Liebe Forenbewohner,
seit über 30 Jahren beschäftige ich mich nebenbei mit der Frage, welche tiefere Wahrheit eigentlich hinter dem Phänomen Religion verborgen ist. Da wir alle in einer Welt leben, in der religiöse Vorstellungen noch immer unser tägliches Leben durchdringen und beeinflussen, ist es zunächst einmal außerordentlich schwierig, einen „objektiven“ Standpunkt zu dieser Thematik einzunehmen, da wir unsere Religion nur schwer „von außen“ betrachten können. Dabei hilft es auch nicht, ein „Atheist“ zu sein, der das Ganze von vornherein für „Spinnerei“ hält. Wäre Religion einfach nur Spinnerei, so dürfte sie spätestens seit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaften keine nennenswerte Rolle mehr spielen.
Tatsache ist jedoch, dass gerade in der heutigen Zeit die Religionen wieder mehr und mehr Anhänger finden und den damit verbundenen Irrationalitäten offenbar keine Grenzen gesetzt sind. Irgendeine verborgene Wahrheit muss also dahinter stecken, wenn Milliarden von ansonsten vernünftigen Menschen seit Jahrtausenden und bis auf den heutigen Tag an etwas glauben, dass sie nicht verstehen und ganz offensichtlich auch gar nicht erst verstehen wollen.
Grundlage unserer Religion ist die Heilige Schrift. Hier muss man ansetzen, um die tiefere Wahrheit zu ergründen und darf dabei nicht den Fehler machen, sich in irgendeiner Weise von den Wahnvorstellungen beeinflussen zu lassen, welche unsere „lieben Theologen“ im Lauf der Jahrtausende in sie hineinphantasiert haben. Solange man allerdings noch nicht weiß, worum es in der Heiligen Schrift eigentlich geht, hat man absolut keine Chance, sie zu ergründen. Das Weglassen religiöser Wahnvorstellungen allein hilft nicht weiter.
Vor vier Jahren wurde ich dann durch Zufall auf eine Wissenschaft aufmerksam, mit der ich mich noch nie beschäftigt hatte und die man als Ingenieur und Naturwissenschaftler zunächst als „profan und langweilig“ einstuft: die Makroökonomie.
In der Regel ist man mit seiner eigenen mikroökonomischen Situation so vollauf beschäftigt, dass man sich keinerlei Gedanken darüber macht, in welche makroökonomische Gesamtsituation diese eingebettet ist. Hat man die Makroökonomie dann aber durchschaut, sieht man die Welt plötzlich mit ganz anderen Augen und nicht mehr länger aus der bisherigen Froschperspektive. Grundvoraussetzung dafür sind die Schriften des Sozialphilosophen Johann Silvio Gesell (1862 – 1930), dem es in seinem 1916 erschienenen Grundlagenwerk „Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ erstmalig gelang, die Makroökonomie vollständig und fehlerfrei zu beschreiben. Alles was davor war und alles was danach kam, ist entweder unvollständig oder fehlerhaft.
Das Verblüffende ist nun, dass gerade die klaren und fehlerfreien Erkenntnisse von Gesell bis heute aus unserem universitären Ökonomieverständnis quasi chirurgisch ausgeblendet sind, sodass im Großen und Ganzen eigentlich nur irrationaler Unsinn übrig bleibt, welcher auch in perfekter Übereinstimmung mit dem restlichen chaotischen Zustand unserer Welt ist.
Verblüffend ist weiterhin, dass dem „angepassten Normalbürger“, der in der Regel krampfhaft versucht, sich an diesen chaotischen Gesamtzustand unserer Welt anzupassen, offenbar nichts so schwer fällt, wie die eigentlich ganz einfachen makroökonomischen Erkenntnisse des Silvio Gesell zu verstehen, bzw. überhaupt erst verstehen zu wollen.
Und genau hier liegt das Geheimnis zum tieferen Verständnis der Heiligen Schrift verborgen! Denn: Die Makroökonomie ist die tatsächliche Basis allen menschlichen Zusammenlebens und nichts anderes als das ökonomische Zwischentauschmittel Geld ist die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung in einer arbeitsteiligen Zivilisation (der Welt des Menschen). Wenn also die Heilige Schrift irgendeine Relevanz haben soll – und die hat sie zweifellos! – dann kann es unweigerlich nur eine einzige Schlussfolgerung geben:
Die ganze Heilige Schrift ist nichts anderes, als die Vorhersage der idealen Ökonomie.
Und was ist dann die Religion? Die ganz hohe Kunst der gezielten Volksverdummung! Seit Jahrtausenden verfolgen die Religionen kein anderes Ziel, als das „dumme Volk“ mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und notfalls mit roher Gewalt davon abzubringen, die ideale Ökonomie zu verwirklichen! Denn: Mit der Verwirklichung der idealen Ökonomie werden sowohl die Religion als auch die Machtpolitik überflüssig.
Wer also weiterhin an den „lieben Gott“ glaubt, ist nicht nur ein dummer Mensch, sondern ein Verbrecher an der Menschlichkeit! Selbstverständlich kann man das niemandem vorwerfen, solange er die tatsächlichen makroökonomischen Zusammenhänge noch nicht kennt. Erklärt man sie ihm dann aber und er zeigt sich unfähig, sie verstehen zu wollen, weiß man ganz genau, mit welcher Art Mensch man es zu tun hat: ein Egoist, der nichts anderes im Sinn hat, als von der Arbeit anderer leben zu wollen!