Samsara - Geist und Leidenschaft - wer hat
ihn gesehen?
Ich finde ihn sehr interessant, da er viele verschiedene Sichtweisen auf den Buddhismus und das Mönchsein und natürlich auch die Verführung der Welt allgemein bietet.
Zum einen ist da der Mönch (Tashi), der durch Enthaltsamkeit über einen sehr langen Zeitraum etwas verdrängt hat, was nun umso stärker hervortritt - durch weiteres verdrängen kommt es zum Ausbruch und er wendet sich dem weltlichen Leben zu und erfährt das damit einhergehende Leid.
Wobei ich hier gar nicht mal die Zuwendung hin zum weltlichen als das "Problem" sehe sondern den Umgang damit. Anstatt sich nun damit zufrieden zu geben und die Buddhistische Qualität im Nicht-Mönchs-Alltag zu kultivieren geht er weiter den Weg von Leid und Materie indem er immer mehr will (Mehr Geld mehr sexuelle Erfahrung). Nachdem er sogar die sexuelle Erfahrung bekommt (ui und die Szene war *schmacht*) erkennt er plötzlich welchen "Fehler" er begangen hat und flieht vor diesem Leben. Seine Frau, die von der Affäre weiß verzeiht ihm und trotzdem wendet er sich von ihr ab und wählt den Weg des Mönchseins, was die Qualen, die er vorher schon hatte ins unermessliche steigert (Die Abschlussszene war wirklich ... finde da keine Worte).
Interessant ist, dass ich selbst den Schluss als Flucht seinerseits ansehe und nicht wirklich als Buddhistische Qualität (wobei gleiche Qualitäten ja auch in anderen Religion ... naja off topic). Er flieht wieder vor der Welt und leidet.
Seine Frau, die ihm verzeiht verkörpert da deutlich mehr die buddhistischen Qualitäten. Sie ist zwar in der Welt lebt sie jedoch nicht auf die Weise aus wie Tashi es tut. Sie arbeitet mit der Welt aber hat nicht dieses Verlangen nach mehr. In ihrer Figur verkörpert sich also weder Verlangen noch Abkehr - sie lebt in Harmonie mit sich und der Welt.
Interessant ist für mich, dass in dieser Welt nichts (keine Verhaltensweise oder sonstwas) vor der Verführung schützt (noch nicht einmal das Mönchsein und die damit einhergehenden Verhaltensregeln). Jedoch ist man, wenn man die entsprechenden geistigen und spirituellen Tugenden entwickelt in jeder Lebenslage dazu fähig ein Sein zu entwickeln, welches aufs höchste ausgerichtet ist.
Ich habe auch ein anders Buch zum Mönchsein undBuddhismus gelesen ("Wovon Buddha nichts erzählte. Stolpersteine auf dem Weg zur Erleuchtung") auch da ist mir aufgefallen, dass allzu oft nur ein Abkehr von der Entwicklung kultiviert wird, die mehr durch Verhaltensweisen als durch echtes Sein geprägt ist.
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Mal ein Ganz anderes Kapitel und doch gehört es dazu:
Buddha hat ebenso wie dieser Mönch seine Familie verlassen um ein Leben in Abgeschiedenheit zu führen. Nun wissen wir bei Buddha nicht wie oberflächlich diese Familienbande war im Film Samsara war die Familie aber doch ein Familie, die eine harmonische Einheit bildete abgesehen von den Begierden und Sehn
süchten des Vaters.
Insofern könnte man den Film fast auch als Kritik am Mönchsein und der Abwendung von der Welt verstehen.
Hui jetzt habe ich so viele Sachen angesprochen man möge mir diese Mischen verzeihen ich hoffe es ordnet sich alles im Laufe der Diskussion.
Insofern und weil es schon spät ist beende ich das hier erstmal auch wenn ich eigentlich noch mehr Aspekte ansprechen möcht.
Grüße Shuichi