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24.01.2008, 15:52
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Welche Bibel? Beitrag #1 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 86
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Welche Bibel?
Hallo,
ich habe eine Frage an euch. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Bibelstudium.
Ich hab mir gleich mehrere Übersetzungen besorgt.
Aber nun zu meiner Frage.
Welche Bibel kommt dem Originaltext am nächsten?
Manche Übersetzungen, wie etwa die Elberfelder sind doch etwas holprig zu lesen.
Vielleicht kann mir einer sagen, welche Bibel am geeignesten ist.
LG
Claude
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24.01.2008, 15:59
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Welche Bibel? Beitrag #2 (permalink)
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Kind des Lichts
Sternzeichen:
Registriert seit: 10.06.2006
Ort: Süddeutschland Lkr. RV
Alter: 36
Beiträge: 338
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Hallo,
ich selbst habe auch mehrere Ausgaben der Bibel. Ich nehme an, wenn Du es ganz genau wissen möchtest müsstest Du griechisch lernen, soweit ich weiß sind die ersten Schriftstücke in griechisch verfasst, oder?
Reicht es denn nicht, dass die Grundaussage stimmt? Ich mein, wenn ich in hundert Jahren im Wörterbuch nachschlage was einige umgangssprachlichen Wörter von heute heißen, dann komme ich auch nie darauf, was in den einzelnen Aussagen von heute wirklich gemeint war, oder?
Viel Spaß beim Bibelstudium
alles Liebe
Light
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29.01.2008, 20:58
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Welche Bibel? Beitrag #3 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 29.12.2007
Ort: Windsbach / Mittelfranken / Bayern
Beiträge: 217
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Bibelversionen
Zitat:
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Welche Bibel kommt dem Originaltext am nächsten?
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Lieber masterblaster,
wenn Du das Alte Testament meinst, dann müsstest Du Hebräisch können. Die für mich beste Übertragung des AT ins Deutsche stammt von Buber und Rosenzweig. Ist etwas schwierig zu lesen, kommt jedoch dem Original am nächsten. Gute Ratgeber in Sachen Bibelverständnis sind die Bücher des verstorbenen Pinchas Lapide.
Beim Neuen Testament müsstest Du Griechisch verstehen. Wenn Du des Englischen mächtig bist, kannst Du es mit einer Neuauflage der James King Bible versuchen. Die erläutert in vielen Fußnoten den historischen Kontext. Wusstest Du z. B. was ein Talent zu Jesu Zeiten bedeutete? Das war der Jahreslohn eines Arbeiters!
Wenn Du mehr die Auslegungstechnik der Rabbinen kennen lernen möchtest, dann führe dir die Bücher von Gershom Scholem zu Gemüte.
Liebe Grüße, Kiat
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12.02.2008, 19:03
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Welche Bibel? Beitrag #4 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 08.02.2008
Ort: In der Nähe von Frankfurt
Beiträge: 56
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Mit einer Bibel ist es nicht getan
Hallo Masterblaster> Welche Bibel kommt dem Originaltext am nächsten?Zunächst sollte man berücksichtigen, dass es keine wirklichen Original-Texte gibt, weder vom alten noch vom neuen Testament. Alle biblischen Texte wurden in irgendeiner Form redaktionell überarbeitet oder restauriert. Und viele Texte wurden erst rückwirkend irgendwelchen Autoritäten zugeschrieben (Stichwort Pseudoepigraphien). Darüber hinaus basieren viele biblische Texte auf noch älteren Quellen (z.B. Psalm 104 basiert auf dem Sonnenhymnus an Aton). Was wäre in diesem Fall das Original?Jeder angebliche Originaltext ist letztendlich ein willkürlicher Schnitt, den man irgendwo macht. Beim NT kommt das Problem hinzu, dass sich die Evangelisten auf die griechische Übersetzung des AT bezogen (Septuaginta), während sich die heutigen AT-Übersetzungen auf spätere (!) hebräische Ursprungstexte beziehen. (z.B. auf die Biblia Hebraica Stuttgartensia). Wir machen also heute beim AT einen ganz anderen Schnitt als die Autoren des NT.Wenn man sich nun für irgendwelche „Originaltexte“ entschieden hat, dann liegt das nächste Problem in der Übersetzung. Es sind in erster Linie die Mehrdeutigkeiten der Bibel, die eine exakte Übersetzung nahezu unmöglich machen. Das ist etwa so, als wollte man Wortspielereien oder Zungenbrecher in eine andere Sprache übersetzen. Die eigentliche Pointe würde in der Übersetzung verloren gehen.Hinzu kommt gerade beim alten Testament, dass sich die jüdischen Exegeten immer wieder auf den Zahlenwert eines Wortes beziehen (Stichwort Gematria). Und dieser Zahlenwert geht natürlich in der Übersetzung vollkommen verloren.Man kann also das Problem mit den Übersetzungen nicht ganz lösen, aber man kann es zumindest minimieren, wenn man vier verschiedene Bibel nimmt:Als erste Bibel sollte man die nehmen, die man gewohnt ist und zu der man einen halbwegs intuitiven Zugang hat. Hier findet man am schnellsten die Stellen, die man sucht. Für einen Katholiken wäre das die Einheitsübersetzung und für einen Protestanten wäre das die revidierte Luther-Übersetzung von 1984. Für ein erstes, grobes Verständnis