Warum wurde der Film „Zeitgeist“ nicht verboten?
Weil er nur an der Oberfläche kratzt und keine Lösung für die angesprochenen Probleme anzubieten hat.
Wäre der Film Zeitgeist verboten worden, wenn er tiefgründig wäre und einfach die Lösung aller Probleme nennen würde?
Nein. Denn in diesem Fall wäre der Film gar nicht erst populär geworden.
Wie bereits Gustav Le Bon 1895 ganz richtig bemerkte:
„Nie haben die Menschen nach Wahrheit gedürstet;
von den Tatsachen, die ihnen missfallen,
wenden sie sich ab und ziehen es vor,
den Irrtum zu vergöttern.
Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr.
Der, der sie aufzuklären versucht, ist stets ihr Opfer.“
Aber immerhin eignet sich der Film „Zeitgeist“ recht gut, um die wahren Hintergründe aufzudecken und die einzig mögliche Lösung zu erklären, da er zumindest bereits die relevanten Themenkomplexe anspricht und sogar schon erahnen lässt, dass sie alle strikt monokausal sind.
Richtig ist:
1. Ein Volk, welches bereits an den „lieben Gott“ glaubt, kann man jeden weiteren Unsinn glaubhaft machen und es dann beliebig unterdrücken und ausbeuten.
2. Mit einem äußeren Feindbild, das man notfalls selbst erzeugt, lässt sich das eigene Volk sehr viel besser unterdrücken.
3. Wer das Zinsgeld kontrolliert, hat letztlich die Macht und braucht sich um irgendwelche Gesetze nicht zu kümmern.
Falsch ist:
1. Wenn wir nicht mehr an den „lieben Gott“ glauben, hat sich dieser Unsinn erledigt.
2. Wenn alle Feindbilder als Illusion entlarvt sind und sich alle Menschen gern haben, wird es keine Kriege mehr geben.
3. Die Großbanken erzwingen die allgemeine Verschuldung, und was den arbeitenden Menschen an Geld fehlt, landet in den Taschen der „Weltbanker“.
Erster Themenkomplex: Götter, heilige Schriften und Religionen
Götter sind durch Schöpfungsmythen im kollektiven Unbewussten eines Kulturvolkes einprogrammierte künstliche Archetypen, um den jeweiligen Kulturvolk eine „Identität“ zu geben und es zusammenzuhalten. Der Übergang von der Vielgötterei zum Eingottglauben erfolgte parallel zur Verbreitung von Zinsgeld als allgemeines Zwischentauschmittel.
Das Zinsgeld besitzt die inhärente Eigenschaft, dass es prinzipbedingt ein Kulturvolk in zwei Gruppen aufspaltet: Wenige Zinsgewinnler (Ausbeuter) und viele Zinsverlierer (Ausgebeutete). Daraus müssen zwangsläufig immer wieder Hungersnöte und Kriege entstehen. Da man anfangs aber noch nicht wusste, wie man das Geld so gestalten kann, dass es nicht zwangsläufig eine einmal aufgebaute Kultur immer wieder zerstört, versuchte man zunächst, durch immer komplizierter werdende Programmierungen des kollektiven Unbewussten, den Kulturmenschen auf das Zinsgeld zu programmieren. Den Anfang dieses von vornherein aussichtslosen Versuchs markiert der „zweite“ Schöpfungsmythos (perek bet) im alten Testament, der ab 900 v. Chr. zuerst im israelitischen Volk verbreitet wurde. Um 580 v. Chr. wurde dann der heute „erste“ Schöpfungsmythos im alten Testament (perek aleph) davor gesetzt, und damit die unbewusste Programmierung des Volkes „verschlimmbessert“.
Die Genesis kann wie jeder Schöpfungsmythos niemals gegenständlich (physisch), sondern immer nur funktional (metaphysisch) verstanden werden. Ein Theologe will den Mythos aber gar nicht verstehen und schon gar nicht erklären. Dem Theologen geht es immer nur darum, eine Glaubensgrundlage für seine transzendente Hypothese Gott zu haben und zu erhalten, um mit deren Hilfe letztlich eine Moral verkaufen zu können. Da die „Hypothese Gott“ nun mal „transzendent“ zu sein hat, bliebe von ihr nichts als eine Worthülse, wenn die Glaubensgrundlage fehlt, welche die überlieferten Handlungen dieses Gottes beschreibt. Wenn diese, nur vordergründig gegenständliche, Beschreibung keine verborgene Wahrheit umschreiben würde, die auch dem Theologen nicht bewusst ist, so gäbe es den Gott gar nicht. Je besser der Theologe sich nun darauf versteht, den Schöpfungsmythos gerade nicht funktional, sondern gegenständlich zu deuten (instrumentalisierter Fundamentalismus), desto „transzendenter“ (im Sinne von unerklärlich), aber gleichzeitig profilierter und damit glaubhafter wird der Gott. Der geistige Mangel des Gläubigen nimmt – wie gewünscht – zu.
