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20.12.2007, 19:03
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Sünde im Namen Gottes Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Sünde im Namen Gottes
Hallo
Vermutlich gibt es einige Leute die manches vom folgenden schockiert, während es andere gibt für die es gar nichts besonderes ist und dieser Thread auch nichts neues oder interessantes darstellt, für die das Thema bis in ihr tiefstes geklärt ist. Vielleicht gibt es auch andere, so wie mich, bei denen zum Thema Sünde und Schatten noch nicht bis ins Tiefste tiefe Klarheit herrscht.
Ersteinmal. "Sünde" da gibt es denke ich zwei Fraktionen. Die einen die an Sünde glauben im Sinne von eine Straftat die Gott richtet und die anderen die der meinung sind das das eine Illusion ist. Das ist allerdings beides noch recht oberflächlich (dargestellt).
Ich bin der Meinung, das es nichts außer Gott gibt. Alles ist Gott. Alles ein Ausdruck Gottes. In meinem Leben gibt es einerseits mich und Gott zu dem ich bete, also einerseits gibt es Gebet. Andererseits sehe ich alles als Einheit und alles Bewusstsein als ein Bewusstsein, Meditation bejat diese Einheit.
Krasse gegensätze die Unvereinbar scheinen und doch irgendwie vereinbar sind. Die Erfahrung was Gott ist lässt sich meiner Erfahrung nach nicht in Worte fassen, der Verstand bekommt so eine Ahnung, man selbst, wie ein Blinder der sehen lernt, aber nicht greifbar, wollen wir das nicht weiter ausführen.
nach diesem Prinzip glaube ich einerseits, das es keine Sünde gibt, sonst wäre Gott ja ein Sünder, unvollkommen, andererseits glaube ich dann aber auch, dass es falsch wäre zu sagen, dass es keine Sünde gibt. Würde jeder das machen was man unter Sünde versteht wäre die Welt ein Ort des Grauens, und wir haben auch eine sehr persönliche Art des Bewusstseins, für die dieses Grauen real wirklich schrecklich ist, und das gehört auch zu uns, es vollkommen zu ignorieren halte ich für falsch.
Ihr bemerkt vielleicht schon wie oft ich das Wort "falsch" verwende...
In meinem Kopf, und ich vermute auch in den meisten anderen Menschen exestiert ein tief sitzdendes WEmpfinden von Sünde und Verdienst, von falsc und richtig, auch wenn es immmer anders ausgeprägt ist.
Bei religiösen Menschen wird das dann oft auf Gott bezogen, dass man gegen Gott gesündigt hat, und auch wenn man eigentlich der Ansicht ist, dass es keine Sünde gibt, fühlt man sich dann doch immer etwas schuldig, wenigstens so als hätte man etwas verloren, so geht es mir z.b. oft. Da kommt z.b. der Grund, ein spezieller Umstand oder eine Begierde, man will es eigentlich nicht und denkt dass es falsch ist, oder man denkt sich grade das man es jetzt macht und danach die Denkweise bricht und sich nicht schuldig fühlt, und danach fühlt man sich doch wieder sündig, schwach oder schuldig. (Ich rede hier jetzt von Sünden oder Fehler gegen sich selbst, die die meisten mal im Alltag machen, oft täglich). Ich hatte jetzt das Erlebnis fast wieder, nur dass ich mich danach aufeinmal gefreut habe. Ich war Gott aufeinmal sehr dankbar, die Freiheit zu haben etwas zu machen, was ich eigentlich als falsch ansehe und eigentlich nur negative Folgen hat. Ich konnte es annehmen und sogar ausarten lassen.
das widersprach allen Prinzipien meines Verhaltens und für diesen Moment ein unglaubliche Freiheit. Etwas wogegen es in der Regel schon einen inneren Widerstand gibt es überhaupt ins Forum zu schreiben. Aber darin bestseht auch irgendwie diese Freiheit.
Unbegrenztheit der Möglichkeit, wir können frei wählen.
