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26.10.2011, 23:51
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion Beitrag #1 (permalink)
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zwischen den Welten
Registriert seit: 17.10.2007
Ort: Auf'm Land
Beiträge: 2.815
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion
Hallo liebe Schamanen und schamanisch Arbeitende, liebe spirituelle und unspirituelle Menschenkinder,Mögt ihr Geschichten?Ich gehe jetzt einfach mal davon aus 
Hier ist eine aktuelle, von mir verfasste Erzählung. Sie fällt deshalb auch unter mein Copyright. Ich bitte demnach darum, sie nicht widerrechtlich als persönliches Eigentum auszugeben, sie weder zu vervielfälltigen, noch zu veröffentlichen. Alle Rechte liegen bei mir.
Sie beruht auf einer wahren Begebenheit: Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion
»Jetzt fällt es mir endlich wie Schuppen von den Augen«, begann Rina ihre Erzählung, ein Träne kullerte ihre rechte Wange hinunter, die junge Frau versuchte sich zu beherrschen und sprach mit fester Stimme weiter: »Als ich fünf Jahre alt war, änderte sich mein Leben um 180 Grad, ich verlor während des Spielens mit Lego-Bausteinen das Bewusstsein. Als ich einige Minuten später in den Armen meiner Mutter wieder zu mir kam, war ich nicht mehr die Rina, die ich vorher gewesen war. Aus dem fröhlichen, unbeschwerte Mädchen wurde je länger je mehr ein wütendes, streitsüchtiges, kleines Biest. Ich schien irgendwie nicht mehr ich selbst zu sein, hatte jahrelang das Gefühl, das ein fremdes Wesen während meiner Ohnmacht Besitz von mir ergriffen hatte, ich konnte diese Ahnung jedoch niemals einordnen, beweisen oder gar jemandem mitteilen. Jetzt jedoch habe ich Gewissheit, dass ich tatsächlich besessen bin.« Den 21 Frauen, die nebeneinander im Kreise sassen, gefror das Blut in den Adern, Janime konnte es an ihren Gesichtern ablesen, auch ihr erging es nicht anders. Rinas Worte klangen so überzeugend, dass weder sie, noch jemand anderer im Raum an deren Wahrheit zweifelte. Ethnologischen Berichten zufolge, war Besessenheit durch fremde Wesen in früheren Kulturen nichts Aussergewöhnliches gewesen. Doch hier in der aufgeklärten, westlichen Welt des 21 Jahrhundert schien so etwas äusserst sonderbar. Wie die anderen Frauen im Kreis war Janime hierher gekommen, um an einem einwöchigen Intensivkurs neue therapeutische Behandlungsweisen kennenzulernen – Selbsterfahrung inklusive. Erst gestern hatten sie sich einen ganzen Tag lang schweigend nur mit sich selber beschäftigen und dabei eine kreative Aufgabe bewältigen müssen. Dadurch wurde bei den meisten Teilnehmern einen persönlichen Prozess in Gang gesetzt, der nun in der Gruppe analysiert und aufgearbeitet wurde. Aber so etwas?
Wer konnte denn ahnen, dass so etwas wie eine Besessenheit zu Tage treten konnte? Damit hatte zumindest die schüchterne Janime nicht gerechnet. Obwohl ihr das Thema Besessenheit nicht unbekannt war, durch ihr Interesse am Schamanismus, dem sie seit wenigen Jahren nachging, wühlte sie Rinas Erzählung sehr auf. Lag das etwa daran, dass sie zu der jungen, selbstbewussten Rina in den letzten Tagen eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut hatte? Oder ging es dabei um mehr? Sie bewunderte den starken Charakter der jungen Frau, die es vermochte ein solch selbstsicheres Auftreten an den Tag zu legen und es zugleich verstand, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Doch das allein konnte doch nicht der Grund für Janimes innere Aufregung sein. Sie begriff das alles nicht. »Lasst uns eine kurze Pause einlegen«, sagte der Kursleiter, stand sogleich auf und öffnete das Fenster. Er wusste wohl selber nicht, wie es nun weitergehen würde und räume sich bestimmt deswegen eine Bedenkzeit ein, dachte Janime bei sich und verstand ihn. Wäre sie in seiner Lage gewesen, hätte sie sich auch nicht zu helfen gewusst. Sie wollte sich gerade von ihrem Stuhl erheben, doch da wurde ihr dermassen schwindlig, dass sie sich wieder setzen musste. »Biete ihm deine Hilfe an«, sprach eine Stimme zu ihr. Janime kannte die Stimme, sie kam direkt vom Himmel. Es war nicht das erste Mal, dass sie sie vernahm. Sie schüttelte heftig den Kopf. »Bestimmt nicht! Damit habe ich keinerlei Erfahrung.« Ihr Magen zog sich krampfhaft zusammen. »Biete ihm deine Hilfe an«, wiederholte die Stimme eindringlich, sie duldete weder Aufschub noch Widerstand.
