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Traumdeutung

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Alt 12.07.2011, 16:06   Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum Beitrag #1 (permalink)
Saoirse
ist aufm Weg
 
Benutzerbild von Saoirse
 
Sternzeichen: Zwillinge
Registriert seit: 14.06.2011
Alter: 31
Beiträge: 43
Question Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum

Hallo,

ich hatte letzte Woche in der Nacht von Freitag auf Samstag den wohl merkwürdigsten Traum seit Zeiten. So gesehen, bin ich mir auch nicht unbedingt sicher, ob es wirklich "nur" ein Traum gewesen ist. Beim Aufwachen war es mir jedenfalls wichtig ihn dringend aufzuschreiben, weil ich innerlich so aufgewühlt war und es für mich wichtig erschien. Seitdem versuche ich den Traum zu verstehen, was mir aber bislang nicht gelingen mag. Noch nicht mal im Ansatz. Von daher wäre ich für ein wenig Hilfe bzw. den ein oder anderen Denkanstoß dankbar.

Beim Aufschreiben meines Traums, versuche ich mich so kurz wie möglich zu fassen. Aufgrund der Komplexität könnte es aber dennoch ein wenig länger werden.

Danke fürs zulesen:

Ich sitze mit meinem Freund tagsüber im Garten. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel und es erscheinen schwarze, dreieckige Flugkörper mit Suchscheinwerfer. Von den Flugkörpern werden "Bomben" abgeworfen, die jedoch nur lärmen und nichts zerstören. Sobald die Bomben auf den Boden fallen, öffnen sie sich und rote Strahlen dringen aus dem Inneren. Im Traumgeschehen, wusste ich, dass diese Bomben als eine Art Informationsspeicher dienen. Die roten Strahlen scannen die Umgebung und sammeln Informationen. Während dieser Szenerie habe ich regelrechte Todesangst, die mich lähmt.

Schnitt und eine neue Szene:

Ich bin mit meinem Freund in einem sehr seltsamen Einkaufszentrum. Es gibt dort keine Treppen, sondern nur Rundgänge, die durch unterschiedliche Gefälle in andere Stockwerke führen. Außerdem beinhalten das Einkaufszentrum noch hallenartige Räume, die für mich Seminarräume waren. Ich will kurz etwas holen gehen, was wir vergessen hatten. Mein Freund wartet. Ich mache mich also auf den Weg und ich kann durch die Fensterfronten wieder sehen, wie es plötzlich stockfinster wird und meine panische Angst just zurückkehrt. Ich will losrennen und mich verstecken, stelle aber fest, dass es sinnlos ist, weil meine Gedanken nicht geheim, sondern lesbar sind und es deshalb kein Versteck für mich gibt. Dann werde ich von einer Ärztin oder Forscherin in einen großen Raum mitgenommen. Dort sind auch ganz viele andere Menschen, die von diesen Ärzten oder Forschern unterschiedlichst untersucht werden.

Die von mir erwähnten Ärzte resp. Forscher sind äußerlich Menschen. Jedoch erkennt man an ihren Augen, dass sie nicht menschlich sind. Sie blinzeln nicht, sondern schieben Nickhäute über die Augäpfel und rollen die Augen. Im Traum habe ich immer wieder zu mir selbst gesagt: "Achte auf die Augen. Es ist in den Augen."

Ich bin jedenfalls in diesem Raum und soll mich an einen Tisch setzen. Die Ärztin breitet eine Rolle vor mir aus, in deren Einstecktaschen jede Menge chirurgische Instrumente stecken. Ich muss die Unterarme auf den Tisch legen. Darauf zerschneidet sie meine Unterarme und entnimmt Fleisch-, Haut- und Blutproben. Nach der Probenentnahme streicht sie mit beiden Händen gleichzeitig über meine Unterarme. Dadurch schließen sich alle Wunden und meine Arme sind wieder unversehrt.

Dann führt mich die Ärztin in einen Raum, wo ich den Sternenhimmel sehe. Sie packt mich am Oberarm und schreit "Ruf die Namen!". Ich verstehe nicht, was sie von mir will. Sie schreit wieder "Ruf die Namen!". Ich beginne Namen zu rufen. Wenn ich einen Namen rufe, leuchten einzelne Sternenformationen hell auf und kommen wie im zoom auf mich zu. Dann verblassen sie wieder. Die Ärztin ist regelrecht euphorisch und bringt mich in einen nächsten Raum, wo ein männlicher Arzt sitzt. Auch so einer mit den Augen. Ich frage ihn, ob ich Angst haben muss. Der Arzt antwortet: "Ich müsst alle Angst haben."

