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Traumdeutung

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Alt 10.03.2009, 08:43   Schreckliche Nacht Beitrag #1 (permalink)
Gast11724
Gast
 
Beiträge: n/a
Schreckliche Nacht

Hallo Ihr Lieben!
Vergangene Nacht hat ich das erste mal seit Ewigkeiten einen Alptraum,
aus dem ich schweißgebadet aufgewacht bin,keine Luft kriegen konnte,
und richtig doll erschrocken war.
Der Traum irritiert mich total,denn es ging irgendwie auch um meinen
verstorbenen Partner.
Versuche mal zu erzählen!
Wir gingen gemeinsam auf eine Party,irre viele Leute (Unbekannte),
in einem großen Gebäude mit vielen Räumen.
Laute Musik und ein ziemliches Chaos.
Auf einmal war mein Freund weg,
Ich suchte ihn überall,fand ihn aber nicht,
stiess nur immer wieder auf arg Betrunkene,
merkwürdig grinsende Leute die versuchten mich dort zubehalten.
Ich ging nach Hause.
Zuhause schliefen meine Kinder,und ich legte mich auch hin.
Irgendwann erwachte ich,und Fremde liefen durch mein Haus,
erschrocken wollte ich nach den Kids schauen,aber die Betten waren leer!
Die Wohnnung war vollkommen verwüstet.
Die Aussentür stand auf,ich lief hinaus und sah Qualm ausm Schuppen.
Als ich ihn betrat sah ich den Ofen umgekippt liegen,angeschaltet-
und es schmorrte vor sich hin.
Ich rannte aus,verzweifelt nach den Kindern suchend,aber nix-
überall nur Leute die grinsend ,laut lachend auf mich zeigten.

Dann bin ich aufgewacht!
Und ich war richtig verstört!
Was war das???
Liebe Grüße !!!
 
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Alt 10.03.2009, 11:10   Schreckliche Nacht Beitrag #2 (permalink)
Gast12717
Gast
 
Beiträge: n/a
Exclamation Hallo, Yvonn...

Das Haus, bist Du.
Obwohl, viele Fremde da ein uns ausgehen, fühlst Du dich allein.
Es ist dein eigene Angst, du könntest "versagen",
etwas "falsch" machen, oder den "Überblick" verlieren.
Ich glaube, du mußt lernen, ohne dein Freund zu rechtzukommen.
Die Leute grinßen nur, weil du panik schiebst.
Villeicht solltest du vertrauen üben,
und nicht an dich selbst zweifeln.
 
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Alt 10.03.2009, 11:56   Schreckliche Nacht Beitrag #3 (permalink)
Gast11724
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo Magd!
Komisch ist an der Sache,das er schon seit Jahren tot ist,
und ich mich damit auch abgefunden hab.
Deswegen verstehe ich eben nicht,
warum er überhaupt ein Rolle in dem Traum spielt.
Und warum verschwinden die Kinder?
Nachdem Traum hab ich hier erstmal alles nachgesehn
im Haus,es war so real.
Liebe Grüße!
 
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Alt 10.03.2009, 12:22   Schreckliche Nacht Beitrag #4 (permalink)
kuma
zwischen den Welten
 
Benutzerbild von kuma
 
Registriert seit: 17.10.2007
Ort: Auf'm Land
Beiträge: 2.815
Was magd schreibt ist nicht verkehrt.

Ich nehm die Sache mal auseinander und erkläre die einzelnen Symbole und Zusammenhänge.

Vergangene Nacht hat ich das erste mal seit Ewigkeiten einen Alptraum,
aus dem ich schweißgebadet aufgewacht bin,keine Luft kriegen konnte,
und richtig doll erschrocken war.

Erstmal was zu den körperlichen Symptomen:
Keine Luft kriegen (Atmenot) kann mit Schwierigkeiten im Bereich Abgrenzung zu tun. Man lässt Dinge, Personen, oder ihre Meinungen und Aussagen zu nahe an sich rankommen. Kann sich von ihnen nicht distanzieren.
Auch ist die Fähigkeit, Einfluss auf die Dinge von aussen zu nehmen, ist eingeschränkt. Ein Konflikt entsteht, der innere Vorgängen von den äusseren Handlungsweisen trennt.
Wenn es einem 'die Luft abstellen', wird die Energie genommen. Ohne Luft ist man nicht überlebensfähig.

