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02.06.2005, 18:09
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Einheit in der Vielfalt Beitrag #1 (permalink)
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SuperMod
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.05.2005
Ort: Hameln
Alter: 44
Beiträge: 10.025
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Einheit in der Vielfalt
Das ging ja fix mit dem neuen Unterforum.
Danke 
Einheit in der Vielfalt oder Vielheit in der Einfalt? 
Alle Religionen haben ein gemeinsames spirituelles Untergebäude, das im Laufe der Zeit von den selbsternannten Hirten der Menschheit um des eigenen Geltungsbedürfnisses und dem Streben der Macht willen verfälscht, unterdrückt und zuletzt meist völlig verschüttet wurde.
Die spirituelle Kraft der Religionen, quasi ihre Urformen, von ihrer leeren Hülse der "traditionellen" Ausformungen zu lösen und neu zu erleben, kann uns eine grossartige Hilfe bei unserer eigenen Entwicklung sein.
Heute fehlt mir leider die Zeit, demnächst mehr zum Thema.
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03.06.2005, 13:25
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Einheit in der Vielfalt Beitrag #2 (permalink)
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Registriert seit: 24.04.2005
Beiträge: 30
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Ein interssanter Ansatz....freue mich schon mehr darüber zu hören. 
LG,
Free Spirit
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03.06.2005, 17:53
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Einheit in der Vielfalt Beitrag #3 (permalink)
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SuperMod
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.05.2005
Ort: Hameln
Alter: 44
Beiträge: 10.025
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Ursprung des Monotheismus
Erstmals wird das jüdische Volk auf der berühmten „Israel-Stele“ von Pharao Merenptah (1213 – 1203 v.u.Z.) erwähnt („Israel liegt wüst, sein Name existiert nicht mehr“).
Wie alle alten Völker Polytheisten, gingen sie in ihrer Gefangenschaft nun ganz im ägyptischen Glauben auf (wie aus der vielfältigen ägyptischen Symbolik im AT ersichtlich), doch machten sie im Gegensatz zu den gebildeten Ägyptern den Fehler, die Götter als echte Personen und nicht als Manifestationen der göttlichen Kräfte zu betrachten.
Erst viel später, in der babylonischen Gefangenschaft, ging Ezra daran, mündliche und bruchstückhafte schriftliche Überlieferungen chaldäischer und ägyptischer Mythen zusammenzufassen, doch fehlte noch das Entscheidende, um dem israelischen Volk eine eigene Identität zu geben, etwas, das keine damalige Religion hatte.
Dies fand er, indem er alle bekannten Götter zu einem „Supergott“ zusammenfasste, den heutigen „Herrn“. Die Idee war zwar nicht neu (Echnaton versuchte dasselbe mit Aton), konnte sich aber als volksvereinigendes religiöses Element durchsetzen.a
Natürlich geschah dies nicht über Nacht, viele „heidnische“ Semiten mussten mit Zugeständnissen bekehrt werden.
So steht am Anfang der Genesis im Urtext statt „Gott“ tatsächlich die Mehrzahl („Elohim“ – die Götter). Der „Herr“ war also nicht als Schöpfer gedacht, sondern nur als Stammesgott Israels.
Auch die beliebte Geisterbeschwörung musste bedacht werden(1 Samuel 28).
Die Sintflutlegende, aufgeschnappt von älteren Völkern, durfte natürlich nicht fehlen.
Undsoweiterundsoweiter.
Worauf ich eigentlich hinauswill: Die Bibel ist keineswegs das trockene Kirchenbuch, für das es viele halten, sondern richtig gelesen verbirgt sich viel altes esoterisches Wissen zwischen den Zeilen.
Fortsetzung folgt.
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05.06.2005, 06:53
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Einheit in der Vielfalt Beitrag #4 (permalink)
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Neuer Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 05.06.2005
Ort: Wien/Österreich
Alter: 64
Beiträge: 12
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Rechtsund links vom Gelben Fluss
Zu Thema der "Einheit in der Vielfalt" möchte ich einen Ausschnitt aus meinem Buch "Elihu; Hinterlassene Aufzeichnungen aus der Ewigkeit" beisteuern und hoffe, dass sie Anlaß zu Überlegungen gibt.
