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30.06.2007, 18:31
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Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden! Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden!
Hallo Allerseits
Ich denke die meisten von uns kennen diese freien Tage, an denen man nur rum-gammelt, und abends mit dem schlechten Gefühl ins Bett geht es richtig vermasselt zu haben, am besten noch mit vollem Magen, weil man sich mal wieder nicht beherrschen konnte. 
Genauso kennen viele von uns möglicherweise diese Zeiten, in denen man von seinen Wünschen, Gedanken und Umständen gerade zu wie ein Fussball umher gekickt wird. In denen man denkt, dass das nur mal ein kurzer Ausrutscher ist. Nur blöd, dass dieser "Ausrutscher" schon mehrere Tage, Wochen oder gar Monate anhält 
Zwischen drin hat man vielleicht mal seine Auszeiten, in denen man sich fragt was man denn mit diesem Leben anfangen will, wie man in diese dumme Situation kommen konnte und wie man sein Leben wieder in den Griff bekommt 
"Jeder Tag ein guter Tag"
sagte mal ein alter Zen-Meister. In diesem Fall, so wird es übermittelt, meinte er nicht etwas Kompliziert-Philosophisches, wie z.b., dass jeder Tag ein guter Tag wäre, wir es nur nicht immer wahr nehmen können. Er meinte viel mehr, dass wir uns bemühen sollten, dass jeder Tag gut wird, so dass wir nichts zu bereuen haben.
Ich frage mich allerdings was das heißt glücklich zu Leben, täglich Freude zu praktizieren. Was es heißt ein sinvolles Leben zu leben.
Kodo Sawaki sagte, es müsse einem um Größeres als ein Menschenleben gehen, dass mit 70 oder 80 Jahren Ende nimmt.
Wie geht das?
Wie macht ihr das? Wie habt ihr eurer Glück gefunden, das nicht daraus besteht sinnlich auszuschweifen. Ich denke ihr versteht um was es mir geht.
Eben wir der Titel schon sagt "Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden!".
Jeder muss seine eigene Antwort finden, denke ich, da jeder seine ganz individuelle Geschichte, Talente und Bedürfnisse hat.
Ich denke ein Austauch über das Thema könnte dennoch weiterhelfen, zumindest ein paar Anregungen zu finden.
Ich habe das Thema auch bewusst unter Religion gepackt, denn ich denke richtige religiösität heißt vor allem Praxis, und diese mitten in unserem Alltag, Tag für Tag, Lebenspraxis also. Vielleicht haben manche von euch ja ähnliche Fragen und euch kommt das Thema ganz gelegen.
Viele Grüße,
Flo
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07.07.2007, 20:42
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Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden! Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo shiki,
dein Thema habe ich eben erst gesehen.
Zitat:
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Ich frage mich allerdings was das heißt glücklich zu Leben, täglich Freude zu praktizieren. Was es heißt ein sinvolles Leben zu leben.
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Mir scheint, du möchtest nicht allgemeine Antworten, sondern persönliche.
Ich probiere es mal.
Für mich heißt glücklich leben im Gebet zu sein (wenn meine Gedanken nicht mit etwas beschäftigt sind, das gerade notwendig ist). So lange ich es bin, fühle ich mich selbst nicht, sondern das Gebet, und das fühlt sich glücklich an. Wenn ich aufhöre zu beten, kommen schon nach kurzer Zeit unerwünschte Gedanken und wirken sich so aus, dass ich mich nicht mehr glücklich fühle. Ich habe es mir nicht als Zwang auferlegt, im Gebet zu sein, sondern es ist mein innerstes Bedürfnis. Wenn ich einfach loslasse und geschehen lasse, falle ich ins Gebet.
Allerdings gehört auch Disziplin dazu. Ich tue nicht immer, was mein innerstes Bedürfnis ist. Wenn ich erfreulichen Gedanken erlaube meine Konzentration auf das Gebet zu stören, kommen unerfreuliche in dem selben Maße.
