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25.08.2011, 22:39
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit Beitrag #1 (permalink)
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Ich halt.
Sternzeichen:
Registriert seit: 25.12.2008
Ort: NRW
Alter: 28
Beiträge: 2.328
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit
Hallo Schamanskis!
Ich beschäftige mich schon länger immer mal wieder mit dieser Thematik und habe nun einen interessanten Artikel dazu gelesen, der auch einige Erfahrungsberichte von Betroffenen enthält.
Es gibt unterschiedliche Wege, die Schamanenkrankheit zu erleben - über den Weg der physischen Krankheit (oft mit Nahtoderfahrungen) oder aber - vor allem in der heutigen Zeit - über den Weg der psychischen/mentalen Krankheit (besonders Depressionen spielen hier oft eine Rolle).
Natürlich bin ich mir bewusst, dass nicht jede Depression oder schwere Krankheit eine Initiation der Geister und/oder Reinigung/Auflösung von alten Strukturen ist - allerdings kommt dies doch öfter vor als man denkt.
Wurde dieser Weg erstmal von den Geistern ins Rollen gebracht, gibt es kein Zurück. Der erwählte zukünftiger Schamane muss ihn gehen und lässt dabei entweder sein Leben bzw. findet keinen Weg mehr hinaus, oder er kommt als ein anderer, völlig neuer Mensch, gestärkt und mit einem anderen Blick in diese Welt zurück.
Schamanen müssen fähig sein, sowohl in der Welt der Geister zu leben, als auch in unserer physischen Realität (der materiellen Welt), weshalb es für einen Schamanen auch so wichtig ist, feste Strukturen zu haben und mit beiden Beinen im Leben zu stehen.
Alle, die das nicht tun, sind immernoch auf dem Weg. Um allerdings die Funktion eines Schamanen zu übernehmen (und dabei auch noch von den Geistern anerkannt zu werden), muss man den Weg wieder zurück ins Diesseits schaffen.
Alle, die eine solche 'Reise' hinter sich haben, wissen, dass es einen Zustand gibt, zwischen Diesseits und Jenseits oder Anderswelt; oftmals wird dieser Zustand als eine Art Tunnel wahrgenommen - ein Ausweg ist oft lange Zeit nicht in Sicht. Das kann Monate dauern - oder Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte.
Irgendwann hört man auf, dagegen anzukämpfen; man akzeptiert was ist und fängt an auf die Stimmen zu hören, die einem schon lange zur Seite stehen, die man aber aus lauter Angst, Verzweiflung, Wut und Empörung nicht wirklich wahrnehmen konnte - oder wollte -, vielleicht auch aus Trotz.
Oft ist es so, dass einem alles genommen wird: die Gesundheit, die Arbeitsstelle, das Geld, die Familie, die Freunde, das Auto und vielleicht sogar das Dach über dem Kopf.
Das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt, alte Strukturen brechen weg - und im Endeffekt kann man dabei nur zusehen.
Das Ganze ist gewollt und hat u.a. auch den Sinn, dass man sich auf sich selbst besinnt, dass man lernt, Kraft aus sich selbst zu schöpfen und sich nicht zu sehr an materielle Dinge zu klammern oder sich sonstwie in den Irrungen und Wirrungen des Lebens zu verfangen.
Ein Wechsel von Außen nach Innen findet statt; der angehende Schamane lernt, sich nach Innen zu richten und nicht länger nur noch im Außen zu leben. Am Ende muss er beides können.
Wenn man sich auf diese gesamte Erfahrung einlässt, sich ihr hingibt und aufhört dagegen anzukämpfen, kann daraus Großes entstehen.
Nur durch die völlige Hingabe, durch Annahme und Loslassen von alten Dingen kann letztlich ein Ausweg gefunden werden.
Viele gehen dabei unter. Oft ist es nur noch die Hoffnung, die einen am Leben hält. Es ist einfach nichts anderes mehr da. "You have to go with it - you have to ride the pain and loneliness and insecurity and fear without letting it drag you completely under. It's hard, but it can be done." (Quelle: Elizabeth Vongvisith in Dead Men Walking. http://www.northernshamanism.org/sha...-sickness.html (Stand vom 25.08.2011))
Wer diese Erfahrung überlebt, wird als ein neuer, stärkerer Mensch aus ihr hervorgehen, der nun in der Lage ist, ein passendes Werkzeug für die Geister zu sein. Das alte Ich ist gestorben, es wurde abgestreift. Wie der Phönix aus der Asche steigt nun der Schamane empor.
Um diese Erfahrung zu überleben, braucht es einen starken Willen - und idealerweise auch das Wissen, dass die Geister einen diese Hölle nicht durchleben ließen, wenn es keine Chance gäbe, dass man sie überlebt. Die Chance ist da; es liegt an dir...
