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Traumdeutung

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Alt 03.11.2008, 12:49   Merkwürdiger Traum letzte Nacht Beitrag #1 (permalink)
elorad72
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Merkwürdiger Traum letzte Nacht

Hallo..

ich habe Folgendes letzte Nacht geträumt:

ich war für den Fischbestand eines Brunnens in einer wunderschönen Stadt zuständig, dieser Brunnen bestand aus mehreren Kaskaden und war Traubenhenkel-artig gebaut. In einem Becken war ein neuer Fisch drin, es handelte sich um einen wunderschönen "goldenen" Karpfen, das merkwürdige aber war, dass der zuständige Verantwortliche ( komischerweise war das mein ehemaliger Franzöisisch-Lehrer ) diesen Fisch angeleint hatte ( das war so ein Geschirr, welches man auch so kleinen Schoßhunden umlegt ) und dieser Verantwortliche hat mir strikt verboten, diesen Fisch abzuleinen, weil er sich erst noch an diesen neuen Brunnen gewöhnen musste..es war aber zu wenig Wasser in diesem "Quarantäne-Becken" und der Fisch lag sehr oft auf dem Trockenen, deswegen bat mich der Fisch ( per Telepathie ) immer wieder, Wasser nachzugiessen. Ich war daher ziemlich nervös.
Plötzlich konnte ich sehen, dass ein Pferd weiter oben auf der Hauptstrasse dieses Städchens in einen zweiten Brunnen gefallen ist.
Deswegen bin ich schnell dahingerannt und habe das Pferd ( es war ein alter Rappe ) aus dem Brunnen gezogen. Und weil ich keine Handtücher zum Abtrocknen hatte, musste ich meine Manuskripte ( ich bereitete mich in diesem Traum auf eine Prüfung vor ) als Ersatz verwenden.
Das Pferd konnte gerettet werden, doch dann stand die Prüfung an und ich hatte nicht mehr genügend weisses Papier, weil ich alle Schreibunterlagen zum Trockenreiben des Pferdes gebraucht habe.

Mein Prüfer ( wieder mein Französisch-Lehrer ) war zwar nicht sehr begeistert, gewährte mir aber Zeit, neues Papier zu besorgen.
Dann musste ich wieder zurück zum Fisch, Wasser nachgiessen...

Naja, dann bin ich aufgewacht..

Also ich versuche mal ein paar Deutungsansätze:

Der Fisch ist mein Mann ( dies ist sein Sternzeichen und wir sind momentan getrennt lebend ) ich habe ihn aus irgendwelchen Gründen auch immer, noch nicht ganz losgelassen ( vielleicht daher auch die Leine )
nur mit dem Wasser verstehe ich nicht ganz, ganz zu schweigen die sache mit fast ertrunkenen Pferd..

und diese Prüfung muss ich wirklich machen und zwar Ende November.....

Hat jemand eine Idee, was das noch bedeuten könnte?
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Alt 03.11.2008, 14:01   Merkwürdiger Traum letzte Nacht Beitrag #2 (permalink)
kuma
zwischen den Welten
 
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Hallo elorad72

Ein sehr spannender und - meiner Ansicht nach - tiefgreifender Traum.
Ich würde ihn dir gerne deuten, brauche dazu aber noch ein paar wichtige Infos.

1. Was bedeutet traubenhenkel-artig? Ich kenne diesen Begriff nicht und kann mir nichts darunter vorstellen.

2. Was für eine Beziehung, einen Bezug, hast du zu Fischen? Hast du einen als Haustier?

3. Was für eine Beziehung, einen Bezug, hast du zu Pferden? Hast oder hattest du evt. eines?

4. Was arbeitest du? Welchen Beruf hast du gelernt?

5. Worum geht es in dieser Prüfung? Um welches "Gebiet" handelt es sich dabei?

Ich greife mal schnell vor, den ich denke nicht, dass der Fisch etwas mit deinem Mann zu tun hat. Habe eher das Gefühl, dass der Traum von deiner beruflichen Zukunft und um deine Begabungen diesbezüglich handelt.

