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30.04.2009, 17:36
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Lieber Gott Beitrag #1 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.634
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Lieber Gott
lieber Gott ich habe mich dir anvertraut voller Zartheit und Unschuld ich weiβ, dass es so wie es ist - genau richtig für mich ist jede Sekunde, Minute und alle Stunden des Tages jede meiner Bewegungen geschieht mit Anmut und Leichtigkeit ich bin getragen von deiner göttlichen Liebe jeder Tag jeder Tag ist wie ein Menschenleben jedes Menschenleben gleicht einem Weltenleben ein Weltenleben gleicht einem Weltentag für dich, oh Herr das sind meine Gedanken - sie sind einfach geworden so wie wir Menschen uns morgens aus der Traumzeit hinausbegeben in die Dämmerung des anbrechenden Tages so entlieβest du oh göttlicher Schöpfer vor langer, langer Zeit uns Menschen in dieses Leben auf der Erde damals waren wir noch durchdrungen von dem Ur-Vertrauen die Frage nach dem Sündenfall war noch nicht gestellt und wir heiligten die Kraft der Göttin, unsere Erdenmutter wir trugen in uns noch den schwachen Abglanz der Sternenwelten aber dann ging die Sonne des Bewusstseins in uns auf von hellem strahlenden Licht, die den inneren Glanz der Sterne in uns endgültig auslöschte wir versammelten uns um das Feuer und erzählten uns Geschichten von den Ahnen wir sangen Lieder über die Götter und andere Welten mit ihrem Sternenglanz wir tanzten den Tanz der Göttin, wo Sexus und Religion als Kraftpotenzial in einheitlichem Frieden in uns wohnten aber das waren Erinnerungen langsam verblassten sie, in den Liedern und Geschichten bis eines Tages die Sonne so hell, wie am Mittag strahlte dass wir vergaβen und es in uns dunkel wurde Zu jener Zeit schicktest du deinen Sohn zu uns er brachte uns jenes Licht welches wir seit Jahrtausenden am Himmel verehrten er brachte es zu uns auf die Erde, er war dieses Licht viele haben ihn damals nicht verstanden viele streiten sich seit damals darüber ob er wirklich dein eingeborener Sohn sei, oh Schöpfer meine Liebe zu dir ist unendlich und mein Vertrauen auch viele Jahre brauchte ich um die Zweifel endgültig hinter mir zu lassen eines Tages nahm ich dich plötzlich wahr da wusste ich dass du mein himmlischer Vater bist ich fühlte mich durchdrungen von deiner Liebe und es ward Licht in mir seitdem bin ich von deiner Wärme beseelt die Wärme in mir ist deine Liebe, oh Vater deine Liebe, die aus meinem Herzen herausstrahlt in die Welt Inzwischen ist es Nachmittag geworden im groβen Weltentag einige Menschen können es gar nicht erwarten und wollen bereits zurückkehren ich aber glaube, es ist noch lange nicht soweit die Sonne wirft bereits lange Schatten Schatten der Dunkelheit in der sich manche verlieren groβes Wehklagen hat von vielen angehoben und Stimmengewirr der Menschen, Geschrei, als wenn sie am ertrinken sind dabei sollen wir doch nur so tun als ob… wie anders können wir sonst das ganze Leid ertragen? nur in dem Wissen, dass es Maya ist Arjuna zog in eine Schlacht, in der Krishna längst die Krieger getötet hatte Arjuna tat so als ob, aber er musste es tun und seine Gegner töten! die Sonne steht aber noch lange über dem Horizont und färbt das Himmelszelt über uns in goldenes Abendrot ich fühle bereits das flüsternde Rauschen der herannahenden Nacht dunkle Nacht, die ihre Flügel schützend über uns ausbreiten wird mein Herz bebt und lauscht in die Dunkelheit geheimnisvolle Dunkelheit, wo ich zurückfinde zur Ur-Mutter erst dann werde ich verbunden sein mit allem was ist erst dann sind Mann und Frau in Frieden vereint erst dann bin ich wirklich heimgekehrt erst dann wird wahrer Frieden in uns und um uns in der Welt sein und siehe die ersten Sterne werden aufblitzen und dann werden es mehr und mehr…
