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Religion, Glauben & Spiritualität

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Alt 26.11.2006, 15:05   Gegensätze, Änderungen der Bibel Beitrag #1 (permalink)
shoggy
attemptare scire
 
Sternzeichen: Stier
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Obernbreit (bei Würzburg) Bayern
Alter: 31
Beiträge: 15
Gegensätze, Änderungen der Bibel

Als erstes will ich deutlich machen, dass ich

keinem seinem Glauben wiederspreche

jeder solll glauben was er für richtig hält! Ich möchte auf keinen Fall unruhe schaffen und auf keinen Fall jemand gegen das Christentum aufhetzen oder so...
Wer also ein Bibeltreuer Christ ist, den bitte ich ab hier nicht weiterzulesen!


Das Konzil von Nizäa 375 n.Chr.
Beweise dafür, dass das Neue Testament in seiner Entstehung und im Hinblick auf die Originallehre Jesu drastisch verändert worden ist.

Quellennachweis:
Patrum nicaenorum nomina von Heinrich Gelzer, Heinrich Hilgenfeld, Otto Cuntz




Die Reinkarantionslehre

Im Jahre 553 n. Chr. berief der römische Kaiser Justinian die zweite Synode von Konstantinopel ein, auf der ein Edikt erlassen wurde, das die Lehre von früheren Leben oder der Reinkarnation verwarf, obgleich Jesus dieser Lehre eine sehr hohe Bedeutung beimaß. Mit Rücksicht auf dieses Dekret verschwanden alle, mit Ausnahme der kaum noch erkennbaren Hinweise auf eine Präexistenz, aus der Bibel. Dadurch wurde den Frühchristen der wichtigste Pfeiler ihrer Religion genommen. Als Ausgleich dafür lehrt der Klerus, dass Sie ihre Auferstehung erst am »jüngsten Tag im Fleische« erleben würden. Ein schöner Tausch!

Quellennachweis:
Dekrete der ökumenischen Konzilien, 3 Bde.; Conciliorum Oecumenicorum Decreta, 3 Bde., Bd.1, Konzilien des ersten Jahrtausends von Giuseppe Alberigo und Josef Wohlmuth


Vegleicht mal folgende Passagen

(1. Mose 1,25-27) mit (1. Mose 2,18-19)
(1. Mose 7,2) mit (1. Mose 7,8-9)
(2. Mose 20, 5);(Jesaja 14,21) mit (Hesekiel 18,20);(5. Mose 24,16)
(2. Samuel 14,27) mit (2. Samuel 18,18)
(2. Samuel 24,1) mit (1. Chronik 21,1)
(2. Samuel 24,9) mit (1. Chronik 21,5)
(2. Samuel 24,9) mit (1. Chronik 21,5)
(2. Samuel 23,8) mit (1. Chronik 11,11)
(1. Könige 7,26) mit (2. Chronik 4,5)
(2. Chronik 13,1-2) mit (2. Chronik 11,20)
(Matthäus 1,16) mit (Lukas 3,23)
(Matthäus 1,12) mit (Lukas 3,27)
(Matthäus 1,8) mit (2. Chronik 26,1)
(Lukas 3,35-36) mit (1. Mose 10,24)
(Matthäus 9,18) mit (Markus 5,23)
(Markus 6,8-9) mit (Matthäus 10,9-10);(Lukas 9,3)
(Johannes 5,31) mit (Johannes 8,14)
(2. Timotheus 3,16) mit (Hebräer 7,18)
(5. Mose 13,1) mit (Matthäus 5,21-48)
(2. Könige 2,11) mit (Johannes 3,13)
(2. Chronik 6,36) mit (1. Johannes 3,9)
(1. Mose 22,1) mit (Jakobus 1,13)
(Johannes 19,17) mit (Matthäus 27,31-32)
(Matthäus 27,37) mit (Markus 15,26)
(Lukas 23,38) mit (Johannes 19,19)
(Markus 15,32) mit (Lukas 23,39-43)
am besten ist allerdings dies hier
(Matthäus 27,46-50) mit (Lukas 23,46) oder (Johannes 19,30) hier gibt es gleich 3 verschiedene Passagen
ich könnte die Liste jetzt noch weitermachen, aber ich denke, dass reicht fürs erste...