Alles liebe
kuma

Geändert von kuma (03.11.2008 um 14:18 Uhr)
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Alt 03.11.2008, 14:40   Merkwürdiger Traum letzte Nacht Beitrag #3 (permalink)
elorad72
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Hallo Kuma..

Vielen lieben Dank für Deine Hilfe, also hier noch die Infos dazu:

1) traubenhenkelartig...mhmm also wenn Du Dir Trauben an einer Rebe vorstellst, sieht es doch so aus, wie ein Dreieck, oben breiter und nach unten hin verjüngt es sich..übrigens ich habe mal gegoogelt und habe ein Brunnenbecken gefunden, das meinem im Traum recht ähnlich sah
*** link gelöscht copyright, Werbung*** Hitomi
nur waren es insgesamt 10 oder mehr Becken, jedes mit einem anderen Durchmesser und tiefe und eben so angeordnet wie eine liegende Traubenrebe

2) Ich habe absolut gar keinen Bezug zu Fischen, ich hatte mal zwei Goldfische, aber da war ich 7 Jahre alt und die schwimmen schon lange in einem jenseitigen See..allerdings kann ich mich sehr gut entspannen, wenn ich eine Zeitlang in ein Aquarium sehe...
Ich kam deswegen auf meinen Mann, weil ich mit meiner Freundin gestern über ihn sprach und dabei haben wir uns auch ausführlich über sein Sternzeichen (Fische) unterhalten..

3) Ich hatte mal ein eigenes Pferd (es starb vor 8 Jahren, war aber fuchsbraun und nicht schwarz,) in unsere Familie gab es schon immer Pferde, aber es gab mal eine Zeit, da mochte ich sie nicht, weil sie es immer wieder verhinderten, das wir als komplette Familie mal in Urlaub fahren konnten.

4) Ich arbeite als Bürokauffrau und das seit fast 18 Jahren, eine Ausbildung habe dazu nie gemacht, denn als ich das damals machen wollte, kam ich durch eine OP in den Rollstuhl und dann bin ich in dieser Firma geblieben und habe dann dort mir fast alles selbst beigebracht.
Aber da es mit unserer Firma nicht allzugut steht im Moment, habe ich beschlossen meine Abschlussprüfung zur Bürokauffrau nachzuholen, deswegen habe ich jetzt Ende November die Prüfung an der hiesigen Handelskammer

5) Prüfungsschwerpunkte: Textverarbeitung, Rechnungswesen, Bürorganisation und Wirtschaftskunde...

Ich hoffe, die Infos sind von Nutzen.
Übrigens solche Träume habe ich recht oft, ist manchmal echt wie ein alter Hollywoodschinken: grosse Gefühle, sehr bunt, turbulent und das beste ist:
am nächsten Tag weiss ich noch relativ viel davon...

ich finde es im Übrigen wunderbar von Dir, dass Du Dir die Zeit nimmst, meinen Traum zu deuten...vielen lieben Dank
elorad72 ist offline  
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Alt 03.11.2008, 15:30   Merkwürdiger Traum letzte Nacht Beitrag #4 (permalink)
kuma
zwischen den Welten
 
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Hallo elorad72

Danke für die detailierten Infos.

Beantworte mir bitte noch folgende Fragen, auch wenn sie dir momentan merkwürdig erscheinen:

1. Das Pferd ist schwarz, richtig?

2. Da wir hier in einem Esoterikforum sind, ist anzunehmem dass du dich mit dieser Thematik beschäftigst. Schreibe mir bitte auf, mit welchen "Gebieten", und wie gross dein Interesse (vielleicht auch deine Leidenschaft?) daran ist.

3. Gehst du in deiner Arbeit auf? Macht sie dir Spass?

Bitte beantworte mir die Fragen ehrlich, wenn du hier in "öffentlichen" nicht zu sehr ins Detail gehen möchtest, können wir getrost per Privat Nachricht kommunizieren.

Vielen Dank

Alles liebe
kuma
kuma ist offline  
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Alt 03.11.2008, 21:16   Merkwürdiger Traum letzte Nacht Beitrag #5 (permalink)
elorad72
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Hallo elorad72

Danke für die detailierten Infos.

