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02.02.2008, 19:04
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Verlorenes Paradies? Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Verlorenes Paradies?
Hallo!
In letzter Zeit fallen mir öfter Bilder auf wie das von der Schlange im Paradies, die Eva verführte, vom Baum der Erkenntnis...
Ich verstehe mich heute nicht mehr als Christin, aber diese Bilder sprechen immer noch zu mir und regen mich zum Denken an.
War es wirklich falsch von Eva, vom Baum der Erkenntnis zu essen? War das unwissende Glück vorzuziehen?
Was meint ihr dazu?
Herzliche Grüße
Marjul
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02.02.2008, 19:41
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Verlorenes Paradies? Beitrag #2 (permalink)
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SuperMod
Registriert seit: 30.06.2006
Ort: Mit den Füssen auf der Erde und dem Kopf in den Sternen
Beiträge: 8.645
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Unwissendes Glück - schöne Wortwahl. 
ich glaube nicht, denn ich stelle mir diese Unwissenheit als einen Statischen Zustand vor.
Und da ja im Universum alles in Bewegung ist und zwar immer, glaube ich einfach, dass es ein natürlicher Prozess der Evolution war/ist.
Kann ein Fluss stehen? oder besser gesagt: hat ein Fluss die Wahl zu stehen, oder zu fliessen?
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03.02.2008, 04:41
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Verlorenes Paradies? Beitrag #3 (permalink)
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***AUSZEIT***
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.09.2007
Alter: 48
Beiträge: 963
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Zitat:
Zitat von Marjul
Ich verstehe mich heute nicht mehr als Christin, aber diese Bilder sprechen immer noch zu mir und regen mich zum Denken an.
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Da gehts dir wie mir.
Dieses Bild,diese Metapher aus der Genesis ist wirklich metaphermässig genial.
Nicht umsonst haben 3 grosse Religionen dieses Bild in ihren Büchern.
Zitat:
Zitat von Marjul
War es wirklich falsch von Eva, vom Baum der Erkenntnis zu essen? War das unwissende Glück vorzuziehen?
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Nicht nur Eva isst von der Frucht sondern auch ihr Gegenpart Adam.
Und interessanter Weise verführt Eva ihren Gegenpart dazu,in dem sie ihm davon erzählt was die Schlange zu Eva gesagt hat.
Die Mutter alles Seins verführt den schöpferisch zeugenden Gott.
Ha! 
Das unwissende Glück ist nichts anderes,als durch die Erkenntnis selber zum Gott zu werden.
Irgendwann....
deshalb gibts ja diese Reinkarnation.
Zitat:
Zitat von Fulberta
Und da ja im Universum alles in Bewegung ist und zwar immer, glaube ich einfach, dass es ein natürlicher Prozess der Evolution war/ist.
Kann ein Fluss stehen? oder besser gesagt: hat ein Fluss die Wahl zu stehen, oder zu fliessen? __________________
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Weisst du,
wenn mal wieder die Zeugen Jehovas vor der Türe stehen,
und mir den Unterschied zwischen Evolution und göttlicher Schöpfung erklären wollen,
dann sage ich ihnen wie schon so oft,
daß die Evolution nichts anderes als die göttliche Schöpfung ist.
Diese Bewegung im Universum würde ich aber nicht als Immer bezeichnen,
und auch somit nicht als ewig,
weil Materie grundsätzlich des Werdens und Vergehens unterliegt.
Das einzige was immer und ewig Bestand hat ist der Geist,
dieser allerdings kann sich ändern und wandeln.
Der Geist allerdings braucht die Materie um sich wandeln zu können,
bis hin zum göttlichen.
Die Materie ist der Gegenpolare Ausdruck des Geistes,
und da der Geist unsterblich ist,
muss aufgrund des gegenpolaren Ausdrucks die Materie sterblich sein,
und ist es auch.
Auch wenn Materie nur geistige Schwingung ist,unterliegt sie dennoch dem Vergehen.
Was dann vergeht ist der Grund warum wir aus dem Paradies gefallen sind,
denn wenn die Erkenntnis vollkommen ist,und den gottgleichen Zustand erreicht hat bedarf es keiner Materie mehr,die nur ihren Ursprung hatte in dem Willen Erkenntnis zu erlangen.
Wir sind dann Gott,
genau Der,der den Baum der Erkenntniss im Paradies gepflanzt hat.
Ich Narr,
was erzähl ich da eigentlich?
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03.02.2008, 06:18
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Verlorenes Paradies? Beitrag #4 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.12.2007
Ort: Avalon
Alter: 28
Beiträge: 1.047
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Ich denke, es hätte garnicht anders kommen können.
Die Neugier ist eine große Macht.
Zitat:
Zitat von Der_Narr
Weisst du,
wenn mal wieder die Zeugen Jehovas vor der Türe stehen,
und mir den Unterschied zwischen Evolution und göttlicher Schöpfung erklären wollen,
dann sage ich ihnen wie schon so oft,
daß die Evolution nichts anderes als die göttliche Schöpfung ist.
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Gute Idee. Ich verstehe auch nicht, was daran so schwer zu verstehen sein soll.
Geändert von Arkbird (03.02.2008 um 06:20 Uhr)
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03.02.2008, 07:17
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Verlorenes Paradies? Beitrag #5 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.387
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Zitat:
Zitat von Marjul
War es wirklich falsch von Eva, vom Baum der Erkenntnis zu essen? War das unwissende Glück vorzuziehen?