Bei mir herrscht jedoch/natürlich immer noch Unklarheit. Das mit dem Alltag zu vereinen. Die Verhaltensweisenauch wirklich zu beseitigen aber auch sinnvolle an deren Stelle zu setzen. (Das was man denke ich eben auch Schattenarbeit nennt) Wie sind eure Erfahrungen? Was haltet ihr von einer solchen Erfahrung/Sichtweise?
So oder so, ist es für mich immer noch ein seh kompliziertes Thema.
Liebe Grüße, Flo
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20.12.2007, 19:45
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Sünde im Namen Gottes Beitrag #2 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 01.01.2006
Beiträge: 1.652
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Hallo shiki,
ich sehe es so, dass man mit
der Sünde, durch die Sünde muss,
um letztendlich zu begreifen,
was Sünde ist.
Man wird DEFINITIV, einige
Handlungen DANACH, nicht
mehr machen wollen, weil man
weiß, dass man sich damit selbst
entwürdigt.
Einfach zu sagen, jegliche Handlung,
hat keinerlei Bedeutung, halte ich
für naiv.
Jegliche Handlung, wird nicht verurteilt,
weil sie zum Ziel führt, genau das zu
erkennen.
Die Handlung verliert erst dann ihre
Bedeutung, wenn man an diesem Ziel
angekommen ist.
Im Grunde geht es darum, selbst zu
erfahren, was entwürdigend ist,
um im Augenblick dieses Erkennens,
zu begreifen, das dieses Entwürdigende,
nur einer Illusion entsprungen ist, um
eben DIES zu begreifen.
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21.12.2007, 10:53
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Sünde im Namen Gottes Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Muss man an Sünde wirklich glauben? Ich denke nicht - nur - definieren schon!
Das Wort Sünde klingt nach Strafe Gottes.
Aber setzen wir uns nicht ständig selber fest, was für uns Sünde ist?
Heute habe ich gesündigt erzählen wir anderen, wenn wir meinen, zu viel "Süßigkeiten " oder sonstige Speisen "verputzt " zu haben.
Eigentlich sagen wir das, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, den es hat uns gut getan - nur - die Vernunft sagte uns, dass wir es vermeiden sollten, um das angeblich optimale Gewicht zu halten.
Ja, da habe ich gesündigt, gegen meinen meinem Verstand!
Etwas muss ich ändern, entweder mein Verhalten, oder die Regelung, di mir mein Verstand vorgibt!
Wenn ich einen guten Freund habe, diesen immer wieder unbeherrscht beleidige, habe ich gegen meinen Freund gesündigt!
Ich strapaziere damit meine Freundschaft "über Gebühr" und muss es hinnehmen, dass diese womöglich abkühlt, ja sogar zu Grunde geht.
Wie Sündige ich gegen Gott?
Auch da muss ich definieren, was Gott für mich ist!
Erkenne ich an, dass mein Körper, ein Geschenk Gottes ist, dann sündige ich gegen Gott, wenn ich gegen meinen Körper sündige.
Es ist dabei aber zuerst festzustellen, ob es nicht meine Regeln sind, die meinen Körper mehr schaden würden, wenn ich diese auch befolge.
Ich muss vermutlich immer wieder an meinen Regeln, Korrekturen vornehmen.
Wenn ich aber andere Schädige, die bedränge und bedrücke, sündige ich gegen meine Mitmenschen.
Damit ja auch gegen Gott, denn auch die sind ja von Gott!
Es ist eigentlich ganz einfach - immer, wenn ich gegen die Liebe entscheide, immer dann sündige ich - gegen mich und gegen Gott!
Und die Strafe, die gebe ich mir oft selbst - bin dabei mit mir oft unerbittlicher, wie alle anderen es zu mir wären.
Gott sagt es uns nur, strafen tut Gott nie! Zu groß ist seine Liebe zu mir.
