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01.09.2008, 18:44
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Der Turmbau zu Babel Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Der Turmbau zu Babel
Hallo 
Das Buch Genesis, Kapitel 11 Der Turmbau zu Babel
1 Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte.
2 Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an.
3 Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel.
4 Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.
5 Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten.
6 Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen.
7 Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht.
8 Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen.
9 Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut. http://alt.bibelwerk.de/bibel/
Wenn ich diesen Text lese, beschäftigen mich viele Fragen:
Gab oder gibt es eine gemeinsame Ursprache der Menschen?
Was bedeutet es, dass die Sprache "verwirrt" ist?
Verhält es sich damit vielleicht wie mit der Vertreibung aus dem Paradies: der Mensch erreicht eine neue Bewusstseins-Stufe, und dieses führt zu Entzweiung?
Über eure Gedanken dazu würde ich mich freuen. 
Herzliche Grüße
Marjul
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02.09.2008, 17:55
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Der Turmbau zu Babel Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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Liebe Marjul ,
ich hatte mir darüber auch einmal Gedanken gemacht und dachte das vielleicht der Mensch damals noch nicht reif war mit der göttlichen Macht bewusst umzugehen deswegen wurden diese Maßnahmen ergriffen.
Vielleicht wurde aber auch der Mensch bewusst von Wesen (die dem Menschen nicht wohlgesinnt sind) daran gehindert seine Göttlichkeit zu erkennen und anzunehmen damit sie weiterhin die Macht über den Menschen haben
Zitat:
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6 Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen.
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Beides könnte möglich sein denke ich.
Mit der einheitlichen Sprache könnte auch Telepathie gemeint sein.
Ich stand mal mit einem Engländer in telepathischer Verbindung und sein Gedanken kamen bei mir in deutsch an obwohl er kein deutsch sprach.
Aber vielleicht ist auch nur der Schwerpunkt der Worte gemeint, früher haben vielleicht alle Worte die gleichen Schwerpunkt gehabt, heute legt ihn jeder anders darum verstehen wir uns oft nicht.
Und das verwirrt dann natürlich, wir sprechen die gleiche Sprache aber verstehen uns nicht.
Aber genau weiss ich auch nicht was damit gemeint ist sind nur Spekulationen.
Geändert von Gast3979 (02.09.2008 um 17:58 Uhr)
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02.09.2008, 18:52
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Der Turmbau zu Babel Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Liebe Sole
wie schön, eine Antwort. 
Zitat:
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das vielleicht der Mensch damals noch nicht reif war mit der göttlichen Macht bewusst umzugehen deswegen wurden diese Maßnahmen ergriffen.
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Auf Unreife würde ich auch tippen. Bloß was machen die Menschen da? Sie sind aus dem Paradies gefallen, leben also jetzt in der grob-materiellen Welt und versuchen mit den materiellen Mitteln der Erde (Lehmziegel) Geistiges (den Himmel) zu erreichen. Dass das nicht geht, ist klar.
Warum lässt Gott sie nicht einfach gewähren - das erledigt sich von selbst?
Vielleicht ist es eine zu persönliche Auffassung von Gott, dass er Maßnahmen ergreift, und es ist das Gesetz von Ursache und Wirkung gemeint. Wenn die Menschen, anstatt ohne Neben-Absichten nach Geistigem zu streben, sich damit "einen Namen machen wollen", ist es nicht mehr weit bis dahin, wo sie das nicht mehr gemeinsam tun wollen, sondern jeder besser sein will als der andere und sie keine gemeinsame Sprache mehr sprechen.
Sicher lässt sich noch mehr und anderes aus dieser Geschichte herauslesen.
Wörtlich genommen geht die Turmbau-Geschichte davon aus, dass die Menschheit an einer bestimmten Stelle der Erde zuerst entstanden ist, jedenfalls in materiell-körperlicher Gestalt. Dann gab es zuerst nur eine Sprache.
Die Seele oder der Geist kennt nur eine "Sprache", die vielleicht gar keine ist, weil es nichts zu übermitteln gibt. Man weiß gemeinsam und überträgt sich dieses Wissen in seine jeweilige Sprache, wenn man es in der Welt der Materie ausdrücken möchte. Das ist es sicher, was du mit Telepathie meinst. Ich habe auch noch nie Sprach-Schwierigkeiten gehabt, ganz gleich mit wem ich zu tun hatte.
Was meinst du denn mit dem Schwerpunkt der Worte?
Herzliche Grüße 
Marjul
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02.09.2008, 19:41
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Der Turmbau zu Babel Beitrag #4 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.756
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Zitat:
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Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen.
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Der Teil ist doch am interessantesten oder?
Gott spricht: "Es wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein."
Wir haben also die Freiheit schlechthin.
Der nächste Teil: "Wohlauf lasst uns herniederfahren und ihre Sprache verwirren." klingt mehr fröhlich als strafend und es steht auch nirgends was von Strafe da - wir interpretieren es nur meist als Strafe.
Vielleicht ist es aber keine Strafe sondern eine Konsequenz. Wenn jeder die Freiheit schlechthin hat, dann hat doch jeder auch die Freiheit sein eigenes Weltbild und sein eigenes Gedankengebäude (Symbol des Turms und der Stadt drumherum) zu "bauen". Da jeder aber ein anderes "Haus" hat, kann das zu Verwirrung führen und wie wir heute sehen tut es das nur allzu oft (Allein schon die vielen Religionen^^).
Der Turm (das "eine, wahre Weltbild") wurde auch nicht weiter gebaut stattdessen baut seither jeder sein eigenes Häuschen.