Beantworte mir bitte noch folgende Fragen, auch wenn sie dir momentan merkwürdig erscheinen:

1. Das Pferd ist schwarz, richtig? Ja, es ist schwarz und war schon sehr alt, hatte schon vereinzelt weisshaarige Stellen

2. Da wir hier in einem Esoterikforum sind, ist anzunehmem dass du dich mit dieser Thematik beschäftigst. Schreibe mir bitte auf, mit welchen "Gebieten", und wie gross dein Interesse (vielleicht auch deine Leidenschaft?) daran ist. Mmhmm mein Interesse gilt in erster Linie meinem Unterbewusstsein und dem, was es mir versucht in meinen Träumen und auch manchmal in meinem neugekauften Lenormand-Kartendeck zu sagen;
ich muss dazu sagen, dass ich ein sehr stark ausgeprägtes Unterbewusstsein habe, besonders deutlich zum Vorschein kam es damals,. als ich mit meiner Lähmung auf der Intensivstation lag. Denn mir fehlt definitiv eine Woche meines Lebens, die ich bewusst nicht mitbekommen habe, mir wurde nur später erzählt, was ich alles da gesagt habe und das meine Stimme sehr viel tiefer und entschlossener war, als sie eigentlich ist.
Deswegen denke ich, dass da mein Unterbewusstsein gesprochen hat, denn das erste, was ich gesagt habe nach der OP war zu meiner Mutter der Satz: "Mum, jetzt müssen wir kämpfen, aber wir schaffen das.." Daran kann ich mich nicht erinnern und an all die anderen Sätze in der Zeit auch nicht...

3. Gehst du in deiner Arbeit auf? Macht sie dir Spass?
Meine Arbeit macht mir schon Spass, es ist aber sicherlich nicht mein Traumjob, er bezahlt nun mal die Rechnungen etc.., aber ich fühle mich manchmal geistig unterfordert, eben wie in meinem Traum, ich will mich weiterentwickeln (=Prüfung), aber Geschehnisse und Abläufe ( Wasser nachgiessen und Pferd retten ) verhindern das. Darüber hinaus steht es um unsere Firma gar nicht gut, mein Chef (= ist auch gleichzeitig mein Onkel ) und ich versuchen alles mögliche, damit unsere Mitarbeiter beschäftigt sind, aber unsere Kunden sind derzeit durch die Bankenkrise mehr als vorsichtig geworden, wenn es um die Vergabe von neuen Aufträgen geht. Ausserdem wünsche ich mir schon ein neues Betätigungsfeld und das muss wirklich nicht im bürokaufmännischen Bereich liegen.

Bitte beantworte mir die Fragen ehrlich, wenn du hier in "öffentlichen" nicht zu sehr ins Detail gehen möchtest, können wir getrost per Privat Nachricht kommunizieren.

Vielen Dank

Alles liebe
kuma
Wir können das gerne hier in diesem Thread weiter erörtern...
elorad72 ist offline  
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Alt 04.11.2008, 00:11   Merkwürdiger Traum letzte Nacht Beitrag #6 (permalink)
kuma
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Liebe elorad72


Hier die Deutung deines Traumes:

ich war für den Fischbestand eines Brunnens in einer wunderschönen Stadt zuständig, dieser Brunnen bestand aus mehreren Kaskaden und war Traubenhenkel-artig gebaut.

Der Brunnen ist gleich einer Tür, die dir den Zugang zu den Tiefen des Unbewussten öffnet. Er will dir somit sagen, dass du quasi in ihn hineintauchen (wie der Fisch) und dir sein Wissen bewusst machen solltest, um dein seelisches Gleichgewicht halten zu können.
Indem man sich mit dem Unbewussten (der Seele und Intuition) vereinigt, betritt man den Weg zur Heilung und zum Erfolg.
Marie-Louise von Franz (siehe dazu Wikipedia) hat durch ihre Erfahrungen erkannt, dass der erste Satz eines Traumes in den meisten Fällen auf das Problem des Träumers hinweist. Wir werden unten darauf zurückkommen.