Durch das Erschrecken zeigt der Traum auf, dass da etwas falsch läuft, er will "wachrütteln" und deutet darauf hin, dass eine Änderung in einer Situation, der Sichtweise, oder auf das ganze Leben bezogen, vollzogen werden sollte.


Der Traum irritiert mich total,denn es ging irgendwie auch um meinen
verstorbenen Partner.
Versuche mal zu erzählen!
Wir gingen gemeinsam auf eine Party,irre viele Leute (Unbekannte),

Leute, die im Traum auftauchen sind in den meisten Fällen Anteile seiner selbst. Unbekannte Leute, umschreiben also Anteile in dir, die noch unbekannt sind.

in einem großen Gebäude mit vielen Räumen.

Das Haus oder Gebäude stellt die eigene Persönlichkeit und die Seele dar. Die Räume sind die Persönlichkeitsanteile und die eigenen Erfahrungen.

Laute Musik und ein ziemliches Chaos.

Die laute Musik und das Chaos stellt dar, wie es in deinem Innern aussieht.
Musik steht oft für Gefühle, laute Musik, für starke Gefühle, die zum Ausdruck gebracht werden wollen.
Das Chaos... nun, das Symbol spricht eine klare Sprache.

Auf einmal war mein Freund weg,

Hier wäre es wichtig, zu erfahren, wie du deinen Freund gesehen hast, welche Charakterzüge du bei ihm geliebt oder verachtet hast.

Mir schein, dass dir dein Freund eine wichtige Stütze war, an der du dich orientieren konntest.

Diese Stütze bleibt durch den "Weggang" deines Freundes aus. Du bist ortientierungslos und unsicher, findest keinen Halt in deinem Leben und in dir.

Ich suchte ihn überall,fand ihn aber nicht,
stiess nur immer wieder auf arg Betrunkene,
merkwürdig grinsende Leute die versuchten mich dort zubehalten.

Betrunken sein hat mit Kontrollverlust zu tun, man ist nicht mehr Herr seiner Selbst. Betrunkene kann man weder ernst nehmen, noch ihnen vertrauen. Die Betrunkenen weissen auch wieder auf die Orientierungslosigkeit in dir hin.

Ich ging nach Hause.

Wie oben geschrieben ist das Haus die Persönlichkeit und die Seele.
Du versuchst, indem du nach Hause gehst, in dich hinein zu gehen, um dort Ruhe zu finden.

Zuhause schliefen meine Kinder,und ich legte mich auch hin.

Das gelingt dir auch, für einen Moment.
Du hast also die Fähigkeit, in dich "hineinzugehen" und dich dadurch zu entspannen, zu erden.
Das ist wichtig!

Irgendwann erwachte ich,und Fremde liefen durch mein Haus,

Die Fremden sind wieder Persönlichkeitsanteile, hier solche, die du bisher nicht gekannt hast, die dir fremd sind, und die dich erschrecken.

erschrocken wollte ich nach den Kids schauen,aber die Betten waren leer!
Die Wohnnung war vollkommen verwüstet.

Die Kinder stehen für Ungezwungenheit, für Fröhlichkeit und Ausgelassenheit. Und für das Urvertrauen in das Leben.
Wie die Kinder im Traum, sind diese Dinge bei dir zeitweise abhanden gekommen.

Die Verwüstung im Haus zeigt, dass auch eine Verwüstnug in deiner Seele stattgefunden hat. Da ist nichts mehr so wie es war, die Ordnung wurde durcheinander gebracht.

Die Aussentür stand auf,ich lief hinaus und sah Qualm ausm Schuppen.
Als ich ihn betrat sah ich den Ofen umgekippt liegen,angeschaltet-
und es schmorrte vor sich hin.

Der Ofen und das Feuer, stellt die Kraft und Energie dar. Und Wärme, sowie Licht.
Schmoren bedeutet ausgehen, verglühen.
Wie der Ofen, bist auch du umgekippt, und wie das Feuer, schmorrst du vor dich hin. Die Energie geht aus, die Kraft schwindet. Wärme und Licht sind nur noch schwach spürbar.