Ich praktiziere das ständige Gebet schon jahrelang, und seitdem ich es tue, habe ich selbst mich allmählich verändert und auch meine Umgebung, hin zu immer mehr Glücklich-Sein.
Herzliche Grüße, Marjul
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08.07.2007, 16:02
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Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden! Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Hallo Marjul
Vielen Dank für deine Antwort. Ich finde sehr interessant was du schreibst. ich selbst habe das auch schon versucht. Das Wesentliche daran ist nach meiner Erfahrung die innere Sammlung/Konzentration und der Zustand der das bedeutet.
Meine Erfahrungen waren allerdings merkwürdig, insofern, dass es auch viel Widerstand gab/gibt. Da ist einmal die Sache, dass es, mir zumindest, schwer fällt in Angesicht der aüßerlichen Welt im Gebet und dieser Sammlung zu bleiben.
Ich las in Indien nennt man einen der ständig an Gott denk einen Heiligen.
Ein anderes Problem ist etwas in mir, das Angst vor der Vorstellung hat immer nur an Gott zu denken, weil es damit auch verbindet in (innere) Entsagung zu leben, da sich Völlerei, Trägheit usw. nicht unbedingt mit dem gebet vereinbaren lässt.
ich denke es gibt auch prinzipiell leute, die das ständige innere gebet als langweilig und ohne Freude ansehen. Dieses Phänomen finde ich sehr interessant.
Mit freundlichen Grüßen, Flo
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09.07.2007, 04:16
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Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden! Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo Flo,
den inneren Widerstand gegen das Gebet kenne ich auch. Und es gibt auch nach wie vor äußere Gegebenheiten, die mich so beeindrucken (positiv oder negativ), dass ich das Gebet darüber vergesse und nur schwer wieder hineinfinde.
Da hilft es nur, mir selbst das nicht übel zu nehmen und dort wieder anzufangen, wo ich aufgehört habe.
Ich muss auch nicht perfektionistisch sein dabei. Ein gewisser "Level" an Gebets-Aktivität genügt mir, um mich wohlzufühlen. Wenn ich strenger mit mir selbst bin, führt das tatsächlich zu Freudlosigkeit.
Dass das ständige Gebet dazu führt, jede meiner Handlungen auf den Prüfstand zu stellen, ist richtig. Es sensibilisiert mich für meine innere Stimme. Die ist aber oft längst nicht so streng mit mir wie mein Ich und gönnt mir eine Menge. Manches allerdings geht dann wirklich nicht. Aber warum sollte es auch gehen, wenn es nicht gut für mich und andere ist?
Herzliche Grüße, Marjul
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09.07.2007, 13:46
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Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden! Beitrag #5 (permalink)
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Gast
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Hallo Marjul
Verstehe, du machst es ja wahrscheinlich nicht um ein Ziel zu erreichen, sondern eben für das Beten selbst.
Der Widerstand kommt vermutlich von dem inneren Schweinehund, der heist bestimmt zurecht so, so stimme ich dir bei deiner Frage auch zu (obwohl es eine Frage ist). Allerdings kenne ich von mir, dass dieser innere Schweinehund wenn man nicht aufpasst viel Macht über einen gewinnen kann.
Ich denke man kann den Bereich Lebensführung in zwei Teile teilen. Einmal, wie man lebt, worunter auch das ständige innere Gebet fällt. Also mit welcher Einstellung man an das leben rangeht, ob achtsam konzentriert, zersträüt, moralich usw.
Zweitens was man macht, was man lebt, also wie man seine Zeit füllt. Mit Arbeit, mit Meditation, mit essen und fernsehen usw.
In diesem Bereich frage ich mich vorallem, welche Möglichkeiten man hat, wie man rausfinden was man tun sollte, weil es einem liegt, Spaß macht und einfach richtig ist, vermutlich ein Bereich in dem jeder selbst seine Antworten finden muss...
