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28.09.2011, 15:02
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Brauche Kontakt Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 28.09.2011
Beiträge: 2
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Brauche Kontakt
Hallo liebe Esoterik-Freunde,
ich verfolge das Forum schon seit einiger Zeit, habe mich aber erst jetzt zum Registrieren entschlossen, da ich Hilfe benötige.
Zur Zeit ist es in unserer Familie nicht einfach. Vor 5 Wochen verstarb meine Oma (21.08.) und dieses Wochenende (24.08.) verstarb mein Opa.
Zu meiner Oma hatte ich die letzten Jahre wenig Kontakt, was aber nur krankheitsbedingt ausfiel. Früher als ich ein Kind war, war der Kontakt gut. Aber bei ihr kam das Alzheimer, am Ende so stark, dass sie nicht mehr reden, essen und gehen konnte, nicht einmal wusste, wer sie selbst ist. Für sie war es sicherlich eine Erlösung zu sterben.
Bei meinem Opa ist das etwas anders. Vor einigen Monaten ging es ihn noch sehr gut. Plötzlich aber stellte man bei ihm Speiseröhrenkrebs fest und seit da an ging es leider nur noch bergab. Zu allen Überfluss stellte man bei ihm auch Hirnblutungen fest. Er sagte zu mir immer, er möchte nicht aufgeben, er kämpft weiter bis zum Schluss.
Ich habe ihn vorletztes Wochenende das letzte Mal im Krankenhaus besucht. Er freute sich sehr mich zu sehen. Er drückte mir die Hand und sagte, wie schön mein Besuch sei. Ich half ihm beim Essen, da er es nicht alleine konnte. Die Woche drauf nahm ich mir fest vor, ihn besuchen zu kommen. Leider hinderte mich immer etwas anderes, so dass ich ihn letzten Sonntag besuchen wollte. Aber da kam auch schon der Anruf vom Krankenhaus, dass er verstarb. Meine Mutter sagte mir, dass er die Woche über starke Schmerzen hatte. Ich sah also meinen Opa das letzte Mal, als ich ihm noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern durfte.
Morgen ist die Beerdigung und ich finde mich immer noch nicht damit ab, werde es auch nie tun können. Es ist einfach nicht fair. Mein Opa hat meine Oma sehr sehr lange, jeden Tag zwecks ihrer Krankheit pflegen müssen und musste trotzdem mit starken Schmerzen sterben. Ich wünsche mir so sehr Kontakt zu ihm, frage auch des Öfteren in den Raum, ob er da sei, ob es ihm gut geht, aber ich erhalte nie eine Antwort. Ist er verärgert, dass ich die letzte Woche ihn nicht mehr besuchen kam? Beim Verabschieden sagte er noch, wie schön mein Besuch war und "bis die Tage" ...
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass es meiner Oma und meinem Opa gut geht. Kann mir jemand helfen, um Kontakt aufzunehmen? Ich habe soviele Fragen...
Lieben Gruß
Mike
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28.09.2011, 18:06
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Brauche Kontakt Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo, lieber Mike
herzlich willkommen im Forum und herzliche Anteilnahme zum Tode deiner Großeltern!
Das ist wirklich nicht leicht für dich und deine Familie, beide Großeltern - und für deine Mutter oder deinen Vater beide Eltern - so kurz nacheinander verabschieden zu müssen. Die Trauer braucht Zeit. Für die Verstorbenen auch. Im Jenseits geht es einem besser als hier, wenn man zuletzt so krank war, denn dort hat man den kranken Körper nicht mehr. Es kann aber eine Zeit dauern, bis ein Verstorbener verstanden hat, dass es so ist. Für ihn ist es auch schwer, sein Erdenleben und seine Angehörigen zurückzulassen, und er weiß vielleicht zuerst noch nicht recht, was ihn erwartet. In dieser Situation ist es für beide Seiten schwer, einen deutlichen Kontakt zu einander aufzubauen. Das kann nach ein paar Wochen oder Monaten leichter werden.
In deinem Beitrag fallen mir zwei sehr tröstliche Sätze auf: Ich sah also meinen Opa das letzte Mal, als ich ihm noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern durfte.