In einem Becken war ein neuer Fisch drin, es handelte sich um einen wunderschönen "goldenen" Karpfen,

Der Fisch lebt im Wasser, er verkörpert deshalb die Gedanken des Unbewussten, der Seele.
Wenn Fische im Traum vorkommen deutet das oft darauf hin, dass der Träumer/die Träumende eine intuitives Talent ihr Eigen nennen kann, und somit weniger für rein kopflastige Arbeit geeignet ist. Das heisst, bei kopflastigen Jobs fehlt dem Träumer/der Träumenden oft etwas, wenn sie/er auch nicht beschreiben kann, was es ist.
Dass dein Fisch golden ist, bedeutet, dass er sehr sehr wertvoll sein muss.
Die Gedanken und die Sprache des Unbewussten sind also für dich von unschätzbarem Wert.

Kommen wir nun schnell auf den ersten Satz zu sprechen, der das Problem darstellt. Du bist für den Fischbestand des Brunnens verantwortlich. Um für etwas Verantwortung tragen zu können, muss man erst wissen worum es sich bei den zu übernehmenden „Tätigkeit“ handelt.
Dies wird unten beschrieben, daher werde ich es dort erläutern.


das merkwürdige aber war, dass der zuständige Verantwortliche
(komischerweise war das mein ehemaliger Franzöisisch-Lehrer)

Dein Französischlehrer stellt hier den kopflastigen Teil in dir dar. Fremdsprachen lernen hat mit grosser geistiger Anstrengung zu tun. Er ist der Überzeugung, dass du „seine Sprache“, die Sprache des Kopfes, lernen sollst.

... diesen Fisch angeleint hatte ( das war so ein Geschirr, welches man auch so kleinen Schoßhunden umlegt ) und dieser Verantwortliche hat mir strikt verboten, diesen Fisch abzuleinen, weil er sich erst noch an diesen neuen Brunnen gewöhnen musste.

Der Französischlehrer leint den Fisch an. Der Fisch wird an der Leine gehalten, ist sozusagen ausgeliefert, gefangen. Er wird von aussen gesteuert.
Nun, der kopflastige Teil in dir, will die Gedanken deines Unbewussten steuern und gefangen halten, er will damit verhindern, dass sie sich frei bewegen. Dieses „Bild“ stellt sehr schön den Kampf zwischen deinem Kopf und deinem Unbewussten dar.

Kannst du mir noch folgen? Es ist etwas schwierig, die richtigen Erklärungen zu finden, damit die Deutung verständlich ist.

...es war aber zu wenig Wasser in diesem "Quarantäne-Becken" und der Fisch lag sehr oft auf dem Trockenen, deswegen bat mich der Fisch ( per Telepathie ) immer wieder, Wasser nachzugiessen. Ich war daher ziemlich nervös.

Auf dem Trockenen stirbt der Fisch und mit ihm die Gedanken des Unbewussten.
Nun zurück zu deiner Verantwortung im ersten Satz. Deine Aufgabe im Traum besteht nun darin, Wasser nachzugiessen, um den Fisch am Leben zu erhalten. Er bittet dich sogar darum. Dass er dies mit Telepathie tut, beweist wieder, dass du eine Begabung hast zum Intuitiven, denn ohne diese würdest du den Fisch nicht verstehen können. Das Unbewusste fordert dich also auf, seine Gedanken und damit es selber, am Leben zu erhalten.
Du darfst nicht vergessen, der Fisch ist aus Gold, er ist sehr sehr wertvoll und darf deshalb unter keinen Umständen zu Grunde gehen.

Es ist nicht aussergewöhnlich, dass du nervös bist, denn du bist dir momentan noch nicht sicher, ob du dieser Aufgabe gewachsen bist.

Plötzlich konnte ich sehen, dass ein Pferd weiter oben auf der Hauptstrasse dieses Städchens in einen zweiten Brunnen gefallen ist.


Nun, dein Unbewusstes meint wohl, dass dir der Fisch als Symbol nicht reicht, um dir deine Lage, deine Aufgabe im Leben, bewusst zu machen, darum schickt es noch ein Pferd hinterher. Sehr schlau, oder?