Aber gibt es nicht vielleicht auch einfach eine natürliche lebensart die ursprünglich für alle Menschen gilt. Tiere in freier Wildbahn z.b. haben ihre ganz geregelten Abläufe, zu speziellen jahreszeiten kommen Schildkröten z.b. in Verbänden zu Stränden um ihre Eier zu legen. man könnte doch sagen dass die Tiere in freier Wildbahn das kosmische Leben erfüllen, ganz natürlich, wie es die Schöpfung für sie vorbestimmt hat...
Auch wir menschen müssen z.b. alle Essen und Schlafen, doch scheinbar sind wir ja doch etwas freier/kreativer als Tiere. Beweis ist Wohl unsere Teschnik und die Gesellschaft die sich draus ergeben hat. In Einklang mit der Natur als Pflanzen, Tiere und Ökosysteme ist das allerdings selten, Beispiel Klimawandel.
Richtig oder falsch, oder kann man das überhaupt einteilen?  .....
Herzliche Grüße, Flo
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09.07.2007, 15:50
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Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden! Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo Flo,
du schreibst:
Zitat:
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In diesem Bereich frage ich mich vorallem, welche Möglichkeiten man hat, wie man rausfinden was man tun sollte, weil es einem liegt, Spaß macht und einfach richtig ist, vermutlich ein Bereich in dem jeder selbst seine Antworten finden muss...
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Ich stimme dir zu, dass man nicht allgemein sagen kann, was man tun muss. Aber ich kann herausfinden, was ich hier und jetzt tun oder lassen muss. Dabei hilft mir das ständige Gebet, denn es macht mich sensibel für meine innere Stimme. Wenn ich es möchte und bereit bin auf sie zu hören, sagt sie mir jede Einzelheit.
Zitat:
Aber gibt es nicht vielleicht auch einfach eine natürliche lebensart die ursprünglich für alle Menschen gilt. Tiere in freier Wildbahn z.b. haben ihre ganz geregelten Abläufe, zu speziellen jahreszeiten kommen Schildkröten z.b. in Verbänden zu Stränden um ihre Eier zu legen. man könnte doch sagen dass die Tiere in freier Wildbahn das kosmische Leben erfüllen, ganz natürlich, wie es die Schöpfung für sie vorbestimmt hat...
Auch wir menschen müssen z.b. alle Essen und Schlafen, doch scheinbar sind wir ja doch etwas freier/kreativer als Tiere. Beweis ist Wohl unsere Teschnik und die Gesellschaft die sich draus ergeben hat. In Einklang mit der Natur als Pflanzen, Tiere und Ökosysteme ist das allerdings selten, Beispiel Klimawandel.
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Bei den Tieren ist die natürliche Lebensart durch den Instinkt vorgegeben. Beim Menschen tritt der Instinkt zurück hinter dem Willen, den die Tiere nicht in dieser Form haben. Der Mensch hat meiner Ansicht nach die Aufgabe, seinen Willen gebrauchen zu lernen, so dass er damit auch wieder im Einklang mit der Schöpfung leben kann. Ich glaube, die innere Stimme entspricht beim Menschen dem Instinkt des Tieres. Ich traue uns Menschen zu, dass wir es lernen können, unseren Willen im Einklang mit der Schöpfung zu gebrauchen!
Herzliche Grüße, Marjul
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10.07.2007, 12:34
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Praxis des glücklichen/fröhlichen Lebens-Die Zeit nicht verschwenden! Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Hallo Marjul
ich stimme dir zu. ich denke man kann davon ausgehen, dass die innere Stimme aus der Quelle kommt. Von unserem tiefen Selbst, von Gott, oder geistigen Wesen? Demnach wäre das befolgen der inneren Stimme das richtigeste Handeln was wir tun können. Die innere Stimme finden und von den eigenen Wünschen und edanken zu unterscheiden ist allerdings schon ein schwierigeres Thema, nach meiner Erfahrung...
Zitat:
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Ich traue uns Menschen zu, dass wir es lernen können, unseren Willen im Einklang mit der Schöpfung zu gebrauchen!
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Bestimmt, doch zurzeit scheint es mir als wären wir Meilen weit davon entfernt.
Viele Schöne Grüße, Flo
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