Hallo zusammen,
nach einigen Tagen eigener Ruhe und Besinnung zu meinem Thema und meinen eigenen Fragen, aber auch aus stiller Beobachtung erst mal heraus ob und was hierzu geschrieben wird, melde ich mich nun wieder

Es war wieder einmal eine erneute Reise (so meine Nennung zu solchen Vorgängen) die ich unternahm und es kommt euch sicherlich auch nicht unbekannt vor, wenn ich jetzt sage, das ich „heute“ meinen Beitrag >so< nicht mehr schreiben würde.
Aber es war gut und richtig gewesen, das ihn an diesem Tage geschrieben hatte und es derart ja auch für sich selbst sichtbar so niederzuschreiben, hat ja auch oft seine eigenen Wirkungen. In meinem Falle diese, das mich erst Recht anfing zu bedauern und so richtig im Selbstmitleidbade mich rum suhlte ( ähm, gleich mal zum kennen lernen von mir, ist meine Art manche Dinge sehr offen und direkt, schnörkellos und auch versehen mit saloppen Sarkasmus zu schreiben) und während ja dann so selbst gewählt triefend vor Selbstmitleid da stand und mich wohl fühlte mich als Opfer zu sehen und fühlen, da fing der Sturm erst richtig an. Redet hier von den inneren Stürmender Gedanken und der Gefühle.
Hier möchte ich gern kurz innehalten und praxisbezogene Anmerkungen äußern im Umgang mit solchen Stürmen aus meinen eigenen Erfahrungen heraus.
Sie sind nicht ungewöhnlich, diese Stürme, und wir alle hatten sie auch schon, kennen sie, und erlebten diese in jedem Alter bereits schon. Wie viele dieser Stürme jedoch packten wir als unliebsam, als ungewollt in die große Kiste und sperrten diese weg ? Gut, damals Kinder konnten wir nicht damit umgehen und nicht zuletzt aus Selbstschutz sperrten wir sie weg. Heute noch sorgen diese weggesperrten Stürme in uns als unbewusste Muster und damit als Ursache zu vielfältigsten Wirkungen. Nicht wenige diese Wirkungen, die uns nicht gefallen.
Doch heute, erwachsen und gereift, sollten wir schlauer sein und diese Stürme, wie denn auftauchen, nicht mehr wegsperren.
Doch der Umgang mit den Stürmen möchte bitte geübt sein, zu Beginn wo man natürlich unerfahren ist, sollte man es genauso halten wie zu einem Sturme innerhalb der freien Natur. Wenn sich der Wind erhebt, zum Orkan aufbläst, wird wohl jeder sich z.b. ins Haus begeben und dem Sturm so gesichert zusehen und erst dann, wenn der Sturm sich legte, nach draußen gehen und sich die Schäden betrachten.
So doch auch bitte zu den eigenen inneren Stürmen und sich denen doch nicht unerfahren stellen und dann wundern, wenn man innerlich verletzt wird wenn Dinge durch die Luft fliegen.
Doch man sollte sich im zunehmenden Maße durchaus trauen bei den Stürmen immer wieder mal rauszugehen und so an Sicherheit gewinnen, sich den Stürmen zu stellen.
Und das sollte das angestrebte Ziel auch sein, nicht wieder Gefühle wegzusperren und zu ignorieren, sondern sie anzunehmen, sich ihnen im Angesicht zu stellen und diese zu durchleben in jeder Faser des Körpers.
Diese kleine Abschweifung sollte dazu dienen, es zu erklären was ich machte und mich auch stellte, ich stellte mich dem Sturm der Gefühle und zunehmend wurde mir klar, das mich selber mit Selbstlügen belegt hatte die dem Ziel dienten, mich als Opfer fühlen zu können.
Und dieses Erkennen ließ mich auch wieder zu mich selber, zu meinem eigenen ICH finden und das es doch völlig gleichgültig ist, ob und wer von mir etwas will, das es nicht an Andere liegt, sondern an mir Selbst.
Ich kenne nun meinen Weg, oder besser ausgedrückt, ich bin wieder auf meinen Weg, wohlbemerkt und wichtig > meinem eigenen Weg !
Ich bedanke mich an dieser Stelle an die Antworten die ich erhalten habe und werde im weiteren noch mit paar Sätzen darauf eingehen.
Noch mehr aber bedanke ich mich bei den Vielen hier, die durchaus den Text lasen, aber nichts geschrieben haben. Gut, einerseits ein wenig schade, etwas interessiert hätte mich es schon, wie es anderen zu den Themen so geht. Und da ich wie schon mal geschrieben weiterhin davon ausgehe, das bei beschreiten des spirituellen Weges meine Fragestellungen nicht neu und unbekannt einem vorkommen dürften, stellt sich mir nach wie vor dennoch eine Frage ,-
eine Frage die mir stelle aus dem jetzt hier heraus, aber auch aus meinen Erfahrungen und Erleben über Jahre in anderen Foren :
„Warum tun sich so viele Menschen, selbst spirituelle Menschen, so schwer damit, offen über ihre eigenen realen Erfahrungen zu reden ?“
Es wird viel geredet und geschrieben, viel theoretisiert und Meinungen ausgetauscht – was ich auch richtig und gut finde. Aber über ureigenes reales Empfinden und spirituelles Erleben aus der „eigenen“ Realität, so etwas ist leider nach wie vor viel zu selten.