des wörtlichen Schriftsinns reicht das.Wenn man jedoch wirklich ins Detail will, dann braucht man schon etwas besseres. Mein zweiter Griff geht immer zur Interlinear-Übersetzung von Rita Steurer, bei der wirklich konsequent jedes Wort übersetzt wird. Der Text wirkt dadurch jedoch sehr holprig. Die mehrbändige Interlinear-Übersetzung ist darüber hinaus leider auch sehr teuer (aktueller Preis 295 Euro)Einige Teile findet man jedoch hier als PDF-Datei: http://bible.myvnc.com/index.html Die Interlinear-Übersetzung geht leider nicht auf Mehrdeutigkeiten ein. Deshalb geht mein dritter Griff zur Elberfelder Bibel, die manchmal auch ganz interessante Fußnoten hat.Beim alten Testament lohnt sich darüber hinaus auch ein Blick in die Übersetzung von Buber und Rosenzweig (um die moderne jüdische Sichtweise zu betrachten).Bei all dem sollte man natürlich beachten, dass man sich nicht zu sehr im Buchstaben bzw. im ersten Schriftsinn festbeißt, denn die Bibel transportiert ihre eigentliche Bedeutung auf einer ganz anderen Ebene (Stichwort: Dreifacher Schriftsinn). Auch wenn man die beste Übersetzung hätte, würde man bei einer wörtlichen Interpretation immer auf irgendwelche Widersprüche und Fehler stoßen.Siehe: http://www-theol.uni-graz.at/cms/dokumente/10001252/195ae4fd/bibel-schriftsinne.pdf Dieser dritte bzw. verborgene Schriftsinn macht natürlich das Übersetzen besonders schwer, weil der Übersetzer nur auf die Details achten kann, die er selbst erkannt hat. Hier kann es durchaus passieren, dass manches in der Übersetzung verloren geht, was eigentlich sehr wichtig gewesen wäre. In der Luther-Bibel heißt es z.B.1. Mose 1,9: Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe.Wörtlich übersetzt würde es aber heißen:Gesammelt werden die Wasser (Plural!) unter den Himmeln (Plural!) an Ort einen und es werde sichtbar gemacht das Trockene!In der wörtlichen Übersetzung (= erster Schriftsinn) macht der Plural keinen Sinn. Für die esoterische Bedeutung (= dritter Schriftsinn) ist jedoch der Plural ganz wichtig.Viele Grüße Elias
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04.03.2008, 08:15
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Welche Bibel? Beitrag #5 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 01.01.2006
Beiträge: 1.652
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Wenn man die Bibel zu sich nimmt,
um dem "Wort Gottes" näher zu sein,
dann sollte man wissen, dass die Bibel
nur eine Sammelstelle von noch älteren
Mythen ist, die in der Bibel von Menschen
"auf Neuzeitlich" umgetrimmt wurden.
Will man also dem "Wort Gottes" auf die Spur
kommen, sollte man sich diese älteren Mythen
ansehen.
Wie zum Beispiel den Mythos von Horus, der VOR
dem Mythos von Jesus entstanden ist und der
1:1 auf Jesus übertragen wurde.
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08.03.2008, 19:12
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Welche Bibel? Beitrag #6 (permalink)
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Dienstleister am Menschen
Sternzeichen:
Registriert seit: 22.01.2006
Ort: Kehl am Rhein
Alter: 59
Beiträge: 570
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Zitat:
Zitat von masterblaster
Hallo,
ich habe eine Frage an euch. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Bibelstudium.
Ich hab mir gleich mehrere Übersetzungen besorgt.
Aber nun zu meiner Frage.
Welche Bibel kommt dem Originaltext am nächsten?
Manche Übersetzungen, wie etwa die Elberfelder sind doch etwas holprig zu lesen.
Vielleicht kann mir einer sagen, welche Bibel am geeignesten ist.
LG
Claude
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Vielleicht verifizierst du mal dein Argument. Das buch der Sprüche bleibt das Buch der Sprüche, das kannst du drehen und wenden. Also ich glaube kaum, daß beim Biebelstudium die Übersetzung eine Rolle spielt, weil es da keine gravierenden Unterschiede gibt.
Grüßle
Gandalf derGraue
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13.03.2008, 14:09
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Welche Bibel? Beitrag #7 (permalink)
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Sternengucker
Registriert seit: 13.09.2006
Ort: BRD/Nordhessen
Beiträge: 652
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sahalom gandalf,
da irrst du dich aber gewaltig... es ist ein grosser unterschied ob rosenzweig oder luther die thora ("altes testamen") übersetzt haben....
shimon,der rabbi
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13.03.2008, 19:44
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Welche Bibel? Beitrag #8 (permalink)
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Dienstleister am Menschen
Sternzeichen:
Registriert seit: 22.01.2006
Ort: Kehl am Rhein
Alter: 59
Beiträge: 570
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Zitat:
Zitat von Shimon,der Rabbi
sahalom gandalf,
da irrst du dich aber gewaltig... es ist ein grosser unterschied ob rosenzweig oder luther die thora ("altes testamen") übersetzt haben....
shimon,der rabbi
|
Das AT und die Thora haben wohl nur eines gemeinsam, nämlich das "Pentateuch". Es ging aber um die geammte Bibel, so wie ich z B. als Buch der Bücher aus dem Herder Verlag Freiburg kenne und wie sie in jedem Hotel ausliegt.
Grüßle
Gandalf der Graue
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