Liebe Grüße
Wolfgang Wallner-F.
PS.: Bitte beachtet das Copyright, wenn Ihr die Geschichte aber eventuell verwenden wollt, könnt Ihr mir ja schreiben, was ich auch sonst hoffe.
Also los gehts:
Rechts und links vom Gelben Fluss
Der Gelbe Fluss hatte seine Quelle an dem Platz, an dem die Sonne aufging und er erreichte das Meer in Richtung Sonnenuntergang. Am linken Ufer des Gelben Flusses lebte das Denken, am rechten wohnte das Fühlen.
Mit der Mittagssonne im Rücken sah Denken über den Gelben Fluss. Dort erkannte es erstmals im Gras einen dunklen, wunderschönen, aber unförmigen Schatten, der sich scheinbar wohlig am Ufer entlang ausbreitete. Denken wollte unbedingt wissen, was dort war. Noch nie hatte es etwas gesehen, das ihn in ähnlicher Weise interessierte. Denken war sehr gescheit und wusste natürlich alles über die Naturgesetze und so vermutete es zunächst, dass dieser Schatten vom ihm selbst erzeugt wurde. Diese Vermutung erwies sich auch als richtig, denn wenn es sich bewegte, bewegte sich der Schatten. Seltsam war allerdings, dass es bei Bewegungen des Schattens eine Unruhe in sich feststellte, die nur durch einen Reflex zu beenden war. Denken musste unbedingt erfahren, was es mit diesem Schatten auf sich hatte und es rief über den Fluss: „Guten Tag, schöner Schatten. Wer bist Du?“ Doch es kam keine Antwort.
Der Gelbe Fluss hörte diese Frage. Er, der schon ewig dort sein Bett hatte, schon viel länger, als es Denken und Fühlen gab, hatte schon lange auf diesen Kontaktversuch gewartet. Es konnte einfach nicht richtig sein, dass auf seiner linken Seite sich etwas derart Helles befand, das durch ihn gehindert wurde, sich mit dem Dunklen auf seiner rechten Seite zu verbinden. Früher war er sich keines seiner beiden Ufer bewusst gewesen. Es war eigentlich so gewesen, dass er überhaupt keine Ufer besessen hatte. Erst als Denken und Fühlen auftauchten, musste er ein Bett benützen. Er ahnte, dass Denken und Fühlen Ablagerungen seiner Selbst und nur durch seine Anwesenheit entstanden waren:
„Fühlen kann nicht sprechen“, raunte er Denken zu.
„Was ist Fühlen?“ fragte Denken.
„Fühlen ist etwas, das nicht denken kann. Wenn es denken könnte, bestünde die Gefahr, das es vernichtet wird.“
„Wie kann etwas existieren, das nicht denken kann?“ wollte Denken wissen.
„Ich habe dir schon gesagt, dass Fühlen, so wie es ist, nur ohne denken sein kann. Es ist ganz einfach da, eigentlich genau so, wie du da bist“, antwortete der Gelbe Fluss.
„Es ist doch nicht möglich, dass ich ganz einfach nur da bin. Ich muss doch einen Anfang gehabt haben. Wie lange bist du schon da?“ wollte Denken wissen.
„Ich habe keine Ahnung. Erst seit du und Fühlen hier seid, kann ich die Zeit messen. Je mehr ihr beide zunehmt, umso mehr Zeit ist vergangen. Ich war auch vorher da, nur kann ich darüber keine Aussage machen. Ihr beide seid eigentlich nur meine Ausscheidungen, aber ohne euch hätte ich keine Ufer und niemand, auch du nicht, könnte mich wahrnehmen. Genau genommen existiere also auch ich nur deswegen, da es euch gibt.“
„Ich muss unbedingt Fühlen kennen lernen. Alle Erscheinungen an deinen Ufern muss ich ergründen. Wenn ich nicht wissen kann, bin ich tot.“
„Ich kann dir nur sagen, dass der Schatten unstillbare Sehnsucht nach dir hat. Liebevoll sendet er mir täglich diese Nachricht und ich verstehe nicht, dass du Fühlen erst jetzt entdeckt hast. Alle Naturgesetze sind ohne Urgrund, wenn es dir am Fühlen mangelt. Die Sonne, die mit dir leuchtet, verbrennt alles ohne den Schatten“, sagte der Fluss.