Ich frage, ob ich bestanden habe und erhalte als Antwort, dass sich die noch herausstellen wird. Die anderen getesteten Menschen um mich herum, erhalten für ihre bestanden Tests kleine rot-gelbe Püppchen und dürfen wieder gehen. Die Menschen, die die Tests nicht bestehen, werden umgehend getötet.

Schnitt und eine neue Szene:

Ich sitze wieder mit meinem Freund im Garten, als es wieder dunkel wird. Wieder das gleiche Szenario, wie sonst auch. Ich habe wieder Panik, renne ins Haus und versuche mich zu verstecken.

Schnitt und eine neue Szene:

Ich bin mit meinem Freund in einer riesigen Veranstaltungshalle, welche in unterschiedliche Bereiche unterteilt ist. Vorne ist eine Art Vergnügungsbereich, wo man Billiard, Flippern und andere Spiele machen kann. Wenn man dort durchgeht, gelangt man in eine Konzerthalle. Die Veranstaltungshalle hat auf zwei Seiten eine Fensterfassade. Mein Freund und ich sind auf dem Weg in die Konzerthalle, als es wieder dunkel wird und die Flugkörper wieder erscheinen. In mir steigt wieder diese Panik auf und ich laufe, um mich zu verstecken. Aus irgendeinem Grund will ich mich in den Waschräumen verstecken. In meinem Lauf schließt sich mir ein Mann mit einem Schäferhund an. Ich frage ihn, ob er wusste, dass sie kommen. Er antwortet, dass viele Menschen mit ihrem Erscheinen gerechnet hätten, jedoch für ihr Fernbleiben gebetet hätten. Er wüsste jedoch, wie man sie zerstört.

Wir verstecken uns im Waschraum, die Tür geht auf, einer der Ärzte resp. Forscher (die mit den Augen) kommt herein. Er will mich mitnehmen. Mein Begleiter zieht seinem Schäferhund das Halsband aus und legt es meinem Aggressor um den Hals. Dann betätigt er am Halsband eine Art Auslöser und dem Forscher fällt der Kopf vom Körper auf den Fliesenboden.

Danach habe ich mich zum Aufwachen gezwungen, weil es mir zu viel und zu schräg wurde.

Mich würde einfach mal interessieren, ob jemand von euch beim lesen eine Idee hatte. Aufgrund der ganzen Szenerie bin ich zwar versucht meinen Traum schlicht nur als gigantischen mindfuck abzulegen, aber irgendwas in mir sagt, dass der Traum für mich wichtig ist. Ich träume häufig Dinge, die später passieren und da ich das schon als Kind hatte, kenne ich den Unterschied zwischen Traum und Traum bei mir. Wobei ich nun nicht allen Ernstes behaupten will, dass sich diese Szenerien bislang irgendwo auf dieser Welt abgespielt haben.

Um es vorwegzunehmen: Ich trinke nicht und nehme keine Drogen. Mein Laster ist Nikotin in Form von Zigaretten und die ein oder andere Dose Red Bull. Ich habe mich noch nie mit Außerirdischen beschäftigt. Soll heißen, dass ich zwar denke, es gibt sie, aber eben keine Interesse an ihnen habe. Warum also Außerirdische in meinem Traum? Und da ich mir über die Nebenwirkungen der Hypnosekiste im Klaren bin, gucke ich mit Verstand Fernsehen und schlafe auch nicht mit angeschaltetem Fernseher.

Vielen Dank an alle, die den Text bis hierhin gelesen haben. Ich würde mich sehr freuen ein bisschen Resonanz zu bekommen.

Alles Liebe,
Saoirse
Saoirse ist offline  
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Alt 12.07.2011, 16:58   Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum Beitrag #2 (permalink)
artemiss
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.01.2010
Ort: Im Dorf
Beiträge: 1.168
Hallo Saoirse

In Deinem Traum geht es um das Verstecken, die Angst und das Universum.
Interessant ist auch, dass immer Dein Freund dabei ist.

Es könnte grob umschrieben bedeuten, dass Du Deine Verbundenheit mit dem Kosmos "spührst", Dir diese Tatsache aber auch Angst macht oder Dich etwas verwirrt.

