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Religion, Glauben & Spiritualität

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Alt 30.06.2005, 00:29   Religiöse Wurzeln Beitrag #1 (permalink)
Samael
SuperMod
 
Benutzerbild von Samael
 
Sternzeichen: Jungfrau
Registriert seit: 28.05.2005
Ort: Hameln
Alter: 44
Beiträge: 10.025
Blog-Einträge: 1
Question Religiöse Wurzeln

Hallihallo,

Wie sehen eigentlich eure religiösen Wurzeln aus?
Und inwiefern haben sie euch und euren Weg bis hierher geprägt?

Meine Familie hat nie was mit der Religion zu schaffen gehabt und zur Konfirmation bin ich nur wegen der Geldgeschenke gegangen (wie die meisten anderen auch ).
Als ich so um die 15 war, haben mich so ein paar Zeugen Jehovas bequatscht und ich wurde ein wenig neugierig. Schon nach wenigen weiteren Begegnungen wurde mir klar, dass dieser extrem dogmatische und Persönlichkeitseinengende Weg nicht der meine ist und ich nahm rechtzeitig wieder Abstand.
Trotzdem muss ich ihnen in der Hinsicht dankbar sein, dass sie als erstes mein Interesse an den Höheren Dingen geweckt haben.

Also, wie war das bei euch?
Samael ist offline  
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Alt 30.06.2005, 09:09   Religiöse Wurzeln Beitrag #2 (permalink)
blauer Engel
Benutzer
 
Benutzerbild von blauer Engel
 
Registriert seit: 20.06.2005
Beiträge: 42
guten Morgen

Bei mir waren es die Zeugen Jehovas....

Dh. meine Mutter ist als ich ungefähr 2 Jahre alt war zu den Z.J. gekommen und mir blieb ja irgendwie keine andere Wahl....

Es mag sich vielleicht alles super schön und super toll anhören, wie sie die "Wahrheit" predigen. Aber, ich habe da mittlerweile ein sehr negatives Empfinden gegenüber.

Man darf keinen Kontakt zu "Weltlichen" haben, muss sich rechtfertigen für Dinge, die irgend ein Ältester (Oberhaupt in der Versammlung) beschließt und diese dann an seine Schützlinge weitergibt, Gehirnwäsche....

Bei mir weckt das alles sehr den Eindruck einer Sekte.

Kinder werden gezüchtigt - das wird gerne gesehen.....
Schläge sind dann auch bestimmt angebracht, wenn ein kleines Kind keine 2 Std. ruhig sitzen kann, weil es nicht versteht, wieso!!! *mit dem Kopf schüttel!*

Man bekommt gesagt, wenn du etwas machst, was Jehova nicht gefällt, wird Satan dich versuchen. Du bekommst als kleines Kind nur Teufel und Dämonen als Druckmittel in allen Varianten erzählt. Was bitte schön ist das denn???
Vorallem, du bist jetzt Zeuge Jehova, nur das ist der einzig wahre Glauben, deshalb wirst du gerade extrem oft versucht. Satan möchte dich von diesem Weg abbringen. Dir wird von Manifestation erzählt und du traust dich gar nichts mehr..... unfassbar einfach!

Ich weiss, dass ich extreme Angst in der Dunkelheit hatte. Meine Schwester kann bis heute nicht alleine bleiben. Mit 31 Jahren!!!

Ob das der richtige Weg ist, seine Gläubigen so zu ziehen, um hauptsache keinen Ärger mit ihnen zu bekommen und haben???

Auf der anderen Seite bin ich froh. Denn, ich habe mich mein Leben lang gefragt, wo ich hingehöre. Was mein Weg in der Spiritualität ist. Viel durch diese Erfahrungen gelernt.

Hätte ich vielleicht nicht so intensiv getan, wenn ich mich beeinflussen lassen hätte damals. Zum Glück habe ich den Mut gefasst, mit 14 Jahren meinen eigenen Weg zu gehen!

