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Alt 10.05.2010, 06:59   Unterstuetzung in Gemeinschaft nach Drogenentzug Beitrag #1 (permalink)
batman
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 10.05.2010
Beiträge: 2
Exclamation Unterstuetzung in Gemeinschaft nach Drogenentzug

Hallo zusammen,

ich habe da mal eine Frage an euch alle. Ein Familienmitglied von mir ist gerade im Krankenhaus auf Entgiftung weil er von seiner Drogen Sucht runterkommen will. Er hatte schon immer einen Hang zu Alkohol, aber seit etwa zwei Jahren ist er auf ein kostengünstigeres high umgestiegen: GBL

Die Aerzte, Drogen-Berater, Sozial-Arbeiter Psychologen mit denen er sich unterhalten hat konnetn ihm leider nicht Helfen. Die meisten von ihnen hatten noch nichtmal etwas von GBL gehoert!

Er war in den letzten zwei Jahren schon zweimal auf Entzug, ist aber ein paar Wochen danach immer wieder rückfällig geworden. Ich weiss das es viel mit seiner Kindheit und seinem Vater zu tun hat (Alkoholiker), und das ihm die nähe zu seinem Vater nicht gut tut (beide wohnen in der gleichen Stadt). Ausserdem ist er schon seit langem Arbeitslos und hat Probleme Freundschaften zu schliessen (scheu).
Deshalb würde ich ihn gerne dort raus holen, direkt nach seiner Entgiftung durch die er gerade geht (endet ende dieser Woche!). Er hat mich um hilfe gebeten und ist bereit seinen Heimatort zu verlassen.

Ich bin jetzt auf der Suche nach einem Platz an dem er eine längere Zeit bleiben kann (zwischen 3 Monaten und einem Jahr). Wo er Menschen um ihn herum hat die ihn verstehen, wo er arbeiten kann fuer seine Unterkunft und Verpflegung, und wo er Raum und Zeit hat sich ein neues Selbstbewusstsein aufzubauen. Er ist 26 Jahre alt und hat noch sein ganzes Leben vor sich.
Weiss irgendjemand etwas von einem Programm, einem Camp, einer Gemeinschaft (nicht rein Religiös), der er sich anschliessen kann, an einem Platz der von viel Natur umgeben ist. Kann auch im Ausland sein, er spricht etwas englsich.

Ich bin fuer jede Hilfe sehr dankbar!
batman ist offline  
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Alt 10.05.2010, 07:28   Unterstuetzung in Gemeinschaft nach Drogenentzug Beitrag #2 (permalink)
Fulberta
SuperMod
 
Benutzerbild von Fulberta
 
Registriert seit: 30.06.2006
Ort: Mit den Füssen auf der Erde und dem Kopf in den Sternen
Beiträge: 8.647
***Thread verschoben***


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Fulberta ist offline  
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Alt 10.05.2010, 20:40   Unterstuetzung in Gemeinschaft nach Drogenentzug Beitrag #3 (permalink)
NennMichFreund
Benutzer
 
Registriert seit: 10.05.2010
Beiträge: 76
Hallo!

Ich kenne leider kein Camp o.Ä. aber ich möchte dir an dieser Stelle gerne mal etwas sagen:

Du bist ein echt netter & korrekter Mensch!
Jemand der Drogenabhängig ist, ist kein Junky, er ist genauso Mensch wie du und ich. Die Leute brauchen Hilfe.

Und vor allem brauchen sie Hilfe von Freunden! Wahre Freunde, die wirklich zueineander halten, Vertrauen haben, aufbauen, sie unterstützen. Freunde, denen etwas daran liegt, zu helfen.

Ein Entzug kann unterstützen, aber das ist nur ein sehr kleiner Teil. Vor allem kommt es auf jeden einzelnen an.

Ich glaube, das kann ich aus deinem Beitrag lesen, batman, du hast einiges an Lebenserfahrung und kannst ihn auf jeden Fall helfen, willst ihn helfen. Du bist etwas besonderes.
Ich finde mich in deinem Beitrag wieder, weißt du.

Ist echt eine super Sache von dir. Ich denke du weißt mit Menschen zu reden, über Probleme zu reden und Denkweisen zu ändern, damit er Sachen aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann und es als einen Neuanfang sieht.

Ich kenne dich kaum und könnte dir ewig danken. In dir steckt viel Liebe mein Freund, das ist sehr schön
NennMichFreund ist offline  
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Alt 11.05.2010, 12:02   Unterstuetzung in Gemeinschaft nach Drogenentzug Beitrag #4 (permalink)
batman
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 10.05.2010
Beiträge: 2
Danke

Zitat:
Zitat von NennMichFreund Beitrag anzeigen
Hallo!

Ich kenne leider kein Camp o.Ä. aber ich möchte dir an dieser Stelle gerne mal etwas sagen:

Du bist ein echt netter & korrekter Mensch!
Jemand der Drogenabhängig ist, ist kein Junky, er ist genauso Mensch wie du und ich. Die Leute brauchen Hilfe.

