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07.07.2010, 08:45
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen) Beitrag #1 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 26
Beiträge: 5.337
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen)
Weil Ludivine es so wollte und in Anlehnung zu ihrem anderen Thread:
1. Wieso haben die Menschen Gott als männliche Figur bevorzugt?
Das Thema ist ganz eng mit dem Thema Patriarchat/Matriarchat verknüpft, daher:
Soweit ich das bisher mitbekommen habe, lebten wir nicht immer im Patriarchat. Tatsächlich gab es Zeiten in denen der weibliche Aspekt Gottes deutlich stärker war.
Aber wie das so ist, aus einem Extrem entwickelt sich gerne ein anderes. Vermutlich fällt das Erstarken des männlichen Parts mit der Einführung und Erfindung der Schrift (ca. 300v Chr.) zusammen, da dies eine stärkere Fixierung auf den Verstand ermöglichte.
Aus den Anfängen ergeben sich dann auch so Sachen, wie der rachlüsterne strafende Gott, der im AT beschrieben ist. Es war damals einfach ein Gegenpart zu dem liebenden, verzeihenden weiblichen Gott. Vermutlich ging die Erstarkung des männlichen Parts aus der Schaffung von Gegenspielern hervor, vor denen man den weiblichen Gott schützen musste.
Schlussendlich mündete das dann in dem, was wir heute oft haben, was jedoch langsam schwächer wird: Das Patriarchat.
Wer noch ergänzen mag - gerne^^
Auswirkungen hab ich im oben verlinkten Thread (im ersten Post von Ludivine zitiert) schon angeschnitten.
Welche Auswirkungen/Einflüsse des Patriarchats seht ihr in der Religion, der Gesellschaft und fürs tägliche leben und wie geht ihr damit um?
Wo seht ihr Entwicklungen, die wieder in Richtung Ausgleich gehen?
Wie kann das jeder einzelne stärken?
Grüße Shuichi
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07.07.2010, 09:28
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen) Beitrag #2 (permalink)
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...Lecker Keks...
Sternzeichen:
Registriert seit: 25.02.2009
Ort: Hessen
Alter: 36
Beiträge: 736
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Zitat:
Zitat von Shuichi
Welche Auswirkungen/Einflüsse des Patriarchats seht ihr in der Religion, der Gesellschaft und fürs tägliche leben und wie geht ihr damit um?
Wo seht ihr Entwicklungen, die wieder in Richtung Ausgleich gehen?
Wie kann das jeder einzelne stärken?
Grüße Shuichi
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Geschlechtergrenze empfinde ich als eingrenzend, sogar mal beleidigend.
Ein guter Grund, wieso ich die kirchliche Institution ablehne.
Ich glaube, dass die Männer sich einfach für was besseres gehalten haben, und daher alles wichtiges an sich gezogen haben. (Ego, ego).
Wir sind alle Menschen mit Potentialen ausgestattet. Wir schlüpfen in einer Rolle, weil wir uns die Nischen aussuchen, worin wir stark sind.
Das Problem ist am Endeffekt das Festhalten an überholten Prinzipen.
Männer sind muskulöser und waren für Jagd zuständig... Frauen haben die bessere periphärie Sichtfeld weil sie gesammelt haben... Ja, es gibt schon Eigenschaften, die uns prägen, weil es evolutionär Sinn machte.
Heutzutage ist es aber anders, und ich glaube, dass wir langsam Richtung Ausgleich gehen. Ich befürworte, dass Menschen sich gemäß Ihren Potentialen entwickeln, und sich nicht mehr in Rollen hineinpressen lassen.
Die dafür notwendige Toleranz entwickelt sich auch langsam, auch wenn nicht schnell genug. Sogar die physische Eigenschaft verteilen sich besser auf beiden Geschlechter (ein schmächtiger Mann hätte früher nicht überlebt, heute ist es kein Problem und er verrebt möglicherweise diese Eigenschaften weiter: früher wäre es nicht passiert => Selektion).
Die Religion ist je nach Herkunft immer noch mehr oder weniger stark in dieses Rollenspiel verstrickt. Rom ist nicht annähernd nahe genug an einer Kehrtwende, zum Beispiel.
Das Alte muss weichen, damit das Neue sich entfalten kann.
Hat die Religion dies verstanden? Ich glaube nein.
Hat die Gesellschaft dies verstanden ? Ich glaube dass wir auf dem Weg dahin sind.
Haben wir es begriffen? Ich denke schon.
LG Ludivine
PS: wie Du schrieb, ist das Thema sehr weitlaufig. ich werde bestimmt noch weitere Inputs haben.
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07.07.2010, 09:41
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen) Beitrag #3 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.06.2010
Ort: Köln
Alter: 34
Beiträge: 74
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Die Einflüsse der Religion? Sie erzeugt Konflikte, selbst heue noch.
Was die Unterscheidung zwischen Patriarchat und Matriarchat betrifft, so halte ich beide Formen für sinnlose Versuche etwas in religiöser Form zu verbessern. Eine Seite bleibt in jedem Fall die Angeschmierte...
Ich würde mir wünschen dass es, auch im religiösen Kontext, endlich zu einer wirklichen Gleichberechtigung - einer Gleichstellung zwischen Mann und Frau - kommen würde. Denn ganz ehrlich, was ist die eine Seite ohne die Andere und wer trägt nicht einen Teilaspekt des anderen Geschlechts in sich?
