Hallo ihr Lieben!
Also ich bin neuapostolisch von Geburt an. Es ist richtig, dass jede Gemeinde anders ist oder jeder Mensch aber derjenige der zu einem anderen Glauben überwechseln möchte, muss sich im klaren sein, dass die Menschen, die darin leben genauso falsch, hinterlistig sein können wie andere in einer anderen Konfession auch ebenso, dass genauso viel Druck ausgeübt werden kann, in die Kirche zu gehen wie auf einem Landdorf in die Dorfkirche... Also nur so am Rande... Der Glaube selbst einer anderen Kirche hat natürlich mit den Menschen nichts zu tun, aber oftmals hat man ja auch die Hoffnung, dass die Menschen auch ganz anders sind, die darin leben. Ich erlebe es auch so, dass es solche u solche gibt. Mein Vater z.B. ist ein Absolut - über alles - stehnder - Kirchengänger und Gott geht bei ihm über alles und bei uns gibt es Druck. Jetzt nicht mehr so stark, weil ich mich sehr dagegen wäre, aber manchmal kommen noch die Sätze... "und du willst den Segen Gottes haben und gehst nicht in die Kirche" Ich denke nicht, auch wenn ich mich mehr u mehr von der Kirche abwende - nicht direkt des Glaubens wegen, sondern eher, weil ich mir von einem Menschen nicht sagen lasse, wie ich meinen Glauben leben soll oder jetzt das Wort aus seinem Münd für göttlich bekunden kann..- , also ich denke nicht, dass diese Sätze etwas mit der Neuapostolischen Kirche zu tun hat. Sondern eher mit den Weltansichten der jeweiligen Menschen. Das sollte man nicht immer auf die Kirche beziehen und auch ein Bezirksapostel kann als Mensch Fehler begehen. Jemand der wirklich Intersse hat, sollte einmal die Familie lesen...- ich bin kein Familienleser aber ab u zu les ich schon hinein wenn ich grad Lust hab u nix bessers da is und man erkennt, dass es sich hier wirklich um Glauben dreht u es keine Sekte ist.
Ich schreibe viel, ich weiß... ^^
Aber jetzt noch Worte, an die, die meinen konvertieren zu müssen. Es ist Eure Sache und ihr solltet nach Eurem Herzen gehen. ABER jemand der einen sozialen Beruf ausübt, hat in kirchlichen Einrichtungen als neuapostolischer fast keine Chance einen Arbeitsplatz zu finden. Auch andere Einrichtungen nehmen keine Neuapostolischen, die i-wie kirchlich angehaucht sind. So geht es mir leider gerade. In meinem Umkreis befindet sich nur die Lebenshilfe - ich möchte Hep werden - und ich wurde nicht einmal für ein Diakonisches Jahr genommen (Ist so etwas wie FSJ) obwohl der Betreib mich unbedingt wollte und man mir Hoffnungen gemacht hat seitens der ev. Kirche wurde ich am Ende abgelehnt, nachdem eig alles schon fest war, weil ich neuapostolisch bin und meine Kirche nicht in der ACK drin ist und ich habe auch sonst keine Chance i-wie in einen kirchlichen Betrieb hineinzukommen und ich wurde angeredet wie Scheiße. Dh. dass ich eig keine Chance habe, HEP zu werden außer in staatl Betrieben und dass dies heißt, dass mir jedes Jahr ein Umzug oder Arbeitslosigkeit drohen würde. Deswegen habe ich entschieden, zum ev. Glauben zu konvertieren, nicht weil ich es will, sondern weil ich keine andere Möglichkeit sehe, in meiner Heimat zu bleiben und als HEP arbeiten zu können. In diesem Punkt muss ich sagen, ist die Kriche ein Hinderniss, denn wo sind wir denn, dass im Jahr 2010 auf solch eine Weise Menschen behandelt werden und Exiszenzen in Gefahr geraten. Gerade im Moment habe ich echt Zukunftsängste und mir wurde buchstäblich das Wasser abgedreht...Ich glaube an Gott, jedoch nicht mehr an die Kirche, deswegen ist es vll nicht so ganz schlimm für mich zu konvertieren. Aber es ist seltsam und innerlich möchte man sich dagegen wehren, dass man aus den religiösen Wurzeln gewungen wird... GEZWUNGEN und das macht alles noch viel schlimmer...Einen anderen Beruf zu erlernen kommt für mich nicht in Frage, denn wo sind wir denn, dass ich für