Ich rannte aus,verzweifelt nach den Kindern suchend,aber nix-
überall nur Leute die grinsend ,laut lachend auf mich zeigten.

Du suchst nach Halt, nach Fröhlichkeit, nach Unbeschwertheit, kannst sie aber momentan nicht finden.

Auslachen tut man jemanden, der sich lächerlich benimmt, der sich nicht durchsetzen kann, der schwach ist.
Die Leute sind wieder Anteile deiner Selbst, du nimmst dich selbst nicht ernst, vertraust dir zuwenig, fühlst dich schwach, energielos... und ja, lächerlich.

Dann bin ich aufgewacht!
Und ich war richtig verstört!

Zurecht, nach einem solchen Traum wäre ich das auch.
Wenn ich dir einen Rat geben darf: Seh dir diese Dinge detailiert an, da ist Aufarbeitung nötig. Evt. ist Hilfe in Anspruch zu nehmen.


Was war das???

Der Traum hat einfach und ergreifend aufgezeigt, wie es in dir drin aussieht. Oft werden solche Dinge verdrängt, durch die Träume spricht unser Unbewusstes (Unterbewusstsein) zu uns, um uns darauf hinzuweisen, was in unserem Leben an Änderung bedarf.

Liebe Grüsse
kuma
kuma ist offline  
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Alt 10.03.2009, 12:34   Schreckliche Nacht Beitrag #5 (permalink)
Inora
Liebe hat lange Fäden
 
Benutzerbild von Inora
 
Registriert seit: 15.10.2008
Beiträge: 1.755
Blog-Einträge: 73
Hallo Yvonnechen,

ich kann keine Träume deuten ... ich kann dir nur etwas von meinen Träumen berichten.

Als ich ca. 18 Jahre alt war träumte ich, daß ein Nachbarkind (Mädchen / 4 Jahre) in die Tiefe stürzte ... dort angelangt befand sie sich in einer Art *Paradies, zwischen Bäumen und zwitschernden Vögeln.
So etwas Herrliches wie dieses Paradies ist mir im Traum nie mehr begegnet. Zumindest habe ich keine Erinnerung daran.

Am nächsten Tag war dieses Mädchen mit ihrer Mutter bei meiner Mutter.
Beide Frauen unterhielten sich, während das Mädchen auf einem Geländer herum turnte, das sich über einer Treppe befand, die in den Keller führte.
Plötzlich verlor das Mädchen die Balance und hing mit beiden Händen am Geländer... kurz vorm Absturz in die Tiefe.

Gott sei Dank war die Mutter in der Nähe und konnte sie aus ihrer lebensbedrohlichen Situation befreien.

Ca. 20 Jahre später kam dieses Mädchen auf tragische Weise auf dem Seitenstreifen einer Autobahn ums Leben, als sie einem Mann helfen wollte, der eine Autopanne hatte. Beide Personen wurden von einem Kleinbus erfasst.

