Keine Ahnung, ob das besonders weise von mir ist, diesen Thread zu eröffnen. Ich poste diesen Beitrag, weil ich mich langsam wirklich frage, ob ich der einzige bin, der es schafft bei dem ganzen Erlebten nicht durchzudrehen. Keine Ahnung, ob Andere vergleichbares erlebt haben. Das ist nicht nur eine Phase in der ich mich befinde. Das geht seit sieben Jahren so und folgt einem Muster - wie eine Geschichte.
Die nachfolgenden Erlebnisse sind aus meinem Traumtagebuch. Ich hatte es mir mal komplett von vorne bis hinten durchgelesen und stieß auf die beiden Erlebnisse, die zeitlich ein halbes Jahr auseinander liegen und von denen ich ursprünglich überhaupt nicht wusste, dass sie ein Zusammenhang haben könnten:
06.01.2010
Manche Dinge überzeugen mich doch, dass ich nicht spinne. Heute früh zwischen 7:30 Uhr und 9:30 Uhr verfolgte mich ein Mann im Traum. Nach dem Erwachen bemerkte ich, dass die Stimmung im Schlafzimmer eigenartig war. Auch als ich auf dem Weg zum Bad war, bemerkte ich mehrere dunkle Wolken im Wohnzimmer, durch die man kaum hindurch blicken konnte. Andere Stellen waren jedoch normal ausgeleuchtet. Da ich die Beleuchtung bei Nacht und heruntergelassenen Rolläden kenne, weiß ich wie viel stark der Raum mit dem Licht der Straßenlaternen von draußen ausgeleuchtet sein müsste.
Als ich wieder im Bett war, schlief ich nach einigem Herumwälzen ein. In diesem Traum befand ich mich nun in "meinem Haus" (Anmerkung: mein Elternhaus, das meinem Unterbewusstsein wohl als Seelenhaus dient). Der Mann stand mit mir im Wohnzimmer und verlangte mit "Lerion Schattenklaue" (er hatte meinen echten Namen genannt) zu sprechen. Ich schaute auf meine Hände herunter: "Was denn bitte für Klauen?"
Da ich ihm nicht traute wollte ich, dass er umgehend das Haus verlässt. Als er das nicht tat, bewarf ich ihn mit leeren Marmeladengläsern (warum auch immer

).
Er flüchtete in die Küche und ich traf ihn am Kopf. In dem Moment, als er zu Boden fiel, knallte es und im ganzen Haus fiel der Strom aus. Da es auch im Traum Nacht war, bedeutete das vollkommene Dunkelheit.
Ich ging zum Lichtschalter und probierte, ob das Licht noch anging. Es war so realistisch, wie als wäre tatsächlich die Sicherung herausgeflogen oder Stromausfall, dass ich mir überlegte in den Keller zum Sicherungskasten zu gehen. Dann raffte der Typ sich jedoch wieder auf und im Haus ging das Licht wieder an.
"Okay.", sagte ich: "Wenn ich dich schon nicht vertreiben kann: Was willst du?"
Er daraufhin: "Ich will dir helfen."
Sehr merkwürdig, dachte ich bei mir: "Und wie soll deine Hilfe bitte aussehen? Was sind die wahren Gründe?"
Er (wortwörtlich): "Ich dachte mir, du bräuchtest vielleicht einen
Hirten, der dir mit
Räuberkräften zur Seite steht."
Das hatte mich stutzig gemacht. Nach einem Moment der Fassungslosigkeit erwiderte ich wütend: "Ich brauche keinen Räuber an meiner Seite, sondern jemandem, dem ich vertrauen kann!"
So weit die Vorgeschichte. Danach bin ich übrigens aufgewacht.
09.06.2010
Ich hatte einen seltsamen düsteren Traum, in dem auch ein Arbeitskollege von mir eine Schlüsselrolle spielte. Er wurde als Wächter für ein Lichtwesen auserkoren. In diesem Moment hörte ich eine Stimme sagen: "Ich habe sie gesehen." (was auch immer damit gemeint war)
Ich wache im Bett auf und spüre eine gewaltige Macht in mir aufsteigen. Etwas vergleichbares hatte ich vorher noch nie erlebt. Ich betrachte meine Hand und an der Wand ist der Schatten dieser Hand zu sehen. Aus dem inneren Willen heraus kamen aus den Fingerkuppen der Schattenhand sehr lange spitze Klauen heraus. Ich schaute zu meiner Hand und fand meine normalen Finger vor. Das war ein Erlebnis wie aus einem Horrorfilm. In mir begann etwas laut zu kreischen und ich bekam Angst vor mir selbst, dass ich womöglich meiner Frau etwas antun würde. Ich wusste um die Macht, die mir innewohnte und wusste um die Gefahr, die allein von mir ausging. Um die Gedanken nicht weiter zu verfolgen, schlug ich auf die Wand ein und hoffte so aus diesem Zustand auszubrechen. Ich durchschnitt mit den Krallen die Wand, als wäre sie Butter. Aber Spuren fand ich keine vor. Es blieben lediglich schwarze Stellen zurück, die langsam wieder verschwanden.
Ich riss die Krallen aus der Wand und hoffte, dass das Erlebnis bald vorbei sei. Aber Fehlanzeige. Die Krallen gingen nicht weg und ich wäre wohl aus der Wohnung gerannt, wenn ich dann nicht doch erwacht wäre.
Bei diesem Erlebnis redete ich mir nachträglich ein, ich sei besessen gewesen. Das konnte aber unmöglich sein. Die Wahrheit war, dass ich Angst vor mir selbst hatte. Ich hatte Angst, ich könnte meiner Frau etwas antun. Das Wissen, dass diese Krallen töten können, reichte schon aus, um ein Gewissenskonflikt in mir auszulösen.
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Mir brennt die Frage auf der Seele: Bin ich der einzige, dem solche Dinge - und vergleichbare - im regelmäßigen Abstand wiederfahren? Bin ich wirklich der einzige, der es schafft sein Leben trotz dieser Sachen auf die Reihe zu bekommen?