Im Tantra vertritt man die Ansicht, das durch die Anerkennung der Sinne. Sowie der Auslebung von körperlichen und geistigen Bedürfnissen
Loslösung aus dem Leid stattfinden kann.
Tantra was als Gewebe, weben oder Kontinuität übersetzt wird. Bedeutet nichts anderes als " alles ist BEWUSSTSEIN " BEWUSSTSEIN was sich in einer kontinuierlichen Bewegung auswebt um sich selbst zu erfahren. Niemals ist etwas außerhalb von Gott oder BEWUSSTSEIN. Alles findet nur in diesem einen Gewebe statt.
Es ist ein anscheinende Punkt im Spiel der Trennung erfahren lässt. Die Vorstellung eine eigenständige Person zu sein, die getrennt von den anderen ist und eigenständig handeln kann. Die "Ich Idee" oft auch als Ego bezeichnet.
Unmissverständlich wird auf dem tantrischen Pfad klargestellt – das es keinen Unterschied in Rasse, Religion, Stand, Geschlecht, Lehrer oder Schüler gibt. Daher gibt es nichts was auszuschließen oder besonders hervorzuheben wäre.
"Alles was erscheint bin ich nicht.
Damit darf alles so sein wie es jetzt ist."
Mit dieser Haltung wird nichts vermieden oder Abgespalten. Sonder die Vorstellung der Person mit ihren Vorlieben und Abneigungen zurückgelassen. So kommen Gedanken und Gefühle auf einfache weise durch den Körper zurück nach Hause.
Diese Bilderstürmende Haltung das Nicht-anhaftens und permanten loslassens von allem was erscheint kann wie ein Sterben erfahren werden. Sterben von Ideen und Vorstellungen, die anscheinend Sicherheiten bieten.
Da es nicht darum geht das Leben in seiner natürlichen Bewegung zu vermeiden, sonder in Losgelöstheit von der Idee des Handelnden Leben einfachen geschehen zu lassen und so zu akzeptieren wie es ist. So verblassen mehr und mehr Gefühle und Gedanken von Täterschaft, Eifersucht, Neid, Stolz, Schuld. Stattdessen entfaltet sich ein unpersönliches berührt Sein, mitfühlen und staunen. Die Bindung an die Welt löst sich und Objektlose Liebe kann erfahren werden. Eine Liebe die gar nicht als Liebe benannt ist, weil die LIEBE einfach ist.
Kern des Tantra ist: die menschlichen Erfahrungen, Neigungen und Anziehungen als Fahrzeug nach Hause im Hier und Jetzt,
das das torlose Tor in das EWIGE Unveränderliche ist, zu nutzen.
Tantra ist ein direkter Weg. Der Auffordert folge dem was dich anzieht, was dich interessiert. Folge dem was du liebst. Halte immer in deinem Herzen was deine tiefste Sehnsucht ist.
Beim Tantra Begegnen wir einem umgekehrten Paradigma: "Du steigst, wodurch du fällst."
Es ist der Hinweis unvoreingenommen der Bewegung zu folgen,
die sich durch dich zeigt. Und dies mit allen Sinnen zu erfahren. Als Hingabe an DAS was Jetzt ist.
Gerade das wovor die religiösen Moralisten warnen, kann der Dreh und Angelpunkt des Erkennens sein.
"Akzeptiere die Hölle und du bist im Himmel."
An dem Punkt wenn Hadern und Zweifeln überschritten ist,
stellt sich keine Frage mehr nach Himmel oder Hölle.
Dann zeigt sich einfach Hier, DAS wie es Jetzt ist.
Der tantrische Pfad ist an sich kein Weg, der zu irgendeinem Ziel führt.
Du bist Hier schon am Ziel wenn die Suche Jetzt aufgegeben wird.
Die Liebe zu allem was ist zerstört lediglich deine Vorstellungen und Ideen,
das du dich irgendwo hin entwickeln mußt oder jemals etwas anderes
als DAS warst.
Was immer du auch tust, liebe dich dafür das du es tuest
Was immer du auch denkst liebe dich dafür, daß du es denkst
Thaddeus Golas