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29.07.2009, 10:53
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Buddismus Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 17.01.2008
Ort: London, momentan Deutschland
Beiträge: 226
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Buddismus
Hallo an alle....
hier eine kurze Beschreibung von mir...hatte vor etwa 8 Jahren ein spirituelles Erlebniss...was den ganzen Ball ins rollen gebracht hat. Habe mich nach ein paar Monaten danach dem christlichen Glauben zugewendet und mich auch nochmal taufen lassen. Aber es hat immer wieder viele Unklarheiten gegeben.
Einfach auch viele Dinge die sich immer wieder wiedersprochen haben...also hat es sich so entwickelt, daß ich im Laufe der Jahre in verschiedene Richtungen geschaut habe...und ich würde mich nun als Patchwork Religionist (keine Ahnung wie man das sonst bezeichnen soll) nennen. 
Ich bin immer noch Christ und glaube an Jesus...aber sehe dies nicht als einzige Wahrheit an.
Hab damals auch ein tolles Buch entdeckt "How to find your spiritual path" was mir sehr viel weiter geholfen hat.
Aber nun stecke ich fest...ich möchte gerne mehr lernen...aber weiß nicht so recht wo ich es finden kann. Wenn man mehr über z.b. Buddismus erfahren möchte dann kauft man sich Bücher, oder?
Hat da jemand eine gute Empfehlung? Es gibt ja so viele Bücher....
Mein nächstes Problem ist...das es mir oft mulmig wird...wenn ich mich auf die Suche mache...und da ich gelernt habe immer auf meinen Instinkt zu hören...lasse ich es dann halt sein.
Jetzt ist es aber so...daß sich in meinen Leben momentan rein garnichts tut...es ist langweilig...bin seit einem Jahr arbeitslos...und irgendwie hab ich das Gefühl ich komm überhaupt nicht weiter.
Vor ein paar Jahren noch war ich in guten Kontakt mit Gott...er hat auch öfter zu mir gesprochen (also innerliche Stimme)...das ist nun auch nicht mehr der Fall....
Was soll ich denn nur tun....einfach auf die faule Haut legen...und nichts tun? Das ist aber auch total doof.....
Was noch hinzu kommt ich war vor ein paar Jahren sehr krank...und manchmal denke ich mir...es ist vielleicht alles noch zu früh...und vielleicht brauch ich diese Zeit um mich auszuruhen...aber es ist eben sooo langweilig. 
Was würdet ihr in meiner Situation tun?
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29.07.2009, 10:56
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Buddismus Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 17.01.2008
Ort: London, momentan Deutschland
Beiträge: 226
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Was ich noch hinzufügen wollte. Eine gute Freundin von mir..die mir in meinem spirituellen Weg immer sehr beigestanden hat, ist vor 3 Monaten gestorben.
Könnt Euch vorstellen, daß ich mich nun total allein gelassen fühle.
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29.07.2009, 11:42
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Buddismus Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Barbarella
Was ich noch hinzufügen wollte. Eine gute Freundin von mir..die mir in meinem spirituellen Weg immer sehr beigestanden hat, ist vor 3 Monaten gestorben.
Könnt Euch vorstellen, daß ich mich nun total allein gelassen fühle. 
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JA...Aber weiß Du, nichts auf diese Welt geschieht Zufällig, auch deine Arbetlosigkeit nicht.Schau, mal anders....Du hast diese Zeit gekriegt, damit du mit dir Selbst beschäftigen kannst.Alleine in die Meditation zu gehen, auch dann wenn es am Anfang, langweilig und uninteressant erscheint.Geduld, und Vertrauen zu üben ist nicht leicht.Aber damit fängt ALLES an.Nicht unbedingt DAS machen wollen, was du schon kennst, und meinst es kann nur so gehen, denn das würden andere von dir erwarten. Wenn du eine Spirituelle erlebniss, und auch noch ein Krankheit hattest, dann hat dein Leben sich schon bereits verändert. NICHTS lauft mehr so wie einmal.Schaue, und beohbachte jetzt deine neue Welt, und du wirst entdecken, das es Alles einen Sinn hat.
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29.07.2009, 12:38
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Buddismus Beitrag #4 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 28.07.2009
Beiträge: 145
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dem Buddhismus kann man sich zwar über Bücher nähern, um ihn zu begreifen, empfiehlt es sich aber, ihn eine Zeitlang zu leben. Ansprechpartner wäre z.B: die Deutsche Buddhistische Union, oder evtl. ein Zenkloster in deiner Nähe, falls du eher eine entmystifizierte Version bevorzugst
Geändert von Samael (29.07.2009 um 12:45 Uhr)
Grund: Taktlosigkeit entfernt
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29.07.2009, 14:14
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Buddismus Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 27.02.2009
Ort: Sachsen
Alter: 36
Beiträge: 614
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Wenn du einen 'guten Draht' zu Gott hattest, nimm doch einfach Kontakt zu Buddah auf. Besser kannst du dich nicht über Buddismus informieren. Keine Ahnung was dein spirituelles Erlebnis war und warum du dich danach dem christlichen Glauben zugwahnt hast.Tut mir leid, wenn ich hier keinen Zusammenhang sehe, aber für mich sind das zwei Dinge, die nicht unbedingt miteinander verknüpft werden können.Intuitiv würde ich dieses Erlebnis in Zusammenhang bringen mit deiner momentanen Situation. Vielleicht solltest du dein ganzen Leben von diesen Zeitpunkt aus beleuchten und näher betrachten. (macht sich bei einer Medi gut )Bin mir sicher, das du da was findest wo du dann ansetzen kannst im hier und jetzt und darauf aufbaust bzw. weist in welche Richtung es gehen kann.Auch wenn deine Freundin tot ist, kannst du mit ihr Kontakt aufnehmen.Es gibt viele hier im Forum die Jenseitskontakte haben bzw. Kontakt mit Verstorbenen die einem sehr nahe standen.Alles liebe für dich und viel Erfolg bei dem Finden nach deinem Weg.Katrin
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29.07.2009, 15:53
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Buddismus Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.03.2009
Ort: Erfurt (Thüringen)
Beiträge: 1.582
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Zitat:
Zitat von Barbarella
Was würdet ihr in meiner Situation tun?