Oft ist dieses Wissen allerdings nicht vorhanden - die Bewusstheit und das Wissen, dass man erwählt wurde, und dass das Ganze einen tieferen Sinn hat.
Der Verstand gibt seinen Geist auf. Nur durch den Verlust des Verstandes, durch das Verrückt-sein oder Verrückt-werden, kann diese Entwicklung (vollständig) vollzogen werden.
Dadurch, dass das Wissen um die eigentlichen, tieferen (inneren) Prozesse in unserer Kultur nicht oder nur wenig vorhanden ist, dadurch dass spirituelle Traditionen weitgehend fehlen und die Anerkennung für derartige - ich sag mal - 'initiatorische Krankheiten' (als Vorbereitung auf die Tätigkeit als Schamane), wird das Ganze natürlich nur noch schwerer. Man kann nicht nur den Sinn hinter dem Ganzen nicht sehen, weiß nicht von dessen Existenz; auch gibt es meist niemanden (im realen Leben), mit dem man über derartige Dinge sprechen kann. Anders in traditionellen Gesellschaften....
Wie kann man diese Erfahrung schneller durchleben? - Indem man sich voll und ganz drauf einlässt, indem man aufhört dagegen anzukämpfen, indem man loslässt und vertraut - so schwer es auch ist. Der einzige Weg heraus, ist der Weg hindurch.
Es tut weh, es ist die Hölle - ja, es ist ein Tod --> der Tod des Menschen, der du einmal warst. Und da du diesen Tod bewusst miterlebst und nur zusehen kannst, ist es umso schmerzhafter. Dein ganzes Leben bricht zusammen, bricht dir unter den Füßen weg - du siehst es, fühlst es und kannst trotzdem nichts tun. Du bist dabei wie gelähmt...
Aber dieser Weg ist notwendig, wenn die Geister dich erwählt haben.
Je mehr du dich wehrst, desto länger und schmerzhafter wird es werden und erst wenn du 'aufgibst', kannst du 'gewinnen'.
Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht. (Weiteres dazu im nächsten Beitrag)
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25.08.2011, 22:44
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit Beitrag #2 (permalink)
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Earthbound
Registriert seit: 01.01.2009
Ort: Bayern
Beiträge: 1.479
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Hi Yvo,
warum mußt Du zu diesem Thema Artikel zitieren? Außer mir wird es gewiss noch andere Schamn/Innen in diesem Forum geben, die diese Initiation überlebt haben.
Entweder man erlebt es, oder man erlebt es nicht.
Es ist bestimmt kein Zuckerschlecken, aber man geht gestärkt daraus hervor.
Es grüßt die Rasselschlange.
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25.08.2011, 22:55
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit Beitrag #3 (permalink)
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Ich halt.
Sternzeichen:
Registriert seit: 25.12.2008
Ort: NRW
Alter: 28
Beiträge: 2.328
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- Fortsetzung: -
Wie gesagt, ich habe diese Erfahrung selbst gemacht.
Ich war nun über 6 Jahre außer Gefecht gesetzt - hatte mehr als die Hälfte der Zeit schwere Depressionen; mir wurde alles genommen: Job, Studium, soziale Strukturen, Geld, Familie, Gesundheit (auch körperlich) und und und - ich war jetzt mehrere Monate komplett nur noch auf mich besinnt.
Nun habe ich endlich aufgehört dagegen anzukämpfen und alle Erfahrungen angenommen - wirklich alles was kam. Auf diese Weise ging es tatsächlich schneller - das Abstreifen meiner Vergangenheit (alte Emotionen, Erinnerungen - auch auf körperlicher Ebene) ging plötzlich im Eiltempo voran - und nun komme ich so langsam aus dieser ganzen Geschichte heraus - als völlig neuer Mensch -, sehe endlich Licht am Ende des Tunnels (wie gesagt, der einzige Weg da raus, ist der Weg hindurch).
Immer wenn ich angefangen habe, mich mit dem Schamanismus zu beschäftigen, hatte ich ein Aufwind-Gefühl, wurde mir das Gefühl gegeben, dass ich in diese Richtung weitergehen soll - momentan ist das auch wieder der Fall.
Nun hat sich ein neuer Weg aufgetan, den ich jetzt auch bereitwillig gehen werde - immer im Vertrauen auf die Geister, die sicher wissen was sie tun. - Gerade jetzt sind sie sehr präsent, ich fühle ihre Bestätigung und ihre Freude darüber, dass ich diesen Weg nun endlich bereit bin anzunehmen, ihn ohne Widerworte zu gehn... (sie haben nun aber auch lange genug gewartet *g*)
Viele von euch wissen, dass es keine Freude ist, diesen Weg zu gehen; viele von euch haben sich - genau wie ich - gewehrt, haben sich diese Erfahrung nicht bewusst ausgesucht und würden dies auch nicht freiwillig tun.
