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02.12.2010, 17:37
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Magisch Misteln schneiden Beitrag #1 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 11.02.2009
Ort: Planet Erde, öfters auch Wolke 17a
Beiträge: 35
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Magisch Misteln schneiden
Ich habe mir gedacht, das könnte einige von euch interessieren. Ich bin letztes Jahr kurz vor Weihnachten in der Schweiz von einem Druiden und seinem Kreis zum Mistelschneiden mitgenommen worden.
Hab ich sehr aufregend gefunden und die Misteln sind bis 1. November auch über meiner Tür gehängt.
Jetzt wollte ich das für heuer auch machen und hab ein wenig recherchiert. Hab einen interessanten Artikel gefunden: http://bit.ly/gTNtca
Da steht einiges über die Hintergründe, warum Misteln so besonders sind, und auch, wie man sie "ganz richtig" schneidet.
Ein bisschen Zeit haben wir noch. Das richtige Datum dafür ist der 21. 12. 10 - Vollmond vor Weihnachten.
Alles Liebe
Echidna
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02.12.2010, 19:10
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Magisch Misteln schneiden Beitrag #2 (permalink)
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Reisender Poet
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.10.2009
Ort: mal hier, mal dort
Alter: 44
Beiträge: 1.025
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@Echidna,
meines Wissens nach, sammelten die keltischen Druiden ihre "heiligen" Misteln, immer am 6. Tag nach Neumond. Dieses Jahr allerdings nicht am 10.12. denn da beginnt erst "Heulsaf Y Gaeaf" die Zeit der Wintersonnenwende. Demnach sammelt man nach keltischer Überlieferung, am 9.1.2011, die "heiligen" Misteln.
PS: dieses Jahr ist am 21.12. Vollmond und eine totale Mondfinsternis!!! Und Winteranfang (glaub ich gehört zu haben  ).
einen Gruß vom otter
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02.12.2010, 23:30
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Magisch Misteln schneiden Beitrag #3 (permalink)
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Earthbound
Registriert seit: 01.01.2009
Ort: Bayern
Beiträge: 1.479
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Meine Quellen sagen, die Misteln wurden im "Mittwinter" mit goldenen ( wahrscheinlich Bronce) Sicheln geschnitten und seien alm stärksten, wenn sie auf einer Eiche wüchsen.
Dazu muß man erst mal eine Eiche mit Misteln finden.
Good Luck, Snake
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03.12.2010, 23:22
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Magisch Misteln schneiden Beitrag #4 (permalink)
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Reisender Poet
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.10.2009
Ort: mal hier, mal dort
Alter: 44
Beiträge: 1.025
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Ja Snake, daher im Mittwinter  !!!
Ein Baum, der lange Zeit seine Blätter trägt (so wie die Eiche und die Buche), läßt schwer die Mistel erkennen (die Druiden hatten jedoch ein Auge dafür, oder bekannte Bäume). Im Winter jedoch, sind auch die Blätter von Eiche und Buche braun (die hängen ja manchmal bis zum Frühjahr) und da die Mistel immergrün ist, ist diese Winterzeit etwas besonderes, da man die immergrünen Misteln, da sehr gut erkennen kann!!!
einen Gruß vom otter
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05.12.2010, 11:37
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Magisch Misteln schneiden Beitrag #5 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 11.02.2009
Ort: Planet Erde, öfters auch Wolke 17a
Beiträge: 35
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Zitat:
Zitat von Snake
Meine Quellen sagen, die Misteln wurden im "Mittwinter" mit goldenen ( wahrscheinlich Bronce) Sicheln geschnitten und seien alm stärksten, wenn sie auf einer Eiche wüchsen.
Dazu muß man erst mal eine Eiche mit Misteln finden.
Good Luck, Snake
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Eiche mit Mistel finden - nicht schwer!
Auf Eiche mit Mistel raufkommen - sehr schwer!!!
Weil ganz hoch oben.
Frag mich, wie das die Druiden gemacht haben.
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05.12.2010, 17:03
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Magisch Misteln schneiden Beitrag #6 (permalink)
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Wanderer
Registriert seit: 31.03.2009
Ort: Kiel
Beiträge: 54
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Zitat:
Zitat von Echidna
Eiche mit Mistel finden - nicht schwer!
Auf Eiche mit Mistel raufkommen - sehr schwer!!!
Weil ganz hoch oben.
Frag mich, wie das die Druiden gemacht haben.
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Ich fahr dir da nur ungern in die Parade Echidna, aber so leicht ist es nicht Misteln auf Eichen zu finden. Zumindet die richtigen.
Die Misteln die auf Eichen wachsen sind zumeist Eichenmisteln ( Loranthus europaeus) diese sind aber nicht das gleiche wie die (von den Druiden gesammelten) Laubholzmistel ( Viscum album).
Diese wächst, aufgrund der Härte des Eichenholzes, nur sehr selten auf Eichen. Dies macht es zu einem ähnlichen Glücksfall die richtige Mistel zu finden, wie ein vierblättriges Kleeblatt zu finden.
Das erstmal dazu.
Zum Zeitpunkt:
Plinius, der als einziges das Mistelschneideritual überliefert hat, erwähnt zu keinem Zeitpunkt, dass der Zeitpunkt des Mistelschneidens irgendetwas mit der Wintersonnenwende zu tun. Ich denke das ist eher eine Verschränkung mit dem traditionellen Bräuchen der Engländer.
