Hier meine Wirklichkeit der Dreifaltigkeit:
Die drei Aspekte Gottes
Gott als Vater ist Gottes erster Aspekt.
Darüber kann, natürlich nur in einer unzureichenden
Weise, folgendes gesagt werden:
Aus Gott als dem Urgrund allen Seins und allen Wissens
strömt unablässig Energie, mit anderen Worten:“Aus Gottes
Mund geht das Wort hervor“, das ununterbrochen schöpferisch
wirkt und die Schöpfung ermöglicht.
Die Schöpfung ist kein einmaliges Ereignis, sie ist vielmehr
permanent. Die Welt wird unablässig erschaffen.
Die Urkraft, die die Schöpfung ununterbrochen hervorbringt,
kann als „Geist“ bezeichnet werden. Der erste Aspekt Gottes
entspricht der geistigen Potenz, durch welche Sein und Wissen
aktualisiert werden. Diese Potenz durchflutet und erfüllt das
Universum mit Energie.
Der Geist ist also das aktive Prinzip.
Indem der Vater als der erste Aspekt Gottes die Urkraft
repräsentiert, ist er der Inbegriff der Macht, nämlich der
Möglichkeit, alles tun und erschaffen zu können, und er
ist der Träger des Willens, nämlich der Fähigkeit, die
Urkraft nach Belieben einzusetzen und wirksam werden
zu lassen.
Christus (Sohn) ist Gottes zweiter Aspekt.
Er repräsentiert das passive Prinzip, jene Potenz, die die
Wirkung des Geistes auffangen und empfangen und ihm
zur fruchtbringenden Wirksamkeit verhelfen kann.
Das schöpferische Prinzip, der Geist, kann erst wirksam
werden, wenn seine Wirkung aufgefangen und empfangen
wird. Dem aktiven, geistigen Prinzip steht das passive
Prinzip zur Seite, auf welches die Aktivität einwirken und
in welchem sie befruchtend wirken kann.
Dieses zweite Prinzip ist das seelische Prinzip. Ist das erste
Prinzip der Urgrund alles Geistigen, so ist das zweite der
Urgrund alles Seelischen.
Auch dieses Prinzip ist eine Potenz, also zur Wirkung fähig.
Es wirkt durch seine Aufnahme- und Empfängnisfähigkeit,
indem es der Wirkung des Geistes Raum gibt, so dass es
vom Geist befruchtet werden kann. Die seelische Potenz
fängt die Wirkung der geistigen Potenz auf und ermöglicht,
dass sich die geistige Wirkung nicht im Leeren verläuft,
sondern fruchtbar wird.
Ohne das passive Prinzip könnte also das aktive nicht
wirken.
Das passive ist seine Ergänzung. „Passivität“ bedeutet
allerdings keine Trägheit oder Untätigkeit. Es ist eine
„aktive Passivität“, sie ist die Fähigkeit, zu empfangen,
befruchtet zu werden, Geborgenheit zu gewähren, zu
hegen, zu bewahren, Raum zu geben und zu ermöglichen,
dass das Empfangene wächst und sich entwickelt.
Die Ordnende Geistigkeit oder der Heilige Geist ist
Gottes dritter Aspekt.
Das aktive und das passive Prinzip erzeugen in ihrer
Zusammenwirkung etwas, das von ihnen verschieden,
von ihnen dennoch abhängig ist. Es ist der dritte Aspekt
Gottes, die „Aktive“ oder „Bewirkende“ oder „Ordnende
Geistigkeit“.
„Heilig“ ist dieser Geist in der Sicht des Menschen. Für
ihn ermöglicht diese Geistigkeit die Erkenntnis im
rationalen und im spirituellen Sinne. Die spirituelle
Erkenntnis eröffnet dem Menschen die Tiefe der Realität
und läßt ihn somit erkennen, dass alles, was es gibt, „heilig“,
weil von Gott erfüllt ist.
Der dritte Aspekt Gottes ist das Prinzip der Verwirklichung
und damit der Konkretisierung.
Der Geist als der erste Aspekt Gottes ist wirksam und bewirkt
alles. Er ist der Ursprung allen Seins und allen Wissens. Die
Geistigkeit als der dritte Aspekt ermöglicht, dass das vom
Geist mittels der Seele Erschaffene als Realität hervortreten
kann. Sie läßt alles, was Gott als Vater denkt, Wirklichkeit
werden. Alles, was zur Realität wird, muss geordnet, geformt
und in einer bestimmten Ordnung und in einer bestimmten
Gestalt zur Erscheinung gelangen.
Der dritte Aspekt ist der Ursprung der Geistigkeit, die die
Vervielfältigung der Einheit bewirkt, die in den beiden
ersten Prinzipien besteht. Sie bringt damit die Verzweigung
der Urschwingung zustande, so dass die einzelnen
Schwingungsebenen und damit die Seinsebenen mit je eigener
Realitätsqualität entstehen können.
Alles Liebe
Venus3
Als kleiner Anhang sei hier noch einmal zusammenfassend
erwähnt dass nur durch die
Verschmelzung von Männlich und Weiblich Göttlichkeit entsteht.

Falls hier jemand wieder behaupten will, dass ein Mensch beide
Teile zu gleichen Teilen in sich trägt, verweise ich wieder einmal
auf das Ying und Yang Zeichen aus dem deutlich hervorgeht, dass
dem nicht so ist, wie sonst könnte man sich diese Punkte sonst
erklären?

. Sie zeigen eindeutig auf, dass in jedem Mann auch der
Punkt des weiblichen steckt und umgekehrt. Somit haben wir aber erst
eine Hälfte des Ying bzw. Yang Zeichens.
Venus3
Urherber: Alexander Gosztonyi
Quelle: Das Vaterunser