinne ist es das schöne Selbstbild, das nichts mit der Realität zu tun hat;
Möbel rausbringen: Möbel im Traum stehen für Einstellungen, Gewohnheiten und die Einstellung zur Familie;
Tapete verbrennen: die Illusionen mit Feuer vertreiben bzw. sich selbst reinigen (i.S.v. das reinigende Feuer);
Feuer auf Straße: die Straße symbolisiert Deinen individuellen Lebensweg mit Deiner Handlungsweise; Deinen Lebensweg zu „mit Feuer zu reinigen“ ist also durchaus in Deinem Leben schon mal vorgekommen (bspw. Verbrennen von Fotos Deines Ex etc.)
Welle von links: Deine Emotionalität verhindert eine „Reinigung“ (worüber Du Dich ärgerst); links ist die eher weibliche, passive Seite, die auch mit starker Sensibilität verbunden wird;
Zusammenfassung:
Du scheinst in einer Situation der Überforderung zu sein, die sich negativ auf Deine Rolle als Mutter auswirkt. Generell scheint Mütterlichkeit bzw. die weibliche Kraft, die aus der Mutterrolle entspringt, eine starke Rolle zu spielen. Du hast noch nicht oder nur ansatzweise bemerkt, dass Dein Mutter-sein Dir ganz neue und tiefe Kräfte verliehen hat – auch und gerade im spirituellen Bereich. Statt mit dem Alltag zu hadern, könntest Du beginnen, diese Mutterrolle anzunehmen (= in Deine Seele zu integrieren). Dadurch wird sich auch das Sich-überfordert-fühlen legen und Du kannst Deine starke, emotionale Seite zur Entwicklung Deiner Spiritualität gebrauchen. Sie hindert Dich wahrscheinlich auch am wirklichen Wahrnehmen des Ki-Flusses in den Reikianwendungen.
~ Namaste ~
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