Der Traum an sich war recht kurz und ich hatte ich auch nur 1x. Das vor einigen Jahren, aber das Geträumte war so intensiv, so dass ich mich immer noch ab und zu daran erinnere.
An die Umgebung kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich bin allein. Dann ist da noch jemand, den ich nicht sehen kann. Es ist eine männliche Person. Der Mann hält mir eine Pistole an die Stirn und sagt, dass ich jetzt sterben muss. Es ist aber keine Drohung in dem Sinne, sondern in sehr ruhiger und bestimmter Stimme vorgetragen. Es ist wie eine Bestimmung. Daraufhin frage ich warum. Die Antwort war, dass es sein muss. Ich habe Angst, aber sie fühlt sich eher dumpf an. Es ist, als ob ein Schleier auf dem Angstgefühl drüber liegen würde. Ich schließe die Augen. Danach drückt der Mann ab. Man hört aber nichts. Ich falle um. Zuerst ist alles Dunkel. Ich mache die Augen auf und es ist alles hell um mich herum. Ich bin schwerlos und obwohl ich nicht so richtig meinen Körper sehen kann, weiß ich instinktiv, dass alles dran ist. Meine erste Frage, die mir dann durch den Kopf schießt "bin ich jetzt tot"? Irgendwie hab ich dann das Gefühl, dass ist zwar tot bin, aber irgendwie auch nicht. Aber dieses Leichtigkeitsgefühl überschwemmte mich und es fühlte einfach nur toll an.
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Jetzt, wo ich gerade den Traum aufschreibe, habe ich glaube ich auch die Deutung dessen verstanden. Weil es mir wie ein Pfeil durch den Kopf schießt.
Der Mann mit der Pistole, den ich aber nicht sehe, ist mein Vater. Einige Jahre nach dem Traum hat er unsere Familie verlassen. Nicht im Guten. Die Zeit davor war schon nicht so doll und wie er es gemacht hat, war nicht die schönste Art und sehr schmerzhaft für mich und meine Mutter. Irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr ertragen ihn zu sehen und habe den Kontakt abgebrochen. Ich konnte nicht anders. Während dieser ganzen Zeit mußte ich stark sein - für mich und meine Mutter, ich habe in einer anderen Stadt studiert und pendelte jeden Tag hin und her. Alles lief nicht so wie gehofft und ich erlebte diese Jahr wie im Schleier. Immer wieder mit Angst durchzogen. Welcher Moment nun das "Abdrücken" darstellen soll - das könnte sein Weggang gewesen sein, oder der Tag an dem er meiner Mutter sagte, ich soll mich nicht so haben und ihm nicht irgendwelche Briefe schreiben (er hat eine Mail von mir bekommen, in der ich meine Sichtweise dargelegt habe und nach seinen Motiven gefragt hatte...ich vermute, er hat es nicht mal richtig gelesen, geschweige denn verstanden).
Sein Weggang hat uns viele Probleme geschaffen und lange Zeit wußte wir nicht wie es weiter gehen soll. Eben, wieder als ob man unter einem Schleier leben würde und alles drum herum nicht so richtig mitbekommt und auch nicht so richtig fühlt.
Das "Hochgefühl" hat sich in der Intensität noch nicht eingestellt.

Aber ich glaube ich bin so langsam, mit Umwegen und anderen Träumen, auf dem Weg dahin.
Aber ich muss sagen, diese männliche Person im Traum war mir sympatischer als mein Vater, allein die Stimme und die Sprechweise.
Naja, vielleicht wollte mir der Traum auch was anderes sagen. Vielleicht kann mir jemand noch andere Deutungsinterpretationen vorschlagen. Aber dieser Gedanke an meinen Vater und die damit verbundene Situation durchfuhr mich gerade eben beim Schreiben.