Hi Ihr Lieben

Ich komme gerade wieder von einer schamanischen Zeremonie mit Agustin Rivas "El Viejo" in Gummersbach und möchte ein paar Auszüge aus dem Abend mit Euch teilen ... :
Wir hatten erstmal viel Zeit, uns gegenseitig kennen zu lernen. Es gab ein Süppchen um ca. 14:00 Uhr, danach sollte bis zum nächsten Morgen nichts mehr gegessen werden.
In der ersten Vorstellungsrunde begrüßte Viejo jede/n Einzelne/n mit Handschlag und informierte sich über das Anliegen, ob es sich um Heilungswünsche oder andere innere Suchen handelt.
Nach einer Ausruhpause ging die Zeremonie dann um 20:00 Uhr los.
Wir lagen in 4 Reihen auf dem Boden, eine davon als 2er Reihe in der Mitte des Raumes. Am äußersten Ende des Raumes stand ein Altar auf dem Viejo später die Drinks mixte, daneben weitere Tische mit Musikinstrumenten.
Wir traten Gruppenweise vor, um uns unser Schnapsgläschen mit dem Capiruna - Drink abzuholen. Viele ekelten sich davor und meinten, es schmecke scheußlich - ich selbst fand es eher lecker. Hat mich an Salmiak-Pastillen erinnert, diese Lakritz-Abart. Ein bisschen bitterer Nachgeschmack.
Wir waren alle mit Eimern ausgestattet, da der Pflanzenextrakt Brechreiz auslösen kann.
Viejo sagte, dass das Kotzen einer der wichtigsten Teile des Abends für uns sei. Wir saßen dann im Dunkeln und harrten der Dinge.
Bei mir war außer einem leichten Zwicken im Bauch nicht viel festzustellen zunächst. Etwas übel wurde mir dann ziemlich bald, aber Kotzen konnte ich die ganze Nacht über nicht.
Dafür stellten sich nach einer Zeit Wahrnehmungen ein, die ich so noch nicht erlebt habe. Es waren keine besonderen optischen Effekte (wie ich sie mir vorgestellt hatte à la "Fear and Loathing in Las Vegas"), aber andere Bewusstseinsebenen. Ich sah auch Bilder von Tieren und Landschaften.
Die Klänge der Instrumente begleiteten uns die ganze Nacht über, mal laute gemeinsame Trommelrhythmen von vielen gemeinsam geschlagen, mal beruhigende Ocean-Drums oder der nasale Ton eines Bogens.
Es war eine besondere Nacht, eine weite innere Reise und ich bin dankbar, sie erlebt haben zu dürfen. Körperlich war es schon ziemlich anstrengend für mich, Hunger und Müdigkeit meldeten sich immer wieder.
Tolle Momente waren gemeinsames Singen, der ganze Körper vibrierte in Verbundenheit.
Am nächsten Morgen gab es ein reichhaltiges Brunch, dessen Qualität jedoch nichts mit biologischem Anbau zu tun hatte. Das Hotel (ECU Hotel Gummersbach) war in Ordnung, aber das Frühstück nicht sehr lecker.
Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit Capiruna gemacht ?
Alles Liebe,
Johannes