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Dem 3. Ufer nahe
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Registriert seit: 28.07.2007
Ort: Südwestdeutschland
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Hallo kaya12,
Dein Traum ist sehr episodisch und sprunghaft. Ich versuche zwar eine Deutung, aber hier spielen sehr viele persönliche Erfahrungen eine Rolle, die ich nicht wissen kann (z.B. Verhältnis zu Deiner Mutter/Cousine, Deine Einstellung zum Tod und der Grad Deiner Spiritualität). Das kann bedeuten, dass ich total falsch liegen kann…zumindest versuche ich Dir Anhaltspunkte zu geben, wie Du selbst weiter forschen kannst.
Vorüberlegungen:
Mehrfache Todessymbolik, starke Passivität im Traum (mehr Zuschauer als Handelnder), viele Personen = viele Persönlichkeitsanteile involviert
Deutung der Symbole:
Mutter: kann natürlich tatsächlich Deine Mutter meinen, aber mir scheint es so, dass Deine Mutter den gerade heranreifenden Persönlichkeitsanteil der Verantwortung (für Dein eigenes Leben) darstellt; sie lenkt das Auto, während Du passiv auf dem Beifahrersitz bist (Du hast also die Beobachterrolle inne)
Auto (fahren): das Fahren im Auto symbolisiert unsere momentane Situation im Lebensweg und unsere Antriebe und Ziele. Andere Transportmittel habe keine echte Wahlmöglichkeit – man steigt ein oder nicht und wird befördert (z.B. Bahn, Bus, Flugzeug, Schiff etc.) – das Auto bietet normalerweise die Chance der vollen Selbstbestimmung/Autonomie. Wir können das Ziel bestimmen, wohin die Reise geht, wir haben entschieden aufzubrechen. In Deinem Fall hier hat das ganze mehr die „Taxi-Mami“-Konnotation.
Cousine, 7 Jahre: sie repräsentiert Dir bereits bekannte, aber noch unterentwickelte Persönlichkeitsanteile, die es auszubauen gilt; hier kann auch ein Wechselspiel vorliegen mit der Mutter: die Cousine als Trägerin der Persönlichkeitsanteile, die die Mutter repräsentiert, in ganz zarter Andeutung
Hinten: dass Deine Cousine hinten sitzt, deutet darauf hin, dass Du diese sie repräsentierenden Persönlichkeitsanteile (noch) ablehnst bzw. Minderwertigkeitsgefühle damit einhergehen (die Dich von Deiner Ganzheitlichkeit abhalten)
Fröhlich/lachen: in der Lage, keine Verantwortung zu tragen, fühlst Du Dich gelassen und frei, ähnlich Kindern, die noch keine Verantwortung tragen müssen
Fenster herausschauen: statt mit Deinem Inneren beschäftigst Du Dich mehr den Meinungen der Menschen oder deren Gefühlen; ein gewisses Maß an Extraversion dürfte bei Dir zu finden sein. Es hat auch die Nebenbedeutung, einer ganz bestimmten Beurteilung der Lebensumwelt.
Wald: der Wald ist ein Symbol für das weibliche, emotionale Selbst. In Wäldern werden oft Prüfungen und Einweihungen/Initiationen abgehalten. Hier gibt es vielleicht die innersten Geheimnisse zu entdecken.
Waldrand und der weiße Wolf: der Wolf hat hier die Funktion des „Hüters der Schwelle“, der jemanden nur vorbeilässt, wenn er wirklich bereit dazu ist. Sein ruhiger Blick ist eine Einladung, die im Gegensatz zu seiner aggressiven Natur steht. Seine weiße Farbe deutet auf Reinheit und seelischen Wachstum hin. Noch etwas anderes ist bedeutsam: vor dem Urbild der Weiblichkeit Wald steht der männliche Wolf, an dem es vorbeizukommen gilt. Das ist auch ein Hinweis, Deine männlichen Persönlichkeitsanteile (Animus) zur Geltung zu bringen.
Fotografieren: das Fotografieren soll Dir helfen, die Situation zu verstehen und weist auf eine vergangene Situation hin, bei der Du eine ähnliche Einladung erhalten hast. Etwas Vergangenes, das Dir nicht wertvoll erschien, was Du hättest objektiver beurteilen müssen.
Lenkrad halten: zwar von außen (Deiner Mutter) auferlegt sollst Du Verantwortung übernehmen – Du entziehst Dich dieser Verantwortung mit einem Episodensprung im Traum.
Haus: ein Haus verweist direkt auf den Zustand der Seele und seine innere Befindlichkeit, maßgeblich seiner Persönlichkeitsanteile;
Angst/Unwohlsein/komisch=unheimlich: Deine Seele ist sehr ängstlich und die Schwierigkeiten des alltäglichen Lebens überfordern Dich (teilweise).
Älteres Ehepaar, 70 Jahre: kann auf die Vorfahren verweisen, aber in diesem Traum geht es mehr um die alten Traditionen und Verhaltensregeln, denen Du nicht vertraust; trotzdem gehst Du mit ihnen mit über die Brücke, d.h., dass Du – zumindest nach außen – die alten Normen befolgst. Zuletzt kann es auch um den Tod und Deine Einstellung zu ihm gehen.