Dabei wäre gerade das das Salz in der Suppe und das, wo wir voneinander am allermeisten und allerbesten lernen, begreifen und erkennen könnten.
Aber auch das eben nur eine Anmerkung und Denken, sprich Meinung, in eigener Sache. Meine Frage eben zuvor ist rein theoretischer Natur, sie brauch und muss nicht beantwortet werden.
Aber sie kann und darf gerne zum Nachdenken einladen, nicht um und für andere rum zu spekulieren, sondern zum eigenen Nachdenken über SICH selbst.
Aber und dennoch wirklich herzlichen Dank für die vielen Nichtschreiber hierzu, denn ihr brachtet mich mit auf dem Weg, das es um mich selbst und alleine geht und ging.
Nun noch paar Antworten auf eure Beiträge...
und damit zuerst einmal zu deinem Ramona :
Ich brauche dem wenig hinzufügen, außer dich vom Herzen zu ermuntern bleibe auf deinem Wege, vor allem erhalte dir deine Unbekümmertheit und Spontaneität die auch aus deinen Worten (und auch anderen Beiträgen von dir) deutlich heraus lesen konnte.
Es sind Zeichen und Attribute, das du es vermagst besser und häufiger im Jetzt zu leben als so manchen uns selbst das gelingt.
Wir bezeichnen uns zwar als älter und damit auch erfahrener und durchaus auch als reifer, aber wie viel haben wir uns damit schon selbst verbaut und/oder blockiert weil wir vor lauter Erfahrenheit aus dem Denken nicht mehr herauskommen. Unserer Erfahrung zu oft große Gewichtung geben und gar nicht mehr merken wie sehr wir uns im Gestern statt im Jetzt verfangen ,-
und wie oft wir dabei auch das Jetzt überspringen weil wir von Erfahrung (Vergangenheit) zur Spekulation (Zukunft) springen.
Da nehme ich mich selber auch nicht aus zu dem, was ich eben anführte.
Dabei geht es doch stets immer nur um eines, das wir etwas TUN – egal ob Richtig oder Falsch, zeigt sich doch eh erst hinterher meist – das wir daraus lernen und am wichtigsten, dazu stehen SELBST diese Entscheidung getroffen zu haben und auch bereit sind ohne Wenn und Aber eigenverantwortlich die Konsequenzen zu übernehmen und zu tragen -
UND > uns dafür und dennoch, und gerade dafür „annehmen und lieben“ - egal wie und was passierte.
Das ist Leben, auch spirituelles Leben, in meinen Augen.
Bleib dran Ramona, aus dir spüre ich meinen Lieblingsatz heraus den dich bitten möchte dir das für dich selbst gewahr zu werden das du es (derzeit) lebst, dich daran erinnerst und es dir bewahrst :
„Verliere nie den Glauben an dich selbst und bleibe dir immer treu !“
Danke für deine Wünsche noch und auch dir auf all deinen Wegen alles Liebe und Gute ...
Hallo Nehemoth,
danke auch für deinen Beitrag und mir fiel folgende Frage an mich auf die dir auch gern beantworten möchte :
Da deine Beschreibung mir bekannt vorkam, würde mich jetzt interessieren, wie ein solcher besonders befähigter Mensch dermaßen an den Stoffen hängen kann.
Warum nicht Nehemoth ? Oder noch anders, doch gerade erst deswegen und darum doch, denn etwas als Unnötig in sich auszumachen bedarf ja erst einmal sich dessen bewusst zu werden.
Und nur es sich bewusst zu werden ist ja noch lange kein Garant, es sogleich loszuhaben, am liebsten noch mit Knopfdruck wie ja viele es am liebsten wollten.
Dazu sind andere Prozesse des Loslassens nötig und die Seele selbst wird wissen was nötig ist oder nicht, und nicht unser subjektiver Verstand.
Daher kann man schnell den fatalen Fehler begehen, der eigenen Seele wichtige Lernprozesse vorzuenthalten, wenn man dem Verstande zu sehr folgt, bestimmte Dinge und auch Erfahrungen als unnötig zu betrachten und diese sogar noch mutwillig vernichten zu wollen.
Ein weiterer wichtiger Punkt denke ich ist folgende Betrachtung :
„Wir sind keine Menschen, die spirituelle Erfahrungen suchen und machen wollen (auch wenn uns diese immer wieder viele einreden wollen) -
wir sind bereit und längst spirituelle Wesen, die menschliche Erfahrungen suchen und machen wollen !“
Unter diesem Gesichtspunkt sollten wir, finde ich, bei allem Hang und bemühen spirituell zu sein, uns auch Mensch-Sein zugestehen und erlauben, und nicht alles an uns – am Mensch-Sein – negieren und weg reduzieren wollen.
Daher Nehemoth stehe ich zu meiner Menschlichkeit, zu meinen menschlichen Schwächen und hab keinste Interesse mich an trotz oder gerader meiner Befähigung dessen zu entledigen. Entweder es gehört zu mir einfach dazu als Mensch und ich nehme es an und liebe es ...
oder es sind alte Muster (unterdrückte Stürme wie es zu Beginn umschrieb) und ich werde suggestive im Rahmen meiner eigenen Reife diese aufspüren und auch loslassen.
Aber ich werde nichts in und an mir vernichten.
Ende Teil 1