Auf Deine Beziehung bezogen, könnte es auch bedeuten, falls es einen Konflikt geben sollte, Du davor evtl. grosse Angst hast und lieber davonläufst als Dich der Auseinandersetzung zu stellen.

Liebe Grüsse
Artemiss
artemiss ist offline  
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Alt 12.07.2011, 18:57   Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum Beitrag #3 (permalink)
Saoirse
ist aufm Weg
 
Benutzerbild von Saoirse
 
Sternzeichen: Zwillinge
Registriert seit: 14.06.2011
Alter: 31
Beiträge: 43
Hallo Artemiss,

vielen Dank für deine Zeit.

Hm, irgendwie kann ich mich in deiner Deutung nicht so recht wieder erkennen. Was meine Partnerschaft anbelangt, so sind da keine (unausgesprochenen) Konflikte oder Störungen, die ich mich nicht anzusprechen getraue.

Wobei was die Verbundenheit mit dem Kosmos anbelangt, könnte vielleicht irgendwie ein Schuh draus werden. Ich fühle mich seit einiger Zeit alleingelassen und auf mich allein gestellt. Früher war ein Gefühl von ein Teil des großen Ganzen zu sein da. Mittlerweile nicht mehr. Ich fühle mich blockiert und es fühlt sich so an, als ob ich meine Fähigkeiten verloren hätte. Derzeit mag mir noch nicht einmal mehr das Visualisieren gelingen und ich weiß derzeit nicht welchen Weg ich gehen kann. Klingt alles ein wenig diffus, aber ich wollte dir hier keine Beschreibung in epischer Breite hinlegen.

Es fühlt sich wie auf der Stelle treten an und je mehr ich mich bemühe, desto weniger erfolgreich sind meine Bemühungen. Dass mein Unterbewusstes dieses Gefühl in solch einen abgefahrenen Traum einarbeitet.... Hm, da bin ich mir selbst doch etwas unheimlich. Ich frage mich, was mich derart angeschlagen hat, dass ich sowas träume.

Nun ja, vielleicht messe ich dem Ganzen doch zu viel Bedeutung bei. Auch hier bin ich ratlos, wie häufiger in letzter Zeit.

Alles Liebe
Simone
Saoirse ist offline  
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Alt 12.07.2011, 19:59   Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum Beitrag #4 (permalink)
kuma
zwischen den Welten
 
Benutzerbild von kuma
 
Registriert seit: 17.10.2007
Ort: Auf'm Land
Beiträge: 2.815
Hallo Saoirse,

Um den ganzen Traum auseinanderzunehmen braucht es viel Zeit, und ausserdem würde ich Deine Assoziationen dazu benötigen. Da das hier im öffentlichen Raum zu umständlich ist und zu persönlich werden kann, fasse ich mich kurz:

In Deinem Ufo-Traum geht es in erster Linie um den Kontakt zu deinem Unterbewusstsein. Die Blockade, von der Du geschrieben hast, wurde mit grosser Wahrscheinlichkeit von einer inneren Angst ausgelöst, die dich jetzt hemmt "tiefer" zu kommen. Über das Unterbewusstsein kann ein Mensch sehr viel über sich selber erfahren, doch gleichzeitig blockt es die Versuche, an diese Infos ran zu kommen, ab. Aus Angst vor dem was freigelegt werden kann. Denn nicht jeder Mensch kann damit umgehen.

Die Augen sind der Spiegel der Seele. Wer in den Augen lesen kann, kann einem andern in die Seele schauen. Die Augen der Ausserirdischen im Traum sind nicht menschlich. Diese Augen sehen weiter als unsere menschlichen Augen. Hier geht es um eine Art von Bewusstwerdung dass es mehr gibt, als Otto Normalbürger sehen kann.

Du (dein Unterbewusstsein) scheint Angst zu haben vor der Auseinadersetzung mit Deinem spirituellen (unmenschlichen) Wesen. Es hat vielleicht Angst vor der Verantwortung, die jene Fähigkeiten, von denen Du schreibst, mit sich bringen kann. Oder es hat Angst, dass Du dem was freigelegt werden kann, nicht gewachsen bist.

Möglicherweise bist du zu sehr im Kopf, willst die spirituelle Welt zu sehr mit dem Verstand begreifen. Das Ende des Traumes hält sehr oft einen Lösungsvorschlag bereit. Hier fällt dem Forscher der Kopf ab, was bedeutet, dass Du Deine Forschungen in und zu Deinem Inneren (Unterbewusstsein) nicht mit dem Kopf verstehen können musst, sondern dass die inneren Erfahrungen ausreichen. Denn Forschung ist Lernen durch Ausprobieren, also Erfahrungen sammeln.

