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04.03.2011, 20:41
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Seltsame Kindheitsträume Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Seltsame Kindheitsträume
Hallo liebe User,
jetzt möchte ich mir einmal etwas von der Seele reden, dass ich bisher nur einer einzigen Person erzählt habe. Aber ich würde sehr gerne wissen, was ihr von diesen zwei Träumen haltet:
Der erste Traum aus meinen frühen Kindertagen, der mich seit etwa 9-10 Jahren mit einem großen Fragezeichen verfolgt ist dieser:
Ich sehe einen steinernen Altar. Um ihn herum stehen einige Männer und auf dem Altar selbst liegt ein verwundeter Mann mit einem Dornenkranz auf dem Kopf. Sein Gesicht ist geprägt von Müdigkeit und auch Schmerz. Aber er gibt keinen Laut von sich. Eine Frau wird gerufen und meine Sicht wechselt in sie hinein. Sie eilt voller Sorge an den Altar und ich spüre, wie der Schmerz sie zerreist. Sie umarmt den Mann und weint bitterlich.
In diesem Traum spüre ich alles, was diese Frau spürt. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, ohne dass es lächerlich klingt... aber mir kommen noch heute die Tränen, wenn ich an diesem Traum und den Schmerz denke. Ich spüre diese Sehnsucht der Frau und das Leid und weiß, dass es ein wichtiger Teil in mir ist.
Damals hatte ich mit Jesus nicht viel am Hut, ich war klein und wusste nichts von der Bibel usw. Trotzdem erkannte ich später, wenn ich in die Kirche ging, dass es genau dieser Mann war, der am Kreuz hing. Immer, wenn ich in der Kirche war, habe ich diese Sehnsucht wieder gespürt, die ich auch im Traum hatte. Ich hatte in diesen Sekunden, in denen sie mich vollkommen ergriff, das Gefühl, ich müsse dringend etwas sehr wichtiges tun. Es war so stark, dass ich später begann, die Figuren an den Wänden (mir fällt gerade der Fachbegriff nicht ein) zu fühlen. Ich fühlte in sie hinein und spürte auch ihre Schmerzen und die Grausamkeit, die ihnen widerfuhr.
...
Der zweite Traum sah so aus:
Meine Schwester und ich standen an einem sehr schönen, herbstlichen Ufer. Überall waren Blumen, Blätter in warmen Herbsttönen und der Wind vervollständigte das paradisische Bild. Unsere Eltern fuhren auf einem kleinen Boot von uns weg. Wir begriffen erst nicht. Aber als sie immer weiter weg trieben, wusste ich, dass sie nicht mehr wieder kommen würden. Die Szene änderte sich. Im nächsten Moment wurde es dunkel um uns herum. Die Atmosphäre wurde kühl und ein uniformierter Mann packte erst meine Schwester, dann mich und schubste uns eine gefließte Kellertreppe herunter. Wir gingen verunsichert und verschreckt weiter und sahen, dass überall Duschköpfe angebracht waren, aber kein Wasser kam. Nur nebensächlich nahmen wir die anderen Menschen war. Ich sah nur aus den Augenwinkeln, dass sie keine Kleider trugen. Die Traum beginnt zu verschwimmen. Ich rutsche aus der Perspektive von mir selbst heraus und sehe, wie meine Schwester und ich uns krümmen und sich ein Nebel über uns legt.
Um meine Gedanken zu diesen beiden Träumen ganz ehrlich herauszusagen:
Könnte das etwas mit früheren Leben zu tun haben? Zumindest das zweite erinnert mich stark an die Hitler Zeit und die Judenverfolgung. Aber als ich diesen Traum geträumt habe, war ich so jung, dass ich noch annahm, die Welt sei eine Seifenblase. Das einzige, was nicht in meine Seifenblase reinpasste, waren meine schrecklichen träume.
Ich hatte früher nur Alpträume. Jede Nacht und manchmal zweimal dieseleben. Das war eine echt schlimme Zeit. Heute packen mich meine Alpträume nicht mehr so stark.
Aber was sagt ihr dazu? Ich bin diesbezüglich echt verwirrt und weiß nicht, was ich denken soll.
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04.03.2011, 21:11
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Seltsame Kindheitsträume Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.01.2010
Ort: Im Dorf
Beiträge: 1.168
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Zitat:
Zitat von Saya Sozoryoku
Hallo liebe User, hallo Saya,
jetzt möchte ich mir einmal etwas von der Seele reden, dass ich bisher nur einer einzigen Person erzählt habe. Aber ich würde sehr gerne wissen, was ihr von diesen zwei Träumen haltet:
Der erste Traum aus meinen frühen Kindertagen, der mich seit etwa 9-10 Jahren mit einem großen Fragezeichen verfolgt ist dieser: Damals warst Du also 6 bis 7 Jahre alt.
Ich sehe einen steinernen Altar. Um ihn herum stehen einige Männer und auf dem Altar selbst liegt ein verwundeter Mann mit einem Dornenkranz auf dem Kopf. Sein Gesicht ist geprägt von Müdigkeit und auch Schmerz. Aber er gibt keinen Laut von sich. Eine Frau wird gerufen und meine Sicht wechselt in sie hinein. Sie eilt voller Sorge an den Altar und ich spüre, wie der Schmerz sie zerreist. Sie umarmt den Mann und weint bitterlich.