Edit:
Das habe ich vergessen anzugeben...

http://theol.uibk.ac.at

dort kann man alles nachlesen

Geändert von shoggy (26.11.2006 um 15:09 Uhr)
shoggy ist offline  
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Alt 27.11.2006, 18:34   Gegensätze, Änderungen der Bibel Beitrag #2 (permalink)
wolfgang.ressler
Der Weise
 
Sternzeichen: Zwillinge
Registriert seit: 21.11.2006
Ort: Buchloe/Allgäu
Alter: 60
Beiträge: 741
Lieber shoggy!
Mein Geistführer und Lehrer:ABRAHAM sagt dazu:"Lies ruhig die Bibel,aber sei dir bewußt was sie ist:ein Geschichten-Buch."


Herzliche Grüße

Wolfgang
wolfgang.ressler ist offline  
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Alt 28.11.2006, 13:02   Gegensätze, Änderungen der Bibel Beitrag #3 (permalink)
Abdarel
~Gaia~
 
Benutzerbild von Abdarel
 
Registriert seit: 24.11.2005
Ort: In meinem Herzen
Beiträge: 11.233
Lieber Shoggy,

unser Glaube beginnt in unserem Herzen, ich kann aus jeder Schrift für mich einen nutzen ziehn, nenne sie sich Bibel, die Apokryphen, Koran usw, entnehme aus allem das Gute, der Punkt ist, nur du entscheidest was "Gut" für dich bedeutet, es ist dein Weg, dein Leben und doch unser gemeinsames Ziel, im Hier und Jetzt

Alles Liebe

Aby
Abdarel ist offline  
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Alt 28.11.2006, 14:41   Gegensätze, Änderungen der Bibel Beitrag #4 (permalink)
Hagape
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Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 270
Nicaea 325 ...

Zitat:
Zitat von shoggy

Das Konzil von Nizäa 375 n.Chr.
Beweise dafür, dass das Neue Testament in seiner Entstehung und im Hinblick auf die Originallehre Jesu drastisch verändert worden ist.

Quellennachweis:
Patrum nicaenorum nomina von Heinrich Gelzer, Heinrich Hilgenfeld, Otto Cuntz
Hallo shoggy,

bevor Du so spät in die Geschichte des Christentums einsteigst, schau Dir einmal Inhalt und Beschlüsse des m.E. wichtigeren Konzils von Nicaea 325 an!
Danach kannst Du Dich damit beschäftigen, was tatsächliche Lehre Jesu ist und was nicht. Gib mir bitte die Ergebnisse und - vor allem - die Quellen bekannt - ich bin sehr begierig danach!
Solltest Du zu ersterem zu wenig finden, suche zu den Stichworten "Athanasius" und "Arius"!

Im Übrigen habe ich keine Furcht, Du könntest meinen Glauben in irgendeiner Weise beeinflussen. Ich finde nur immer wieder spannend, mit welcher Blauäugigkeit kleine Informationshäppchen unkritisch und global als "Wahrheit" hingestellt werden!

Hagape
Hagape ist offline  
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Alt 28.11.2006, 21:25   Gegensätze, Änderungen der Bibel Beitrag #5 (permalink)
shoggy
attemptare scire
 
Sternzeichen: Stier
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Obernbreit (bei Würzburg) Bayern
Alter: 31
Beiträge: 15
Ich werde mir das mal am WE durchlesen und Dir dann ezwas dazu schreiben.

Mal abgesehn davon, möchte ich ein paar allgemeine Worte zur Bibel bzw. Christentum los werden.

Egal was ich darüber lese, ob es Briefe, Pasagen oder Zitate sind. Ich empfinde meist Trauer, Hass oder Angst. Ich weiss nicht warum, aber ich denke es liegt an der Uralten Geschichte, Entstehung und Verbreitung des Christentums. Ich fasse es derzeit als negative Kraft auf. Was natürlich auch anderst sein kann. Was ich damit sagen will, es ist mir derzeit unklar was genau damals abgelaufen ist und mir bleibt leider nur Literatur auf die ich zurück greifen kann. Es kann sich ebenso auf Emotionen beziehen die sich gegen das Christentum sind und nicht vom Christentum ausgehen. Ich möchte auf keinen Fall das Christentum schlecht machen.

