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26.06.2010, 12:13
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Beeinflussung durch Christentum Beitrag #1 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 06.11.2009
Beiträge: 0
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Beeinflussung durch Christentum
Als Kind wurde ich nicht getauft, da meine Eltern aus der Kirche ausgetreten waren und mich deshalb der örtliche Pfarrer nicht taufen wollte. Entsprechend wurde ich auch nicht religiös erzogen, allerdings war ich in der Grundschule im evangelischen Religionsunterricht. In der weiterführenden Schule hatte ich dann auch das Bedürfnis, mir auch den kahtolischen Religionsunterricht und auch den Ethikunterricht anzusehen. Im laufe der Jahre informierete ich mich auch über Shintoismus, Buddhismus, Heidentum und noch andere Religionen.
Letzten Endes bin ich nach 20 Jahren bei der Naturverbundenheit der Indianer gelandet, was mir für meine persönliche "Religionsausübung" vollkommen reicht und auch mit meinen Sichtweisen der Dinge übereinstimmt.
Gestern Abend hatte ich ein Buch auf dem Dachboden gefunden, welches man mir wohl als Kind geschenkt und auch vorgelesen hatte. Es wurde von einer Indianerfrau geschrieben und umfasst einige kleine spirituelle Themen, kindgerecht geschrieben. Ich fand es sehr schön, weil ich darin nun Dinge lesen konnte, die ich seid meiner Kindheit selbst erlebt hatte, aber sie nicht zuordnen konnte, woher sie kamen, warum sie passierten.
Jedenfalls wurde darin auch von Gott geschrieben. Ich war anfangs etwas verwirrt, denn ich kannte bis dato nur jenen Gott, wie ihn die Christen haben und das lies sich für mich nicht mit dem Indianern verbinden. Ich wunderte mich dann, warum eine Indianerfrau über Gott schreibt. Am Tag darauf informierte ich mich und brachte in Erfahrung, dass auch Indianer einen Gott haben, nur eben ihrern eigenen, keinen christlichen.
Es enttäuscht mich ehrlich gesagt, durch das Christentum die Ansicht bekommen zu haben, dass Gott gleich die Bezeichnung für jenen ist, wie ihn die Christen haben. Und von anderen Religionen kannte ich eben Buddha, Allah etc. aber keiner von denen hies ja Gott. Ich lebte also 20 Jahre mit der Auffassung, dass Gott nur die Bezeichnung des christlichen Herrn ist, was ja so nicht ganz stimmt.
Was mich daran enttäuschte ist, dass ich nun das Gefühl habe, dass sich die Christen gar nicht darum kümmerten, mir verständlich zu machen, dass es auch wo anders einen Gott geben kann, der nichts mit dem Christentum zu tun hat, aber eben auch Gott genannt wird. All die Jahre war ich zwar weder vom Christentum angezogen, doch auch nicht dagegen abgeneigt. Ich stand dem Christentum neutral und tolerant gegenüber, wollte mich aber einfach nur nicht festlegen.
Diese Einstellung hat sich zwar dadurch nicht geändert, doch es war eine weitere Erfahrung die ich in meinem Leben gemacht habe, die dazu beiträgt, wie ich das Weltbild sehe und wahrnehme bzw. wie mein Weltbild ist. Ich möchte dadurch das Christentum keinesfalls schlecht reden, denn ob es schlecht oder gut ist, dieses Recht zur Beurteilung habe ich einfach nicht. Ich finde es einfach nur schade, wie es gelaufen ist...
Geändert von Gast19498 (26.06.2010 um 12:18 Uhr)
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26.06.2010, 12:33
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Beeinflussung durch Christentum Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.444
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Du wurdest geboren.
Nicht in einer Wüste, nicht in der Steinzeit - nein - in eine hohe Kultur.
Jede Kultur beeinflusst ihre Mitglieder, klar, auch die kleinsten und jüngsten.
Das macht JEDE Kultur!
Ist das wirklich so schlecht?
Hier in unserer Kultur konntest du erleben, dass du dich auch für andere Kulturen und Glaubensrichtungen interessieren darfst, ja sogar die "Vorgegebene Glaubensrichtung, ganz verlassen kannst - wo gibt es das noch?
Wo ist man so tolerant wie bei uns? - Zumindest in Glaubensfragen?
Aber nun zu Gott - es gibt einen!
Es gibt keinen christlichen Herrn, so wenig wie einen indianischen - wenn die an EINEN Gott glauben.
Es gibt unterschiedliche Auslegungen!
Und was ist bei den Indianern anders - als bei den Christen, was so gravierend ist?
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26.06.2010, 12:34
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Beeinflussung durch Christentum Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.01.2010
Ort: ich bin immer öfter in mir daheim
Beiträge: 1.948
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ganz banal und hausfrauenlogischtischt:
du gehst in den Verein der Tennisspieler,
da gibts einen Trainer...
hat der Verein nun die Pflicht dich aufmerksam zu machen, dass andere Vereine auch einen Trainer haben?