Also widmen wir uns dem Pferd:

Erst wollen wir festhalten, dass das Pferd schon sehr alt ist, und deuten das hohe Alter hier als Weisheit und Lebenserfahrung. Das Tier weiss also, genau, was es tut und was es kann.

Für die Kelten verkörpert das Pferd die Macht der Vorhersagungen, der Wahrsagerei und der Magie. Zu Samhain (ein keltisches Fest, das am 1. November stattfand) ((unglaublich die Synchronizität mit dem Datum)) begleitet das schwarze Pferd den Menschen in die dunkle Zeit des Mondes und der Sterne, sowie beim Gang in die Unterwelt (welche wir hier als das Unbewusste benennen wollen)
Im Christentum symbolisiert das Pferd die Auferstehung, die aufsteigende Seele zum Himmel.
Wir nehmen das Pferd also als Wegbegleiter, als Führer.
Logisch, dass dieser Führer nun ins Wasser, in den Brunnen (ins Unbewusste) fallen muss. Denn genau da will er dich hinführen.


Deswegen bin ich schnell dahingerannt und habe das Pferd ( es war ein alter Rappe ) aus dem Brunnen gezogen.


Es besteht die Möglichkeit, dass dein Pferd schwimmen kann, denn wie oben beschrieben, weiss es um seine Fähigkeiten bescheid, es ist weise. Es wäre darum nicht nötig gewesen, es zu retten. Dies nur als Hinweis.

Natürlich weiss dein Verstand, dass ein Pferd nicht ins Wasser gehört, darum rettest du es. Was wieder auf einen Kampf zwischen Kopf und Unbewusstes hindeutet.
Dazu folgende Erklärung: Du lässt dich nicht von ihm ins Wasser (ins Unbewusste) führen, sondern ziehst es hinaus, und meinst damit, es zu retten.

Verstehst du, was ich damit sagen will?


Und weil ich keine Handtücher zum Abtrocknen hatte, musste ich meine Manuskripte ( ich bereitete mich in diesem Traum auf eine Prüfung vor ) als Ersatz verwenden.
Das Pferd konnte gerettet werden, doch dann stand die Prüfung an und ich hatte nicht mehr genügend weisses Papier, weil ich alle Schreibunterlagen zum Trockenreiben des Pferdes gebraucht habe.


Du willst das Pferd vor einer Erkältung schützen, darum trocknest du es ab. Dir ist also wichtig, dass deine Führer nicht krank wird, denn ansonsten kann er dich nicht hinab zum Unbewussten führen und begleiten. Denn in deinem Innern weißt du, dass das seine Aufgabe ist, auch wenn sich der Kopf dagegen wehrt.

Das Papier, mit dem du das Pferd abgetrocknet hast, schein leer zu sein. Leeres Papier muss erst beschrieben werden, bevor es eine Aussage machen kann. Es fehlt also der Austausch, die Kommunikation mit der „Aussenwelt“.
Du nutzt es aber dafür das Pferd zu trocknen, bedeutet, du willst dich mit dem Führer austauschen.
Du nimmst das Papier, dass du eigentlich für deine Prüfung gebraucht hättest. Das könnte bedeuten, dass dir der Kontakt mit dem Führer, der dich zum Unbewussten führt, wichtiger ist, als diese Prüfung.


Mein Prüfer ( wieder mein Französisch-Lehrer ) war zwar nicht sehr begeistert, gewährte mir aber Zeit, neues Papier zu besorgen.


Hier ist wieder der Kopf (der Lehrer) am Werk, dieser will dich immer noch auf „seine Seite“ ziehen, darum gewährt er dir, neues Papier zu besorgen. Der Verstand möchte, dass du dich mit ihm beschäftigst und austauschst.

Leider schreibst du nicht, ob du die Prüfung absolviert hast, das wäre sehr interessant zu wissen.


Dann musste ich wieder zurück zum Fisch, Wasser nachgiessen...


Nach Marie-Louise von Franz stellt der Schlusssatz die Problemlösung dar.
Ich denke, die ist durch meine vielen Erklärungen zum Ausdruck gekommen.

Sorry für den „Roman“, aber einem solchen komplexen Traum will Beachtung geschenkt werden, auch in der Deutung.


Ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen.

Alles Liebe
kuma

Geändert von kuma (04.11.2008 um 00:18 Uhr)
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Alt 04.11.2008, 01:50   Merkwürdiger Traum letzte Nacht Beitrag #7 (permalink)
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Liebe Kuma,

ich bin absolut sprachlos....., dass, was Du geschrieben hast, hat mich ( entschuldige wenn ich jetzt etwas umgangssprachlich werde ) fast aus meinem Rollstühlchen gehauen, denn Deine Deutung hat mich zu nahezu 100 % emotional charakterisiert.
Ich gebe zu, dass ich neben meinen nächtlichen Traumfilmen auch sehr häufig tagsüber gedanklich in die Ferne streife, ich kann sozusagen auf Kommando träumen...jedoch schaltet sich immer wieder mein verstand ein und sagt "Nun reiss Dich mal am Riemen xxx " xxx steht für meinen Nachnamen, mein Verstand spricht mich nur mit meinem Nachnamen an ( wie beim Militär und auch der Ton ist relativ scharf...ist halt notwenig, denn wenn diese innere Verstands-Stimme sanft und lieblich wäre, könnten mich keine 10 Pferde aus diesen Tagträumen reissen)

Apropos Pferde, mir ist noch was eingefallen, bezüglich des Rappens, er hat mich beim Rausziehen sehr traurig und resigniert angesehen.
Jetzt nach Deinen Erklärungen weiss ich auch warum, er wollte nicht, dass ich ihn rette, sondern er wollte, dass ich ihn in den Brunnen ( mein Unterbewusstsein ) begleite. Doch als er gemerkt hat, dass ich ihn retten wollte, hat er traurig festgestellt, dass mein verstand wieder gewonnen hat...
Meine Güte, jetzt wird mir so einiges klar....Du hast vollkommen recht, mit Deinen Deutungen, mein Verstand und mein Unterbewusstsein kämpfen sehr sehr häufig miteinander, deswegen fühle ich mich oft so hin- und hergerissen.
Und Du hast auch recht, dass ich sehr oft intuitiv handle. Ich glaube, ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich rational gehandelt habe. Selbst wenn ich im Büro bin, agiere ich mehr intuitiv, als rational.
Mein Chef und eigentlich der Rest meiner Family handeln genau anders herum...Deswegen habe ich oft das Gefühl, dass ich eigentlich gar nicht in die Familie passe, obwohl ich sie alle wirklich sehr liebe...
Mir ist seit der Trennung meines Mannes eigentlich immer mehr bewusst geworden, dass ich eigentlich mein bisheriges Leben nur nach den Erwartungen und Vorstellungen meiner Familie ausgerichtet habe, weil ich sehr harmoniesüchtig bin, aber das hat mich auf Dauer sehr ausgebrannt, deswegen waren und sind für mich meine Tagträume eine Art Flucht vor diesem funktionellem Leben.
Oh Mann, das tut so gut, mal das Ganze von der Seele zu schreiben, ich weiss, es ist gleich halb zwei und in 4 Stunden klingelt der Wecker, aber was solls...mir geht es grade richtig gut, weil ich mich zum ersten Mal seit seeeeeeeeeeehr langer Zeit verstanden fühle.
Dafür danke ich Dir recht herzlich, liebe Kuma...
Weder mit meiner Family, noch mit meinem Freundeskreis könnte ich über derart komplexe Dinge nicht reden, weil es sie entweder nicht interessiert oder sie es nicht verstehen würden.

Du hast noch wissen wollen, ob ich nun die Prüfung absolviert habe, ich weiss nur noch, dass ich dem Wasser-Eingiessen habe stand ich vor einem Schulhaus.und wollte es gerade betreten.naja dann wurde ich wach..

So nun muss ich wirklich für heute Schluss machen, ich danke Dir Kuma von ganzem Herzen für Deine Deutung. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht die letzte war..bin ja mal gespannt, was heute Nacht auf dem Traumprogramm steht...und wenn Du magst, versuche ich auch mal Träume von Dir zu deuten, es wird zwar anfangs nocht recht holprig sein, aber dieses Thema fasziniert mich inzwischen fast noch mehr, als meine Karten.