Allerdings bin ich den Großteil des Weges schon gegangen und ich sehe nicht ein, jetzt aufzuhören. Das Licht am Ende des Tunnels ist da - ich sehe dort meine Krafttiere und meine Lehrer stehen, die schon lange auf mich warten. Auch meine eigene Kraft ist dort (nach der ich mich schon so lange sehne) - und ich bin bereit, sie endlich anzunehmen.
Ich weiß nicht was die Geister mit mir vorhaben, aber ich bin bereit mich drauf einzulassen.
Ich weiß, dass es ein sehr privates, vielleicht auch heikles Thema ist, aber vielleicht mag der ein oder andere ja auch was von seinen Erfahrungen mit mir/uns teilen?
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es gut gewesen wäre, wenn man andere Betroffene gehabt hätte, mit denen man sich hätte austauschen können - viele haben dieses Glück leider nicht.
Wer weiß, vielleicht lesen ein paar Menschen diese Zeilen und werden dankbar sein, zu sehen, dass sie nicht alleine sind, dass es Hoffnung gibt. Vielleicht hatten diese Menschen - wie ich - schon als Kind Visionen, Erinnerungen aus früheren Leben, Kontakte zu den Geistern und Ahnen, eine besondere Verbindung zur Natur usw. - und ahnen bereits, dass mehr dahintersteckt, dass es einen höheren Sinn hinter ihrem Leiden gibt, haben aber niemanden, dem sie sich anvertrauen können...
Mit diesem Thread könnten jene Menschen Andere finden, die das Gleiche durchlebt haben, die auch 'gestorben' sind, obwohl sie noch immer leben... - Wie ihr wisst, eine harte, einsame und kräftezehrende Erfahrung. Da tut es gut, wenn man von anderen Betroffenen hört, was da eigentlich vor sich geht, wie andere das Ganze erlebt haben und wie man sich am besten verhält, damit es schneller vorüber geht (was natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich ist; aber es ist immerhin ein erster Anhaltspunkt).
Geändert von yvo (25.08.2011 um 23:08 Uhr)
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25.08.2011, 22:59
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit Beitrag #4 (permalink)
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Ich halt.
Sternzeichen:
Registriert seit: 25.12.2008
Ort: NRW
Alter: 28
Beiträge: 2.328
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Zitat:
Zitat von Snake
Hi Yvo,
warum mußt Du zu diesem Thema Artikel zitieren?
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Muss ich nicht, wollte ich aber^^
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25.08.2011, 23:08
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit Beitrag #5 (permalink)
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zwischen den Welten
Registriert seit: 17.10.2007
Ort: Auf'm Land
Beiträge: 2.815
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Was soll man dazu sagen?
Ich kenne das und bin da auch durch gegangen.
Irgendwo habe ich mal gelesen: "Dein Weg mag schwierig sein - aber es ist Dein Weg".
Und C.G. Jung (der olle psychoanalytische Schamane) spach:
"Der kürzeste Weg zu sich selber, ist der Umweg."
Mitfühlende Grüsse
kuma
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26.08.2011, 07:25
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit Beitrag #6 (permalink)
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vom spirit gestreift
Sternzeichen:
Registriert seit: 22.01.2006
Ort: München
Alter: 42
Beiträge: 684
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ho so ist es,
aber wir haben uns den weg selbst ausgesucht. schon vor diesem leben.
auch ich habe das alles durch.
aber es wird uns nichts zugemutet dass man nicht meistern könnte.
also wollen wir uns nicht über den kopf streicheln lassen.
sondern vorwärts gehen.
walk in beauty
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26.08.2011, 14:03
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit Beitrag #7 (permalink)
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Runen-Rauner
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.08.2009
Ort: Hannover
Alter: 45
Beiträge: 402
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Zitat:
Zitat von yvo
Aber dieser Weg ist notwendig, wenn die Geister dich erwählt haben.
Je mehr du dich wehrst, desto länger und schmerzhafter wird es werden und erst wenn du 'aufgibst', kannst du 'gewinnen'.
Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht.
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Ich finde persönliche Erfahrungen (auch diese mitzuteilen), wichtig und bereichernd. Danke dafür!
Sie sind für mich viel kostbarer als argumentlose Meinungen.
Allerdings scheint es mir so, dass auch Schamanen "glauben".
Und zwar, dass wir die einzigen Wesen sind, die keine Wahlfreiheit haben  .
"Die Spirits treten mich tot, wenn ich mich sperre" - bedingt, dass ich nicht frei entscheiden kann, was ich mit meinem Leben anstelle.