Und vor allem brauchen sie Hilfe von Freunden! Wahre Freunde, die wirklich zueineander halten, Vertrauen haben, aufbauen, sie unterstützen. Freunde, denen etwas daran liegt, zu helfen.

Ein Entzug kann unterstützen, aber das ist nur ein sehr kleiner Teil. Vor allem kommt es auf jeden einzelnen an.

Ich glaube, das kann ich aus deinem Beitrag lesen, batman, du hast einiges an Lebenserfahrung und kannst ihn auf jeden Fall helfen, willst ihn helfen. Du bist etwas besonderes.
Ich finde mich in deinem Beitrag wieder, weißt du.

Ist echt eine super Sache von dir. Ich denke du weißt mit Menschen zu reden, über Probleme zu reden und Denkweisen zu ändern, damit er Sachen aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann und es als einen Neuanfang sieht.

Ich kenne dich kaum und könnte dir ewig danken. In dir steckt viel Liebe mein Freund, das ist sehr schön
ich wünschte mehr Leute würden sich um ihre Familie und Freunde kümmern. Auf dem Weg tut man nicht nur etwas fuer andere Menschen, sondern lernt auch viel über sich selber.

Ich habe jetzt auch ein paar Kliniken angerufen nachdem ich nichts gefunden hatte dass einem Camp oder einer Gemeinschaft in irgendeinem Sinne nahe kommt. Die Adula-Klinik und Hochgrat-Klinik in Sued-Deutschland und Sieben auf Zwerge in Salem. Alle drei wahren nicht sehr hilfreich am Telefon, und die Damen mit denen ich gesprochen habe haben bei mir einen Eindruck von Überheblichkeit hinterlassen. Und da ich ein Mensch bin der sehr seine Gefühle vertraut, hab ich mich von der Idee einer Klinik wieder abgewendet. Kassenbezahlung hin oder her. Es geht ja am ende darum Hilfe zu finden, und nicht Geld zu sparen. Ich denke, ab einer bestimmten Groesse verliert eine Bewegung (in dem falle die Kliniken) oft ihr Herz.

Ich werde jetzt mal mehr in die Richtung Coaching schauen, und sehen ob ich mehr Erfolg habe.
batman ist offline  
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Alt 11.05.2010, 18:34   Unterstuetzung in Gemeinschaft nach Drogenentzug Beitrag #5 (permalink)
Gast12397
Gast
 
Beiträge: n/a
Weiß nicht wann du das liest @ batman.....schicke Dir den Link auch nochmal als PN.

Genau das was Du suchst und absolut aktuell

http://tab-info.de/?page_id=10

Gruss

Flo
 
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Alt 13.05.2010, 10:17   Unterstuetzung in Gemeinschaft nach Drogenentzug Beitrag #6 (permalink)
Einhorrn
Vollkomposter
 
Benutzerbild von Einhorrn
 
Registriert seit: 18.04.2006
Ort: vor den Bergen am See
Beiträge: 1.651
Servus,

das Konzept Therapie auf Bauernhof (http://tab-info.de/?page_id=10) ist ein guter Ansatz.

Pferde- oder Kuhmistschaufeln hat was heilsames, und der Familienanschluss ist auch nicht zu verachten.
Ich konnte aber in der verlinkten Seite keinen Hinweis darauf finden, dass auch die Gastfamilie auf Drogen wie z.B. Alkohol verzichtet, und ein drogenfreies Umfeld halte ich für eine wichtige Unterstützung bei der Genesung.

Der regelmäßige Besuch von Selbsthilfegruppen bewirkt oft mehr als Jahrelang durch die Entgiftungen und Therapien zu tingeln.
Therapeuten und Einrichtungen leben ganz gut davon, dass die Leute andauernd wiederkommen. Die Erfolgsquote ist -von wenigen Ausnamen abgesehen- jedenfalls herzlich schlecht, und bei 10-20% schon massiv schöngerechnet.

Was ich zur Hochgrat/Adula Wolfsried-Reibach GmbH zu sagen habe, wäre Rufschädigung und ist öffentlich nicht möglich.
Jedenfalls sind die Sieben Zwerge in Salem eine sehr empfehlenswerte Adresse. Nicht gemessen an der Freundlichkeit der Telefonstimme, sondern gemessen an der Lebenstauglichkeit der meisten Expatienten.

Noch was allgemeines:
1. Der/die Süchtige muss selbst die Veränderung wollen.
2. Er muss akzeptieren, dass er dafür selbst etwas zu tun hat.
2.a) Es bringt nichts dem Süchtigen zuviele Wege abnehmen zu wollen,
nur weil man fürchtet, dass er sie sonst nicht geht.
3. Die Einsicht, dass die bissher gegangenen Wege nicht zum Ziel führen
ist sehr hilfreich, wenn es darum geht sich auf etwas neues einzulassen.

Batman, wenn dein Verwandter konkrete Adressen haben will, dann darf er sich gerne bei mir melden. Selbst.

Ganz nebenbei, whad da fugg isch GBL?

Gruß vom Horrn

Geändert von Einhorrn (13.05.2010 um 10:35 Uhr)
Einhorrn ist offline  
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