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25.07.2010, 13:39
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Selbstmord Beitrag #1 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 19.07.2010
Ort: in einer welt, in der ich nie sein wollte
Alter: 26
Beiträge: 76
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Selbstmord
Halli hallo
ich hab da eine frage.
stimmt es das gott menschen, die sich umbringen, nicht in den himmel aufnimmt und dieses mit mord im allgemeinen gleichsetzt?
sprich:
bringst du dich um kommst du in die hölle.
was haltet ihr davon?
entspricht das "den tatsachen"?
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25.07.2010, 13:59
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Selbstmord Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.02.2010
Ort: Willich
Beiträge: 231
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Hallo Sera,
ich denke nicht das Gott Selbstmord einem Mord gleichsetzt.
Das würde ja bedeuten, dass Gott über uns urteilt und uns bewertet. Nein, dass glaube ich so nicht.
Tatsache ist jedoch das Menschen, die versucht haben sich umzubringen und dann eine Nahtoderfahrung hatten, alle mit dem Wissen zurück ins Leben kommen, dass sie sich nicht selber umbringen dürfen.
Man unterbricht damit den eigenen Lebensplan und wirft Gott quasi sein geschenktes Leben vor die Füße.
Sowas wie eine Hölle im eigentlichen Sinne gibt es meiner Meinung nach nicht.
Wir schaffen uns höchstens unsere eigene Hölle. Dazu gibt es einen wunderschönen Film, in dem genau das dargestellt ist.
Dieser Film heißt " Hinter dem Horizont "
LG, Tanja
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25.07.2010, 14:24
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Selbstmord Beitrag #3 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 19.07.2010
Ort: in einer welt, in der ich nie sein wollte
Alter: 26
Beiträge: 76
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den film kenne ich.
hmm also meinst du das menschen die sich umbringen am ende wieder das selbe durch machen müssen?
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25.07.2010, 14:42
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Selbstmord Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.02.2010
Ort: Willich
Beiträge: 231
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vielleicht nicht so endgültig wie in dem Film aber zumindest so ähnlich stelle ich mir das vor.
LG, Tanja
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25.07.2010, 16:49
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Selbstmord Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.11.2009
Ort: stein am rhein / schweiz
Beiträge: 399
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vergiss mal die Hölle...schlechter PR Gag der Kirche..
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25.07.2010, 16:53
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Selbstmord Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Ort: Nähe Köln
Beiträge: 2.342
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Zitat:
Zitat von sera
stimmt es das gott menschen, die sich umbringen, nicht in den himmel aufnimmt und dieses mit mord im allgemeinen gleichsetzt? sprich: bringst du dich um kommst du in die hölle.
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Hi, sera und natürlich auch ein "Hallo" an all die Anderen hier.
. . . also ich habe da ja so meine eigene Anschauung zu. Ich glaub das könnte jetzt etwas länger mit meinen Ausführungen hier werden.
Nun denn : Es geht nicht um die göttliche Gnade oder Strafe, auch wenn diese Annahme in manch einer Religion ihren Bestand findet. Nicht nur „schlechte“ Menschen kommen zurück in den Kreislauf der Widergeburt, sondern gleichermaßen auch die Guten. Es geht bei dem Karma (Handlungen, Denken) um eine Gesetzmäßigkeit. Somit einer universellen Beschaffenheit des Ursache-Wirkungs-Prinzips. Ich sag mal: „Folgen für den Täter“. Dennoch unterliegt ein Karma letztendlich keiner Beurteilung bzw. Wertung. Weder gibt es die schlechten noch die guten Folgen resultierend aus unserem Wirken. Da auch jemand durch eine „schlechte“ Aktion etwas Positives bewirken könnte und auch umgedreht. Auch oder auch gerade betreffend der persönlichen Eigenschaften. Ist ein Ego nun positiv oder negativ zu beurteilen??? Wie sieht es mit dem Selbstbewusstsein aus??? Es gibt auch kein gutes oder auch schlechtes Karma „in dem Sinne“, denn diese Bewertung gibt es so gesehen eigentlich nicht. Auch, wenn wir ein Karma mit deren Hürden, Herausforderungen in unserem Leben, als ein Schlechtes empfinden oder auch beurteilen würden. Letztendlich geht es immer um den eigentlichen Lerneffekt und das unabhängig daraus ob dieser aus einem „Guten“ oder eben „Schlechten“ resultiert. Daher bedeutet Karma für mich auch knapp und bündig „Eine Lernaufgabe bzw. Aufgaben“. Lernaufgaben, Inhalte, welche sich in einem oder auch mehreren Leben vor „diesem“ oder auch im „Jetzt“ oder auch in einem Nächsten oder auch in weiteren Leben stellen können. Auch bedeutet und beinhaltet ein Karma nicht gleich ein schlechtes Leben bzw. Dasein fristen zu müssen. Ein Karma kann durch aus auch als ein wunderschönes Leben gelebt werden können (dürfen). Und dennoch ginge es auch in diesem wieder um das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Folglich ist es wiederum auch möglich aus einem „guten“ Karma für ein weiters Leben ein „Schlechtes“ erschaffen zu können.