Licht&Liebe

blauer Engel
blauer Engel ist offline  
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Alt 30.06.2005, 09:39   Religiöse Wurzeln Beitrag #3 (permalink)
Raphael 0022
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Raphael 0022
 
Registriert seit: 27.06.2005
Ort: Frankreich franz./deutsche Grenze
Beiträge: 1.304
@blauer Engel

tja das mit jehovas zeugen ist wirklich so eine sache. die haben mich mal besucht und mir aus der bibel zitiert. war ein interessentes gespräch (für die). wenn ich schön höre du musst, du darfst nicht (egal jetzt welche glaubensrichtungen) da kommt ja bei die renitenz durch. alles dogmen, alles fanatische die ihren guru brauchen und alleine nicht klar kommen.
ich bin kath. erzogen worden, musste auch ständig in die kirche als kind. naja, die erwachsenen fürchten sich halt vor gespräch, wenn die kinder nicht in der kirche zu sehen ist. man könnte ja angegriffen werden. da muss schon schon darauf achten was andere menschen über einen denken. *lach*

vor über 10 jahren bin ich aus der kirche ausgetreten, weil ich nicht mehr gewillt bin "schutzgeld" für mein seelenheil zu zahlen. ich glaube an das göttliche, an die kosmischen gesetze und versuche danach zu leben (ohne drohungen und angstmache). denn gott straft nicht. gott will nicht dass wir leiden. wir strafen uns selbst und wir wollen leiden weil .........

das leben ist schön und frei

allen noch einen schönen tag
Raphael 0022 ist offline  
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Alt 30.06.2005, 09:56   Religiöse Wurzeln Beitrag #4 (permalink)
blauer Engel
Benutzer
 
Benutzerbild von blauer Engel
 
Registriert seit: 20.06.2005
Beiträge: 42
das stimmt...

Was meiner Meinung nach aber noch viel schlimmer ist, ist diese Gehirnwäsche!

Ich dachte immer, ich fühle mich in eine Richtung gezogen, weil es das ist, was mich interessiert und ich das FREIWILLIG tun möchte?! Da steckt so ein System dahinter, das kann man sich kaum vorstellen.

Hammerhart!


Licht&Liebe

blauer Engel
blauer Engel ist offline  
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Alt 30.06.2005, 12:41   Religiöse Wurzeln Beitrag #5 (permalink)
Alana
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.06.2005
Beiträge: 103
Hallo,


ich bin zwar evangelisch getauft und konfirmiert und habe auch eine kirchlich engagierte Familie, konnte mich aber mit den Lehren der Kirche noch nie identifizieren.

Ich hatte immer andere Ideale, andere Dinge, in denen ich das Göttliche gesehen habe.

Die in der Kirche verbrachten Stunden haben mir nichts gegeben und das lag sicher nicht an der Predigtkunst unseres Pfarrers (der war sehr offen und modern).

Ich habe oft das Gefühl, daß diese Gleichgültigkeit, mit der ich dem Christentum gegenüber stehe, ihren Ursprung in einem anderen Leben haben muß. Denn ich wurde nie dazu gezwungen, mich in irgendeiner Art kirchlich zu engagieren. Gläubigkeit hat bei uns zuhause keine überragende Rolle gespielt. Ok, Tischgebet war Standard, aber ob man nun wirklich gedankt hat oder eben den eingelernten Spruch heruntergerasselt hat, war egal.


Ich habe mich immer dem Alten Weg zugehörig gefühlt. Hexen, Kräuterweiblein, Heilerinnen, Weise Frauen - da fühle ich mich zuhause. Woher das kommt, habe ich noch nicht erkundet.



Viele Grüße,
Alana
Alana ist offline  
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Alt 01.07.2005, 18:57   Religiöse Wurzeln Beitrag #6 (permalink)
mondschauer
Benutzer
 
Benutzerbild von mondschauer
 
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 70
Ich bin katholisch. In meiner Schulzeit wurde ich immer gezwungen, in die Kirche zu gehen. 1 Mal die Woche, man hatte die Wahl zwischen Sonntag Morgen und Samstag Spätnachmittag.

Da meine Eltern Sonntags ausschlafen wollten, mußte ich Samstags gehen, ausgerechnet zu der Zeit, als Daktari im Fernsehen kam.

An der Auslegung der Bibel habe ich schon immer gezweifelt, der allgegenwärtige Zwang hat mich ebenfalls schon immer gestört.

Als ich ca. 15 war, lieh mir meine 4 Jahre ältere Cousine das Buch von VonDäniken: Waren die Götter Astronauten.

Damals fand ich das erst mal alles Quatsch, aber es hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. Habe inzwischen Massen einschlägiger Literatur und liebe vehemente Diskussionen darüber (vornehmlich mit Zeugen Jehovas, die schier an mir verzweifeln. )

Ich glaube so ziemlich, was im Alten Testament steht, nur, Götter waren das für mich nicht.