In diesem Traum spüre ich alles, was diese Frau spürt. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, ohne dass es lächerlich klingt... aber mir kommen noch heute die Tränen, wenn ich an diesem Traum und den Schmerz denke. Ich spüre diese Sehnsucht der Frau und das Leid und weiß, dass es ein wichtiger Teil in mir ist.
Damals hatte ich mit Jesus nicht viel am Hut, ich war klein und wusste nichts von der Bibel usw. Trotzdem erkannte ich später, wenn ich in die Kirche ging, dass es genau dieser Mann war, der am Kreuz hing. Immer, wenn ich in der Kirche war, habe ich diese Sehnsucht wieder gespürt, die ich auch im Traum hatte. Ich hatte in diesen Sekunden, in denen sie mich vollkommen ergriff, das Gefühl, ich müsse dringend etwas sehr wichtiges tun. Es war so stark, dass ich später begann, die Figuren an den Wänden (mir fällt gerade der Fachbegriff nicht ein) zu fühlen. Ich fühlte in sie hinein und spürte auch ihre Schmerzen und die Grausamkeit, die ihnen widerfuhr. Der steinerne Altar passt nicht ganz ins Bild. Jesus wurde ans Kreuz genagelt und zuerst gequält und verhöhnt. Es steht Dir natürlich frei zu glauben, Du seist eine nahe "Angehörige" von Jesus gewesen, in einem früheren Leben, doch was genau kannst Du mit dieser "Erkenntnis" im jetztigen Leben anfangen? Es könnte sein, dass Du ein sehr einfühlendes Wesen besitzt. Der Glaube kann Dir evtl. viel Kraft geben. Du könntest aber auch zur Hilfsbereitschaft erzogen worden sein, evtl. hast Du auch früh gelernt, Deine eigenen Gefühle zu unterdrücken und die Opferfiguren wie zB. Jesus oder die vergasten Juden stellten für Dich als Kind eine Art "Blitzableiter" für Gefühle dar, welche Du bei Dir selber nicht zulassen konntest, aus welchen Gründen auch immer.
...
Der zweite Traum sah so aus:
Meine Schwester und ich standen an einem sehr schönen, herbstlichen Ufer. Überall waren Blumen, Blätter in warmen Herbsttönen und der Wind vervollständigte das paradisische Bild. Unsere Eltern fuhren auf einem kleinen Boot von uns weg. Wir begriffen erst nicht. Aber als sie immer weiter weg trieben, wusste ich, dass sie nicht mehr wieder kommen würden. Die Szene änderte sich. Im nächsten Moment wurde es dunkel um uns herum. Die Atmosphäre wurde kühl und ein uniformierter Mann packte erst meine Schwester, dann mich und schubste uns eine gefließte Kellertreppe herunter. Wir gingen verunsichert und verschreckt weiter und sahen, dass überall Duschköpfe angebracht waren, aber kein Wasser kam. Nur nebensächlich nahmen wir die anderen Menschen war. Ich sah nur aus den Augenwinkeln, dass sie keine Kleider trugen. Die Traum beginnt zu verschwimmen. Ich rutsche aus der Perspektive von mir selbst heraus und sehe, wie meine Schwester und ich uns krümmen und sich ein Nebel über uns legt.
Um meine Gedanken zu diesen beiden Träumen ganz ehrlich herauszusagen:
Könnte das etwas mit früheren Leben zu tun haben? Das kann ich Dir nicht sagen. Ein sechs jähriges Kind ist schon fähig, viele Dinge aufzunehmen. Zumindest das zweite erinnert mich stark an die Hitler Zeit und die Judenverfolgung. Aber als ich diesen Traum geträumt habe, war ich so jung, dass ich noch annahm, die Welt sei eine Seifenblase. Das einzige, was nicht in meine Seifenblase reinpasste, waren meine schrecklichen träume.
Ich hatte früher nur Alpträume. Jede Nacht und manchmal zweimal dieseleben. Das war eine echt schlimme Zeit. Heute packen mich meine Alpträume nicht mehr so stark. In beiden Träumen geht es um das Mitleiden und den Schmerz von andern zu fühlen und in sich auf zu nehmen. Fühltest Du Dich als Kind oft in die Opferrolle gedrängt? Kannst Du Dich gut durchsetzen?
Aber was sagt ihr dazu? Ich bin diesbezüglich echt verwirrt und weiß nicht, was ich denken soll.
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Vielleicht kannst Du damit erwas anfangen?Liebe Grüsse Artemiss
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04.03.2011, 21:24
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Seltsame Kindheitsträume Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Da das eine Weile her ist und ich mich nicht so genau an meine Kindheit erinnern kann, weiß ich nicht, ob diese Träume eine Art Blitzableiter waren. Und wenn ja, hätten sie auch einfachere Formen annhemen können, denke ich.
Aber wäre es mir sehr schlecht gegangen, wüsste ich das wahrscheinlich.
Zitat:
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s steht Dir natürlich frei zu glauben, Du seist eine nahe "Angehörige" von Jesus gewesen, in einem früheren Leben, doch was genau kannst Du mit dieser "Erkenntnis" im jetztigen Leben anfangen?
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Ich denke, ich könnte für mich persönlich viel mit dieser Erkenntnis anfangen. Z.B. im Bezug auf die von mir bereits beschriebenen Gefühle.
Ich will allerdings nicht sagen, dass ich glaube, dass ich eine "nahe Angehörige" bin.
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