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Religion, Glauben & Spiritualität

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Alt 14.08.2010, 20:56   Mystischer Standpunkt - Religion(en) Beitrag #1 (permalink)
Istariotep
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Mystischer Standpunkt - Religion(en)

Kurzum in der Serie Istarioteps Diskussionen will ich eure Meinung zu meinen Texten hören - was euch gefällt, was euch nicht gefällt, was ihr ändern würdet, wo man was hinzufügen muss wo man was weglassen sollte. ich werde eure Meinungen und Kritiken auswerten und sehen was ich übernehmen kann.

Wie gesagt eure Meinung zählt und ich hoffe auf fleissige Mitarbeit =)

In diesem Bereich möchte ich ihnen die Religionen näher bringen. Sie werden viele interessante Informationen über die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Eigenheiten der Religionen finden, sowie geschichtliche Ursprünge, Verläufe und mehr. Für Atheisten, Magier und religiöse Menschen gleichermaßen eine Bereicherung, da es viele Missverständnisse ausräumt. Viel vergnügen.

Aus magischer Sicht vertreten alle Religionen die Universalgesetze Gottes. Manche bringen die Wahrheit besonders gut verschleiert und symbolbehaftet an ihre Gläubigen weiter, andere Lehren die Universalgesetze relativ unverhüllt. In allen Religionen haben sich aber auch Fehler und Irrlehren eingeschlichen. Vom magischen Standpunkt aus ist eine Religion umso wertvoller, je mehr sie die universalen Gesetze vertritt und je weniger sie von Irrlehren durchzogen ist. Die Lebensdauer einer Religion hängt von ihrer Nützlichkeit für die Menschheit ab. Wenn die spirituelle Entwicklung der Menschen über die spirituelle Reife einer Religion hinauswächst, hört diese auf zu existieren und wird von einer Religion ersetzt, welche den Menschen auf ihrem Weg besser hilft.

Vom mystischen Standpunkt aus, führen alle Religionen zu Gott sofern man nur ehrlich ihren Lehren folgt.




Auch wenn es die Priester der verschiedenen Religionen gerne leugnen und abstreiten, so kann man doch einige Grundlegende Gemeinsamkeiten in allen Religionen finden, wohingegen die Unterschiede nur gering sind und sich meist auf Details wie Symbole oder Ritualabläufe und Feiertage sowie natürlich die Bezeichnungen (Sprache) beziehen.

Jede Religion kennt einen obersten Schöpfer Gott. Egal ob in monotheistischen oder polytheistischen Religionen.
Die Christen nennen dieses Wesen Gott, die Muslime Allah, die Juden Jahwe, die Zeugen Jehovas - Jehova, die Germanen Fymbultyr, die Griechen Gaia, die Römer hatten wiederum ihre Entsprechung zu Gaia, die Ägypter kannten Aa (auch Ra), die Kelten Mab (Mutter Erde), die Maya Itzamna, in Babylon El (man beachte die wichtige Komopnente für die später jüdische Sprache und Kultur) die Hindus kennen Vishnu und auch die Buddhisten haben ihren Schöpfergott. Die Liste liesse sich noch sehr viel umfangreicher Gestalten aber ich denke sie erkennen diese Gemeinsamkeiten auch ohne zu genaue Details.

Jede Religion kennt einen "Obersten der Götter" der nicht immer in Personalunion mit dem Schöpfergott steht. Götter sind keine perfekten, allwissenden Wesen wie der Schöpfergott sondern eine Art "Übermenschen" aber keineswegs Fehlerfrei. Sie können sehr gütig, liebevoll, aber auch zerstörerisch und aufbrausend sein. Die Götter - Väter:
Christentum, Judentum & Islam: Metatron oder Michael ("Götter" sind hier die Engel)
Germanen: Odin, Römer: Jupiter, Griechen: Zeus, Ägypter: Re, und so weiter.

Ebenfalls wurden die Götter in jeder Religion von einem Wesen erschaffen, das nicht zu den Göttern selbst zählt, aber vom Schöpfergott direkt erschaffen wurde. Manchmal in Personalunion mit dem Schöpfergott.
Christen, Juden, Muslime: Gott (schuf die Engel)
Germanen: Der Urriese Ymir, Griechen: Die Titanen etc.

Auch finden sich in allen Religionen Jenseitsvorstellungen. Auf den ersten Blick nichts überraschendes. Interessant jedoch, dass jede Religion ein oder mehrere Paradiese kennt, für Menschen die sich an die Moralvorstellungen im Leben hielten und eine oder mehrere Höllen für die Bösewichte. Ein paar Beispiele:
Juden, Christen und Muslime: Das Paradies (Genau Himmel 1 - 7) und die Hölle (geht auch von 1 - 7, was aber kaum einer weiss. Näheres in der Kabbalah)
Germanen: Walhalla für Krieger, Thors Festung Bilskirnir für Bauern etc. Und die Riesin Hel (englisch hell) hatte je nach Verbrechen eine eigene "Hölle" bzw. einen Bereich in ihrem Reich.
Die Griechen kannten den Olymp und die elysischen Felder wie auch andere Paradiesen und die Unterwelt die nicht genauer Unterteilt ist und eher ein Reich des Vergessens darstellt.
Die Buddhisten und Hindus haben keine dominante Vorstellung einer Hölle oder eines Himmels, da die Wiedergeburt eine grosse Rolle spielt, aber die Idee dass gute Menschen an einen besseren Ort kommen (inkarnieren) und schlechte Menschen ihre Strafe bekommen ist die selbe. Die Buddhisten kennen dazu noch das Nirvana das man durchaus als Himmelsvorstellung bezeichnen kann,

Ebenfalls finden wir in allen Religionen Menschen, die von den Göttern / Gott ausgesandt wurden um die Menschheit zu führen.
Bei den Christen etc waren das die Propheten (Moses, Abraham, Jesus...)
Bei den Germanen die grossen Helden (Beowulf, Einherier, Walküren...)
Bei den Griechen Halbgötter (Herkules, Achilles...)
Bei den Ägyptern ebenfalls "Halbgötter" - als solche galten der Pharao und die Hohepriester
und so weiter.

Leider haben die Religionen auch dem Einfluss des weltlichen nie lange stand gehalten und so kam es in jeder Religion auch zum Missbrauch der Geistlichkeit, indem weltliche Herrscher sich für von Gott / den Göttern auserwählt betrachten liessen und der Klerus, der weltliche Macht aus selben Gründen beanspruchte. Besonders stark finden wir das im frühen Islam, im mittelalterlichen Christentum, in Ägypten und im frühen Judentum.

Religionen erheben das eigene Volk / die Gläubigen automatisch über alle anderen Menschen, obwohl alle Religionen sich einig sind, dass die Menschen vom selben Schöpfer abstammen (auch wenn das einmal der Schöpfergott und bei anderen Götter waren)

Religionen versuchen Ungläubige zu bekehren. Manche mit friedlichen Methoden des Vorlebens und der Toleranz (Buddhismus) und manche mit Gewalt, Grausamkeit und Fanatismus (da glänzen das Christentum und der Islam)

Auch kennen alle Religionen "Gotteshäuser" - seien es Kirchen, Tempel, Schreine, Kathedralen, Moscheen, Synagogen etc. Obwohl die Götter generell alles Wissen und überall sind, scheint es dennoch Orte zu geben wo sie eben noch präsenter sind.

Auch der Klerus hat in allen Religionen eine dem Normalsterblichen übergeordnete Rolle und oft wird das ausgenutzt.

Auch haben die Religionen ein klares "Ende" der Schöpfung definiert.
Was den Christen, Juden und Muslimen der Tag des jüngsten Gerichtes ist, ist den Germanen das Ragnarök, den Buddhisten der Tag an dem alle ins Nirvana eingegangen sind, den Griechen der Tag an dem die Titanen wiederauferstehen etc.

