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17.04.2009, 14:50
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann? Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 25.11.2008
Beiträge: 19
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann?
Religion wobei ich damit vorallem den Islam, das Christentum und das Judentum meine, alle diese Religionen sind auf einem bzw mehrern Büchern aufgebaut, deren Exitenz und echtheit stark umstritten ist. Viele dieser Menschen leben genau das was in diesen Büchern steht und nehmen alles als Wahrheit. Sie glauben nicht an die Evolution oder glauben an ein mittelding, viele glauben das Ungläuige sterben müssen oder das bald Gott über uns alle richtet. Diese Ideen haben im laufe der Zeit unermessliches Leid über die Erde gebracht.
Im Grunde ist der Mensch doch ein vollkommen Rational denkendes Wesen. Wir laufen nicht rückwärts weil wir vorwärts schneller, wär ja auch blöd. Alles was wir so tuhen tuhen wir vollkommen Rational. Nur bei Religion hat das iwie ausgesetzt, ich mien ne sprechende Schlange im Garten xD Was ich nun meine können wir uns das noch leisten? Immerhin gibt es viele Menschen die Weltpolitiker sind die damit ihre Thesen unterstützen. Der Präsident des Irans zb. Was mient ihr sollte die Religion dem weichen worauf sich eigendlich unsere ganze existenz aufbaut dem Rationalen handeln und denken?
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17.04.2009, 15:13
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann? Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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Hallo J.O.
Mal ehrlich, WO bitteschön ist der Mensch rational?
Zum Beispiel gibt es über die Amerikaner das schöne Sprichwort, dass sie die eine Hälfte ihres Geldes für Essen ausgeben und die andere Hälfte für Fettabsaugen und ähnliches. Ist das rational?
So ist es im Grossen und Ganzen mit der Menschheit, einem Grossteil von ihnen ist die Logik im Denken abhanden gekommen. Besonders, wenn ich an meinem Arbeitsplatz zusehe, wie Kunden mir heute eine Bestellung reinschicken und ein Lieferdatum anfragen, der vorgestern war.
Viele hier können dir bestimmt solche lustigen Anekdoten erzählen, manche würden sie in den Mantel des Mitgefühls hüllen, andere schweigen vielleicht ganz. Aber rational ist der Mensch nicht. Warum also sollte er es nun plötzlich in der Religion sein.
Ich denke hin und wieder, dass der Mensch deswegen die Religion an sich erfunden hat. Damit möchte ich allerdings keineswegs den Glauben hinter einer Religion angreifen, sondern das was die Religion aus dem Glauben gemacht hat.
Liebe Grüsse
Kangiska
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17.04.2009, 15:20
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann? Beitrag #3 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 25.11.2008
Beiträge: 19
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Rational ist relativ. Wenn es für diesen Menschen sinnvoll erscheint erst zu essen und dann sich das fett wieder wegzusaugen, dann ist das der Lauf der Dinge. Für andre Kulturen sind manche Dinge die wir als selbstverständlich nehmen unglaublich also wirklich unvorstellbar irrational. Die Frage ist aber doch wenn ich so auf dinge die sehen kann anfassen kann und hinterlegen kann glaube darauf setze wieso sollte ich dann auf Religion vertraun die verkauft doch ein unsichtbares Produkt.
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17.04.2009, 15:36
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann? Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Hallo J.O.
du hast das richtige Wort schon benutzt: relativ
Glaube ist ebenfalls relativ
Liebe z.B. ist auch nicht sichtbar, trotzdem tut sie dem Menschen gut.
Warum soll also Glaube nicht dasselbe Resultat haben?
Wenn jemand an Gott glaubt, sich von ihm geliebt glaubt und deswegen gut gelaunt lebt und diese Kraft weitergibt, indem er andere unterstützt, so ist das auch "rational" für ihn.
Ich persönlich sehe es immer noch im Sinne des Kahuna-Prinzips "PONO": Effizienz ist das Mass der Wahrheit.
Wenn etwas für jemanden funktioniert, sehe ich es nicht als "irrational" an, nur weil es nicht sichtbar ist.
Aber das ist nur meine ureigene Meinung
Liebe Grüsse
Kangiska
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17.04.2009, 18:37
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann? Beitrag #5 (permalink)
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Eso-Philo-Gedanken-Mensch
Sternzeichen:
Registriert seit: 30.07.2006
Ort: Kreis Höxter/ Beverungen
Alter: 27
Beiträge: 42
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Ihr habt da jetzt 2 Begriffe ausgetauscht die leider synonym verwendet werden, jedoch verschiedene Sachen ausdrücken.
Relligion und Glauben
Ich zB habe mich von der Religion, in welche ich hinein gebohren wurde, losgesagt, doch bin ich deswegen nicht weniger Gläubig.
Ich denke Religionen, so wie sie bestehen, sind absolute Machtinstrumente.
Vorgaben und Beschränkungen werden von wenigen vorgegeben und der persönliche Glaube dadurch eingeschränkt. (krasse Beispiele sind der Ablasshandel oder die Versprechung von 72 Jungfrauen nach dem Märtyrertod)
Dies wäre so in einer Glaubensgemeinschaft nicht möglich, in welcher jeder seine Vorstellungen zum Ausdruck bringen kann.
