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21.01.2011, 15:45
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen Beitrag #1 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 02.12.2008
Ort: Berlin-Wilmersdorf
Beiträge: 4.928
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen
auch bekannt als die prä-post Verwechselung und das reduktionischte Denken
Anlässlich der Threads die von einigen Usern erstellt worden sind, in denen solche Behauptungen aufgestellt wurden wie bspw "Ich bin der Klonbruder des Christus" oder "nur das Zölibat führt zum wahren Glauben" und ähnliche Behauptungen die selbstverständlich jedwede spirituelle Arbeit unglaubwürdig und ad absurdum führen.
Ich eröffne diesen Thread, wo wir alle über diese Thematik reden können, dies aber in einem angemessenen Rahmen.
Die Spiritualität hat als grosse Aufgabe die Erhöhung des Bewusstseins, und auch (oder folglich) sollte den Sinn und die Sinnhaftigkeit des Lebens offenbaren.
Um die Sache nicht unnötig kompliziert zu gestalten, werde ich einfach so Behaupten: Bewusstsein ist die Fähigkeit, die Realität wahrzunehmen, je mehr davon wir "sehen können" um so bewusster der Mensch.
Weiterhin wenn ich "rational" sage, meine ich damit, die Fähigkeit über das Wahrgenommene reflektieren zu können; und zwar "rational" im weitesten Sinne bedeutet "begründet, begründen zu können".
Leider ist der Begriff rational in Verruf gekommen (unter spirituelle Menschen) weil meistens dieser Begriff reduktionistisch angewendet wurde für "materialistisch und einfallslos denkend", wenn ich hier rational meine, meine ich dies nicht diese letzte Aussage, sondern rational begründet, grosszügig und einfallsreich, auch mit der Fähigkeit gut abstrahieren zu können, und mit der Möglichkeit, über die Rationalität hinaus wachsen zu können, ohne dabei in Infantilismen zu verfallen.
Eine weitere nötige Erklärung richtet sich auf drei Zustände der kognitiven Intelligenz die ich so darstellen wollte, dass wir ziemlich genau wissen, worüber wir hier reden; diese drei Zustände werde ich der Einfachheit halber prärational rational und postrational nennen.
Mit "prärational" meine ich die Unfähigkeit begründen zu können, warum ich etwas behaupte (unabhängig von den Kausalitäten die zu dem Zustand geführt haben- als Beispiel jemand ist zu jung, oder jemand leidet an einer psychischen Krankheit, jemand ist nicht geistig reif genug aus anderen Gründen).
Rational habe ich bereits oben erklärt.
Mit postrational meine ich die Fähigkeit, Etwas wahrnehmen zu können, was real ist, die Erklärung und Begründung aber über die Rationalität hinaus geht, ohne dabei unlogisch und banal zu sein. Beispiel dafür wäre Hellsichtigkeit.
Dazu muss ich unbedingt eine grundlegende Bedingung stellen: Wahrhaftigkeit. Wenn ich hier etwas behaupte, und ich weiss, dass ich lüge, es hat gar keinen Sinn mehr, überhaupt über etwas zu reden. Wenn man von einer subjektiven Wahrnehmung zu einer intersubjektiven wechseln möchte, ist diese eine Mindestanforderung, die alles Andere ja sonst sinnlos macht.
Um das was ich hier zeigen möchte, werde ich eine einfache Aussage der Bibel nehmen: Moses hat die Juden aus der ägyptischen Sklaverei, ins gelobte Land geführt.
Eine prärationale Auslegung dieser Aussage würden lauten: Moses ist "tatsächlich" mit dem jüdischen Volk aus Ägypten geflohen, ERGO ist diese Aussage wahr.
Eine rational-materialistische Auflegung würde lauten: dies ist ein Schwachsinn, so was kann man nicht beweisen. ERGO Aussage falsch.
Eine postrationale Auslegung: Möglicherweise hatte das jüdische Volk damals eine Art der ägyptischen Religion angenommen, und in dem Moses für sein Volk eine eigene Art des Glaubens gefunden hat, führte er es eben "ins gelobte Land" und hat eben angefangen an Jahwe zu glauben". Also kann man diese Aussage (allegorisch) als durchaus wahr nehmen. ERGO Aussage wahr.
Wie wir sehen, die PRÄ und die POST Auslegungen kommen zum selben Ergebnis, aus total anderen Gründen. Wüsste man nicht genau, was man da macht, könnte man leichtsinnigerweise beide Aussagen für gleichwertig erklären.
Es gibt natürlich sehr viele spirituelle Menschen die sich vehement gegen die rational-materialistische Aussage wehren (mit recht, weil reduktionistisch und intolerant), aber leider begehen sie dann den Fehler, jedwede, egal wie haarsträubende, Aussage für wahr zu halten (weil diese ja nicht rational), und somit jedwede Glaubwürdigkeit in der spirituellen Arbeit geht verloren, weil man ja nur infantiles Zeug von sich gibt.
Menschen die ohne nachzudenken, solche Aussagen unterstützen, machen leider alles zunichte, was wir alle aufzubauen zu versuchen.
Nehmen wir aber jetzt diese so genannte Aussage "Ich bin der Klonbruder Jesus Christus" => würde jemand der nach vielen Jahren der spirituellen Arbeit so was behaupten und vielleicht dazu sagen "ich meine das so, dass ich die Christusenergie in mir spüre, die mich dazu bringt Bruderschaft und Liebe für alle Menschen zu spüren, wenn ich mich in dieser Energie aufhalte oder mit ihr arbeite", somit wäre solch eine Aussage ... eine wunderschöne, und wenn der Mensch auch noch erklären kann, wie man solch einen wunderbaren Zustand erreicht, wäre dies ein Gewinn für uns alle.