Ebenso einig ist man sich, dass es, wenn es etwas Erschaffenes gibt, auch etwas geben muss, das gespenstischerweise nicht erschaffen aber doch existent ist. Die Christen, Juden und Muslime haben dieses "Nichts" nicht näher benannt aber kennen es. Die Griechen nannten es schlicht "Chaos", die Germanen die "Urleere" und so weiter.

Auch finden wir in den verschiedenen Religionen die Eigenart, bestimmte Tage zu heiligen. Meist sind dies die Tage der Sonnenwenden und spezieller Konstellationen oder beim Jahreszeitenwechsel.
Man beachte hier, dass unser Kalender relativ ungenau ist, und die Daten der früheren Kulturen für Sonnenwenden etc auf unseren Kalender nicht 1:1 übertragbar sind. Die frühen Kulturen haben aber im Prinzip die selben Daten für diese Tage ermittelt wie wir modernen Menschen.

Des weiteren sind die Moralvorstellungen der Religionen oftmals gar nicht so unterschiedlich (was einerseits am magischen, andererseits am weltlichen Einfluss liegen dürfte) Generell soll das "Fussvolk" bescheiden sein, gehorsam, nachgiebig...gute Diener eben. Während Krieger mutig, tapfer, aufopfernd, selbstlos und stark sein sollen. Vom Klerus wird hingegen eine tiefe Hingabe, Desinteresse am Weltlichen, Demut und dergleichen verlangt, wohingegen Herrscher generell grosszügig, weise, gnädig und liebevoll sein sollen. Die Praxis sieht jedoch in den meisten Fällen ganz anders aus.
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Alt 14.08.2010, 20:57   Mystischer Standpunkt - Religion(en) Beitrag #2 (permalink)
Istariotep
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Und auch wenn es nicht in allen Religionen so deutlich sichtbar ist wie im Hinduismus, kennt man doch ein Kastensystem. Auch im modernen Christentum ist dieses Kastendenken sehr stark verbreitet.
Die Hindus kennen die Kasten: Herrscher (Krieger), Priester, Handwerker, Bauern. Die Germanen haben nach dem gleichen Schema Menschen geehrt - Krieger (die oft auch Könige wurden), Priester, Handwerker und die Bauern.
Im Christentum kennt man das auch. In eine moderne Sprache übersetzt: Politiker (und Millionäre) Priester, Ärzte, sonstige Akademiker, Handwerker, Bauern, Arbeitslose. Im Mittelalter wäre das Hochadel, Klerus, Adel (Krieger) Handwerker, Bauern, Leibeigene.
Generell heisst Kastenzugehörigkeit bestimmte Privilegien (Reiche können sich mehr leisten und erlauben als Arme) und ein bestimmtes Ansehen in der Gesellschaft.

Auch glauben die Religionen an eine Art göttlicher Gerechtigkeit. Sei es direkt (von Zeus Blitz erschlagen) zu mysteriös (Glück oder Pechsträhnen) und indirekt (Aufenthaltsort nach dem Tod, oder die nächste Inkarnation (Karma))

Auch sei erwähnt, dass Religionen den Menschen über dem Tier anordnen, was aber heilige Tiere nicht ausschliesst (die mehr "Wert" sind als einfaches Gesindel aber weniger wie ein Herrscher oder Priester) Wie etwa heilige Kühe in Indien, heilige Hirsche in Griechenland, heilige Bären bei den Germanen, das heilige Lamm bei den Christen etc.

Auch das Opfern spielt in allen Religionen eine Rolle. Die einen Opfern Menschen (Atzteken, Maya) die anderen Tiere (Griechen, Römer, Muslime früher Juden und auch frühe Christen) und wieder andere Geld (Klingelbeutel) oder eine Zeit des Dienens im Kloster (Buddhismus) und überall wird brav gebetet.

Doch bevor wir uns in allzu kleine Details der Gemeinsamkeiten verstricken kommen wir zum Schluss, dass die Unterschiede der Religionen meist geographisch, kulturell oder sprachlich bedingt sind, jedoch die Grundlegenden Lehren der Religionen die selben sind (den gleichen Kern haben)

Zu den Symbolen sei gesagt, dass man aus verschiedenen Gründen verschiedene Symbole gewählt hat, diese aber das selbe Symbolisieren.
Ob man nun ein christliches Kreuz, einen Davidsstern, eine Ansuz Rune, einen bestimmten Hyroglyph oder einen Blitz mit Gott in Verbindung bringt oder ob man andere Symbole wählt ist letztlich nicht von sonderlicher Bedeutung. Es werden sozusagen verschiedene Laute (Sprachen) verwendet, um das selbe zu sagen. Es ist ja letztlich auch nicht so wichtig ob man Gott nun als Gott, Allah, Jehova, Fimbultyr etc bezeichnet, da in jedem Falle das selbe Wesen gemeint ist.

Zusammenfassend möchte ich erwähnen, dass im Grunde jede monotheistische Religion polytheistisch ist (Im Christentum werden Beispielsweise auch Engel und Heilige angebetet und von selbigen Wirkungen erfleht anstatt von Gott - weil Gott scheinbar den Menschen nicht so nahe steht wie dessen Helfer was ja auch die polytheistischen Religionen so sehen) und jede polytheistische Religion auch die monotheistische Ansicht vertritt, dass es einen obersten Schöpfergott gibt, auf den alles zurückgeht.

Auch wenn der Satanismus keine wirklich eigenständige Religion ist und genau genommen eine Unterkategorie des Christentumes darstellt, will ich ihm Aufgrund seiner Bedeutung im magischen wie weltlichen geschehen dennoch ein eigenes Kapitel widmen.

Über keine Religion gibt es so viele Vorurteile wie über den Satanismus. Das verdanken wir vor allem Hollywood und der Tatsache, dass sich Horrorgeschichten auch als Buch gut verkaufen lassen. Wie wir aber wissen ist nicht alles was wir lesen oder im Fernsehen beobachten wahr.

Der Satanismus selbst unterteilt sich wiederum in 3 Hauptströmungen: Der laienhafte Satanismus, der religiöse Satanismus und der philosophische Satanismus. Besonders letzterer ist für Magier ganz besonders wichtig, denn viele Magier und Akademiker, sowie viele Künstler und Schriftsteller sind philosophische Satanisten, ohne es zu wissen.