LG kuma
kuma ist offline  
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Alt 12.07.2011, 20:46   Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum Beitrag #5 (permalink)
Saoirse
ist aufm Weg
 
Benutzerbild von Saoirse
 
Sternzeichen: Zwillinge
Registriert seit: 14.06.2011
Alter: 31
Beiträge: 43
Hallo kuma,

auch wenn es sich vielleicht ein wenig dick aufgetragen liest, aber deine Zeilen haben gesessen. Im positiven Sinne. Ich habe Tränen in den Augen....

Deine Beschreibung des zu sehr im Kopf sein, hat es besonders getroffen. Ich bin mit 19 Jahren schwer erkrankt. Mit 20 bekam ich die "Diagnose", dass ich mich glücklich schätzen könne, wenn ich meinen 30ten Geburtstag erreichen würde. Man könne nichts für mich tun und mir nur die Schmerzen erleichtern. Obwohl es mich natürlich anfänglich umgehauen hat, war mir dennoch relativ schnell bewusst, dass ich leben werde. Dennoch ging ich die folgenden 10 Jahre durch die sprichwörtliche Hölle.

Ich bin zigmal operiert worden, habe Nahtoderfahrungen gehabt und mit viel Schmerzen vor mich hin vegetiert. Mein Kopf hat in diesen Jahren sehr schnell gelernt, dass er sich auf seinen Körper nicht verlassen kann. Mein Körper hat mich immer im Stich gelassen, so dass ich mir angewöhnt habe, alles mit meinem Kopf zu regeln. Das ging irgendwann so weit, dass ich meinen Körper gar nicht mehr richtig wahrgenommen habe und das Gefühl hatte, nur noch aus meinem Kopf zu bestehen.

Seit Mitte des letzten Jahres bin ich körperlich gesund. Nur meine Psyche hängt nach all den Jahren Schleifprozess des Lebens noch hinterher. Das bedeutet nicht, dass ich psychisch krank bin, sondern mir eben als meine Art Sicherheitsanker den übermächtigen Kopf zurückbehalten habe. Auf meinen Kopf war halt immer Verlass und meinem "neuen" gesunden Körper traue ich noch nicht so richtig über den Weg. Wir müssen uns noch ein bisschen besser kennen lernen und gute Erfahrungen miteinander sammeln.

Das mit dem "tiefer kommen" trifft es auch. Ich habe einerseits Schuldgefühle, weil ich noch nicht den Weg gefunden habe, mit den Fähigkeiten, die ich habe, etwas Wertvolles zurückzugeben. Ich denke häufig, dass ich es nicht verdient habe, weil ich eben meinen Weg noch nicht gefunden habe.

Andererseits habe ich aber auch ein wenig Angst oder ich nenne es lieber ein wenig zu großen Respekt vor manchen Dingen, die ich erlebt habe. Früher war das mal anders und da habe ich es auch voller Spieltrieb voraus ausgelebt. Damals habe ich mir bei Menschen, denen ich hilfreich sein wollte, etwas mit nach Hause genommen, was mich wirklich sehr das gruseln gelehrt hat. Seitdem bin ich gehemmter.

Vor allem lässt mich seitdem nicht los, dass ich in der Literatur immer nur von positiven Dinge lese. In meiner Welt gibt es durchaus eine negative geistige Welt und negative Energien, die einfach so da sind, ohne dass man sie selbst erschaffen oder angezogen hat.

Eine andere Sache, die mich vielleicht nicht tiefer gehen lässt, ist wahrscheinlich der Umstand, dass ich mich lange Zeit selbst für negativ oder schlecht oder böse gehalten habe, weil ich eben diese Krankengeschichte hatte und es mir wie eine Strafe und nicht wie Erkenntnisproduktion vorkam. Der andere Grund, der mich das denken lässt, ist dass ich bislang ausschließlich tote Menschen und da mit Fokus auf durch Gewalt und Fremdeinwirkung verstorbene Seelen wahrnehmen kann. Für mich sind Krankenhäuser der Horror. Genauso wie ich Straßen, wo jemand (kürzlich) zu Tode gekommen ist, erstmal ne Weile meide. Usw., usw...