die Kirche meine Zukunft und meine Berufung aufgebe. Und ich sehe das als Berufung, weil ich endlich etwas gefunden habe, dass mich vollkommen ausfüllt. Also... es ist nicht immer leicht, neuapostolisch zu sein, besonders weil man immer mit dem Wort "Sekte" verglichen wird und Kinder teilweise gehänselt werden... UND vor allem, sollte man den Glauben von der Kirche trennen, meine Meinung! Oft geht es eig. nur um Macht, ist das Euch schon aufgefallen? In dem kirchlichen Betrieb, wo ich arbeiten wollte - und ich weiß, dass das überall so ist, wenn es um die Kirche geht! - hat man mir erzählt, dass einer Frau gekündigt wurde nach 30 Jahren, weil sie aus der Kirche ausgetreten ist. Ein anderer HEPschüler hat sich taufen lassen müssen, damit er überhaupt erst dort arbeiten durfte. Das ist für mich keine Art der Nächstenliebe sondern eher das Einfordern der Seelen und umso mehr Seelen, um so höheres Ansehen oder sonst was... Ziemlich krank finde ich! Und auch sonst, laufen Karrieren besser in kirchlichen Einrichtungen, wenn man sich kirchlich betätigt, egal ob der andre eig besser ist, aber nicht so aktiv ist. Hab ich alles schon mitbekommen - nicht in der NAK, sondern in anderen. Also überlegt gut, ob die Kirche eig noch was mit dem Glauben zu tun hat. In der NAK ist es nicht so scharf - ich verstehe nicht, dass man sie ständig angreift, sie ist mir die am symphatischten wenn es denn unbedingt eine Kirche sein muss...allein von der Kirche her jetzt... ich habe auch viele hohe Amtsträger kennen gelernt, wie auch unseren jetzigen Stammapostel Leber...oder Apostel...nennt mich Spinnerin aber in gewisser Weise umgibt sie etwas, wie eine anziehende
Aura..also die Apostel - nicht die priesterlichen Ämter. Die Apostel sind das, was diese Kirche ausmacht... es ist schwer zu verstehen für einen Ausenstehenden oder gerade für einen Ausenstehenden der einmal einem Apostel begegnet fällt das auf... Besonders zu vermerken ist, dass sie ja keine Predigten schreiben, also quasi keine Ahnung haben was sie eig sagen.. Und mir is es mal schon öfters passiert, dass mich etwas so bewegt hat und plötzlich kam genau das im Gottesdienst vor. Das sind die Momente wo ich dann doch überlege, ob das nicht doch, DIE Kirche ist - denn generell sieht sich ja eig jede Kirche als DIE Kirche an -zb. die Katholische^^ --- also ich meine jetzt mit DIE Kirche, den Glauben, der aus ihr kommt... Falls ich mich wo anders auch missverständlich ausgedrückt habe, ich meine jetzt, dass das Glaubensbekenntnis bzw. die Inhalte eines Glaubens auch wenn dieser Glaube aus einer Kirche stammt, direkt nichts mit der Kirche zu tun hat, denn die Kirche selbst, getragen von Menschen und Amtsträgern, Bürokratie, weltlichen Dingen und Macht, Streitigkeiten etc... nichts mit dem Glauben selbst wirklich zu tun hat... finde ich jetzt^^
Mhm..ja das sind so meine Eindrücke und viele viele Gedanken und Zweifel, die durch meinen Kopf gehen...Wichtig ist aber, dass es wirklich jeder selbst entscheiden muss, was er denkt oder wie er fühlt... Zu Glauben oder nicht, ist etwas sehr persönliches und sollte man letztenendes für sich selbst tun und nicht für andere, sondern nur für sich selbst und sein Herz.
Und ich werde wohl in den sauren Apfel beißen müssen und mich zwingen lassen, zu konvertieren :/ ich weiß echt keinen anderen Ausweg. Ich werde noch mit den Ämtern sprechen und ich habe auch dem Stammapostel geschrieben und ihm die Lage geschildert und versucht ihm deutlich zu machen, was die Kirchen da eigentlich fabrizieren...Helfen tuts wahrs nicht, aber mir selbst tat es gut, einmal meinen Unmut kund zu tun! Ich meine, wir sind im Jahr 2010 und unsere Gesellschaft ist ja soooo aufgeklärt...pfff..

Soo...wer sich jetzt diesen ganzen Kuddelmuddel durchliest, HUT AB!!!

Macht saß guad ;-)