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30.04.2009, 22:54
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Lieber Gott Beitrag #2 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.634
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Als ich ein fünfjähriges Kind warglaubte ich, im Radio befände sich ein kleiner Mannund der mache die Musik in dem KastenDas war die Zeit, als ich auch in einen groβen Handspiegel blickteund dort drinnen eine neue, fremde und geheimnisvolle Welt entdeckte. 2005 bei der Shamata Meditations erblickte ich das Antlitz Buddhas da kamen die Erinnerungen an jenen Spiegel von damals erneut in mein BewusstseinHeute entdecke ich so wie damals einen kleinen Manner ist in mir und ich nenne ihn GottManche wird es seltsam anrühren, dass ich Gott so klein sehe.Er sollte doch riesig groβ seinaber was ist der Raum wenn es um Sein geht?Ich meine es ernst mit dem kleinen Manner ist immer bei mir und ich bei ihm.Und es gibt so vieles, was ich mit ihm zu besprechen habeda brauche ich keine Engel oder BotenIch unterhalte mich jeden Tag mit ihm.Ein Mensch der sich gut auszudrücken vermag, besitzt etwas wertvollesund ein Mensch, der gut zuhören kann auchein Mensch, der beides kannder wird auch gute Gespräche mit Gott führen könnener fragt und er lauscht in die Stille in die geheimnisvolle Stille hineindie Stille in der das ganze All enthalten ist.Es macht mich glücklich als ob ich in mir drin ganz geworden bin.Und es macht mich dankbarGott auf so einfache Weise zu findenKompliziert, wie ich einmal warkam ich nie vorher auf so eine Idee.und dann auf einmal, plötzlichda war er da, der kleine Mann...
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02.05.2009, 18:18
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Lieber Gott Beitrag #3 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.634
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manchmal vergehen die Tage wie im Flug frühmorgens, wenn ich erwache, gilt mein erster Gedanke dir. meist schlafe ich dann nochmals ein, es ist ein wunderschönes Gefühl der Geborgenheit dich in mir zu fühlen, du bist bei mir, bis ans Ende aller Tage
Später stehe ich auf, ein neuer Tag beginnt und ich freue mich darauf. Durch das offene Fenster, höre ich den Hahn von Dona Carminda oben vom Berg krähen die Spatzen zwitschern schon vergnügt und begrüβen den Tag und ich denke, wie die Tiere sich so wunderbar auszudrücken verstehen
manchmal, wenn das Wetter umschlägt und der Wind vom Meer bläst dann fliegen die Möwen landeinwärts und kreisen über unserem Haus die Tauben fliehen erschrocken von dannen wir kommen alle von dir, oh mein Schöpfer!
In den letzten Jahren fand ich heraus, dass auch ich Schöpfer bin und das erfüllt mich mit besonderer Freude.
Einerseits bin ich Schöpfer und andererseits bist du immer mit mir. Das war die Brücke, die mich endgültig meine innere Einsamkeit überwinden lies.