Der laienhafte Satanismus ist jener, von dem man in den Nachrichten, Gerüchten und Vorurteilen hört. Der typische Laie bezieht seine Informationen aus nicht zuverlässigen Quellen (Spielfilme, einseitige Dokumentationen, fragwürdige Internetseiten, Horrorbücher etc) und macht sich nicht einmal die Mühe diese ernsthaft zu studieren. Der typische Laie hat also so gut wie kein Hintergrundwissen und legt einfach mal los. Selbiges im laienhaften Satanismus. Diese Laiensatanisten sind meist pubertierende Jugendliche, die sich von der Gesellschaft, dem Leistungsdruck und ihren Eltern überfordert, benachteiligt und ausgenutzt fühlen und rebellieren dagegen. Sie verstossen mit Absicht gegen die Gebote und Moralvorstellungen dieser Autoritäten um ihre Rebellion zu zeigen, zu provozieren und ihre unterdrückten seelischen Gelüste auszuleben. In der Praxis sind das meist sexuelle Orgien, Blutfetische oder das rituelle Tiere oder gar Kinder opfern. Es sind dieser Satanisten, die nicht einmal wissen in welche Richtung man ein Pentagramm zieht, welche den Satanismus so in Verruf bringen. Symbole (wie das genannte Pentagramm) werden ohne es zu hinterfragen übernommen und verwendet weil es "cool" ist und das nicht vorhandene Wissen vorgaukelt.
Bei den meisten Laiensatanisten verliert sich die satanische Phase im Lauf ihres Alterns. Meist werden sie entweder der starken seelischen und körperlichen Reize überdrüssig, bekommen ein schlechtes Gewissen oder haben ein echtes magisches Erlebnis und damit verbunden eine grundlegende Wandlung ihres Charakters.
Laiensatanisten treffen sich oft in kleinen Gruppen (etwa 4 - 20 Personen) um "die Sau raus zulassen" und sind meist zusammen zum Satanismus "übergelaufen" und waren schon davor befreundet. Diese Variante ist am weitesten verbreitet. Es gibt aber auch einzelne Laien, welche dann zu Straftätern werden (Vergewaltigung, Mord) und keinen Gruppenanschluss finden. Psychologisch betrachtet ist der laienhafte Satanismus ein Ventil um seelischen Druck (durch Überforderung) abzubauen, deshalb findet der laienhafte Satanismus besonders in der Jugend grossen Zuwachs. Aufgrund der mangelnden Organisation gibt es aber eben nur diese Kleingruppen ohne grössere kriminelle Energie.
Die Rituale der Laien haben meist übermässig vielen (und oft falsch ausgerichteten) Symbolen, Blut, Sex und Alkohol zu tun.
In den allerseltensten Fällen wird durch die Trance (Tanz und Blut) und die Ekstase (sexuell, Alkohol) sowie die Stimmung (Symbole, Veranstaltungsorte) eine oder mehrere Wesenheit(en) gerufen die für diesen Tätigkeitsbereich zuständig sind. Nicht selten versuchen die Laiensatanisten ja tatsächlich Satan anzurufen und einen Pakt zu schliessen. In der Praxis verkraften die Laien jedoch nicht einmal die Aura eines niederen Dämons und nicht wenige die ein solches Erlebnis hatten gehen in ein Kloster oder die Psychiatrie.
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Alt 14.08.2010, 20:57   Mystischer Standpunkt - Religion(en) Beitrag #3 (permalink)
Istariotep
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Der religiöse Satanismus unterscheidet sich sehr stark vom zuvor genannten. Der religiöse Satanismus wird meist innerhalb magischer Logen praktiziert, findet aber auch Zulauf durch altgediente Laien denen eine innere Überzeugung erwachsen ist und einzelnen Magiern.
Die vorher genannten Laien werden jedoch in keine solche Gemeinschaft aufgenommen, da sie schlicht zu unreif sind und die ernsthaften Satanisten nur stören. (Versuchen sie mal in einer Kirche zu Gott zu beten wenn neben ihnen ein nackter Betrunkener Lieder gröhlt, die anscheinend auf Latein sein sollen, aber die Aussprache und Grammatik viel zu wünschen übrig lassen)
Während Laien gern auf Friedhöfen, verlassenen Kirchen und Krypten oder in Höhlen feiern, treffen sich echte Satanisten in speziell dafür errichteten Gebäuden (die meist abgelegen oder von Aussen unscheinbar sind) oder es werden Kellerräumlichkeiten bestehender Gebäude umfunktioniert.
Religiöse Satanisten treffen sich zu festen Zeiten (auch hier oftmals an Sonntagen) zu schwarzen Messen, die sich nicht allzu sehr von christlichen Messen unterscheiden. Es kommen Gemeinden zusammen, meist 20 - 100 Personen, welche von einem "Priester" geleitet werden. Dieser trägt (wie meist auch alle Anwesenden) spezielle Kleidung, hat die schwarze Bibel zur Hand, einen Altar, Kelch und viele andere Ritualgegenstände.
Im Rahmen der schwarzen Messe wird gebetet, gesungen und Andacht gehalten, sowie Lesungen oder Predigten vollbracht.
An Sex, Alkohol oder Drogen denkt dabei keiner. In der Tat gleichen schwarze Messen einem christlichen Gottesdienst sehr stark, nur wird eben nicht Gott dabei angerufen und verehrt.
Aufgrund der relativ geringen Gläubigen werden solche Messen natürlich nur in christlichen Grosstädten gehalten. Rom, New York, Madrid, Paris aber auch Frankfurt, Köln, Wien und andere grössere Städte in Europa haben solche Einrichtungen.
Im privaten Leben sind religiöse Satanisten meist unscheinbare Menschen. Bei vielen bemerkt man das negative in ihrer Aura nicht einmal. Da jedoch meist "Schwarz"magier zu den Satanisten gehören, und diese oftmals höhere gesellschaftliche oder wirtschaftliche Positionen bekleiden und auch zu einer Art intelektuellen Elite gehören sind die "Kirchen" sehr gut ausgestattet und mancher Katholik würde vor Neid erblassen.
Im religiösen Satanismus geht es um eine bewusste Verdrehung christlicher Lehren (das umgekehrte Kreuz, das umgekehrte Pentagramm, die schwarze Bibel) wobei damit die wirklich christlichen Lehren gemeint sind und weniger die von der katholischen Kirche "pervertierten" Formen.
Im Mittelalter konnte sich der Satanismus besonders verbreiten, weil die Bevölkerung von der Grausamkeit der katholischen Kirche überwältigt war und es ohnehin keine realistische Chance gab in den Himmel zu kommen. Folglich war es die beste Option sich mit dem Teufel zu verbünden, um ein einigermaßen schönes Leben nach dem Tode zu haben.
Nächstenliebe wird zur Eigenliebe (nicht zum Egoismus) Gehorsam zu Unabhängigkeit und auch das wirtschaftlich sehr erfolgreiche (und im kapitalistischen Raum ganz selbstverständliche) Modell des "Nehmen ist besser als Geben" (Mangelwirtschaft) wird gern übernommen.
Religiöse Satanisten versuchen Satans Gunst zu erringen, damit er ihnen Reichtum, hohe gesellschaftliche Positionen und Macht gibt. Im Rahmen dieser Anrufungen meldet sich auch häufiger ein Wesen, wenn von Magiern praktiziert nahezu immer, welches dann auch den Wünschen nachkommt, gegen entsprechende Gegenleistungen. Und hier spielen rituelle Morde durchaus eine Rolle wobei das "Opfer" ausgelost wird.
Generell jedoch sind religiöse Satanisten sehr gebildete, zivilisierte Personen mit einer hohen Selbstbeherrschung und Zielen die weit über Alkohol, Drogen und Sex hinausreichen.
Ich sagte bereits, dass der Satanismus keine richtige Religion ist, was daran liegt, dass ja das christliche Denken und die christliche Lehre als Basis verwendet wird. Es werden die gleichen Symbole verwendet, es gibt die gleichen Deutungen der Bibel und Gottes und auch das Ritualleben ist am christlichen orientiert. Das Christentum stammt zwar seinerseits vom Judentum ab, hat jedoch andere Schwerpunkte und Vorstellungen als letzteres, sowie eigene Sichtweisen einiger wichtiger Elemente. Ganz genau genommen, ist aber das Christentum, wie auch der Islam, ebenso wenig eine "eigene" Religion wie der Satanismus.