„Ich will Fühlen aber nicht töten. Du sagtest doch, dass durch denken das Fühlen sterben kann. Wenn ich Fühlen tötete, hättest du auf einer Seite kein Ufer und würdest dich so lange dorthin ausbreiten, bis auch ich kein Ufer mehr wäre. Dann gäbe es auch mich nicht mehr. Andererseits bin ich so begierig, Fühlen zu kennen. Seit dem ich weiß, dass es Fühlen gibt, denke ich, ohne Fühlen kann ich nie mehr wissen. Selbst auf die Gefahr hin, Fühlen zu töten, muss ich wissen“, antwortete Denken, „kannst du uns nicht helfen, zusammen zu kommen?“
„Ich werde es versuchen. Doch bedenke immer, dass auch du durch das Fühlen sterben kannst“, gab der Fluss zu denken und trat aus seinen Ufern.
Er schwemmte die Helligkeit des Denkens und die Dunkelheit des Fühlens mit sich. Einige Zeit und einige Wegstrecke war in der Mitte des Flusses eine scharfe Begrenzung der beiden Lichtzustände zu sehen, doch die Grenze verwischte sich immer mehr, bis beide in der Farbe des Gelben Flusses ver-schmolzen. Denken bemerkte das Fühlen und Fühlen konnte erstmals etwas über sich mitteilen. Beide achteten einander, fühlten und wussten, dass sie ohne den anderen nicht auskommen könnten, doch ahnten auch, dass keiner von beiden Macht über den anderen ausüben sollte. Nur im Gleichgewicht, mit gleicher Bedeutung, war ein Zusammensein möglich. Wenn Denken versucht hätte, seine Macht zu zeigen, würde Fühlen immer stärker und bald Denken überfluten. Umgekehrt hütete sich Fühlen, zu stark zu werden, um Denken nicht herauszufordern, seine Kraft zu zeigen. Nur wenn sich beide in Wissen und Liebe umschmeichelten, war ihre Existenz sicher. Und nur dann hatte der Gelbe Fluss die Kraft, sämtliche Hindernisse zu überwinden.
Als Fühlen und Denken nunmehr ganz in dem Gelben Fluss aufgingen und es eigentlich nur mehr den Fluss gab, erreichten sie den Sonnenuntergang und das Meer nahm sie erwartungsvoll und liebevoll auf.
Der Gelbe Fluss wusste, dass es eigentlich immer so gewesen war.
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26.09.2005, 22:13
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Einheit in der Vielfalt Beitrag #5 (permalink)
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Gast
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Zitat:
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Zitat von Samael
Worauf ich eigentlich hinauswill: Die Bibel ist keineswegs das trockene Kirchenbuch, für das es viele halten, sondern richtig gelesen verbirgt sich viel altes esoterisches Wissen zwischen den Zeilen.
Fortsetzung folgt.
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Würde mich freuen an dieser Stelle noch mehr zu diesem Thema zu lesen.
Alles Gute.
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27.09.2005, 14:20
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Einheit in der Vielfalt Beitrag #6 (permalink)
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SuperMod
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.05.2005
Ort: Hameln
Alter: 44
Beiträge: 10.025
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Hi Searcher.
Hoppla diesen Thread hatte ich tatsächlich irgendwie aus den Augen verloren.
Danke dass du mich daran erinnert hast.
Im Moment fehlt mir die Zeit, mich eingehender mit diesem komplexen Thema zu befassen, aber sowie ich dazu komme, geht es weiter.
Alles Liebe,
Samael
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24.10.2005, 23:18
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Einheit in der Vielfalt Beitrag #7 (permalink)
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Drachyn
Sternzeichen:
Registriert seit: 08.10.2005
Ort: Wien
Alter: 52
Beiträge: 99
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Hey, das wär ein wirklich interessantes Thema...wann gibt's denn da mehr zu lesen? Bin schon neugierig drauf.
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06.06.2006, 07:16
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Einheit in der Vielfalt Beitrag #8 (permalink)
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~Gaia~
Registriert seit: 24.11.2005
Ort: In meinem Herzen
Beiträge: 11.233
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ich bin auch neugierig
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