Der Sinn eines Karmas oder auch dessen Ziel liegt darin, überhaupt kein Karma mehr zu erzeugen. Hört sich irrational an und dennoch eigentlich logisch. Denn wenn wir über Gesetzmäßigkeit. sprechen, dann liegt es doch nahe diese auch schaffen. Das würde somit bedeuten: „Eine Waage zu finden oder auch zu halten“ in jeder unser Taten, die Wirkungen von Handlungen und unseren Gedanken. Sagt man nicht so oft: “Die Waage macht es“??? Wo wir doch genau an dieser Stelle an dem Ego usw. anknüpfen können. Mangel an Ego hieße nichts anders, als sein menschliches Leben nicht als ein Geschenk annehmen zu können. Mangel an Selbstwertgefühl - vertrauen zu haben. „Mangel an „Ich sein und Wert sein“ und folglich wären da Defizite in „ich bin und somit auch in ein Teil des Ganzen“. Zuviel hätte genau den Gegensatz zur Folge. Ich sehe mich und mein Leben als ein Geschenk an. Achte jedoch nicht das jeweilige menschliche Leben an sich. Somit könnte sich auch schlecht auf der Verhaltensebene (Handlungen, Denken) eine Achtung und Respekt, sowie eine Wertschätzung gegenüber jedes Individuum einstellen bzw. sich in dieser auch zeigen. „Zuviel an Ich sein“ wäre eine Abspaltung von „ich bin ein Teil vom Ganzen“. Fazit: „Karma bzw. kein Karma mehr aufbauen wünschen, ich glaube die Mitte zu finden und zu halten in allem unseren Tun und Denken, das könnte der Schlüssel dazu sein“. Folglich aus der Widergeburtsschlaufe entlassen werden zu können, um unseren Platz im universellen Bestand einnehmen zu können. (Himmel)
Was passiert mit der Seele eines Selbstmörders???
Meiner Auffassung nach ist ein Selbstmord nur mit einer „Neuaufnahme“ zu werten. Auch da distanziere ich mich von jeweiligen, anderen Richtungen bezüglich des Glaubens oder auch einer Annahme was mit der Seele eines Selbstmörders passieren könnte. (Hölle) Karma, eine nicht bewerkstelligte Lernaufgabe, – Lebensauffassung, welche sich nun noch einmal stellen wird. Somit eine Neuaufnahme des nicht Erreichten bzw. ein Neuanfang und folglich einer Widergeburt. dieser Seele. Sich selbst das Leben zu nehmen ist gleich bedeutend mit dem „Nicht das Beste daraus zu machen“ (In dem Rahmen der Möglichkeiten) und folglich dem Leben an sich nicht die Wertschätzung entgegenbringen zu können, welches doch jedem Leben und das ohne Ausnahme gebühren sollte. Somit natürlich auch dem Eigenen.
So . . . ich habe fertig und vielleicht war ja irgendwas Brauchbares in meinen Ausführungen darunter gewesen.
LG. Joy 
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25.07.2010, 18:00
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Selbstmord Beitrag #7 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 19.07.2010
Ort: in einer welt, in der ich nie sein wollte
Alter: 26
Beiträge: 76
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erstmal vielen dank für die antworten..
hallo joy
das was du sagst klingt so plausibel 
hmm vielleicht ist es wirklich so das wir nicht in die hölle kommen würden wenn wir und das leben nehmen würden, sondern einfach nochmal in ein leben geschickt würden ums besser/anders zu machen....
klingt irgendwie logisch
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25.07.2010, 18:15
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Selbstmord Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.07.2010
Beiträge: 343
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Die Hölle ist für alle diejenigen reserviert, die glauben, sie würden dort hinkommen, wenn sie nicht daran glauben würden.
Anders ausgedrückt:
Was du nach deinem Tod erfährt ist ebenso deine eigene Schöpfung wie dein eigenes Leben. Wenn du an die Hölle glaubst und dich dann umbringst, dann wirste wohl in einer Hölle landen, bis du verstehst, dass es nicht sein muss.
Spirituell gesehen aber macht Selbstmord keinen Sinn, eine Inkarnation wird auf natürlichem Wege beendet, wenn alles was erfahren werden sollte erfahren wurde und alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Eine Inkarnation gewaltsam vorher zu beenden ist nicht hilfreich, du entfliehst damit nur den schwierigen Lektionen, die du dir selbst auferlegt hast. Du wirst dann nur eine weitere Inkarnation mit denselben Dingen verbringen, weil du sie vorher nicht ordentlich lösen konntest.
Aber vielleicht hast du auch eine etwas enge Vorstellung von Gott. Das verurteilen kommt vom Ur-Teil, also der Ur-Teilung, der aller ersten Trennung. Gott ist eine vereinende Kraft, die trennende Kraft ist der Mensch, der - nach dem Ebenbild Gottes geschaffen - selbst ein Schöpfer ist und seine eigene Existenz formt, wobei er trennen und teilen muss. Er verliert jedoch nie ganz die innere Verbindung zu Gott, dem All-Einen, dem, das alles in sich vereint.
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