Ich glaube sowieso, dass mein Unterbewusstsein gar nicht möchte, dass ich Karten lege, denn jedesmal wenn ich das tue, knallt irgendwo eine Tür, mein Trinkglas fällt plötzlich um, oder es passiert sonst irgendwas in meiner unmittelbaren Umgebung, ist genauso wenn ich schon versucht habe, Filme anzusehen, die von bösen Hexen, bzw vom Teufel handeln, ich habe es viermal versucht, beim ersten Mal ging kurz nach Filmbeginn mein Videorekorder kaputt, beim zweiten Mal fiel ein Foto von der Wand auf meinen Fernseher und bei den letzten beiden Malen ging plötzlich das Bild weg, also lass ich es seitdem .
..wahrscheinlich möchte es, dass mich in erster Linie auf seine Sprache, die Träume konzentriere...

In diesem Sinne wünsche ich Dir, liebe Kuma, und allen anderen hier eine gute Nacht...
elorad72 ist offline  
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Alt 04.11.2008, 09:03   Merkwürdiger Traum letzte Nacht Beitrag #8 (permalink)
kuma
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Liebe elorad72

Ich hoffe du konntest einigermassen schlafen.

ich bin absolut sprachlos....., dass, was Du geschrieben hast, hat mich ( entschuldige wenn ich jetzt etwas umgangssprachlich werde ) fast aus meinem Rollstühlchen gehauen, denn Deine Deutung hat mich zu nahezu 100 % emotional charakterisiert.

freut mich, wenn ich richtig lag

Darf ich dich fragen, wie es dazu gekommen ist, dass du im Rollstuhl bist?
Durch einen Unfall?

Ich gebe zu, dass ich neben meinen nächtlichen Traumfilmen auch sehr häufig tagsüber gedanklich in die Ferne streife, ich kann sozusagen auf Kommando träumen...jedoch schaltet sich immer wieder mein verstand ein und sagt "Nun reiss Dich mal am Riemen xxx " xxx steht für meinen Nachnamen, mein Verstand spricht mich nur mit meinem Nachnamen an ( wie beim Militär und auch der Ton ist relativ scharf...ist halt notwenig, denn wenn diese innere Verstands-Stimme sanft und lieblich wäre, könnten mich keine 10 Pferde aus diesen Tagträumen reissen)

Ich schweife tagsüber auch immer mal ab, kenne also diese Tagträumerei nur zu gut. Das ist nichts verwerfliches, bestätigt nur die Deutung des Traumes und was damit zusammenhängt. Vielleicht solltest du diese Tagträume bewusst angehen(zugegeben, das klingt jetzt unlogisch), im Sinne von Meditation. Dazu schreibe ich dir noch etwas in einer PN.

Apropos Pferde, mir ist noch was eingefallen, bezüglich des Rappens, er hat mich beim Rausziehen sehr traurig und resigniert angesehen.
Jetzt nach Deinen Erklärungen weiss ich auch warum, er wollte nicht, dass ich ihn rette, sondern er wollte, dass ich ihn in den Brunnen ( mein Unterbewusstsein ) begleite. Doch als er gemerkt hat, dass ich ihn retten wollte, hat er traurig festgestellt, dass mein verstand wieder gewonnen hat...

Genau, das wollte das Pferd damit ausdrücken.

(...) Und Du hast auch recht, dass ich sehr oft intuitiv handle. Ich glaube, ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich rational gehandelt habe. Selbst wenn ich im Büro bin, agiere ich mehr intuitiv, als rational. (...)

Dann hast du einen sehr guten Zugang zu deinem Unbewussten.
Ich denke, dann kannst du auch differenzieren, bei welchen "Entscheidungen und Tätigkeiten" der Verstand aussen vor gelassen werden muss.
Dazu eine kleine Übung: Wenn der Kopf wieder mal dazwischenfunkt, versuche die Gedanken einfach nicht zu beachten. Nicht wegschieben und unterdrücken, sondern ihnen einfach keine Beachtung schenken, links liegen lassen. Irgendwann wirds "jedem" zu blöd, wenn er sich nicht beachtet fühlt

Vielleicht ist deine Intuition auch ein Hinweis darauf, dass du sie für eine andere "Tätigkeit" (anstatt des Bürojobs) als Werkzeug einsetzen solltest.