Ich kann was außersinnliche Wahrnehmung anbelangt mit so gut wie keinen schönen Dingen aufwarten und das lässt mich denken, dass ich ein schlechter Mensch bin. Hat vielleicht aber auch damit zu tun, dass ich einen Großteil meines Lebens dem Tod näher als dem Leben war. Ich bin da nach wie vor ratlos.

Aber auch da hast du recht. Denn je mehr ich versuche es mit dem Kopf zu begreifen, desto ratloser bin ich.

Liebe kuma, ich danke dir sehr für deine Zeilen und deine Zeit.

Alles Liebe
Saoirse
Saoirse ist offline  
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Alt 12.07.2011, 21:23   Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum Beitrag #6 (permalink)
kuma
zwischen den Welten
 
Benutzerbild von kuma
 
Registriert seit: 17.10.2007
Ort: Auf'm Land
Beiträge: 2.815
Liebe Saoirse,

Auch wenn es jetzt ein bisschen hart klingt, aber solche Initiations-Erlebnisse sind normal, und sie gehören dazu. Natürlich ist es oftmals brutal und schmerzvoll. Man leidet, aber man wird dadurch stärker. Und man wird geprüft, ob man stark genug ist, um seine Aufgabe zu erfüllen. So blöd sich das anhört. Es tut mir leid, dass du durch die Hölle musstest. Das ist ein Bestandteil davon, ein Weg den einige gehen. Ich habe die Hölle ein paar Mal gekostet, aber ich hab's überstanden.

Es ist keine Strafe. Denn Strafen existieren nicht. Eine Krankheit ist immer eine Lernaufgabe, an der man wachsen kann und sollte.

Was die Sache mit dem Kopf betrifft... es ist oft so, dass man erst lernen muss, den Verstand zu gebrauchen, um zu erkennen, welche Macht er über uns hat und wie man sie einsetzen kann. Wenn man das verstanden hat, kann man nach und nach lernen, welche Macht das Unterbewusstsein hat und wie man diese nutzen kann. (Da gehört auch das Vertrauen in die Intuition dazu)
Denn mit dem Verstand ist leichter umzugehen. Das ist Schritt 1

Du bist weder negativ noch schlecht oder böse. Das ist ganz klar zu spüren.

Was möglich wäre (gut, das ist Spekulation, aber es ist denoch eine Möglichkeit), dass Du deine Fähigkeiten in einem früheren Leben missbraucht hast, dass Du sie "schwarzmagisch" und zum Schaden anderer angewendt hast.
Nun ging es wohl in den letzten Jahren vorerst darum, die dunkle Seite der Fähigkeiten zu erkennen, um in diesem Leben daraus zu lernen und sie im positiven, helfenden Sinne anzuwenden.

Was Deinen Weg betrifft... da solltest Du einfach etwas mehr Vertrauen haben, denn Du bist bereits auf dem Weg. Ansonsten würdest Du Dich kaum mit Deinen Träumen auseinandersetzen wollen, und Du wärst nicht so offen, was Deine Erfahrungen betrifft.

Gibt es denn eine bestimmte Richtung (in spiritueller Hinsicht) der Du folgst?
Oder anders gefragt: Was tust Du, um Deinen Bewusstseinprozess weiter zu verfolgen?

Es gibt da hunderte von Wegen, schlussendlich führen sie Dich dahin, wo Du hin musst. Egal, welchen Du nimmst. Wichtig ist nur, dass Du überhaupt einen beschreitest und nicht im sicheren Elfenbeinturm hocken bleibst.

Liebe Grüsse
kuma
kuma ist offline  
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Alt 12.07.2011, 22:31   Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum Beitrag #7 (permalink)
Saoirse
ist aufm Weg
 
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Sternzeichen: Zwillinge
Registriert seit: 14.06.2011
Alter: 31
Beiträge: 43
Liebe kuma,

das mit dem stärker werden stimmt für mich auf jeden Fall. Mich haut so leicht nichts mehr von den Füßen. Ich hege auch keinen Groll wegen der Erkrankungen. Ich bezeichne das immer als den Schleifprozess meines Lebens. Aber dann und wann schieben sich die Gefühle der Strafe wieder dazwischen. Wobei ich selbst nichts wüsste, was ich gigantisch mieses verbockt hätte, um gestraft zu werden. Ich habe nun mal eben meine Ecken und Kanten und hellen und weniger hellen Seiten. Aber deshalb bin ich ja auch Mensch und keine göttliche Instanz, lebender Avatar oder was auch immer.