Ich weiß nicht, warum ich dir das schreibe, weil ich mit meinem menschlichen Verstand keine Parallelen zu deinem Traum sehe .... ich weiß nur, daß ich dich dies wissen lassen will.
Inora ist offline  
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Alt 10.03.2009, 14:08   Schreckliche Nacht Beitrag #6 (permalink)
Gast11724
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo Kuma!
Erstmal danke für die ausführliche Antwort!
Das was Du schreibst,trifft auch irgendwie zu!
Halt suche ich mit Sicherheit,da ich nie wirklich Halt hatte.
Dadurch das mein Urvertrauen von Kindesbeinen an immer wieder zerstört,
fällt es mir sehr schwer anderen zuvertrauen,
und ich mache zum größten Teil alles mit mir selber aus.
Leider hatten aber grad diese Ehrfahrungen immer wieder mit Betrunkene zutun,
was mich eben auch andem Traum sehr verwirrt.
Dadurch suche ich oftmals nach Bestätigung,
da ich zweifle ob ich z.B.die richtige Entscheidung getroffen habe.
Orientierungslos bin auch,
da ich nie genau weiß was ich will,nur das was ich nicht will weiß ich.
Was meinen verstorbenen Freund angeht,war ich diejenige die im Halt gab.
Er war ein Junkie,und ich habe lange versucht und gehofft ihm zuhelfen,
da ich wußte das er in sich ein sehr lieber Mensch ist.
Leider erlebte ich ihn oft anders,es war absolut kein Verlass auf ihn,
er schlug und drohte wenn er unter Drogeneinfluss stand.
Dadurch das er mir drohte sich umzubringen,schaffte ich es nicht ihn zuverlassen.
Erst nachdem er mich mehrfach Krankenhausreif schlug und ich ein Kind bekam,
schaffte ich den Absprung.Ein Jahr später war er dann tot.
Unsere Tochter kann ihn nicht mehr kennenlernen,und ich frag mich oft noch warum.
Fühle mich immer noch mit ihm verbunden.
Ich selbest änderte mein Leben vor fast vier Jahren indem ich für mich mit Kiffen und Alkoholmißbrauch aufhörte um anständig für meine Kids dazu sein.
Das war wieder mal ein großer Schritt,und er klappt auch recht gut.
Orientierungslos bin ich auch in Hinsicht aufs berufliche.
Da habe ich keinen blassen Schimmer wies gehen soll.
Es gibt mit Sicherheit Dinge an mir die ich noch nicht kenne,
da ich nie wirklich die Chance hatte "in Frieden" etwas durchzuziehen,auszuprobieren-da sich immer das "überleben" in
den Vordergrund stellte. Wollen aber nicht können....
Werde erstmal weiterdenken!!!
Liebe Grüße!

 
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Alt 10.03.2009, 14:13   Schreckliche Nacht Beitrag #7 (permalink)
Gast11724
Gast
 
Beiträge: n/a
Liebe Inora!
Das ist eine sehr einschneidene Geschichte die Du da schreibst!
Und genau das ist es auch was mich jetzt so beunruhigt,
da ich selber auch schon oft Dinge geträumt habe die sich kurze Zeit später
als Wirklichkeit rausstellten.
Und das hoffe ich bei diesem Traum nicht!
Alle Liebe!!!
 
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Alt 10.03.2009, 15:54   Schreckliche Nacht Beitrag #8 (permalink)
kuma
zwischen den Welten
 
Benutzerbild von kuma
 
Registriert seit: 17.10.2007
Ort: Auf'm Land
Beiträge: 2.815
Hallo Yvonnechen

Was meinen verstorbenen Freund angeht,war ich diejenige die im Halt gab.

Er war ein Junkie,und ich habe lange versucht und gehofft ihm zuhelfen,
da ich wußte das er in sich ein sehr lieber Mensch ist.

Auch das ist eine Art Halt.
Hast schon mal vom Helfersyndrom gehört? (Ich will damit nicht sagen, dass du das hast, sondern will damit nur meine Aussage erklären)
Lies mal hierzu bei Wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/Helfersyndrom

Es geht dabei auch um die Thematik der Selbstreflektion. Wenn man sich um andere kümmert, hat man keine Zeit, um sich mit sich selber auseinander zu setzen. Man kümmert sich um die Probleme der anderen und verdrängt so erolgreich die eigenen. Bis sie einem irgendwann wieder einholen.


Es gibt mit Sicherheit Dinge an mir die ich noch nicht kenne,
da ich nie wirklich die Chance hatte "in Frieden" etwas durchzuziehen,auszuprobieren-da sich immer das "überleben" in
den Vordergrund stellte. Wollen aber nicht können....

Natürlich hast du das, das sagt der Traum sehr klar mit dem grossen Gebäude, den vielen Zimmern.

Werde erstmal weiterdenken!!!

Meditation wäre eine nützliche und empfehlenswerte Methode. (Auch davon spricht der Traum) Sie ist ein guter Helfer bei der Lösung von Problemen, Orientierungslosigkeit und vielem mehr.

Schlaf, Traum und Meditation sind sehr nah beieinander.
Das sind die Situationen, die uns ermöglichen den Zugang zum Unbewussten zu öffenen. Das Unbewusste ist sehr schlau, es weiss auf viele Fragen die Antworten. In der Meditation kann man geziehlt danach suchen. Natürlich geben auch Träume viele Auskünfte, diese sind jedoch sehr oft verschlüsselt.

LG kuma
kuma ist offline  
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