Der Gott der Bibel unterscheidet sich dadurch von einem gewöhnlichen Hirngespinst, dass er ein – geglaubt – notwendiges Hirngespinst ist. Gott ist notwendig für den Theologen, um überhaupt ein Theologe sein zu können und er ist notwendig für den unbewussten Kulturmenschen, weil er das „Axiom Gott“ braucht, um als halbwegs zivilisierter Mensch einigermaßen angstfrei in einer nichtidealen Makroökonomie existieren zu können, die (wiederum durch das Hirngespinst Gott verursacht!) auf Krieg vorprogrammiert ist.
Spruch 85 (Philippusevangelium): So verhält es sich mit der Welt: Die Menschen erschaffen Götter und sie verehren ihre Schöpfungen. Es wäre angemessen, daß die Götter die Menschen verehren, wie es der Wahrheit entspricht.
Die Genesis ist natürlich nicht die Beschreibung der „Erschaffung der materiellen Welt durch das Wort“. Auf der anderen Seite ist sie aber alles andere, als ein „naives Märchen“, denn anderenfalls wäre die Genesis wohl kaum die Basis dreier Weltreligionen. Die Genesis ist die „Beschreibung“ unseres Gehirns mit einer bestimmten, unserem Verstand unzugänglichen, Vorstellung von der Welt. Ein Schöpfungsmythos ist ein Programm. Er ist unser persönliches Betriebssystem – ob wir an den Hokuspokus glauben oder nicht! Um wieder zu freien Menschen zu werden, müssen wir den Hokuspokus erst einmal verstehen (Auferstehung).
(Logion 26) Jesus sagte: Den Splitter im Auge deines Bruders siehst du, den Balken in deinem Auge aber siehst du nicht. Wenn du den Balken aus deinem Auge herausziehst, dann wirst du (genug) sehen, um (auch) den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.
Das Hirngespinst Gott ist der Balken im Auge eines jeden unbewussten Menschen, der ihm die klare Sicht auf die reale Welt verwehrt, damit selbsternannte Moralapostel (Theologen) und Mangelverwalter (Politiker) ihre Minderwertigkeitskomplexe ausleben können. Der Theologe verkauft eine Moral, die nur deshalb notwendig ist, weil das Hirngespinst Gott uns alle davon abhält, eine a priori moralische Welt zu schaffen und der Politiker verkauft uns Gesetze, die nur deshalb notwendig sind, weil das Hirngespinst Gott uns alle davon abhält, eine a priori gerechte Welt zu schaffen. Mehr steckt nicht dahinter.
Zweiter Themenkomplex: Wirtschaftskrisen und Kriege
Die Gesinnung des einzelnen Kulturmenschen ist eine irrelevante Größe für Krieg oder Frieden. In einer arbeitsteiligen Zivilisation determinieren die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens das Leben des Einzelnen und nicht umgekehrt. Die elementarste zwischenmenschliche Beziehung ist dabei immer das Geld. Alles andere spielt keine Rolle, wird von den religiösen und politischen Machthabern aber prinzipbedingt immer wieder in den Vordergrund gespielt, um von der systemischen Ungerechtigkeit des Zinsgeldes abzulenken, welche letztlich alle Zivilisationsprobleme strikt monokausal verursacht. Zinsgeld funktioniert prinzipbedingt immer nur von einem Krieg bis zum nächsten:
„Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. …. Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet.“
Zeitschrift des Sparkassenverbandes, 1891
Dritter Themenkomplex: Verschwörungstheorien und die „soziale Frage“
Der „Gotteswahn“ und der Geldkapitalismus bedingen sich gegenseitig. Genauso bedingt der Geldkapitalismus (die Verwendung eines Geldes mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion, bzw. Zinsgeld) auch den Renditezwang aller Sachkapitalien (Produktionsmittel), da diese in einer kapitalistischen Marktwirtschaft immer nur dann angeschafft werden, wenn sie über den eigentlichen Unternehmerlohn hinaus eine zusätzliche Eigenkapitalrendite abwerfen, die mindestens so hoch sein muss, wie der Urzins (Liquiditätsverzichtsprämie) des dafür erforderlichen Finanzkapitals.
Die Banken, welche das Finanzkapital ihrer Anleger verleihen, erfüllen dabei lediglich eine Vermittlungs- und Absicherungsfunktion für die Finanzinvestoren (Zinsgeldbesitzer, bzw. Sparer), welche letztlich die Verschuldung des arbeitenden Volkes erzwingen.
Eine „Weltverschwörung der Reichen und Superreichen“ oder gar der „Weltbanker“ gibt es nicht, da sich diese ahnungslosen Menschen (die Heilige Schrift bezeichnet sie mit der Metapher „
Fische im Wasser“, als noch nicht einmal als „Mensch“) am allerwenigsten der wahren monetären Zusammenhänge und was sie bewirken, bewusst sind.
Die „soziale Frage“ ist eine Scheindebatte, mit der sich selbsternannte Moralapostel (Priester) und Gesetzgeber (Machtpolitiker) wichtig machen können. Sie würde bei der allgemeinen Verwendung von konstruktiv umlaufgesichertem Geld (Freigeld) und der Etablierung eines allgemeinen Bodennutzungsrechtes (Freiland) gar nicht erst entstehen, bzw. sich selbstregulativ immer wieder ausregeln. Auch alle anderen Zivilisationsprobleme (bis hin zum Krieg) kann es in einer natürlichen Wirtschaftsordnung (Freiwirtschaft) per definitionem nicht mehr geben.