Daher kam also die innerliche Unruhe, Janime kannte sie, denn sie trat immer dann in diesem Ausmass auf, wenn sie aufgerufen wurde, etwas Bestimmtes zu tun. Sie atmete tief ein und presste die Luft hörbar aus ihren Lungen. Als sie sich zum wiederholten Mal vom Stuhl erhob, blieb der Schwindel aus. Zögernd näherte sie sich dem Seminarleiter, nahm ihren ganzen Mut zusammen und sprach ihn an. »Falls sie Hilfe brauchen, geben sie mir Bescheid.« »Äh... ja. Danke«, gab dieser völlig entgeistert zurück. Schnell wendete sich Janime von dem Mann ab, sie hatte ihm ihre Hilfe angeboten, mehr wurde nicht von ihr erwartet. Natürlich war ihr nicht entgangen, dass der Kursleiter verwirrt war und womöglich nicht realisiert hatte, was sie ihm gerade angeboten hatte. Das war ihr ganz recht. Noch etwas zittrig in den Beinen ging Janime Richtung Toilette, wo sie sich das Gesicht halt abwusch, um wieder klare Gedanken fassen zu können. Auf dem Rückweg zum Seminarraum, stiess sie auf dem Flur beinahe mit dem Kursleiter zusammen. »Bei den Schamanen war es gang und gäbe Extraktionen durchzuführen«, informierte sie ihn beiläufig. Er antwortete nicht, schien jedoch aus seiner Versunkenheit aufzuhorchen. >Meine Güte, was sage ich denn da?< schimpfte Janime mit sich selber und wunderte sich gleichermassen. War das wirklich von ihr gekommen? Dem Kursleiter war ihr Interesse am Schamanismus bekannt, aber er hatte sich bisher nicht dazu geäussert. Es hielt wohl nicht viel davon. Aber das kümmerte sie nicht weiter. Als alle Teilnehmer wieder auf ihren Stühlen Platz genommen hatten, begab sich der Kursleiter in die Mitte des Kreises und hiess Rina sich ihm gegenüber auf ein Kissen zu setzen, das er Boden platzierte. Janime verfolgte das Geschehen scheinbar gleichgültig, sie war mit den Gedanken ganz wo anders. »Hey Janime!« Jemand rüttelte an ihrer rechten Schulter. Sie blickte in das erwartungsvolle Gesicht ihrer Freundin Selina, die neben ihr sass. Dann wies diese mit dem Finger in die Mitte des Kreises. »Du sollst dich dazusetzen, man hat dich gerufen.« Fassungslos wankte Janime zu den beiden Personen und setzte sich auf das bereitgelegte Kissen, sie hatte tatsächlich nicht gehört, dass nach ihr gerufen wurde. Ein verwirrtes Gedankenkarussell begann sich rasant in ihren Kopf zu drehen. Angst befiel sie, Angst davor, handeln zu müssen, ohne zu wissen wie. Die Tatsache, dass sie sich über Extraktionen belesen hatte, hiess noch lange nicht, dass sie wusste, wie sie durchzuführen waren. Ganz im Gegenteil, sie hatte keine Ahnung. Und der Vorschlag, den Seminarleiter dabei zu unterstützen, war schliesslich nicht auf ihrem Mist gewachsen. Verflucht sei sie, diese verdammte Stimme! Ihre Gedanken brachten sie immer mehr in Rage, Wut stieg in ihr hoch, verstärkte sich und steigerte sich ins Unermessliche. Sie hätte platzen können…
Hey liebe Leser, seid ihr noch da? Noch nicht eingeschlafen?
Fortsetzung folgt...
......... falls Bedarf besteht 
Liebe Grüsse
kuma
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27.10.2011, 00:12
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion Beitrag #2 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 02.12.2008
Ort: Berlin-Wilmersdorf
Beiträge: 4.928
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Hallo, @Kuma,
Sehr schön die Geschichte @Kuma. Extraktionen und Besessenheit sind schwierige Themen, wirklich ungewöhnlich anzutreffen.
Ich wäre sehr an der Fortsetzung Deiner Geschichte interessiert.
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27.10.2011, 01:35
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion Beitrag #3 (permalink)
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Der Klang meines Herzens
Registriert seit: 26.09.2007
Ort: überall und nirgendwo
Beiträge: 563
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Also ich auch 
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27.10.2011, 07:37
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Seehr gerne
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27.10.2011, 07:45
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion Beitrag #5 (permalink)
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Engel begleiten mich
Sternzeichen:
Registriert seit: 06.05.2010
Ort: Schweiz
Alter: 52
Beiträge: 1.818
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bin gespannt auf die Fortsetzung...
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27.10.2011, 08:33
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion Beitrag #6 (permalink)
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Auf verschlungenen Pfaden
Registriert seit: 09.02.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 604
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27.10.2011, 11:29
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion Beitrag #7 (permalink)
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Weltenwandler
Sternzeichen:
Registriert seit: 05.05.2009
Ort: Hamburg
Alter: 37
Beiträge: 661
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Unbedingt!
Wann geht´s weiter?
Kann es nicht erwarten, seeeehr interessant!
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27.10.2011, 18:59
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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Extraktion Beitrag #8 (permalink)
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Weite Schwingen
Sternzeichen:
Registriert seit: 27.02.2008
Alter: 47
Beiträge: 5.053
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