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07.07.2010, 09:46
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen) Beitrag #4 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Ort: nö
Beiträge: 4.431
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Zitat:
Zitat von Shuichi
Aus den Anfängen ergeben sich dann auch so Sachen, wie der rachlüsterne strafende Gott, der im AT beschrieben ist. Es war damals einfach ein Gegenpart zu dem liebenden, verzeihenden weiblichen Gott.
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Ich habe schon seit langem den Verdacht, dass Jesus ein Mädchen war  .
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07.07.2010, 10:10
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen) Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 13.05.2010
Ort: Berlin
Alter: 54
Beiträge: 1.921
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Tiamat (auch Ghanna oder Omoroca) ist die Urgöttin in der babylonischen Mythologie. Sie verkörpert das Prinzip des Salzwassers und bildet den Gegenpart zu ihrem Gemahl Apzu, dem Prinzip des Süßwassers.
Ihr Name bedeutet Sie, die Sie alle gebar, weil sie zusammen mit Apzu in den Urzeiten vor der Schöpfung die ersten Generationen von Göttern gezeugt hat ( Lachmu und Lachamu u. a.). Der begriffliche Gehalt des Namens Tiamat ist schwer zu fassen, sie verkörpert Person (Göttin) und Prinzip (Salzwasser) in Einem; ebenso Apzu, dessen Name später auch als Wohnstatt des Gottes Ea/ Enki genannt wird.
Auf Reliefs wurde sie von den Babyloniern als Wasserschlange dargestellt, von den Assyrern als Mischwesen u. a. mit Löwenpranken, Pferdekörper, Hinterläufen in Adlerform und Raubvogelflügeln, das sehr an einen Drachen erinnert.
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07.07.2010, 10:20
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen) Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 13.05.2010
Ort: Berlin
Alter: 54
Beiträge: 1.921
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die männer haben damals nun mal ihre chance erkannt und am schopfe gepackt. das matriarchat wurde kurzer hand durch das patriarchat ersetzt in dem man(n), der frau mal schnell die erbsünde angedichtet hat.
der alte weg ist eindeutig meiner. die urreligion mit der verehrung der muttergöttin ist wieder am aufleben und das ist gut so.  
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07.07.2010, 12:24
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen) Beitrag #7 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 26
Beiträge: 5.337
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Zitat:
Zitat von Zhantee
Ich habe schon seit langem den Verdacht, dass Jesus ein Mädchen war  .
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Zumindest hat er sich intensiv bemüht einen Ausgleich zu schaffen und war ja nun nicht wirklich so der Herkules-Typ.
@Delphina
Ist es nicht einseitig, wenn wir einfach nur wieder zu einem Glauben an eine Göttin zurückkehren?
Wäre es nicht sinnvoller darüber hinaus zu gehen und beides Aspekte des Ganzen zu integrieren?
Nur so meine Gedanken dazu.
@Numerus
Die institutionalisierten Religionen tun das - genauso wie der Atheismus/Meterialismus.
Jedes einseitige Weltbild und dessen Anhänger erzeugen Konflikte. Es funktioniert einfach nicht, wenn man relatives verabsolutiert.
Die Gleichberechtigung müsste nicht nur Mann-Frau betreffen sondern auch interreligiös sein dafür müsste aber der eigene Glaube umfassender betrachtet und verändert werden. Das liegt in der Verantwortung jedes Gläubigen. 
@Ludivine
Über die männlich-weiblich Prinzipien hab ich ja im anderen Thread was geschrieben. Das sind keine Rollenvorgaben, sondern Prinzipien, die in jedem Menschen wohnen.
Die Rollenvorgaben gibts auch, aber eben nur von den institutionalisierten Religionen (und der Gesellsch.), die mal wieder Schriften verabsolutiert haben anstatt sie im Kontext von dem, was Jesus sagte, tat und dachte zu interpretieren. Leider.
Armer JC, wenn ein Job über Jahrhunderte so wenig Früchte trägt (nunja schon, aber eben nicht so sichtbar), dann muss das irgendwie frustrierend sein.
Grüße Shuichi
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07.07.2010, 12:55
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Der Einfluss eines "männlichen" Gottes (Ursachen, Folgen, Lösungen) Beitrag #8 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 02.12.2008
Ort: Berlin-Wilmersdorf
Beiträge: 4.733
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ich denke, von einer höheren Sicht betrachtet ist immer so, dass sich die beiden Polen abwechseln, um für eine Weile die Oberhand zu behalten ...
In diesem Zyklus hat eine erste grosse Runde bei der Entwicklung des Mentalkörpers angefangen, und wie aller Anfang war das ... ziemlich tollpatschig, ich denke aber, die Phase ist langsam zu ende ...
Ganz punktuell denke ich, der Anfang wurde so um das 3100 v.C. gesetzt als Ägypten vereinigt wurde und der erste Pharao an die Macht gelangt ist ... wie @Shu meint, die Einführung der Schrift durch unseren guten Freund und Begleiter Tehuti (oder besser bekannt als Meister Thoth) ... hat dies eben weiter befestigt, leider hat dies auch die Fixierung auf die Welt der Erscheinungen gebracht, ich denke aber, es ging wohl nicht anders ... auch die Zerstörung der Umwelt, und der Versuch keine Verantwortung zu übernehmen sind zwei sehr negativen Folgen davon ...
P.S. ich vergaß ... die Entstehung von Religionen die reine Ritualistik betreiben, ohne weiteren Gehalt, hat die Sache mit sich gebracht.
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