Was jetzt die Rationalität oder die Irrationalität der Menschen angeht, entweder werden Sachen übers Knie gebrochen, oder sie werden zerdacht. Nur in wenigen Fällen, was jedoch wieder im Kommen ist, werden Entscheidungen ausgewogen betrachtet, und bei einem verbleibenden Risiko, eingegangen. Und das stellt in gewisser Weise eine Harmonie zwischen Kopfdenken und Bauchgefühl dar.
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17.04.2009, 19:16
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann? Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Jesus_Online
Nur bei Religion hat das iwie ausgesetzt, ich mien ne sprechende Schlange im Garten xD Was ich nun meine können wir uns das noch leisten?
Was mient ihr sollte die Religion dem weichen worauf sich eigendlich unsere ganze existenz aufbaut dem Rationalen handeln und denken?
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Hi
Die Religion so wie sie gelebt wird ist nicht schlimmer als das was der Mensch als Rational bezeichnet,denn man kann das eine nicht ausschliessen und nur einen Teil leben....bei der Religion,oder besser dem Glauben geht es halt eben nicht um rationale Dinge,der Mensch hat zwei Hirnhälften und jede hat ihre Funktion und Berechtigung....das Ratiolnale hat nicht viel gutes gebracht,es war das Patriarchische System der totalen Einseitigkeit...
Zur Harmonie braucht es beides...
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17.04.2009, 20:50
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann? Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 31.03.2009
Alter: 33
Beiträge: 103
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Hallo zusammen!
Ich habe zu dem Thema Glauben und Religion schon mal Folgendes in einem anderen Thread geschrieben:
Wichtig ist meiner Meinung nach das Gespür für GOTT ... sicher findet man ihn in keiner Religion RICHTIG! Religion ist damit der VERSUCH seinen Glauben zu leben ... !
FACETTEN MEINES Gottes kann ich in jeder Religion finden ... ich lebe eine Religion im Bewusstsein, dass sie nicht die VOLLE Wahrheit hat ... so wie keine Religion die volle Wahrheit hat ... UND DOCH: Sie spiegeln alle den gleichen Gott!!!
Um es poetisch auszudrücken:
Viele Monde spiegeln sich im Wasser
doch alle sind EINS in dem einen einzigen Mond!
So universell sollte man das denke ich sehen ...
@Jesus Online:
Es ist so, dass man die Bibel und ihre Aussagen nur verstehen kann, wenn man alle Hintergründe kennt ... Dashalb gibt es ja auch die Exegeten ...
Es ist vollkommen klar, dass wir nicht die Schlange im Paradies *glauben* ...
Der Schöpfungsbericht wurde geschrieben, als Israel im Exil war und sagenhafte Qualen zu erleiden hatte ... der Sündenfall wurde aufgeschrieben, weil die Menschen nach einer Erklärung suchten für ihre Leiden ...
Außerdem gibt es in der Bibel ja zwei Schöpfungsberichte ... der andere ist naturwissenschaftlicher ...
Aber das macht die Bibel nicht *unwahr* ... man muss sie nur zu deuten wissen ...
Und glaub mir ... das ist wahnsinnig interessant und ist VOLL mit Wahrheiten die du FÜR DICH entdecken kannst ... Nur darfst du eben den Entstehungshintergrund nie ausblenden ... also wer für wen wann und wo was geschrieben hat 
Alles Liebe!
Geändert von Linay (17.04.2009 um 21:13 Uhr)
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17.04.2009, 22:58
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Muss die Religion sterben damit die Religion leben kann? Beitrag #8 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.756
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Warum die Bibel geschrieben wurde und was sie beinhaltet muss jeder, wenn er/sie will, selbst herausfinden. Ich kenne bereits 3 - 4 Ebenen, wie man die Bibel verstehen kann. Die meisten kennen nur eine davon.
Dann muss ich mal Migger recht geben Religion und Glaube ist nicht das selbe.
Was ich schön finden würde: mehr hinterfragen! Der eigene Glaube (und das eigene Weltbild) und die Religion und die Lehren derselben (oft mit e anstatt mit h) wird kaum bis gar nicht hinterfragt - natürlich ist das anstrengend, aber wer sich den Film Religulous (und seis nur der Trailer) angeschaut hat, weiß wie wenig hinterfragt wird und wie naiv und unreflektiert oft der Glaube ist.
Aus dieser Perspektive heraus müsste man die Threadtitelfrage bejahen.
Hinterfragen bedeutet schlussendlich (wenn man ernsthaft und gewissenhaft hinterfragt), dass der eigene Glaube und das eigene Weltbild hinterfragt wird und damit voll im Wandel (sterben - neu gebären ...) ist. Das alte Weltbild muss sterben, damit ein neues gebildet werden kann. Die Religion als Institution, die daran interessiert ist sich selbst zu erhalten und den Status Quo aufrecht zu erhalten wird dabei automatisch sterben, weil eine Institution oder eine scheinbar allgemeingültige Lehre nicht ins spirituelle Wachstum passt (das unterliegt nämlich einem ständigem Wandel).
Grüße Shuichi
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