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Ganz ehrlich? Wenn du dich immer noch als Christ fühlst, dich hast taufen lassen und an Jesus als deinen Erlöser glaubst... bitte bleibe einfach dabei. Nach ein paar Monaten wird dir das nicht unbedingt das Reich Gotttes als mystische Erfahrung bringen, aber wenn man seine Religion und Weltanschauung wechselt wie ein Paar Schuhe kommt da nie etwas gescheites heraus.
Buddhismus wird "hier" (im sogenannten "Westen") oft missverstanden und durch eine Art "christliches Bad" gezogen.
Oder aber es wird gedacht tibetischer Buddhismus steht für das ganze Lehrsystem. Oder man müsste jetzt "atheistisch" sein (oder Buddhismus sei eine ideale Religion für Atheisten - die dann schnell enttäuscht oder wütend reagieren, wenn sie beispielsweise mit "östlichen" Buddhisten zusammen treffen).
Das andere Problem ist, daß es *den* Buddhismus meiner Meinung nach nicht wirklich gibt, wenn man vom kleinsten gemeinsamen Nenner wie der Zuflucht und der Sila absieht. Die verschiedenen Schulen weichen teilweise sehr stark von einander ab.
Wenn man beispielsweise ein Buch nimmt welches von einem Lama zur Einführung geschrieben wirde und eines von einem Theravada Ajahn - dann merkt man vielleicht nicht sofort die Unterschiede, aber es ist eben nicht gleich.
Mögliche Literatur zum Einstieg (aber obiges beachten): Gesche Kelsang Gyatso: Einführung in den Buddhismus
oder die Einführung in den ... von Damien Keown
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29.07.2009, 17:40
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Buddismus Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Liebe Barbarella,
Buddhismus ist fuer mich mehr ein Lebensweg. Natuerlich kann man auch Buddhismus mit dem Christsein verbinden. Der Dalai Lama zum Beispiel erwaehnt auch, dass er es fuer ratsam haelt seine Religion im jeweiligen Land in dem man lebt zu leben. Ich wuerde mich zum Beispiel als christlicher Buddhist beschreiben.
Es gibt aber ganz viele tolle Seiten im www, google einfach mal nach, schau einfach mal unter Buddhaland oder es gibt auch ein weltweites Buddhaforum und kostenloses Netzwerk auf Englisch das heisst, Buddhanet, google einfach mal danach, da ich nicht weiss, ob ich den Buddhalink hier reinsetzen kann. Hier bei uns gibt es auch ein Buddhismus Center in England, dass ist allerdings in London, also weiter von mir weg, schau einfach mal nach im Google unter The buddhist society.
Alles Liebe,
Cornwall
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29.07.2009, 18:05
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Buddismus Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.03.2009
Ort: Erfurt (Thüringen)
Beiträge: 1.582
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Zitat:
Zitat von Cornwall
Buddhismus ist fuer mich mehr ein Lebensweg. Natuerlich kann man auch Buddhismus mit dem Christsein verbinden. Der Dalai Lama zum Beispiel erwaehnt auch, dass er es fuer ratsam haelt seine Religion im jeweiligen Land in dem man lebt zu leben. Ich wuerde mich zum Beispiel als christlicher Buddhist beschreiben.
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Bei allem Respekt, aber ich sehe das absolut nicht so (und verschiedene Bhikkus würden mir da auch zustimmen). "Richtiger" Buddhist ist man wenn man die vier Siegel des Dharma und den achtfachen Pfad als richtig anerkennt und Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha nimmt.
Letzteres ist mit der christlichen Religion *nicht* kompatibel, da dann ausschliesslich Buddha, Dharma und Sangha eine "erlösende" Funktion zukommt, d.h. man kann nicht noch Christus als persönlichen Erlöser annehmen (quasi zu Christus Zuflucht nehmen). Buddhistisch geshen kann Christus ein Heiliger oder Deva sein, aber nicht der "Sohn Gottes". Von Dingen wie einem personifizierten Gott, der liebevoll oder zornig ist, fange ich gar nicht erst an.
Eine Kombination im Sine "freund der buddhistischen Philosophie" zu sein, ist nat. möglich, aber dann wäre man "nur" ein Christ, der sich der budhistischen Philosophie nahe sieht - zu nah und der/die Betreffende hätte keine Aussischt auf das (christliche) Paradies mehr (zur Erklärung: weil die Paradiesvorstellung eine konzeptuelle Anhaftung darstellt).
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