Ist das nicht eine sehr schöne Erinnerung für euch beide? Sicher hat das Schicksal es nicht anders gewollt, als dass ihr einander so zum letzten Mal begegnen durftet. Deinem Opa hätte es bestimmt nicht gefallen, dir einen Anblick mit starken Schmerzen und Leiden zu bieten.
Und: "Bis die Tage".
Ihr begegnet einander sicher in irgend einer Weise wieder. Pass morgen bei der Beerdigung mal ganz gut auf mit dem Herzen. Das ist ein Zeitpunkt, wo die Verstorbenen manchmal die Möglichkeit haben, Zeichen zu geben, dass sie da sind, die Angehörigen zu trösten, vielleicht auch, ihnen etwas mitzuteilen. Erwarte aber nichts Bestimmtes. Manche Beerdigungen, an denen ich teilgenommen habe, hatten eine starke tröstliche, sogar feierliche Atmosphäre.
In herzlichem Gedenken
Marjul
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28.09.2011, 21:26
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Brauche Kontakt Beitrag #3 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 28.09.2011
Beiträge: 2
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Hallo Marjul,
das sind/waren die Mutter und Vater von meiner Mutter.
Vor ein paar Stunden war Trauerrosenkranz in der Kirche.
Wir waren vorher und nachher in der "Leichenhalle", wo der Sarg bis morgen aufbewahrt wird. Es ist schön geschmückt mit Kränzen und Kerzen. Gerade als es etwas dunkler wurde, hatte ich das Gefühl, als wären wir nicht alleine. Als ich dann vor den Sarg trat und leise betete, hatte ich auch ein Gefühl, als wären wir jetzt im Moment nicht alleine, sondern werden beobachtet. Aber es war ein schönes Gefühl.
Was für mich das Ganze unerträglich macht, dass ich nicht weiß, wie es ihm jetzt gerade geht, ob er an uns denkt, ob er gut angekommen ist und und und. Allein schon deshalb möchte ich gern mit ihm reden und wissen, ob alles so geklappt hat, wie ich es ihm wünsche und wie er es verdient hat.
Lieben Gruß
Mike
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29.09.2011, 14:57
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Brauche Kontakt Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo Mike
das schöne Gefühl, nicht allein zu sein, das ist doch ein Geschenk!
Daran kannst du auch merken, dass es deinem Opa nicht schlecht geht und dass er mit dir verbunden sein möchte.
Wenn ein Verstorbener verwirrt, schockiert, angstvoll, zornig oder traurig ist, kommt solch eine schöne Atmosphäre nicht auf.
Es hilft nicht allzu viel beim Traurigsein, wenn man mit einem Verstorbenen reden kann. Mit meinem Vater konnte ich schon auf dem Totenbett sprechen und später immer wieder. Er hat mir viele Tipps für die Familie gegeben. An meiner Trauer hat das aber nicht viel geändert, die ist einfach da und braucht ihre Zeit.
Ich finde, Trauer ist zu vergleichen mit dem Schmerz von einer körperlichen Wunde. Es ist eine Gefühls-Wunde, die durch den Verlust eines geliebten Menschen entstanden ist. Auch wenn eine Wunde gut versorgt ist, braucht sie ihre Zeit zum Heilen und tut auch immer einmal wieder weh. Bei einer körperlichen Wunde ist einem meistens klar, dass man den Schmerz aushalten muss, bis er vorbei geht. Bei Gefühls-Schmerzen meint man leicht, man dürfe sie nicht haben, man könne etwas dagegen tun durch Denken, Vorstellen oder irgendwelche Änderungen. Dabei ist es auch hier am besten, den Schmerz zuzulassen, ohne sich allzusehr damit zu befassen. Sich zurückziehen, vor sich hin träumen, weinen, all dieses ist "erlaubt"! Man braucht Kraft, damit eine Gefühlswunde heilt, genau wie bei einer körperlichen.
Wie ist es dir ergangen bei der Beerdigung?
Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und Vertrauen. Eure Trauer soll eine getröstete Trauer sein! Ich finde, die fühlt sich manchmal ganz schön an. Und die Zeiten, wo ihr wieder an etwas anderes denken und euch darüber freuen könnt, werden schon bald wieder mehr!
Herzliche Grüße
Marjul
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