Viele liebe Grüße
Shoggy
shoggy ist offline  
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Alt 02.12.2006, 00:58   Gegensätze, Änderungen der Bibel Beitrag #6 (permalink)
shoggy
attemptare scire
 
Sternzeichen: Stier
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Obernbreit (bei Würzburg) Bayern
Alter: 31
Beiträge: 15
Eine wichtige Frage ergab sich für de Kirche von Anfang an aus der Stellung Christi zu Gott. Viele Judenchristen sahen Jesus als einen besonderen Menschen, lehnten es aber ab, ihn als Gott anzuerkennen. In der Gnosis wurde von einigen Gruppen die Ansicht vertreten, Christus sei nur ein Gott mit einem Scheinleib gewesen, andere Gnostiker meinten, Gott habe sich bei der Taufe mit Jesus verbunden und habe sich am Kreuz wider von ihm getrennt. In der frühen Kirche wurde - ausgehend von Origines - von vielen die Auffassung vertreten, Christus sei Gott untergeordnet, da er von Gott als erstes Geschöpf geschaffen worden sei (vgl. Arianer). Dieser Streit innerhalb der Kirche bedrohte - nachdem das Christentum Staatsreligion geworden war - auch die Einheit des Staates. Deshalb berief Kaiser Konstantin, der sich selbst als Bischof in "äußeren Angelegenheiten" ansah und in der Kirche entscheidend mitbestimmte, das erste Konzil ein. An dem Konzil nahmen etwa 300 Bischöfe teil, nur 7 von ihnen aus der westlichen Kirche. Das Konzil verurteilte die Lehren des Arius und verabschiedete das Taufbekenntnis der Kirche von Caesarea als verbindliches Glaubensbekenntnis (Nicaenisches Glaubensbekenntnis). Arius und vier weitere Bischöfe wurden exkommuniziert und verbannt.
Zu den Teilnehmern des 1. Konzils - die Listen sind nicht einheitlich, die orthodoxe Kirche nennt 318 Bischöfe - gehörten:
Achilleus von Larissa
Patriarch Alexander
Athanasius
Nikolaus
Paulus von Neocaesarea
Papst Silvester I. (durch 2 Legaten vertreten)
Die orthodoxe Kirche gedenkt der Väter des 1. Konzils am 29. Mai und am 8. Juni.
Das Erste Konzil von Nicäa wurde vom römischen Kaiser Konstantin I. im Jahr 325 in der kleinen Stadt Nicäa einberufen, um den in Alexandria ausgebrochenen arianischen Streit zwischen Arianern und Trinitariern zu schlichten. Das Konzil endete mit dem Sieg der Trinitarier und der Formulierung des nicänischen Glaubensbekenntnisses. Das Konzil von Nicäa wurde vom römischen Kaiser Konstantin I. im Jahr 325 in der kleinen Stadt Nicäa einberufen, um den in Alexandria ausgebrochenen Streit zwischen Arianern und Trinitariern zu schlichten. Das Konzil endete mit dem Sieg der Trinitarier. Konstantin erhoffte sich wohl vom Christentum eine stabilisierende Wirkung für die eben erst wiedergewonnene Einheit des Römischen Reiches. Diese völkerverbindende Funktion war durch den Arianismusstreit gefährdet. Eine Spaltung der Kirche drohte. Da das Problem von der Kirche allein nicht gelöst werden konnte, drängte der Kaiser auf eine Beendigung des Streites. Er griff auch mit Kompromissformeln aktiv in den Konzilverlauf ein. Aus Sicht Konstantins war die Sicherung des Religionsfriedens eine wesentliche kaiserliche Aufgabe mit politischen Implikationen. Kaiser Konstantin hatte 1800 Bischöfe der damaligen christlichen Kirche brieflich zur Teilnahme aufgefordert und übernahm die Reisespesen der etwa 300 anwesenden Bischöfe. Das Konzil dauerte 86 Tage, die versammelten Bischöfe blieben noch einen Monat länger, um an den Feierlichkeiten zum zwanzigsten Jahrestag der Thronbesteigung Konstantins teilzunehmen. Arius argumentierte aus einer absolut monotheistischen Theologie, die Gottheit Gottes dürfe in keiner Weise verletzt werden. Dagegen sprach er der Person Jesu Christi die Gottheit ab, und sprach ihr nur die Rolle des vornehmsten aller Geschöpfe zu. In seinen philosophischen Argumenten ging er von platonischen und neuplatonischen Prämissen aus. Es wurde genau von homoi-ousios gesprochen, ähnlichen Wesens. Die Trinitarier argumentierten, dass der Arianismus die christliche Lehre von der Dreieinigkeit de facto nicht durch Monotheismus, sondern durch einen Polytheismus ersetze, da Gott und Jesus Christus für die Arianer völlig verschiedene Wesen sind, die beide verehrt werden. Daneben würden dadurch liturgische Traditionen wie die Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes oder Gebete zu Jesus Christus unsinnig. Außerdem, vielleicht am wichtigsten, sei beim Arianismus das christliche Konzept der Erlösung in Christus nicht denkbar, da nur ein wirklich göttlicher Mittler eine Versöhnung der Schöpfung mit Gott zustandebringen könne - für ein Geschöpf sei das nicht möglich. Zuerst schlugen die Arianer ein Bekenntnis vor, das jedoch, gemäß Eustathius, unter Tumulten von den Anwesenden zerrissen wurde, worauf sechzehn der achtzehn Unterzeichner die Seite wechselten. Dann schlug Eusebius von Caesarea, der Arius nach seiner Verbannung von Alexandria bei sich aufgenommen hatte, ein altes palästinisches Bekenntnis vor, das die Göttlichkeit von Christus in allgemeinen biblischen Ausdrücken bestätigte. Gemäß neueren Erkenntnissen aufgrund des Konzils von Antiochia dürfte das jedoch kein Vorschlag eines Bekenntnisses für die Versammlung gewesen sein sondern eine Rechtfertigung seiner Rechtgläubigkeit vor dem Konzil aufgrund seiner Exkommunikation. Praktisch alle Bischöfe unterschrieben das von Ossius vorgeschlagene nicäische Glaubensbekenntnis, zuerst Ossius und nach ihm die beiden römischen Presbyter im Namen ihres Bischofs. Auch Eusebius von Caesarea unterschrieb nach einem Tag Bedenkzeit und verteidigte seine Unterschrift in einem Brief an sein Bistum. Eusebius von Nikomedia und Theognis von Nicäa unterschrieben das Bekenntnis, jedoch ohne den Zusatz der Verdammung der Arianer, und wurden dafür abgesetzt und für eine Zeit verbannt, schlossen sich aber schließlich den Beschlüssen des Konzils an. Zwei ägyptische Bischöfe, Theonas und Secundus weigerten sich konsequent zu unterschreiben und wurden mit Arius nach Illyrien verbannt. Trotz des Konzilsentscheids blieb die Christenheit durch den arianischen Streit gespalten, und eine Reihe der Unterzeichner widerrief später. Beispielsweise schrieb der Arianer Eusebius von Nikomedia in einem Brief an den Kaiser: Wir handelten sündig, o Fürst, als wir aus Furcht vor Euch einer Blasphemie zustimmten.