Der philosophische Satanismus befasst sich lediglich mit der Kernaussage, der Grundlehre des Satanismus ohne religiöses Zubehör.
Diese grundlegende Lehre des Satanismus, dem all seine Formen entspringen lautet: "Halte dich an Gebote. Aber nur an deine Eigenen."
Sie sehen, der Satanismus ist eine sehr individuell auslegbare Religion.
Für die Laien heisst es, das Gegenteil von dem zu tun, was die Gesellschaft von ihnen will. Die "echten" Satanisten tun das Gegenteil dessen, was in Kirchen getan wird und die philosophischen Satanisten sind sehr individualistisch.
So hält sich der philosophische Satanist durchaus an Regeln und Gebote, die aber nicht zwangsweise mit den Gesetzen der Gesellschaft und den moralischen Vorschriften der Religion konform gehen müssen, es aber können. Wo der Laie schlicht das Gegenteil dessen was als gut gilt tut und der religiöse Satanist bemüht ist, sich in Satans Augen möglichst gut zu verhalten (also böse zu sein) ist die Vielfalt bei den philosophischen Satanisten grösser. So kann ein Solcher durchaus das "abgrundtiefe Böse" darstellen, ein Mensch der stiehlt, mordet, vergewaltigt, jeder Perversität erliegt und sich nicht um Andere, Gesetze oder Moral schert, aber es kann auch ein sehr gutherziger, liebevoller Mensch sein, der mit gewissen Teilen der gesellschaftlichen Zwänge nicht konform gehen will.
Wir haben auf der einen Seite einen klassischen Psychopathen, egoistisch, kalt, berechnend, der bewusst und gezielt mordet und auf der anderen Seite könnte beispielsweise ein altruistischer (hilfsbereiter, gütiger) Mann sein, der Waisenhäusern spendet, sich selbst um Waisen kümmert aber sich beispielsweise weigert jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, immer die Wahrheit zu sprechen oder abzubremsen weil ein Verkehrsschild ihn dazu auffordert. Auch solche kleinen "Vergehen" die wohl jeder von uns zur genüge hat, machen jemanden, sofern er bewusst gegen diese Regeln verstösst, schon zu einem philosophischen Satanisten. Folglich gehören auch Revolutionäre dazu, die ja aus alten Mustern ausbrechen. In der Praxis sind mit philosophischen Satanisten aber eher solche Menschen gemeint, die sich dessen bewusst sind, Satanisten zu sein und das Konzept, sich nur an seine eigenen Regeln zu halten, bewusst umsetzen auch wenn es Ärger geben könnte. Das sind dann Leute die, um das Beispiel weiter zu verwenden, mit 150 km/h ein Polizeiauto im Ortsgebiet überholen. Kurz, Leute die sich von Strafen nicht davon abhalten lassen, an ihren eigenen Regeln festzuhalten, seien diese nun moralischer oder gesetzlicher Natur. Ich für meinen Teil würde mich weigern eine zerfetzte Leiche zu reanimieren bis der Notarzt eintrifft, obwohl das Gesetz mich dazu zwingen würde (und ich dafür theoretisch vor Gericht wegen unterlassener Hilfestellung zur Verantwortung gezogen werden könnte, auch wenn das in der Praxis wohl nicht passieren würde)
Denn auch wenn der Kopf 1 Meter neben dem Torso liegt, darf nur der Arzt den Tod feststellen und man ist verpflichtet die Reanimation fortzuführen bis der Arzt eintrifft und übernimmt oder den Tod feststellt.
Doch solche Kleinigkeiten ausser acht gelassen, finden sich bei den "echten" philosophischen Satanisten meist schwerwiegendere Vergehen wie sexueller Verkehr mit Minderjährigen, Diebstahl, Intrigen und anderes. Man merkt es solchen Menschen aber meist nicht an. Wie sie wissen, kann man mit dem nötigen Aufwand seine Leichen sehr gründlich im Keller vergraben, so dass niemand dahinter kommt. Bei all den Skandalen in den Nachrichten und Zeitungen ist es ja nicht schwer festzustellen, dass solche Dinge eben nicht von Menschen getan werden, bei denen man damit "rechnet" sondern eben meist von Menschen die man immer für Heilige gehalten hat und die, den Psychopathen gleich, keinen auf den ersten Blick erkennbaren Grund für solche Taten haben.
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Alt 14.08.2010, 20:58   Mystischer Standpunkt - Religion(en) Beitrag #4 (permalink)
Istariotep
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Für Magier ist der philosophische Satanismus die wichtigste Form da der typische Magier zumindest bewusst gegen die religiösen Ansichten seiner Kultur arbeitet und das "unmögliche" möglich macht. Da Magier generell auch ausgeprägte Individualisten sind und sich gern bewusst von der Gesellschaft abgrenzen (bzw. sich schlicht nicht für die Gesellschaft interessieren) kommt es auch oft vor dass die moralischen Vorstellungen des Magiers sich mitunter grundlegend von jenen der Gesellschaft unterscheiden. (Ich für meinen Teil verstehe nicht weshalb man für Steuerhinterziehung bis zu 5 mal länger sitzt als für Vergewaltigung, da in einem Fall ein kaum bemerkbarer Schaden entsteht und im anderen ein ganz erheblicher Solcher. (100 Euro für eine Organisation die mal eben 100 000 für einzelne Politiker im Monat ausgibt im Vergleich zur seelischen Zerstörung eines Menschen)

Am Schluss sei noch angemerkt, dass die Römer früher das gleiche Bild von Christen hatten, wie Christen heute über Satanisten. So dachte man, Christen würden Kinder fressen und Blut trinken (Nehmet und esset denn dies ist mein Leib, nehmet und trinket, denn dies ist mein Blut) und dergleichen mehr. Die Ursache von solchen Dingen sind Gerüchte die nicht überprüft sondern blind geglaubt werden, Unverständnis aufgrund von keinerlei Auseinandersetzung mit dem Thema und Angst vor dem Fremden.

Auch wenn es viele Christen sich dessen nicht bewusst sind, hat das Christentum (wie auch der Islam) seinen Ursprung im Judentum.
Einfach zu erkennen daran, dass die Torah der Juden 1:1 übernommen wurde (das alte Testament), sowie jüdische Propheten nun auch als christliche Propheten galten.

Was vielen Menschen noch weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass weder Jesus noch seine Jünger Christen waren. Sie waren Juden die eine neue Strömung des Judentums gründeten, aber keine neue Religion.
Diese neue Strömung nannte man "Nazaräner" nach Jeshua ben Joseph von Nazareth (Jesus, Sohn des Josef aus Nazareth)
Diese neue Strömung des Judentums hatte einige grundlegende Meinungsverschiedenheiten mit den Essenern und den Pharisäern. Erstere waren den Nazaränern zu streng und unnachgiebig, letztere zu weltlich.
Der Begriff Christentum entstand erst lange nach dem Tod Jeshuas, so wie auch viele "christliche" Traditionen erst lange Zeit nach dem Tod Jesu eingeführt wurden. In der Tat hatte die spätere katholische Kirche nur noch sehr wenig mit den Lehren von Jesus zu tun.
Doch dazu später.

Generell orientiert sich die christliche Lehre sehr stark am Judentum, sieht in Jesus aber den Sohn Gottes (was laut ihm alle Menschen sind und nicht nur er selbst) und nicht "nur" einen Propheten. Auch glauben die Christen dass Jesus der Messias war, die Juden warten noch auf ihren.
Jesus lehrte vor allem anderen die Liebe Gottes und die Nächstenliebe, wohingegen im Judentum Gesetz und das einhalten moralischer Vorschriften bei weitem wichtiger sind, und nicht alle Menschen als Gottes Kinder angesehen werden (Juden = Auserwähltes Volk) wohingegen im Christentum alle Menschen vor Gott gleich sind (in der Praxis ist das Gegenteil der Fall)

Magisch betrachtet hatte das Christentum eine sehr grosse Bedeutung für die westliche Magie. Das Christentum brachte die jüdische Religion (aus der ja das Christentum stammt) nach Europa und damit die Kabbalah. In der westlichen Hermetik findet man viele hebräische (und lateinische) Begriffe, Namensgebungen (von Wesen) und Überlieferungen (Anleitungen, Ritualbeschreibungen, Anrufungstexte) welche in der Ritualmagie von Laien leider auch gern in der Originalsprache vorgetragen werden obwohl keiner den Text versteht und damit die Wirkung nahezu 0 ist. Doch dazu mehr in einem anderen Bereich.
Umgekehrt wurde das Christentum auch von der Magie beeinflusst, da der hohe Klerus nicht selten auch magisch gebildet war. Wer sich in der Ritualmagie auskennt wird beim normalen Gottesdienst von der magischen Symbolik beinah erschlagen, besonders im Zusammenhang mit dem Unwissenden und stümperhaften Umgang der Priester mit selbiger. In der Tat sind Gottesdienste der schwarzen Magie bei weitem näher als der weissen Magie und es verwundert daher nicht, warum die katholische Kirche soviel Leid und Zerstörung über die Menschheit brachte.