Kleine Brücke: die Brücke ist einerseits ein Symbol für den Übergang von einer in die nächste Lebensphase, andererseits zeigt sie auch die Verbindung zu anderen Menschen; der Neuanfang ist noch „klein“ und hat mehr den Charakter eines „kleinsten, gemeinsamen Nenners“.
Wasser: ist einerseits ein Symbol für das Weibliche und die Welt der Gefühle, andererseits auch das Medium der Reinigung.
Kläranlage/Gefahrempfinden: Du hast Angst vor den Dingen, die Du „klären“ musst; Du befürchtest, Dich selbst in diesem Prozess zu verlieren
Altes/Verwesung: jetzt wird Dir Vergänglichkeit und Tod über mehrere Sinne gewahr (Geruch, sehen)
Wände/Holzlatten: die Wände sehen skelettartig aus durch die teilweise sichtbaren Holzlatten; eine Hervorhebung der Wände symbolisiert die Blockade, um die es hauptsächlich geht. Die Wand behindert Deinen Fortschritt und es ist ein „altes“ Problem. Die gerippeartigen Holzlatten verweisen auf die Notwendigkeit, nicht zu erstarren („hölzern“ zu werden), angesichts dieser Blockade. Die skelettartige, rippenähnliche Struktur der Wand kann ebenfalls ein Hinweis auf die Einstellung zum Tod hinweisen.
Wohnzimmer: das Wohnzimmer ist im Haus der Ort der Begegnung und der gemeinsamen innerhäuslichen Aktivitäten. Hier geht es also wieder um das miteinander, bei der Du Deine Cousine wieder als Repräsentanten heranziehst (kann noch keine Verantwortung übernehmen, lenkt sich ab mit fernsehen bzw. passiv in der Ferne schweifen und nicht in sich sein).
Couch: ein Möbelstück der Ruhe/Erholung/Bequemlichkeit, das hier das Leben zuhause(in der Familie repräsentiert; und schon wieder begegnen wir der bequemen Verantwortungslosigkeit.
Verschlossene Türe: die Tür ist ein Symbol des Übergangs in eine neue Lebensphase. Da sie verschlossen ist, deutet es darauf hin, dass Du Dir das Hindernis zum Vorwärtskommen selbst geschaffen hast. Trotzdem willst Du es versuchen, aber ein Teil Deiner Persönlichkeit (Cousine mit ihrer Stimme) hält Dich ab.
Stimme von 40 Jahre: es kann sich bei dieser Stimme um unterdrückte Persönlichkeitsanteile handeln (oder es spiritueller Sicht die Warnung eines Geistes sein – gut oder böse steht nicht fest).
Junge: er steht im Traum für Wachstumspotenzial, neue Erfahrungen und junger Begeisterung und Neugier;
Mann, 20-30 Jahre: außer den Hinweis auf Deinen Animus (Deine männlichen Persönlichkeitsanteile) kann der Mann die logische Seite Deines Wesens darstellen; da Du ihn nicht kennst, bist Du Dir seines Wirkens und seiner Kräfte nicht bewusst.
An der Hand ziehen=dominieren/beherrschen: die Hand ist Symbol für Kraft und Kreativität; die logische Seite beherrscht die neuen Erfahrungen
Dunkle Haare: die dunklen Haare signalisieren etwas Unverstandenes, das mit dem Kopfbereich/dem Verstand zu tun hat.
Zu große Winterjacke: das Wachstumspotenzial (=der Junge) ist noch nicht ausgereift und bedarf noch viel Schutz und Wärme. Der Winter kann symbolisch auf die Entfernung zu den wahren Gefühlen hinweisen. Der Winter ist oft auch ein Symbol für den Tod.
Auf den Boden werfen: Unterwerfungsgeste (evtl. auch sexuelle Auslegung möglich!)
Einflößen des mit der Tablette präparierten Käsestücks: elterliche Geste, Kindern das Essen aufzuzwingen – also Dinge, von denen sie glauben, dass sie gut für einen sind;
Kiri-Käse: passendes Nahrungsmittel für die Altersklasse des Jungen i.S.v. passender Träger für die Tablette
Tablette: repräsentieren den Wunsch nach Gesundheit und damit „ganz“ werden; eine Tablette zu nehmen, setzt aber auch Vertrauen voraus, was hier nicht gegeben ist. Der Junge gehorcht (=passiv).
Wald: siehe oben;
Der letzte Satz ist sehr interessant: Du gehst durch den Wald von diesem Ort weg. Kein weißer Wolf hält Dich auf. Scheinbar hat das einflößen der Tablette Dir geholfen (durch Deinen Stellvertreter „Junge“), den Weg in den Wald einschlagen zu können.
Insgesamt wirst Du 3x mit Übergängen konfrontiert. Erst im letztem Teil – unter „Zwang“ – kannst Du etwas erreichen. Denke in diesem Fall an die Tablette in „Matrix“, die Neo den Zugang ermöglichte. Auch die mehrfache Todessymbolik ist sehr interessant und sollte von Dir weiter untersucht werden. Deine Passivität im Traum konnte nur durch die zuletzt stattfindende Zwangshandlung überwunden werden. Hier ist es wichtig, nicht nur aktiver zu werden, sondern auch Deine Persönlichkeitsanteile in Einklang zu bringen.
Mehr kann ich hier nicht schreiben, da es alles sehr persönlich ist.
Viel Erfolg auf Deinem Weg!
Abendsternbotschafter
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