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Hallo Marjul,
es war not-wendig, es wendete die Not. Das "Paradies" war ja eine Not-Lösung, für eine gewisse Zeit auch sinnvoll.
lieben Gruß, Eva (hihi)
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03.02.2008, 11:57
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Verlorenes Paradies? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo
danke für eure Antworten. Ein spannendes Thema mit vielen Aspekten.
Eine feste Meinung habe ich dazu nicht, nur ein paar Ideen, die mir kommen, wenn ich eure Beiträge lese.
Zunächst fällt mir dein Smiley ins Auge, Fulberta. Er erzählt ja eine ganze Geschichte. Wenn ich genau hinschaue, geht es da so zu, dass Mensch zunächst zur Frucht nein sagt, die Schlange sie auf den Geschmack bringt und sie ihre Zunge dann doch danach ausstreckt. Danach wirft sie der Schlange den Ast an den Kopf, woran die Frucht hing, und bricht in Jammern aus. Treffend beobachtet: sich verführen lassen und dann dem Verführer die Schuld geben.
@Der Narr
Adam hat auch gegessen. Er bekommt die Frucht von Eva ohne Begründung. Eva fand die Frucht genussverheißend und wollte klug werden. Warum Adam gegessen hat, bleibt seit damals Spekulation. 6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.
Zitat:
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Die Mutter alles Seins verführt den schöpferisch zeugenden Gott.
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Er hätte sonst nicht gezeugt. 
Theoretisch könnte der Geist "bei sich" bleiben. Es gäbe dann aber niemanden, der ihn wahrnimmt, und es wäre so, als ob es ihn nicht gäbe.
Daher würde ich sagen, ohne das materielle Gegenüber gibt es auch den Geist nicht.
Kennst du die Geschichte von Luzifer (im Islam: Iblis), der dagegen war, dass Gott den Menschen schuf - aus Perfektionismus: da wird ja sowieso nichts draus...?
@maria
Ich habe einmal eine naturwissenschaftliche Spekulation über das Paradies gelesen, wo weiß ich nicht mehr. Es könnten die tatsächlichen Lebensbedingungen vor oder bei der biologischen Entstehung des Menschen gewesen sein: eine tropische Landschaft, wo man keine Kleidung braucht und wo Früchte ganzjährig wachsen und man sie nur pflücken muss. Als die Menschen sich vermehrt haben, war dort kein Raum mehr für alle, und sie mussten in unwirtlichere Gegenden ziehen, wo die Notwendigkeit bestand für Nahrung und Kleidung zu arbeiten. Vielleicht haben wir solche Erinnerungen gespeichert.
Herzliche Grüße
Marjul
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03.02.2008, 14:38
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Verlorenes Paradies? Beitrag #7 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.756
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Zitat:
Zitat von Marjul
Hallo!
In letzter Zeit fallen mir öfter Bilder auf wie das von der Schlange im Paradies, die Eva verführte, vom Baum der Erkenntnis...
Ich verstehe mich heute nicht mehr als Christin, aber diese Bilder sprechen immer noch zu mir und regen mich zum Denken an.
War es wirklich falsch von Eva, vom Baum der Erkenntnis zu essen? War das unwissende Glück vorzuziehen?
Was meint ihr dazu?
Herzliche Grüße
Marjul
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Es gibt da eine alternative Interpretation zum Thema Sündenfall. Man liest, dass sie sich nach dem Essen des Apfels und der damit verbundenen Erkenntnis schämten und bedeckten und als Gott dies sah sind sie sich gegenseitig in den Rücken gefallen bzw. Adam sagte, dass es die Frau war die Gott ihm geschickt hat.
Das ist interessant - waren die beiden nicht ein Paar, sollten sie sich nicht lieben - warum schämen sie sich voreinander wenn sie nackt sind und warum hintergeht Adam seine Frau? Und weiter gehts: Warum erziehen sie ihre Kinder so, dass eines ihrer Kinder den eigenen Bruder aus Eifersucht umbringt? War die Liebe auch in der Erziehung nicht so vorhanden wie sie es hätte sein sollen? Wenn man es von dieser Seite aus betrachtet ist der eigentliche Sündenfall nicht das Essen des Apfels sondern die Tatsache, dass sie sich nicht liebten. Und wenn man die Menschheitsgeschichte aus dieser Perspektive betrachtet, dann ups findet man hier wohl eine grundsätzliche Ursache von Leid. Naja aber das funktioniert auch nur, wenn man es aus dieser Perspektive betrachtet.
Grüße Shuichi
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03.02.2008, 15:24
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Verlorenes Paradies? Beitrag #8 (permalink)
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SuperMod
Registriert seit: 30.06.2006
Ort: Mit den Füssen auf der Erde und dem Kopf in den Sternen
Beiträge: 8.645
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Die Geschichte vom Sündenfall ist, wie so manche in der Bibel, wenn nicht das meiste, eine Metapher (nach meinem Verständnis).
Es zeugt von der geistigen Entwicklung des Menschengeschlechts.
auch finde ich dieses leicht bestätigt, wenn ich bedenke:
wie oben, so unten
und dann ein Menschenleben ansehe:
- unbewusstes, absolut beschütztes Leben in der Dunkelheit - Mutterleib
- eine grosse Änderung des Seins - die Geburt
- langsames, aber stetes Wachstum und Bewusstwerden.
die Ausführungen der Menschlichen Entwicklung gleichen sich stark in allen Ebenen:
Körperliche Ebene
Geisige Ebene
Bewusstsein Ebene
Deshalb meine ich, dass der "Sündenfall" ein geistiger Evolutionsschritt, der nicht zu umgehen war.
Denn Stillstand gibt es in der Schöpfung nicht!
Nur Fortschritt oder Degeneration, also Verfall.
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