Das Christentum selbst spaltete sich wiederum in unzählige Unterkategorien, bis heute etwa 10 000. Diese unglaubliche Zahl kommt durch Spaltungen und Spaltungen der Spaltungen zustande. Als Beispiel spaltete sich das katholische Christentum vom Urchristentum ab, und die Franziskaner (welche wiederum eine eigene Glaubensströmung der katholischen Religion haben) spalteten sich von der katholischen Kirche ab. Die wichtigsten Strömungen des Christentumes sind:
Katholisch, Evangelisch, Protestantisch, Anglikanisch, Altrömisch, russisch Orthodox, griechisch Orthodox, Zeugen Jehovas, Mormonen und auch der Satanismus.

Die in der Geschichte wichtigste Strömung ist jedoch das katholische Christentum, im übrigen die einzige Hauptströmung die sich für den Papst interessiert (was ebenfalls vielen nicht bekannt ist)
Anhand des katholischen Christentumes will ich auch die Unterschiede zum Urchristentum aufzeigen, da meiner Meinung nach keine Version des Christentums weiter von den Lehren des Jesus von Nazareth entfernt ist, als eben das katholische Christentum. Die Gründe dafür finden sich vor allem im Mittelalter, also von etwa 500 bis 1600 nach Christus. Eine Zeit des Feudalismus, wo der hohe Klerus mit dem hohen Adel verwandt war und die Interessen der Familie wie die eigenen Interessen wichtiger waren als die der Kirche und des Glaubens. Eine Zeit der Korruption in der die Kirche verweltlichte, sich in Politik einmischte und Päpste und Kaiser um die Vorherrschaft stritten.
Die Unterschiede anderer Strömungen zum Urchristentum sind nicht ganz so gravierend, oder im Falle der Zeugen Jehovas, recht gering. Man kann aus den hier noch aufzuzählenden Beispielen ja selbst prüfen, wie weit die anderen Strömungen vom katholischen Glauben und vom Urchristentum abweichen.
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Alt 14.08.2010, 20:59   Mystischer Standpunkt - Religion(en) Beitrag #5 (permalink)
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Bevor ich mich an die gewagteren Dinge heranmache, will ich mit den Dingen beginnen, die als Fakt bezeichnet werden können da sie eindeutig beweisbar sind. Das Problem an den Beweisen ist einerseits, dass manche Beweise noch nicht gefunden sein können (wie es lange mit den Schriftrollen vom Toten Meer war) vernichtet wurden (Brände, Inquisition, Verfolung etc) oder gar gefälscht wurden (vor allem Besitzurkunden)
Doch zu den Fakten:

1. Nächstenliebe & Gleichheit: Jesus war ein Jude und ein Rabbi. Als solcher musste Jesus verheiratet sein. Im 20. Jahrhundert wurde auch ein Grab entdeckt, das mit über 99,99% Wahrscheinlichkeit das von der Familie Jesu ist. Ich will nicht die ganze Dokumentation und Belege wiedergeben daher nur das Wichtigste.
Im Grab waren Knochentruhen, die übliche Bestattungsweise für verfallene Leichen. In die grossen Gräber kamen meist nur frische Leichnahme bis die Gräber anderweitig verkauft / vermietet wurden.
In der Grabkammer, die sich in Jerusalem befand, waren viele Truhen mit Gebeinen die mithilfe von DSA Tests als eine Familie bestätigt werden konnten. Die Namen taten ihr übriges. Man fand eine Maria, Frau des Josef , die genetisch nicht mit selbigem verwandt war. Einen Josef, der, wie Maria mit den nächsten Skelettresten verwandt war - ein Jeshua, Sohn des Josef, all dessen Geschwister (auch dass Jesus Geschwister hatte ist vielen unbekannt) und eine Maria - Frau des Jesus, sowie 3 Kinder mit dem Nachnamen "- Sohn / Tochter des Jesus"
Man darf also annehmen, dass Jesus mit Maria von Magdalena verheiratet war und mit ihr 3 Kinder hatte, da Maria mit Jesus genetisch nicht ident war, aber in seinem Familiengrab beigesetzt und sie mit den Kindern genetisch verwandt war.
Das, und die Tatsache, dass Jesus sprach "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" sowie der, dass er zwischen Menschen keinen Unterschied machte (er also Frauen, Männer, Könige und Verbrecher gleich behandelte) lässt darauf schliessen, dass die katholische Kirche die Lehre der Nächstenliebe falsch verstanden hat. Anders kann ich mir die Diskriminierung der Frauen, der Unadligen, anderer Rassen, Religionen, die Inquisition und die Kreuzzüge jedenfalls nicht erklären, die dem Gebot der Nächstenliebe nach ja nie hätten stattfinden dürfen. Jesus sagte auch laut Bibel nie "Liebe nur Christen / Männer / Adlige wie dich selbst"
Es ist jedenfalls erschreckend wenn man sich ansieht, dass die Religion die sich auf den Gott der Liebe und den Propheten der Nächstenliebe beruft, Kreuzzüge veranstaltete welche die terroristischen Akte fanatischer Islamisten direkt wie Kinderspielereien aussehen lassen.
(Ganze Städte ausradiert, Menschen gefoltert, grausam hingerichtet, vergewaltigt (auch Kinder) Menschenfleisch gegessen und vieles mehr.)

2. Besitz: Jesus hat laut Bibel einst in einem Tempel die Priester aus selbigem vertrieben weil sie sich am Volk bereicherten indem sie die Tempeldienste mit Geld bezahlen liessen und Opfervieh verkauften. Er hatte also offensichtlich ein Problem damit, dass der Klerus Geld vom Volk nimmt und bekam dafür auch die meisten seiner Feinde innerhalb des Volkes der Juden, da die Geistlichkeit auch damals mit der Politik verbandelt war. In der heutigen Zeit nennt man es zwar nicht mehr Kirchenzehnt sondern Kirchensteuer, der Effekt ist aber der selbige. Wie diverse freikirchliche Gemeinden und die Zeugen Jehovas beweisen, kann man eine Gemeinde, ja eine weltweite Organisation auch ganz ohne Steuern, nur auf Spendenbasis errichten und erhalten. Dann trägt die Geistlichkeit eben schlichtere Kleidung als Seide, Gold und Silber und die Altäre sind nicht mit Gold und teurem Beiwerk und Statuen verziert sondern etwas schlichter. Das mag dem Ritualmagier ein Dorn im Auge sein, aber den Zweck erfüllt es allemal, wenn nicht gar besser, da man sich bewusst auf den Gottesdienst konzentrieren müsste und nicht mit den Augen an der Pracht herumschweifen und sich ablenken könnte.
In der Tat gibt es keine Firma mit grösserem Vermögen als die katholische Kirche, die meines Wissens auch Microsoft in den Schatten stellt.
Angefangen hat es mit der Gründung des Vatikanstaates und erreichte seinen Höhepunkt, als der führende Klerus verpflichtenderweise aus dem Hochadel stammte und damit selbstverständlich weltliche Interessen vertrat. Nicht selten waren Operationen der Kirche mit Familienstreitigkeiten gleichzusetzen indem der erblich benachteiligte (und ins Kloster geschickte) kleine Bruder, ein Erzbischof, dem erstgeborenen Herzog neidete.