LG mondschauer
mondschauer ist offline  
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Alt 03.07.2005, 15:15   Religiöse Wurzeln Beitrag #7 (permalink)
Gast229
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo zusammen,

meine religiösen Wurzeln liegen wie wohl bei den meisten im schönen Bayern geborenen, in der Lehre die die kath. Kirche verbreitet.
Ich wurde getauft, war in einem kath. Kindergarten in dem ein sehr strenges Regiment (Klosterschwestern) herrschte.
In der Schule der allseits übliche Religionsunterricht prägte mich ebenso.

Da ich schon immer ein Kind der Natur war, rebellierte ich gegen die Dogmen und das Reglement das uns die katholische Kirche auflegt.
Blinder Gehorsam war noch niemals mein Ding.

Vor vielen Jahren dann bedingt durch eine Krankheit wandelte sich mein Bewusstsein, ich wachte auf.
Seit einigen Jahren nun beschäftige ich mich mit der Esoterik allgemein, über meine Liebe zur Kultur der Indianer Nordamerikas wurde ich auf den Shamanismus aufmerksam.
Seit ich mich mit der Kultur und der Mystik dieser Menschen beschäftige, werde ich oft mit dem warmen Gefühl eines "zu Hause" belohnt.
Es geht mir sehr sehr gut dabei.
Ein sehr lieber Freund dem ich eines Tages in den weiten des Net´s begegnete gab mir viele hilfreiche Tips und Hinweise, welche Bücher mich weiterbringen.
Auch die vielen Gespräche und gemeinsamen Erlebnisse trugen dazu bei, dass ein Wissen, dass nach meinem Empfinden immer schon vorhanden ist wieder aufleben kann. Meine Augen werden wieder sehend, meine Ohren wieder hörend.
Ich meine manchmal das es wie Schleier sind, die wenn die Zeit gekommen ist fallen und die Sicht auf das Ganze wieder ein Stückchen mehr freigeben.

Auch wenn ich mich intensiver mit dem Shamanismus beschäftige, so bin ich doch offen für die vielen faszinierenden Möglichkeiten die uns gegeben sind um persönlich zu wachsen und meinen Weg zu gehen.

Ich bin neugierig und freue mich auf all das was mir noch begegnen wird......

Akito mani yo......... beobachte alles auf Deinem Weg
 
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Alt 31.08.2005, 22:54   Religiöse Wurzeln Beitrag #8 (permalink)
Skye
Benutzer
 
Benutzerbild von Skye
 
Sternzeichen: Waage
Registriert seit: 07.08.2005
Alter: 29
Beiträge: 66
hallo,

ich bin zwar evangelisch und wurde auch konfirmiert (aus dem gleichen grund wie samael) aber wirklich geglaubt an gott habe ich lange zeit nicht (und an die kirche glaub ich sowieso nicht).

das ganze hat auch seinen grund: als ich viereinhalb jahre alt war, ist mein vater an einer zur damaligen zeit sehr seltenen krebsart gestorben. zu diesem zeitpunkt konnte ich mit dem tod noch nicht viel anfangen und habe immer nur gefragt, wenn es denn einen gott gäbe, wieso er dann ausgerechnet meinen vater hat sterben lassen (ich habe seinen tod auch nie wahrhaben wollen), leider jedoch keine antwort bekommen.
auf meine fragen, wieso gott die ganzen kriege zulasse und warum es so viel elend auf der welt gäbe, konnte mir weder der religionslehrer noch unser pastor eine antwort geben. warum also, sollte ich an gott glauben?

den tod meines vaters habe ich erst vor einiger zeit wirklich akzeptiert (durch eine sehr liebe freundin, die mir die augen geöffnet hat). ich weiß, dass er seit seinem tod mein schutzengel ist, bei mir ist und auf mich aufpasst!
seit dem gespräch mit o.g. freundin glaube ich auch nun an gott. ich bete jeden tag zu ihm und es tut mir sehr gut wenn ich sehe, dass er mir oder anderen, für die ich bete, hilft.

ich kenne nun die antworten auf meine fragen: warum sollte gott etwas ändern, wenn wir es nicht selber ändern? denn wir können alles schaffen, wir müssen es nur wirklich von ganzem herzen und aus tiefster seele wollen!

schönen abend noch
skye
Skye ist offline  
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