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21.12.2007, 14:09
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Sünde im Namen Gottes Beitrag #4 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 01.01.2006
Beiträge: 1.652
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Zitat:
Zitat von Elmar
Es ist eigentlich ganz einfach - immer, wenn ich gegen die Liebe entscheide, immer dann sündige ich - gegen mich und gegen Gott!
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Guter Spruch. 
Nur gauckelt einem das Ego
oft vor, aus Liebe zu handeln.
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21.12.2007, 15:40
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Sünde im Namen Gottes Beitrag #5 (permalink)
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Gast
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Hallo
Zitat:
Einfach zu sagen, jegliche Handlung,
hat keinerlei Bedeutung, halte ich
für naiv.
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Da gebe ich dir recht.
Zitat:
Man wird DEFINITIV, einige
Handlungen DANACH, nicht
mehr machen wollen, weil man
weiß, dass man sich damit selbst
entwürdigt.
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Zitat:
Im Grunde geht es darum, selbst zu
erfahren, was entwürdigend ist,
um im Augenblick dieses Erkennens,
zu begreifen, das dieses Entwürdigende,
nur einer Illusion entsprungen ist, um
eben DIES zu begreifen.
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Dem stimme ich nicht zu (zumindest nicht in allen Art und Weisen wie man es verstehen kann). Wenn man in seinem Leben darauf achtet nicht zu entwürdigen finde ich es gut.
Wenn man allerdings die Handlungen unter jedem Preis unterlässt, weil man nicht entwürdigend sein will, dann wirkt das auf mich noch unfrei, dann hat man meiner Meinung nach seine Schattenseiten noch nicht vollkommen angenommen.
Ich finde ethische Regeln, Tugenden, also das Leben nach den Gesetzten der Natur und der Liebe wichtig, das betonen der positiven Seiten.
Aber ich denk irgendwann muss man alles hinter sich lassen um zur Einheit zu erwachen, wenn nichts übrig bleibt. Demnach finde ich sollte man auch nicht zu sehr an dem Haften was wir als positiv erachten.
In diesem Zusammenhang eben auch die Frage, wie kann man gegen Gott sündigen wenn es nichts außer Gott gibt?
Ich denke die Antwort hängt eben wie schon genannt davon ab we man Gott definiert, und davon wie man Sünde definiert...
Liebe Grüße, Flo
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21.12.2007, 16:47
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Sünde im Namen Gottes Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Zitat:
Zitat von Venus3
Guter Spruch. 
Nur gauckelt einem das Ego
oft vor, aus Liebe zu handeln.
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Das ist tatsächlich ein sehr großes Problem - das sich selber anlügen und für Liebe halten, was nur Gier ist.
In der "Licht und Liebe - Gesellschaft" immer deutlich zu sehen.
Bevor mich nun die Reikianer schlagen 
auch ich bin Reikimeister - lehne den aber so sehr missbrauchten Spruch vollkommen ab.
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21.12.2007, 19:28
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Sünde im Namen Gottes Beitrag #7 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 01.01.2006
Beiträge: 1.652
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Zitat:
Zitat von shiki
Hallo
Da gebe ich dir recht.
Dem stimme ich nicht zu (zumindest nicht in allen Art und Weisen wie man es verstehen kann). Wenn man in seinem Leben darauf achtet nicht zu entwürdigen finde ich es gut.
Wenn man allerdings die Handlungen unter jedem Preis unterlässt, weil man nicht entwürdigend sein will, dann wirkt das auf mich noch unfrei, dann hat man meiner Meinung nach seine Schattenseiten noch nicht vollkommen angenommen.
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Sehe ich genauso. 
Deshalb schrieb ich ja, man muss MIT der Sünde, DURCH die
Sünde.
Von außen auferlegte Regeln, welche nicht frei aus dem
Herzen kommen, -eben durch die Erfahrung der "gebrochenen Regel"-, sind gar nichts.
Dabei, hat der Mensch noch nichts verstanden.
Außerdem, verurteilt er dann noch, da er diesen Weg noch
nicht selbst gegangen ist.
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