3. Germanische Einflüsse:
im Rahmen der Missionierung der Germanen mussten die Christen sich einiges einfallen lassen. Die Kelten und Germanen insbesondere, waren in Glaubensdingen sehr stur und schwer zu überzeugen, und die militärische Gewalt dazu fehlte (in den Anfängen)
Schön die Römer hatten sich die Zähne an den Germanen ausgebissen und den christlichen Missionaren ging es nicht anders, also erfand man eine List, die schwerwiegende Folgen für das Christentum bedeuten sollte. So wie die Germanen nach den gescheiterten Eroberungsversuchen der Römer das römische Reich eroberten, hat die germanische Religion das Christentum nach den gescheiterten Bekehrungsversuchen zwar nicht ausradiert aber maßgeblich beeinflusst.
Dafür gibt es viele Beispiele. Ich beginne mit den Feiertagen:
Ostern - das wohl wichtigste Fest für den aufrichtigen Christen neben Weihnachten. Ostern ist jedoch ein germanischer Brauch. An Ostern feierten die Germanen ein Fest zu ehren der Fruchtbarkeitsgöttin Ostara, auf dass die Erde für die kommende Saat gut sein würde (und damit die spätere Ernte) Sie versteckten gelbe Eier um sie zu ehren und rote Eier für Thor, um ihn um Schutz vor Unwettern zu bitten. Das heilige Tier der Ostara war im übrigen der Hase. Nun haben wir Ostereier, Ostern (Name) Hasen und auch die Zweige hatten ursprünglich andere Verwendung und Bedeutung. Nun, was hat das alles mit Jesus zu tun? Richtig, nichts. Aber "zufällig" soll seine Kreuzigung ausgerechnet an den heiligen Tagen der Germanen gewesen sein, obwohl es meines Wissens nach keine historische Aufzeichnung gibt die das belegen würde und selbst wenn, sie im Mittelalter noch unbekannt gewesen sein dürfte. Dem Wetter und geschehen der Kreuzigungsszene nach ist es zwar nicht auszuschlissen, aber wahrscheinlicher, dass die Kreuzigung im Herbst stattfand als an Ostern.
Weihnachten - das grösste und meist gefeierte Fest der Christenheit. Ein germanisches Fest. Wenn wir die Bibel ernst nehmen, dann wurde Jesus vermutlich im späten Frühling oder Sommer geboren und nicht mitten im Winter. Selbst in Israel gibt es Schnee, und selbst in Israel ist im Winter kein Bauer mit seinen Schafen unterwegs und keine Frau würde bei dieser Kälte einer Winternacht ein lebendes Kind gebären (im Freien) Aber wiedermal "zufällig" wurde Jesus, laut Kirche, an genau dem Tag geboren, an dem die Germanen ihr heiligstes Fest feierten, an dem auch häufig Priesterweihen durchgeführt wurden (woher der Name WEIH Nacht kommen könnte) An diesem Fest verteilten die Germanen unter den Stämmen Geschenke, um einander wieder auszusöhnen und es war einer der wenigen Tage der Germanen, an denen nicht gekämpft (auch nicht geprügelt) werden durfte. An jenem Tag wurde auch Baldr geehrt und mit ihm Thor, damit sie helfen die Frostriesen zu vertreiben, auf dass der Frühling wiederkehre. Also haben wir einen Feiertag mitten im Winter, an dem Friede herrscht und Geschenke verteilt werden - ein germanischer Brauch, von Christen übernommen.
Es gibt noch kleinere Beispiele aber ich belasse es bei diesen beiden, was Feiertage betrifft.
Der berühmte Weihnachtsmann war im übrigen eine Erfindung von Coca Cola, auch wenn der heilige St. Nikolaus wirklich gelebt hat, aber ein ganz anderes Äusseres und eine andere Geschichte hatte.
Das christliche Ideal lautet "Nächstenliebe" - nicht Selbstkasteiung, nicht Krieg, nicht ehrenhaftes kämpfen und sterben. Das sind germanische Sitten welche die Kirche und das Rittertum übernommen hat.
Die Vorstellung von Paradies und Hölle kann man zwar nicht den Germanen zuordnen, aber die Namensgebung selbiger (ausgenommen Latein) Die germanische Hölle hiess "Hel" - im englischen nennt man Hölle "hell" und im Deutschen eben "Hölle"
Auch germanische Symbole fanden einlass ins christliche Denken. So der Mistelzweig, der Osterhase, die Ostereier und dergleichen. Runen findet man seit dem das Christentum auf die Germanen losgelassen wurde auch im Militär als Rangabzeichen und früher auch auf Schwertern von christlichen Rittern, und auch manche Kirche hatte (und hat noch) Runen in den Wänden oder am Portal eingekerbt.
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Alt 14.08.2010, 20:59   Mystischer Standpunkt - Religion(en) Beitrag #6 (permalink)
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4. Die Bibel: Wurde im Lauf der Christenheit 2 mal gross überarbeitet, das erste mal beim Konzil zu Konstanz. Dort einigte man sich auf eine "Standard" Fassung der Bibel die weltweit alle Christen haben sollten.
An und für sich eine gute Idee. Jedoch hat man nicht alle bekannten Evangelien und Briefe mit in die Bibel aufgenommen sondern sehr viele gestrichen. Die Bibel wurde dadurch also nicht erweitert sondern zurechtgestutzt. Die in der Bibel verbliebenen 4 Evangelien stammen obendrein auch noch von Menschen die erst nach Jesu Tod geboren wurden (oder Babys waren) und Jesus selbst nie gekannt haben und obendrein noch voneinander abschrieben. Man darf jedoch annehmen, dass Petrus und andere Jünger ebenfalls Evangelien geschrieben hatten, die im Lauf der Zeit wohl verloren gegangen sind oder mit Absicht versteckt gehalten werden. Auch ist anzunehmen dass Maria von Magdalena und vielleicht Jesus selbst über Jesu Lehren und Leben geschrieben hatten. Schon in der Zeit des Konzils war es den religiösen Führern aber nicht daran gelegen, Jesu Lehren zu wahren, sondern das Volk zu beherrschen. In Rom war das Christentum ja nicht aus aufrichtigem Glauben des Kaisers heraus Staatsreligion geworden, sondern weil dieser eine Revolte befürchtete die er sich nicht leisten konnte. Kurzerhand wurde aus reiner Machtgier das Christentum zur Staatsreligion und musste sich natürlich für die Beherrschung des Volkes eignen und so wurde daran herumgebastelt. Nicht von echten Vertrauten der Materie sondern von Politikern.
Abgesehen davon wurden die Bibeltexte aus zahlreichen Sprachen übersetzt. Von aramäischen Texten ins griechische, von dort in Latein und von dort wiederum in viele andere Sprachen. Wer sich mit dem Übersetzen von Texten ein wenig auskennt weiss nur zu gut, wie leicht aufgrund von grammatikalischen und Vokabularen Unterschieden der Sprache ein ganz anderer Sinn in der Übersetzung herauskommt, als er in der Urfassung gemeint ist.
Beispielsweise gibt es für das englische Wort Mind, im Deutschen rund 60 völlig korrekte Übersetzungsmöglichkeiten, die den Sinn des Wortes Mind mitunter aber inkorrekt wiedergeben oder gar verfälschen. Und dererlei Wörter gibt es in der englischen und auch in anderen Sprachen viele.
Im Lateinunterricht kann auch manch einer die Worte richtig übersetzen aber aufgrund der grammatikalischen Probleme einen sinnfreien Satz herausbekommen. Die Bibel wurde wie gesagt mehrfach übersetzt und wir dürfen annehmen, dass die damaligen Übersetzer nicht so gut geschult waren wie die heutigen und es oft in der Absicht des Übersetzers lag, SEINE Deutung des gelesenen wiederzugeben, nicht den genauen Wortlaut, zumal aus stilistischen Gründen ebenfalls vieles verändert wurde. Dadurch, und die späteren Überarbeitungen und Änderungen der Bibel durch viele Personen in vielen Jahrhunderten ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, dass die heutige Bibel eine andere Lehre wiedergibt als die ursprünglich von den Jüngern geschriebene, denn der Teufel steckt bekanntlich im Detail, Details wie eine Bedeutung aus über 60 für ein Wort herauszufiltern.
Ungeachtet dessen sind Kleriker davon überzeugt, dass alle Änderungen und Übersetzungsfehler an und in der Bibel "von Gott inspiriert" waren und es daher alles seine Richtigkeit hat.
Auf der anderen Seite steht der Staat ja auch voll hinter teilweise völlig unsinnigen und veralteten Gesetzen wie etwa dem Gesetz in Amerika, dass eine unverheiratete Frau an einem Sonntag Nachmittag nicht ohne männliche Begleitung Fallschirmspringen darf.
Wie dem auch sei, die Erkenntnis ist, dass die Bibel vielfach gedeutet werden kann, gedeutet wurde und vermutlich von dem, wie Jesus sie gedeutet hatte, weit entfernt ist.

