Weihnacht unserer Ahnen
Ursprünglich als fest der Rückbesinnung gedacht, stellt Weihnachten für viele in der Realität eine Zuspitzung von Stress und Hektik dar.
Das Rad im Jahreskreis hat sich weiter gedreht: Wir sind in der unteren Hälfte, der dunklen Jahreszeit gelangt. Jede zeit des Jahres hat ihre ganz eigenen Qualität, ihre eigenen Energien. Wenn ich mich darauf einstelle und mit diesen Energien mitlebe, kann ich sie mir zu nutze machen. Der Winter ist die zeit, um zur Ruhe zu kommen und die ganze persönliche Ernte des vergangenen Jahres zu beschauen, sozusagen Inventur machen. Es ist die Zeit, das Ist, das Gewollt haben und das Wollen zu überprüfen und gegenzuwägen. Die Zeit, um Kräfte zu sammeln, für das Wachstum im nächsten Jahr.
Was haben die Ahnen gemacht?
Die Kelten und Germanen, feierten am 21 Dezember das große Fest der Winter-Sonnenwende. Für sie begann jetzt der neue Jahreskreis mit der
Wiedergeburt des Lichts. Die Ahninnen haben bereits seit dem 4 Dezember Lichter entzündet, vorzugsweise Kienspäne, und immer grüne Zweige hereingeholt, damit diese Ihre Durchhaltekraft mit ihnen teilten. Das ist auch der ursprüngliche Sinn des Adventskranzes und Weihnachtsbaum. Sie ehrten vor allem die Eibe, denn die roten Beeren symbolisieren Lebenskraft und Überlebensenergie. Rot ist die Farbe des Blutes, des Lebenssaftes. Eine besondere Rolle spielte die Mistel, die heilige Pflanze der Druiden. Sie durfte nur mit einer goldenen Sichel geschnitten werden und nicht den Boden berühren. Die Mistel speichert enorm viel Sonnenkraft und bringt Licht ins Haus. Wenn sie trocken wird, schimmern Blätter und Zweigetatsächlich golden.
Ferner war ein Brauch, zu den Jahreskreisfesten so genannte Gebildbrote zu backen. Sie bezogen sich in Form und Dekoration auf das jeweilige Fest. Zur Winter-Sonnenwende wurden vor allem Sonnen gebacken und sich gegenseitig geschenkt. Zum Festessen wurden Symbolspeisen gegessen, wie z.B. rote Beeren und Gemüse, dunkelgrüne und weiße Speisen, Nüsse, Äpfel etc. Auch die Kleidung war in diesen Farben gehalten.
Als sinnfällige Handlung wurde dann am 21.12 das Sonnwendfeuer entfacht – und so das ganze alte Jahr verbrannt. Der 21 12. ist ein besonderer Höhepunkt in einer Zeitspanne, die für die Ahninnen am 4,12, dem Barbaratag, beginnt und mit dem 6.01 endet. Diese Zeit der Rauh - bzw. Weihnächte war- oder ist!? - die zeit der glänzenden Winterfrauen Holla und Percht mit ihrem Gefolge.
In dieser Zeit haben sie täglich ihre Behausung ausgeräuchert – graue Gedanken und böse Geister jedweder Art vertrieben. Altes und Überlebtes mental und materiell ausgemistet, die Luft rein gemacht für Neues und Wünsche in den Rauch geschickt.
In der Abfolge der Rauhnächte galt der 24.12 ursprünglich der Ehrung von Mutter Erde, der Mütterkraft, der großen Mutter. Der 25.12.war den Ahninnen gewidmet, der 26.12 der leiblichen Mutter.
Gefunden in: Körper Geist Seele