Findest du oder fandst du in den anderen Religionen Hinweise , die andere Religionen erklären, oder bleiben die auch nur bei sich?
in mir drin bin ich mir sehr sicher, dass sich Gott über uns eins lacht,
und es ihm vermutlich ziemlich egal ist, ob man Buddha, Shiva, Gott, Mutter Erde zu ihm/ihr sagt...
es gibt soviele Möglichkeiten auf unserer Welt *dahinter* zu schauen,
und jeder findet seinen Weg...
diese Aussage ist sicher unkatholisch, aber sie muss christlich sein, weil ichs bin
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26.06.2010, 12:49
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Beeinflussung durch Christentum Beitrag #4 (permalink)
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ʇʞɔüɹɹǝʌ uıq ɥɔı
Sternzeichen:
Registriert seit: 01.11.2005
Ort: Berlin
Alter: 32
Beiträge: 315
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Du schreibst, ich zitiere:
Was mich daran enttäuschte ist, dass ich nun das Gefühl habe, dass sich die Christen gar nicht darum kümmerten, mir verständlich zu machen, dass es auch wo anders einen Gott geben kann, der nichts mit dem Christentum zu tun hat, aber eben auch Gott genannt wird.
Die Bibel schreibt, und ich zitiere erneut:
Ihr sollt keine anderen Götter haben neben mir.
Dieser Satz aus den zehn Geboten stellt ja von sich aus schon klar, es gibt andere Gottheiten, andere Religionen.
Ich selber bin streng religiös erzogen worden und wusste immer, dass es andere Religionen und Gottheiten gibt. Ich habe mich darum für die freifliegende Arbeit entschieden, weil ich selbst mit dem arbeiten möchte, was mir liegt. Mit den Gottheiten, die mir vertraut sind.
Alles in allem denke ich aber auch ähnlich wie Elmar und Lady, da ist ein Gott, mit unterschiedlichen Namen.
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26.06.2010, 13:18
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Beeinflussung durch Christentum Beitrag #5 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 08.02.2010
Ort: Salzgitter
Beiträge: 280
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Zitat:
Zitat von Elmar
Du wurdest geboren.
Nicht in einer Wüste, nicht in der Steinzeit - nein - in eine hohe Kultur.
Jede Kultur beeinflusst ihre Mitglieder, klar, auch die kleinsten und jüngsten.
Das macht JEDE Kultur!
Ist das wirklich so schlecht?
Hier in unserer Kultur konntest du erleben, dass du dich auch für andere Kulturen und Glaubensrichtungen interessieren darfst, ja sogar die "Vorgegebene Glaubensrichtung, ganz verlassen kannst - wo gibt es das noch?
Wo ist man so tolerant wie bei uns? - Zumindest in Glaubensfragen?
....naja,das mit der Toleranz hierzulande würde ich persönlich nicht überbewerten wollen,oder zeugt diese nicht etwa eher aus mehrheitlichem Desinteresse im Hinblick auf Glaubensfragen?
Aber nun zu Gott - es gibt einen!
Es gibt keinen christlichen Herrn, so wenig wie einen indianischen - wenn die an EINEN Gott glauben.
Es gibt unterschiedliche Auslegungen!
Und was ist bei den Indianern anders - als bei den Christen, was so gravierend ist?
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Ansonsten stimme ich Dir selbstverständlich zu.
LG,Tilo
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26.06.2010, 13:51
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Beeinflussung durch Christentum Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.444
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Mag sein - aber auch das ist tolleranz - desinteresse zu erlauben.
Es gibt wenig Kulturen, deren Religion so einen kleinen Stellenwert hat.
Es war auch schon anders.
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26.06.2010, 14:15
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Beeinflussung durch Christentum Beitrag #7 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 02.12.2008
Ort: Berlin-Wilmersdorf
Beiträge: 4.733
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Was du beschreibst ist der Aufbau von Filtern, und weil ja "normal" ist, übersehen wir wie engstirnig unsere Sicht von so vielen Sachen ist ... erst wenn du zur Seite treten kannst, sieht du die Falle in der du gesteckt hast ...
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26.06.2010, 14:48
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Beeinflussung durch Christentum Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Ort: Wien
Beiträge: 3.553
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Die meisten von uns hier in diesem Forum sind christlich erzogen und sogar getauft.
Was soll am Christlichen - abgesehen von den verschiedenen Glaubensrichtungen (Sekten) innerhalb des Christentums - so schlecht sein?
Es ist doch jedem anheim gestellt, was und wie er glaubt. Niemand wird zu irgendetwas gezwungen. Wenn wir wollen, können wir auch jederzeit unseren Glauben ändern. Es gibt keine Verfolgungen.
Unsere Kultur hat christliche Wurzeln. Diese können wir nicht verleugnen, weil wir sie mehr oder weniger mit der Muttermilch eingesogen haben.
Und das wichtigste Gebot in der Christenheit ist die LIEBE.....zu uns selbst und dem Nächsten gegenüber.
Somit behaupte ich auch, dass ein echter Christ ein edler Mensch ist, den man nicht zu fürchten braucht.
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