5. Papst und Klerus:
Wenn Jesus von Nazareth etwas im Judentum grundlegend verändern wollte, dann war es der Klerus. Jesus war ein liebender Lehrer, kein strenger Richter. Er lehrte Gleichheit aller vor Gott, dass Priester eben nicht über den Menschen stehen. Er wollte, dass der Priesterstand sich um die Menschen kümmert und nicht um sich selbst - und dass er sich aus der Politik und Wirtschaft heraus hält.
Doch sowie das Christentum eine organisierte Kirche wurde (als es Staatsreligion des römischen Reiches wurde) bekam es eine Rangordnung die das Militär alt aussehen lässt.
Jesus lehrte, dass alle Menschen Gottes Kinder seien und damit gleich gestellt. Nun gab es plötzlich einen Stellvertreter Gottes auf Erden (offiziell nur Petrus, aber die Päpste verhielten sich gern anders) und einen organisierten, klar hierarchisch geordneten Klerus der Vorschriften machte und der Bevölkerung die lästige Tätigkeit selbst zu denken abnahm. (Heute machen das Fernsehen und Zeitungen)

6. Zölibat
Jesus war Jude, für Juden war Kinder hinterlassen sehr wichtig. Rabbiner mussten es zumindest versuchen (verheiratet sein) wie ja auch all die Propheten (inklusive Jesus) verheiratet waren und Kinder hatten. Abraham, David, Moses und eben Jesus, der in der jüdischen Version seines Lebens durchaus eine Frau hatte (er war Rabbi und damit verpflichtend verheiratet)
Die katholische Kirche führte jedoch das Zölibat ein, als das Land des Königs nicht nur verliehen (Lehen) wurde, sondern auch weitervererbt werden konnte. Der Kaiser wollte sein Land nicht an die Kirche verlieren, also zwang er dem Papst auf, das Zölibat einzuführen damit die Kirchenmänner ihr Land nicht weitervererben konnten und es somit weltlicher Besitz blieb und nicht klerikaler Besitz wurde.

Die gewagteren Theorien:

1. Jesus als König der Juden: Sie kennen sicherlich die Inschrift INRI "Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum" (Jesus von Nazarethm König der Juden) Mancher denkt es sei ein sarkastischer Witz gewesen, doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass Josef und Maria beide die Erben eines jüdischen Stammes waren, sozusagen ein König und eine Königin und Jesus, als Kind der beiden, die Stämme vereinte und zurecht als König der Juden bezeichnet werden konnte. Als solcher war er eine enorme politische Bedrohung für die Römer, da er die Juden leicht zum Aufstand hätte bewegen können. Das würde auch das Interesse Roms an seinem Tod erklären und besonders das des jüdischen Klerus, denen ein König ihrer Machtstellung beraubt hätte. Das würde ein ganz anderes Licht auf Jesus werfen aber seinen enormen Zustrom an Jüngern erklären. Letztlich waren seine Lehren natürlich aus sehr radikal gegen alle anderen jener Zeit gerichtet, was ihm entsprechend viele Feinde einbrachte. Kurz nach Jesu Tod war aber seine Lehre so verdreht, dass wieder die ursprünglichen Zustände herrschten.

2. Jesus als Magier: Es gibt kaum berichte über Jesu Kindheit und einer der glaubwürdigsten bestätigt, dass Jesus seine Kindheit und Jugend in Ägypten verbracht hatte, was ja, wenn er wirklich königliches Blut hatte, durchaus üblich gewesen wäre um dort zu lernen.
In Ägypten wiederum hätte er unweigerlich, um zu lernen, in einen Tempel geraten müssen wo er wiederum unweigerlich mit der Hermetik in Berührung gekommen wäre, was, aus magischer Sicht, die Wunder die er wirkte durchaus erklären würde. Denn die Taten Jesu (auf Wasser wandeln, Materie verändern, Tote erwecken, durch Handauflegen heilen) wurden keineswegs nur von Jesus gewirkt. In der Geschichte der Kulturen gab es viele Berichte von Menschen die das gleiche vollbrachten und selbst im 20. Jahrhundert gibt es dokumentierte Berichte von Menschen die das ebenfalls konnten.
Wie das genau geschehen kann gehört in einen anderen Bereich dieser Seite.

3. Paulus die falsche Schlange:
Ungewöhnlich genug, dass ein Mensch der Christen leidenschaftlich verfolgt und tötet zu einem Missionar wird. Ungewöhnlicher, dass seine Briefe teilweise den Worten Jesu widersprechen. Logisch dass er, als Agent der Römer eingeschleusst, Gemeinden gründet und das Christentum abschwächt und absichtlich Falschinformation verbreitet. Ich stehe selbst nicht hinter dieser Theorie, da ein mystisches Erlebnis einen Menschen durchaus grundlegend verändern kann, aber es ist Interessant genug um es zu erwähnen da die katholische Kirche sich sehr stark auf die Briefe des Paulus stützt.
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Alt 14.08.2010, 21:00   Mystischer Standpunkt - Religion(en) Beitrag #7 (permalink)
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BUDDHISMUS

Der Buddhismus ist die momentan am weitesten entwickelte Religion der Welt, auch wenn die Umsetzung der meisten Gläubigen genauso schlampig ist wie es bei der christlichen Lehre und den Christen ist.
Die meisten Buddhisten leben in China und die Verbreitung des Buddhismus betrifft vor allem China, Japan, Thailand und Nordindien. Ursprünglich kommt der Buddhismus aus Indien und stammt von Siddharta Gautama, der "historische" Buddha. (Budh - Weise)
Im Buddhismus nimmt die Lehre der Reinkarnation (Wiedergeburt) eine Zentrale Rolle ein wobei es als erstrebenswertes Ziel gilt aus dem Kreislauf der Wiedergeburt, welche immer Leid mit sich bringt, auszubrechen. Dies geschieht durch die Erleuchtung (ähnlich Yoga im Hinduismus)

Der Buddhismus glaubt an die 4 edlen Wahrheiten:
1. Die Welt besteht aus Leid
2. Dieses Leid wird verursacht durch die 3 Geistesgifte: Gier, Hass und Verblendung.
3. Dieses Leid kann beendet werden
4. Durch den "Achtfachen Pfad"

Der Achtfache Pfad, welchem ein Buddhist folgt, besteht aus 3 Gruppen. Weisheit (1. und 2.) Sittlichkeit (3., 4., 5.) und Vertiefung (6., 7., 8.)