Plinius schreibt lediglich, dass die Mistel am 6. Tag des Mondes geschnitten wurde.
Dabei kommt aber in der Theorie jeder Mond-Monat in Frage.
Gruß
aundo
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05.12.2010, 18:44
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Magisch Misteln schneiden Beitrag #7 (permalink)
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Reisender Poet
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.10.2009
Ort: mal hier, mal dort
Alter: 44
Beiträge: 1.025
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@ aundo,
sieh da, ein Wissender  .
Allerdings hab ich noch nie was von Loranthus europaeus gehört bzw. gelesen (werds mir mal googeln, in meinen Pflanzenbüchern gibts dies nicht  ).
Tja, Viscum album ; ist eigentlich eine Nadelholzmistel, die auch auf weichen Laubhölzern wachsen kann (gezwungener Weise).
Zu jener Zeit, als die Kelten Europa besiedelten, waren unser europäischen Wälder zu ca. 80% von der Eibe bestimmt (dunkle, unheimliche und schwer zugängliche Wälder), dies machte den Römern Angst (was Kelten ja bekanntlich nicht kennen  ) und die Römer holzten diese schönen, dunklen und magischen Eibenwälder ab. Somit auch die Bäume, auf denen diese heilsamen Misteln wuchsen.
Alle Eibenwälder haben sie nicht abgeholzt (die Römer waren nicht in das gesammte Keltengebiet vorgedrungen), doch durch die Missionierungen und derer Folgen, erkannte die damalige "Rüstungsindustrie" sprich die Waffenbauer, den Wert der Eibe, der Baum "des Todes"!!!
Dies führt dann nachhaltig, zum Verschwinden eines wertvollen Zeitgenossen!!!
Ein Waffenbauer im Mittelalter, wurde nicht mal "mittel" alt!!! Der ganze Baum ist hochgiftig (und die auf ihm wachsenden Misteln, richtig angewand, hochwirksam) und durch die Bearbeitung des Holzes, wie z.B. schleifen, keine Handschuhe habenderweise tragen können, Händewaschen wurde eh erst nach Semmelweis bekannt etc. ; verstarb jener, der diesen Beruf hatte, sehr schnell!!!
Das einzigste was das Volk liebte war: Eibengelee!!!
Tja, mit dem Mond, kannten sich die Kelten auch sehr gut aus (siehe die Himmelsscheibe von Nebra)!!!
@ aundo,
was denkst du, wenn du Plinius als einzigste Quelle kennst, welcher Mond ist gemeint???
Der sechste Tag nach Vollmond, oder der sechste Tag nach Neumond, oder der sechste Tag nach dem ersten Drittel, oder der sechste Tag nach dem letzten Drittel???
einen Gruß vom otter
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06.12.2010, 13:28
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Magisch Misteln schneiden Beitrag #8 (permalink)
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Wanderer
Registriert seit: 31.03.2009
Ort: Kiel
Beiträge: 54
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Zitat:
Zitat von otter
@ aundo,
sieh da, ein Wissender [IMG]file:///C:/DOKUME%7E1/Single/LOKALE%7E1/Temp/msohtml1/01/clip_image001.gif[/IMG].
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Naja, zumindest ein Suchender 
Zitat:
Zitat von otter
Tja, mit dem Mond, kannten sich die Kelten auch sehr gut aus (siehe die Himmelsscheibe von Nebra)!!!
@ aundo,
was denkst du, wenn du Plinius als einzigste Quelle kennst, welcher Mond ist gemeint???
Der sechste Tag nach Vollmond, oder der sechste Tag nach Neumond, oder der sechste Tag nach dem ersten Drittel, oder der sechste Tag nach dem letzten Drittel???
einen Gruß vom otter
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Es macht mir ja eigentlich kein Spaß ein Besserwisser zu sein… obwohl, manchmal doch 
Die Himmelsscheibe von Nebra ist bedeutend älter als die festlandkeltische Kultur. Mit den kelten hatte Sie also nichts zu tun. Allerdings zeigt Sie, da geb ich dir Recht, das selbst in der Bronzezeit bereits ein gewisses Grundwissen über astronomische Abläufe vorhanden war.
Woran man aber erkennt, dass sich die Kelten gut mit den Gestirnen auskannten ist der sogenannte Kalender von Coligny. Ein auf einer Bronzeplatte erhaltener Kalender, der zyklisch verläuft und der in der auf die Sonne bezogenen Genauigkeit dem gregorianischen Kalender gleichkommt und außerdem auch den Mond korrekt einbezieht.
Aus diesem Kalender geht auch hervor, dass Plinius wohl den 6. Tag nach Neumond meinte. Denn so hielten es die Kelten. Bei Ihnen begann alles mit der Dunkelheit. Das Jahr, der Monat und der Tag.
Hier näher auf den Coligny-Kalender einzugehen würde an dieser Stelle zu weit führen…vllt. bei Gelegenheit und Interesse an anderer Stelle.
Aber mal eine Gegenfrage. Du klingst so, als ob du noch eine andere Quelle außer Plinius kennst. Ich wäre sehr interessiert welche. Man ist ja vor neuen Erkenntnissen ne gefeit…
Viele Grüße
aundo
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