Das sind mal meine Gedanken dazu^^
Grüße Shuichi
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02.09.2008, 20:01
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Der Turmbau zu Babel Beitrag #5 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Marjul
Liebe Sole
Warum lässt Gott sie nicht einfach gewähren - das erledigt sich von selbst?
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Naja vielleicht erledigt es sich nicht von alleine.
Im Srimad Bhagavatam wird von verschiedenen Welten mit ihren Bewohnern gesprochen, wir sind alle miteinander verbunden, was hier geschieht hat auch Auswirkungen auf die Anderen.
Ein Beispiel, ich kürze es mal aufs Minimum.
Ein fünfjähriger Junge, ein Sohn von einem Maharaja wurde von seinem Bruder beleidigt und der Vater stand ihm nicht bei.
Er fühlte sich in seiner Ehre gekränkt.
Seine Mutter riet ihm sich an die Höchste Persönlichkeit Gottes Krishna zu wenden was er auch tat.
Narada Muni kam dann und gab ihm den Rat in den Wald zu gehen und sich dort ganz in Enthaltsamkeit zu üben.
Er schaffte etwas was kaum einer geschafft hatte, er aß zum Schluss nur noch Luft und das auch nicht jeden Tag (habe vergessen wie lange er ohne bleiben konnte).
Er erkannte auch die Einheit mit dem Universum.
Den Bewohnern in den anderen Welten blieb die Luft weg, sie waren kurz vor dem ersticken und wendeten sich an Krishna und baten ihn um Hilfe.
Krishna suchte den jungen Maharaja auf und bat ihm damit aufzuhören, und erfüllte ihm seine Wünsche.
Also hat wohl alles eine Wirkung auf das Ganze auch was ein Einzelner tut und wenn er nur 5 Jahre alt ist.
Zitat:
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Was meinst du denn mit dem Schwerpunkt der Worte?
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Mit dem Schwerpunkt meine ich, z.B.wenn ich an einen Schamanen denke verbinde ich ihn mit einem Baum, ein Anderer mit einer Trommel und schon verstehen wir uns nicht obwohl wir die gleiche Sprache sprechen und sogar das gleiche meinen.
Aber wir legen es anders aus weil wir den Schwerpunkt der Worte anders gelegt haben.
   
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02.09.2008, 20:20
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Der Turmbau zu Babel Beitrag #6 (permalink)
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Draco-Nomade
Registriert seit: 30.03.2008
Ort: Língdeshìjiè
Beiträge: 2.091
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Hi, liebe Marjul,
hallo, ihr Lieben... 
Fuer mich ist der " Turm zu Babel" ein Beispiel fuer das selektierende, besitzergreifende Denken der Menschen, das von rein materieller Natur ist.
Die " inneren Tuerme" werden immer hoeher, d.h. die Begierde der Menschen wird immer groeßer, und als Folge davon werden die " aeußeren Tuerme" immer hoeher.
Der " Name" eines Menschen wird erst durch seinen Besitz gepraegt; wer einen " hohen Turm" sein eigenen nennen kann, dessen Name ist in aller Munde.
Da jeder diesen Besitz fuer sich selbst anstrebt, um sich selbst einen " Namen" zu machen, gibt es auf dieser Ebene keine Basis fuer gemeinsamen Austausch.
Die Folge davon ist eine allgemeine Sprachverwirrung.
Schließlich lernen sich die Menschen nur kennen, wenn Gemeinsamkeiten die Grundlage bilden.
Ist dies nicht der Fall, wird der " eigene Turm" schnell zum Kerker.
Jene Menschen, welche diese gigantischen inneren und aeußeren Tuerme besitzen, sind dann auch die einsamsten Menschen unter der Sonne.
Sie moegen sich zwar einen beruehmten " Namen" machen, doch fehlt ihnen die Sprache, um sich den Menschen tatsaechlich mitteilen zu koennen.
Den " Turmbau zu Babel" empfinde ich als zeitlose Weitsicht erleuchteter Geister.
Fuer ich-bezogene Menschen kann selbst die Esoterik zu einem Babel-Turm werden...
Mit guten Gedanken
Anzeraq
Geändert von Anzeraq (02.09.2008 um 20:23 Uhr)
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03.09.2008, 16:23
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Der Turmbau zu Babel Beitrag #7 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 24.09.2007
Ort: Franken
Beiträge: 97
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Hallo Marjul,
eine gemeinsame Ursprache konnte bisher nicht nachvollzogen werden. Alle Ansätze von Sprachwissenschaftlern liefen in die Irre. Trotzdem muss es eine gegeben haben, da ja irgendwann auch mal die ersten Menschen lebten, die als die ersten auch die einzigen waren und somit nur eine Sprache gehabt haben dürften. Ist der Mensch in Afrika und Asien gleichzeitig entstanden, könnte es auch zwei Ursprachen gegeben haben.
lg Z.
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03.09.2008, 18:10
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Der Turmbau zu Babel Beitrag #8 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Kinder nutzen gelegentlich ihre kreativen Fähigkeiten, um eigene Worte zu erfinden. Insbesondere dann, wenn sie für die entsprechenden Dinge noch keine Worte vorgegeben bekommen haben. Außerdem verändert sich jede Sprache ständig. Wer hat denn das Deutsch von vor 500 Jahren verwirrt??? Insofern sehe ich in diesem Geschichtlein lediglich den mühseligen Versuch des Bibelschreibers, eine Erklärung für die verschiedenen Sprachen zu finden, so wie Gott eben auch die Blitze auf die Erde schleudert, wenn er zornig ist.
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