1. Rechte Einsicht, Weltanschauung, Erkenntnis:
Die Einsicht, dass die vier edlen Wahrheiten wahr sind, das Erkennen, dass alles was ist (dasein) 3 merkmale hat: Leiden, Unbeständigkeit und nicht selbst. Die Erkenntnis, dass durch Ausgleichen des Karma die Wiedergeburten ein Ende haben da das Dasein Ursachenbedingt ist.

2. Rechte Gesinnung, rechtes Denken, rechter Entschluss:
Damit ist der Entschluss gemeint, "böses" oder eher "nicht Heilsames" zu unterlassen. Dazu gehört der Verzicht auf jede Form der Gewalt (Pazifismus), Habgier, Neid etc und dehnt sich bis auf die Gedankenwelt aus - schon gewalttätige oder üble Gedanken sind falsch und müssen bewusst unterdrückt und durch heilsame Gedanken ersetzt werden.

3. Rechte Rede:
Kurzum nur die Wahrheit sprechen. Nicht lügen, unwahr sprechen oder sonstwie Unwahrheit verbreiten. Der Höflichkeit willen, muss man aber unangenehme Wahrheiten nicht unbedingt aussprechen.

4. Rechtes Handeln:
Damit ist gemeint nichts zu tun was gegen die 5 Sittlichkeitsregeln des Buddhismus verstösst. Dazu gehört das Verbot vom Konsum aller Substanzen die den Geist verwirren (Drogen, Alkohol) der Verzicht auf sittliche Ausschweifungen (Perversionen im Sexualleben oder ein ausgeprägtes Sexualleben) der Verzicht auf Diebstahl in jeglicher Form, der Verzicht auf Gewalt in jeglicher Form und der Verzicht auf Lüge in jeder Form.

5. Rechter Lebenserwerb:
Bedeutet keinen Beruf auszuüben welcher mit dem achtfachen Pfad nicht vereinbar ist. Dazu gehört Menschenhandel, Fleischer oder Fischer bzw Berufe in denen Lebewesen verletzt oder getötet werden, Prostitution, Waffenhandel, Gifthandel und dergleichen.

6. Rechtes Streben:
Bedeutet mit seinem ganzen Willen und Wollen darauf ausgerichtet zu sein gemäß dem achtfachen Pfad zu leben und die Erleuchtung zu erlangen. Mit seinem ganzen Sein das Ziel zu verfolgen, den Regeln des Buddhismus entsprechend zu leben.

7. Rechte Achtsamkeit:
Der Buddhist soll jeder Handlung, jeder Aktion vollste Aufmerksamkeit schenken. Wenn er geht, soll er ganz bewusst gehen, die Sinneswahrnehmungen spüren, seine Beine und dergleichen, er soll bei jedem Schritt bewusst sein und nicht im Gedanken umherschweifen.
Ebenso soll er bei JEDER Handlung voll und bewusst diese ausführen. Das bedeutet auch im Gespräch mit einer Person voll und ganz bei dieser Person zu sein und nicht anderweitig umherzublicken oder im Gedanken abzuschweifen.

8. Rechte Sammlung:
Der Buddhist soll seine Gedanken stets unter Kontrolle halten, immer Konzentriert und Bewusst sein und es verstehen unedle Gedanken nicht aufkommen zu lassen sondern Herrschaft über seinen Geist, seine Seele und seinen Körper zu haben.

Ziel ist die Erleuchtung womit gemeint ist, dass das eigene Bewusstsein "erlischt" (Nirvana) und mit allem verschmilzt. Der Buddhist kennt dafür die 37 Dinge die zur Erleuchtung erforderlich sind:

1. Achtsamkeit auf den Körper
2. Achtsamkeit auf die Gefühle (Seele)
3. Achtsamkeit auf den Geist (Bewusst - Sein)
4. Achtsamkeit auf Geistobjekte (Denken)
5. Unaufgestiegene (unbewusste) unheilsame Dinge nicht aufkommen lassen.
6. Aufgestiegene unheilsame Dinge verjagen
7. Unaufgestiegene, heilsame Dinge aufsteigen lassen
8. Aufgestiegene, heilsame Dinge im Bewusstsein halten.
9. Wille, Willenskraft
10. Bemühen, Anstrengen
11. Reinheit des Bewusstseins
12. Erforschen, erkennen, Wissen
13. Vertrauen, Glauben
14. Wollen
15. Weisheit
16. Achtsamkeit
17. Sammlung
18. Gleichmut
19. Nach den Gesetzen leben
20. Freude
21. Anstrengung
22. Stille, Ruhe
23. Sammlung, Konzentration
24. Mut
25. Einsicht
26. Lernen
27. Gehorsam
28. Schweigen
29. Liebe
und dann die Regeln des Achtfachen Pfades

Im Buddhismus werden keine Götter und kein Gott verehrt, da dies alles als Täuschung gesehen wird. Man glaubt zwar an ein Schöpferwesen (Bewusstsein) aber nicht an eine personifizierte Gottheit.
Verehrt werden Erleuchtete (Buddhas, Bodhis, Bodhisattvas), Respekt gebührt aber jedem Menschen.
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Alt 16.08.2010, 17:22   Mystischer Standpunkt - Religion(en) Beitrag #8 (permalink)
Matos
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 13.08.2009
Beiträge: 176
Wow erstmal Respekt für die wirklich gute Zusammenfassungen, gerade dass du einige Vorurteile und falsch verstandenes achtsam heraussortiert hast.

Ich hab nur 2 Anmerkungen:
1. Gemeinsamkeit vieler Religionen : Macht und Machterhaltung der Priester

Im Hinduismus halten sich die Brahmanen in der kathl. Kirche die Priester für die Hochwürdigsten, gerade dass was Jesus kritisierte wurde wieder von der Kirche übernommen.

Den Gläubigen wird eine Abhängigkeit der Priester eingeredet, eine schon damals perfide Marketingstrategie.

Beispiel: Christentum: Tust du etwas falsches, hat dass nicht nur unheilsame Konsequenzen sondern du erzeugst eine Sünder wegen derer du in der Hölle landest. (= Bedürfnis nach Befreiung dieser virtuellen Sünde)
Angebot der Kirche : Befreiung de Sünde nur durch Priester....

Und die Brahmanen sind die höchsten der Klassen und am meisten "Wert", das Volk braucht ihre Rituale..... kotz

2. Anmerkung zum Buddhismus

(Im Buddhismus gibt es oder sollte es keine Priester geben, die Meister wollen den Menschen zu einer guten Lebensführung verhelfen.)

Ich glaube es anders verstanden zu haben, in Bezug zur 1. Wahrheit und dem Ziel.

1. Wahrheit ist unse Leid NICHT: Die Welt ist Leid/ Leben ist Leid.. urghh.

Es wird unser Leid analysiert aber doch nicht alles ist Leid. Es gibt Leid heißt sie lediglich.
Ziel ist nicht ein ausbrechen aus dem Rad der Wiedergeburten (eher im Hinduismus)
sondern die Befreiung und Auslöschung von Verblendung, Gier und Hass, da damit das Leid ausgelöscht wird.
Matos ist offline  
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