Vor vielen, vielen Jahren, kam mich mein Bruder besuchen wir setzten uns ans Meer und hatten ein sehr tiefsinniges Gespräch „Ich habe das Gefühl, dass in meinem Haus alles wunderschön geschmückt ist ein Haus von erlesenen Gedanken und Schätzen angefüllt, aber es fehlt der Gast!“, sagte ich Mein Bruder antwortete nichts darauf und gab mir Raum, um meine Gedanken weiter fort zu führen. „Ich habe immer eine groβe Liebe zum Christus gehabt, aber mein Haus ist leer.“ Ich weiβ, dass du das gehört hast, lieber Gott! Mein Bruder schenkte mir ein kleines Büchlein mit den Psalmen, als er abreiste und ich bete seitdem jeden Morgen den 23. Psalm gleich morgens wenn ich aufwache und du, oh Gott erfüllst mich und bist bei mir zu Gast in meinem Inneren und dann fällt mir ein, dass auch König David sich mit den gleichen Worten an dich wandte Ich denke an den groβen Strom der Zeit und an die vielen Menschen, die dich anrufen seitdem es die Zeit gibt und der Raum besteht
Meine Gedanken kehren weit in die Jahrtausende zurück in jene Tage der Karawanen als der kostbare Weihrauch vom Yemen und vom Oman, nach Palästina gebracht wurden Weihrauch der seit ewigen Zeiten dir zur Ehren von den Priestern verbrannt wird der hinaufsteigt zusammen mit den Gebeten, den heiligen Gesängen und Psalmen
Dass wir auch Schöpfer sind, ist ein Quantensprung in unserer Evolution des Bewusstseins Unsere Gedanken sind Gebete und sie steigen wie Weihrauch zum Himmel empor Endlich können wir uns unsere Welt bewusst erschaffen, als Ausdruck des göttlichen Willens in völliger Reinheit kommen unsere Wünsche zum Ausdruck, sich selbst zu erkennen. Du hast uns ermächtigt Verantwortung zu übernehmen und in deinem Willen zu handeln Wir Menschen sind jetzt zu jenen heiligen Priestern von damals geworden Unsere Gedanken sind Kräfte, das lebendige Wort ich höre es aus meinem Herzen hervorquellen das Wort dass alles erschuf seit Urbeginn war das Wort schon vor uns war das Wort vor den Zeiten der Zeiten war das Wort und wird immer sein!
So mag der neue Tag beginnen er ist ein Augenblick im Strom der Zeit aber für mich ist er nicht klein so wie du auch letztendlich nicht klein bist, lieber Gott so ist ein Tag in meinem Leben groβ und voller Bedeutsamkeiten angefüllt mit deinen Gaben und dem Gesang der Vögel die sich um nichts sorgen, so wie auch ich es tue denn ich weiβ es: „Der Herr ist mein Hirte!“
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06.05.2009, 20:42
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Lieber Gott Beitrag #4 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.634
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lieber Gott,
ich fühle in mir einen unbändigen Stolz stolz darüber dir zu dienen, oh Schöpfer ich fühle mich lebendig und voller Tatendrang
andere male aber zweifle ich darob, ob ich das darf dann lächelst du mir ermunternd zu diese Unbändigkeit trug ich immer schon in mir sie half mir auf meinem langen Weg durch Dunkelheit und Einsamkeit sie ist wie eine feste Burg in meinem Inneren
Es ist das Erahnen meiner Grenzenlosigkeit und so beuge ich vor nichts mein Haupt nur vor dir, mein Herr nicht immer bin ich mir bewusst dass ich Flügel besitze und nicht durch alle Türen des Kleingeistes hindurchgelange dass ich frei atmen soll und ohne Angst, die Wände zu sprengen es ist kein Hochmut, das weiβt du, oh mein Gott, es ist nur Freude denn ein Teil von mir ist grenzenlos und wohnt im Himmel morgens nach der Stille der Nacht - kehre ich von dort zurück höre leise Lieder in mir nachklingen lausche noch den zarten Melodien meiner Träume und trage in meinem Herzen den Tanz von Milliarden Sternen
ich erinnere mich dankbar für die Speise meiner Seele wie könnte ich ohne deine Speise die Kraft für den Tag in mir tragen? wie könnte ich sonst so Groβes in mir empfinden? nur weil ich mich erinnern kann kehre ich freudig zurück und begrüβe den neuen Tag weil ich mich erinnern kann vermag ich selbst die Lieder zu singen und umarme den Tag und das Leben genauso zärtlich wie ich von deiner Nacht umfangen wurde