Ich hoffe, die Ergebnisse sind ausreichend...
Quelle:
1. Jörg Ulrich: Die Anfänge der abendländischen Rezeption des Nizänums
2. http://www.newadvent.org/fathers/2804.htm
3. http://www.theologie-systematisch.de...ie/4nizaea.htm
4. http://www.piar.hu/councils/ecum01.htm

Geändert von shoggy (02.12.2006 um 01:14 Uhr)
shoggy ist offline  
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Alt 02.12.2006, 09:21   Gegensätze, Änderungen der Bibel Beitrag #7 (permalink)
Hagape
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Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 270
Recherche ...

Zitat:
Zitat von shoggy
Eine wichtige Frage ...
Hallo shoggy,

nett recherchiert, hoffentlich auch verstanden.

Schau dir doch einmal die Zentralbegriffe

homöousos, homoiousios und mia hyposthasis an!

Hagape
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Alt 02.12.2006, 09:57   Gegensätze, Änderungen der Bibel Beitrag #8 (permalink)
Hagape
Banned
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 270
Korrektur ...

Zitat:
Zitat von Hagape
Hallo shoggy,

nett recherchiert, hoffentlich auch verstanden.

Schau dir doch einmal die Zentralbegriffe

homöousos, homoiousios und mia hyposthasis an!

Hagape
Kleiner Tippfehler:

"homöousos" muss heißen "homöousios"

Hagape
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