Ich sehe und erlebe diese Dramen in mir losgelöst von den Spirits - es sind meine Dramen. Meine Widerstände. Es ist meine Berufung, die ich zu leben habe. Mein Herz verkümmert, wenn ich ihm nicht folge...
Es ist mein Schmerz, wenn ich wegrenne. Und wenn ich das erkennen muss und umdrehen und den langen Weg zurück durch die Dürre finden muss.
Es ist meine Angst, Hilfe anzunehmen. Da ist niemand außer mir, der mir droht. Da sind Unzählige, die mir Unterstützung, Rat anbieten. Sehe ich das? Will ich das?
Das übliche Konzept klingt mir zu sehr nach Strafe - und das ist das Vokabular der mit Strafe und Leid drohenden "Weltreligionen der Liebe"!
"Willst du seinen Weg nicht gehen, haut dich Spirit, du wirst schon sehen!"
Nein, das ist nicht meine Vorstellung.
"Will ich meinen Weg nicht gehen, trete ich mich selbst - oh wie schön!" passt eher - und die Spirits sind mein Spiegel. Und ich modelliere dabei meine Wertung über meine Erfahrungen.
Die Spirits helfen mir, an meine Essenz zu kommen und das zu knacken (autsch!), was sich dagegen sperrt. Wenn ich ja sage.
Was für mich aber auch klar ist: Entscheide ich mich für gewisse Dinge, habe ich die Konsequenzen zu tragen. Will ich bestimmte Macht/Gaben, habe ich diese sinnvoll einzusetzen. Sonst ist der Energieausgleich (z.B. Rune Gebo) nicht gegeben. Was wieder zu Schmerz führt.
Meine Jahrzehnte im freudlosen Nebel verblassen langsam und ich spüre die nährende Sonne, auch wenn es in mir regnet, stürmt, dunkel ist. Und sage dazu "Hallo!".
Meine Burnout-Mentalität kommt immer wieder in Schichten hoch und versucht, neue Felder zu verderben. Aber ich erkenne es immer früher - und kann darüber lachen.
Meine Angst, diesen meinen Weg zu finden und zu gehen, wird leiser - je mehr ich ihn gehe und meine Berufung annehme.
Ich bin gespannt, ob ich dieses meine Leben nun genug in Lust und spielerisch begehe - oder ob mein Rückgrat wieder einmal darüber spröde und brechen wird.
Ich werde sehen.
Und gehen.
In meiner Schönheit.
Wolf.
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26.08.2011, 20:41
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Shaman Sickness - Die Schamanenkrankheit in unserer heutigen Zeit Beitrag #8 (permalink)
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zwischen den Welten
Registriert seit: 17.10.2007
Ort: Auf'm Land
Beiträge: 2.815
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@Mehr Lebens Kraft
Wahr-haft philosophisch Dein Text! 
Aber es liegt quasi in der Natur der Sache, dass man die Schamanerei und das ganze Drumherum erstmal als Strafe ansieht, als aufgezwingter Wille.
Den meisten Menschen, die ich kenne, die diesen Weg gegangen sind oder gehen, erging es so. Und ich schliesse mich da nicht aus.
Das liegt nach meiner Ansicht dem grossen Irrtum der Willensfreiheit zugrunde. Willensfreiheit ist im Grunde nichts anderes als der pure Egoismus des eigenen ICHs: "Ich will tun und lassen können, was ich will."
Diese Denkensweise zeigt, dass das ICH abgespalten wurde vom Selbst (der Seele).
Der Schamanismus und andere, ähnliche "Richtungen" machen dem betreffenden Menschen dieser Irrtum deutlich, indem sie ihm scheinbar keine andere Wahl lassen, als diesen einen Weg (der die Seele vor der aktuellen Inkarnation gewählt hat) zu gehen.
Das ICH kann sich trotzdem dagegen entscheiden, doch entscheidet es sich damit gegen sich selber, und muss Konsequenzen in Kauf nehmen. Diese Konsequenzen sind ebenfalls keine Strafe, es ist schlicht eine Reaktion auf die Entscheidung des ICHs. "Bin ich gegen mich, ist das Leben ebenfalls gegen mich." (Aktion und Reaktion, oder das Gesetzt der Resonanz.)
Entscheidet man sich für den Weg der Seele, kann sich erst das ganze Potential (mit all den Gaben und Fähigkeiten), dass man in dieses Leben mitgebracht hat, entfalten. Ansonsten ist dieses Potential wie ein Fussballer, der Spiel (= das ganze Leben) hindurch auf der Ersatzbank sitzt und die Chance am Spiel (am Leben) teilzunehmen nie nutzen kann, obwohl er das Zeug dazu hätte.
Nehmen wir diesen Weg als Chance, unser Potenial zu verwirklichen, zu manifestieren. Und hören wir auf, ihn als Strafe anzusehen.
Liebe Grüsse
kuma
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