meine Sehnsucht, oh Herr sie ist deine Sehnsucht und dein Wille dass ich deine Nächte in meine Tage verwandle dass meine Tage strahlen nur das ist meine Sehnsucht
Paare von Licht und Schatten Schatten die verblassen und Licht werden Licht das zum Schatten eines neuen Lichtes wird
Freiheit die wiederum zur Fessel einer gröβeren Freiheit wird und ich beginne die Hieroglyphen überall zu lesen und vertraue durch deine Liebe in mir, die sich in Weisheit verwandelt durch Weisheit die wiederum zur Liebe wird
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07.05.2009, 14:04
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Lieber Gott Beitrag #5 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.634
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lieber Gott, Es ist Freude, die ich in mir fühle gewiss, manchmal ist diese Freude zu überschäumend jedoch Enthusiasmus ist ein Geschenk der Götter. Du bist es, oh Herr der in mir wohnt und mich manchmal trunken und ein wenig übermütig macht bist du es dann nicht, oh mein himmlischer Vater der mich ermutigt mein Herz noch mehr zu öffnen? der mich ermutigt tief in mein Herz zu blicken wer sein Herz öffnet ist schutzlos wie ein Narr ein Narr lebt meist in der Freude eine Freude die aus den Tiefen des Seins aufsteigt wo einmal Leid und Traurigkeit herrschte Tränen sind in das, was einmal Freude war ich Narr lächle wie in einem süβen Traum aber in leiser Ahnung erfasse ich das Spiel von Freude und Leid es mag Augenblicke geben aber es sind wirklich nur Augenblicke, wo ich kurz erwache wo ich die Qintessenz aller Zeiten und Orte bin der Narr, die letzte Maskerade im groβen Reigen ein Maskenball, wo mit schlafwandlerischer Sicherheit sich Magier und Hohepriesterin in einem ausdruckvollen Tanz bewegen der Kaiser kam um zu herrschen und herrschte um zu dienen die Liebendenden auf der Suche nach einer noch gröβeren Liebe und einer Sehnsucht die in dieser Welt niemals gestillt werden kann, oh Vater der Tod und der Teufel Sonne, Mond und Sterne und das unendliche Universum sie alle sind Teile von uns und wollen gelebt und gefühlt werden im wunderschönen Ballett des Lebens da trifft der Turm auf die Kraft und die Kunst lächelt zum Eremiten herüber doch der Eremit geht schweigend weiter mit seiner Laterne und dreht sich nicht um da sehe ich den Gehängten der Wagen fährt vorbei in groβer Eile in Richtung Veränderung die Gerechtigkeit schreitet würdevoll daher ganz in ihren Gedanken wiegt sie zusammen mit Anubis das Herz des Pharao, welches leichter zu sein hat wie eine Feder bevor dieser sich auf seine Reise hinauf zur Göttin Nut und den Sternenwelten begibt und der Teufel treibt derweil seine wonnigen Spiele das Glück schlägt immer wieder Purzelbäume und doppelte Saltos Wird das ewig so weitergehen, du mein gütiger Vater? Wiederholen wir pausenlos die Rollen und Masken und Spiele endlos in der Zeit und im Raum? Entstehen die Universen und vergehen nur darum? Verglühen Sterne, die einmal so hell waren wie tausend Sonnen dreht sich das Kalachakra, das ewige Rad der Zeit im unendlichen Tanz des Sansara solange bis wir dieses Spiel beherrschen? und du lachst über die mannigfaltigen Ideen, aus denen noch mehr Ideen und erneut Ideen hervorgehen und du lachst darüber Ist wirklich alles ohne Ende und ohne Ziel, im groβen Atem der Zeit? Und doch in einer solch unglaublich kosmischen Harmonie wie nur du es vermagst, oh Vater! Baust du mit uns Menschenkindern zusammen die Sandburgen? die wir voller Hingabe erschaffen und lachend erneut zerstören? oder machst du dir Sorgen, oh mein Vater im Himmel und auf Erden dass eine Welle kommt und unsere stolzen Türme im Sand zerstört? und da lache ich mit dir, oh Vater und wir lachen und lachen lachen
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07.05.2009, 14:16
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Lieber Gott Beitrag #6 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.634
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lieber Gott
in den letzten Tagen ist das Leben für mich zu einem Mysterium geworden es geschah still und unbemerkt