(...) Oh Mann, das tut so gut, mal das Ganze von der Seele zu schreiben, ich weiss, es ist gleich halb zwei und in 4 Stunden klingelt der Wecker, aber was solls...mir geht es grade richtig gut, weil ich mich zum ersten Mal seit seeeeeeeeeeehr langer Zeit verstanden fühle.
Dafür danke ich Dir recht herzlich, liebe Kuma...

Ist nicht der Rede wert.

Weder mit meiner Family, noch mit meinem Freundeskreis könnte ich über derart komplexe Dinge nicht reden, weil es sie entweder nicht interessiert oder sie es nicht verstehen würden.

Das ist nicht verwunderlich, unser jetziges Zeitalter ist geprägt von der "Kopfarbeit" und der Kopflastigkeit der Menschen.

Du hast noch wissen wollen, ob ich nun die Prüfung absolviert habe, ich weiss nur noch, dass ich dem Wasser-Eingiessen habe stand ich vor einem Schulhaus.und wollte es gerade betreten.naja dann wurde ich wach..

Nun, ich dachte mir das. Ich denke, die Bedeutung dessen, kannst du dir selber zusammenreimen ;-)

So nun muss ich wirklich für heute Schluss machen, ich danke Dir Kuma von ganzem Herzen für Deine Deutung. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht die letzte war..bin ja mal gespannt, was heute Nacht auf dem Traumprogramm steht...und wenn Du magst, versuche ich auch mal Träume von Dir zu deuten, es wird zwar anfangs nocht recht holprig sein, aber dieses Thema fasziniert mich inzwischen fast noch mehr, als meine Karten.

Deine folgenden Träume werden in der Bedeutung wahrscheinlich ähnlich sein, sie werden aber auch von der Erkenntnis handeln, die dir durch die Deutung des aktuellen Traumes bewusst geworden ist. Wenn du dich weiterhin mit deinem Unbewussten beschäftigst, evt. auch etwas an deiner "Situation" änderst, wird das in den Träumen zu sehen sein, und sie können dir evt den nächsten Schritt aufzeigen.

Ich glaube sowieso, dass mein Unterbewusstsein gar nicht möchte, dass ich Karten lege, denn jedesmal wenn ich das tue, knallt irgendwo eine Tür, mein Trinkglas fällt plötzlich um, oder es passiert sonst irgendwas in meiner unmittelbaren Umgebung, ist genauso wenn ich schon versucht habe, Filme anzusehen, die von bösen Hexen, bzw vom Teufel handeln, ich habe es viermal versucht, beim ersten Mal ging kurz nach Filmbeginn mein Videorekorder kaputt, beim zweiten Mal fiel ein Foto von der Wand auf meinen Fernseher und bei den letzten beiden Malen ging plötzlich das Bild weg, also lass ich es seitdem .
..wahrscheinlich möchte es, dass mich in erster Linie auf seine Sprache, die Träume konzentriere...


Das Kartenlegen ist ein Werkzeug deiner Intuition, deines Unbewussten. Vielleicht ist es das falsche, darum die Erlebnisse.
Ich began vor einem Jahr auch mit Kartenlegen, habe irgendwann wieder aufgehört. Es wollte nicht so recht klappen. Ich denke, dass das daran lag, dass ich zu sehr den Verstand dazu "gebraucht" hatte, natürlich unbewusst.
Ich habe in das Kartenbild möglicherweise zuviele "falsche" Deutungen hineininterpretiert. Habe mir dann über unnötige Dinge - wie sich herausstellte - Sorgen gemacht.
Kartenlegen kann durchaus eine Möglichkeit sein, Zugang zu seinem Unbewussten zu finden. Aber vielleicht ist es der falsche Zeitpunkt, oder eben, das falsche Werkzeug.
Eine chinesische Weisheit lautet: Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort das richtige tut, hat die Welt verändert.

Alles Liebe
kuma
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