Diese Aussage wurde aber von jemandem gemacht, der offensichtlich keine spirituelle Arbeit verrichtet und auch nicht verrichtet hat, und keine besondere Bewusstseinszustände erlebt hat (egal ob selbst oder spontan herbei geführt). So was ist schlicht und ergreifend inakzeptabel.
Ich möchte dazu ganz deutlich erklären, ich habe nichts gegen den Verfasser der Aussage, im Gegenteil, ich wäre bereit jederzeit zu helfen.
Spirituelle Erlebnisse sind immer grenzwertig, viele ähneln Psychosen und Schizophrenie, und sind für diejenigen, die sie gerade erleben schwer zu verkraften, ganz klar sind sie aber nicht als pathologisch aufzufassen, und genau aus diesem Grund ist es sehr wichtig dass wir in der Lage sind, eine Sache von der anderen zu gut unterscheiden zu können.
Ich befürworte sowohl in den einen als auch in den anderen Fällen Hilfe zu leisten, und respekt- und liebevoll mit allen Menschen umzugehen, aber wir müssen jeden über seinen/ihren Zustand genauestens aufklären, sollte dies erforderlich sein, weil pathologisch.
Ich möchte nochmals betonen, dass es sich hier um keine Art des Angriffs auf unsere Mitglieder handelt, sondern im Gegenteil, einen Versuch, wenn es geht, ihnen helfen zu können.
In diesem Sinne ....
LG.
Max.
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21.01.2011, 16:26
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen Beitrag #2 (permalink)
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Mensch
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.09.2009
Alter: 35
Beiträge: 2.663
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hmm...... wenn ich jetzt sage das ein normaler Mensch etwas besonderes ist und mich daraufhin für einen normalen Menschen halte, bin ich dann auch verrückt? 
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21.01.2011, 16:29
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Scratcher
hmm...... wenn ich jetzt sage das ein normaler Mensch etwas besonderes ist und mich daraufhin für einen normalen Menschen halte, bin ich dann auch verrückt? 
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Inwiefern normal und inwiefern besonders?
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21.01.2011, 16:41
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen Beitrag #4 (permalink)
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Mensch
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.09.2009
Alter: 35
Beiträge: 2.663
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Zitat:
Zitat von Sole
Inwiefern normal und inwiefern besonders?
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Ok war eigentlich als kleine Auflockerung gedacht aber ich "stricke" mal weiter:
Ein Gott, ein Jesus, ein Engel sind ja auch "dementsprechend" ausgestattet!
Wenn sie etwas bewirken wollen dann ist es für sie eine Leichtigkeit. Um nicht zu sagen "normale Wunder" schütteln sie sich halt eher mal so aus dem Handgelenk.
Ein Mensch wird immer als "normal" und somit als "nur" Mensch angesehen. Wobei wenn dieser über sich hinaus wächst etwas geschafft hat, was die ganzen Engelswesen usw nicht geschafft haben!
Weil bei gleichem Aufwand hat es ein Mensch umso schwerer und somit ist seine Tat als aufwendiger und schwerer anzusehen und eher besonders.
Verstehste? 
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21.01.2011, 16:45
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen Beitrag #5 (permalink)
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Seelenbeobachter
Sternzeichen:
Registriert seit: 10.10.2010
Ort: Berlin
Alter: 45
Beiträge: 452
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 erzähl mal weiter Scratch 
Also ich halte mich zur Zeit für besonders verrückt. Aber das ist normal.
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21.01.2011, 16:51
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Hallo Max,
kannst du mir den Unterschied zwischen spirituell und esoterisch erklären?
Lg Kahina
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21.01.2011, 16:53
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen Beitrag #7 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 02.12.2008
Ort: Berlin-Wilmersdorf
Beiträge: 4.928
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Zitat:
Zitat von Scratcher
hmm...... wenn ich jetzt sage das ein normaler Mensch etwas besonderes ist und mich daraufhin für einen normalen Menschen halte, bin ich dann auch verrückt? 
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Also, ich persönlich, mag nicht so den Begriff "normal". Dies heisst für mich so gut wie "normiert" und das wäre nicht, was ich im Sinne hätte, wenn sagen wir mal, ich "wünschenswert" meine.
Und bezüglich der Engeln ... wenn Du lange dabei bist, wirst du jede Menge Energiewesen antreffen, die alle ihre Energien runtersetzen, und somit klar können sie vieles Bewirken, aber weder lügen noch sonst was brauchen sie nicht ... und vor allem, ich glaube nicht, dass sie Stories brauchen, um sich zu erhöhen.
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21.01.2011, 16:57
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Die Grosse Unglaubwürdigkeit der Gläubigen Beitrag #8 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 02.12.2008
Ort: Berlin-Wilmersdorf
Beiträge: 4.928
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Zitat:
Zitat von Kahina
Hallo Max,
kannst du mir den Unterschied zwischen spirituell und esoterisch erklären?
Lg Kahina
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An und für sich, keinen wichtigen, wenn es sich um allgemeine Entwicklung des Bewusstseins handelt.
Ich muss dazu sagen, ich beziehe mich nicht auf Kaufhausesoterik, und meine auch nicht Leute die jegliche spirituelle Werkzeug dazu missbrauchen, Anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
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