ich denke zurück an meine Reise auf dem groβen träge dahin flieβenden Strom eine Metapher für mein Leben? frühmorgens wenn die Nebel sich langsam über dem Wasser lichteten und sich im Osten die glutrote Sonne über den Sanddünen erhob Ra der Sonnengott so wurdest du seit Jahrtausenden angebetet oh Herr Ra, der auf seiner Barke den neuen Tag ankündigt und die Tempel und Pylonen in sein gleiβendes Licht taucht
die Fellachen beginnen ihre Arbeit auf den Feldern weit in der Ferne der Ruf eines Esels ein paar Störche fliegen über den Fluss so ist es seit ewigen Zeiten hier hatte ich das erste Mal die Gewissheit nach Hause gekommen zu sein mir wurde das Gefühl von Ewigkeit bewusst
inzwischen frage ich nicht mehr wo ich zu Hause bin ich bin in mir selbst zu Hause oh himmlischer Vater
abends wenn Ra im Westen steht und die Silhouetten der Türme und Spitzen im Abendlicht vergoldet bevor er sich auf seine Reise durch die Nacht begibt so bin ich bei dir auf dieser Reise oh mein geliebtes Theben, mein Ägypten, wie ich dich liebe
das Mysterium geschieht in der Nacht dann wenn ich mit dir zu den Sternen reise selbst zum Stern werde und beginne zu leuchten
denn mein sind die Himmel und die Erde und du oh Gott selbst bist mein wozu der Durst meiner Seele? warum Sehnsucht? es ist doch alles vorhanden für dich und mich
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16.05.2009, 17:28
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Lieber Gott Beitrag #7 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.634
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Es ist Abend geworden, oh mein Schöpfer ich blicke hinauf zu den Wolken rastlos durchwandern sie den Himmel sie haben keine Heimat so wie unserer Gedanken die umherziehen ohne Anfang ohne Ende endlos ohne Ziel
die Sonne leuchtet nochmals auf um dann unterzugehen ich weiβ dass die kommende Nacht das Licht nicht besiegen wird das Licht des Geistes, der sich selbst erkannt hat der Geist betrachtet seelenruhig den Geist klammert sich an nichts Wellen im Ozean, die kommen und gehen vergänglich ist diese Welt Spiegelungen auf dem Wasser, flimmernde Träume Chimären der dunklen Nacht
Schöpferkraft mit Ungebundenheit Freude für das Spiel der Schöpfung das Spiel des Geistes zum Wohle aller fühlenden Wesen frei von Ich Bezogenheit
so wie der Geist des Buddhas
nackt ist der Blick und frei von Unterscheidungen wahre, nicht bedingte Freude ist das Erwachen Leere breitet sich aus wie ein unendliches, schweigendes Meer
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09.08.2009, 19:21
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Lieber Gott Beitrag #8 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.634
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letzte Nacht flog ich auf den Schwingen des Adlers Wildu mit der Hilfe des Nordwindes der mich hinauf bis zum Kreuz des Südens brachte. Ich lieβ den Skorpion hinter mir und wandte mich der Milchstrasse zu Yondorrin, die ewig um die Welt tanzt.
Der Adler Wildu flog mit mir in das Herz der Milchstrasse hinein dort wo alles eins ist ich traf auf das Volk der Wandjinas. Zusammen mit den Wandjinas, durchquerte ich ein ödes und leeres Land nach langer, langer Wanderung war ich erschöpft und schlief ein ich träumte von Ameisen, vom Grashüpfer Emus, Krähen, Papageien Wallabys, Kängurus, Echsen, Schlangen
Und ich träumte von Nahrung und den Pflanzen träumte, wie die Wandjinas, die Sonne, den Mond und die Sterne die Menschen, die Stämme und Clans erschufen. Alles war gleichzeitig da und verwandelte sich unaufhörlich.
Eine Pflanze wurde Tier, dann wieder zu einer Landschaftsform eine Landschaftsform zu einem Mann oder einer Frau Ein Ahne konnte zugleich Mensch und Tier sein Alles war in Bewegung und kam aus einer Quelle. Es war der Tanz der Schöpfung ohne Anfang und ohne Ende. So wie auch die Sterne nie still stehen auf ihrer endlosen Reise und ich hörte den Gesang der Sterne und lauschte ihren Stimmen Die Sterne sprachen miteinander und darum funkeln sie Ich begann die Sterne zu zählen Emu dort und der kleine Fisch da drüben und das groβe rote Känguru Es waren so viele ich zählte und zählte bis ich erneut einschlief.
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