Über deinen beschriebenen Schritt 1 muss ich noch eine Nacht schlafen und das etwas sacken lassen. Ich musste etwas schmunzeln, weil ich mich die letzten Jahre ausgiebig damit beschäftigt habe. Ich hab vor einem Jahr auch eine Hypnose- und NLP-Ausbildung gemacht und das hat beides ganz viel mit solchen Themen zu tun.

Über den Missbrauch meiner Fähigkeiten in einem früheren Leben habe ich auch schon einmal nachgedacht. Das ist durchaus eine Möglichkeit.

Vor der Frage nach meiner spirituellen Richtung würde ich mich am liebsten drücken. Ich lese und lese, bin auf der Suche nach etwas, was mich anspricht, wo es "klick" in mir macht und ich Leidenschaft und Kontinuität spüre. Das habe ich bislang nicht gehabt. Das soll nun nicht heißen, dass mir keiner das Wasser reichen kann und ich zu gut für alles bin. Nein. Wenn dem so wäre, würde ich hier nicht um Hilfe bitten und mich so doof fühlen, wie ich mich gerade fühle.

Aber irgendwie habe ich noch nichts gefunden, was sich für mich richtig anfühlt. Vielleicht erkenne ich meine Möglichkeit(en) auch nur nicht, weil ich viel zu viel Auswahl habe und desorientiert bin. Nur irgendwie war meine Möglichkeit noch nicht dabei.

Ich würde gerne anderen helfen. Zum Beispiel durch Ausbau meiner Fähigkeit mit Verstorbenen zu kommunizieren. Ich weiß aber auch, dass ich heilerische Fähigkeiten in mir trage.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich habe keine Ahnung. Ich bin derzeit wirklich die Verkörperung von zwei ganz dusseligen Faktoren und ein Paradebeispiel von 1. Sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht und 2. Ist irgendwo auch ne faule Sau..... Wobei sich das mit der faulen Sau auch relativieren würde, sobald sich mein Wald ein bisschen lichten würde. Und ich hoffe, dass ich auf mein "aha" nicht mehr so lange warten muss und nicht erst drauf hoffen muss, dass mir mein Brett vorm Kopf wegmodert.

Da setze ich mich selbst auch unter Druck, weil Ungeduld ein großes Thema für mich ist. Ich mein immer, ich müsste das was ich in den letzten Jahren alles verpasst habe, in Nullkommanichts nachholen.

Alles Liebe
Saoirse
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Alt 13.07.2011, 11:32   Erbitte Denkanstöße für meinen sehr merkwürdigen Traum Beitrag #8 (permalink)
kuma
zwischen den Welten
 
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Liebe Saoirse

Das Problem am Suchen ist, dass man dabei ein Ziel hat. Doch das Ziel ist im Grunde noch genauso unbekannt wie der Weg selber. Du suchst wahrscheinlich viel zu sehr. Sinnvoller wäre es, "das Finden" zu praktizieren, denn das Finden kommt ohne Ziel aus. Dabei geht es lediglich darum, das Leben fliessen zu lassen, sich fliessen zu lassen. Sich finden zu lassen und dabei sich selber zu finden.

Übrigens... das Stehen im Wald und ihn vor lauter Bäumen nicht sehen zu können, das ist der Anfang. So bist Du mittendrin. Und der Kopf hat keine Chance dir zu Hilfe zu eilen. Denn mit dem Verstand wirst Du weder den Weg finden, noch den Wald sehen. Und je mehr Du Deinen Verstand anstrengst, desto weniger wirst Du fliessen können.

Verpasst hast Du gar nichts. Löse Dich von diesem Gedanken. Es gibt für alles eine Zeit. Es geht schliesslich nicht nur um Dich, sondern es ist ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren (auch Menschen), und solange diese nicht gegeben sind, ist oder war die Zeit noch nicht reich dafür. Alles kommt dann, wenn es an der Zeit ist.

Ich habe lange Zeit nur gewartet. Gewartet, dass sich etwas ändert. Weil ich wusste, dass sich etwas ändern musste, aber nicht erkennen konnte, was das sein könnte. Die Zeit, in der ich gewartet habe, könnte man als vergeudete Zeit ansehen. Aber das ist sie nicht, sie war wichtig für all das was nachher kam. Durch das Warten war ich bereit, auch wenn die sogenannte Änderung ein Schock fürs Leben war.

Liebe Grüsse
kuma
kuma ist offline  
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