In Wahrheit ist es bereits verboten über das Verbot zu diskutieren. Das Argument ist das Wehren der Anfänge, was eine sehr abergläubische Argumentation ist (wenn ich nicht dreimal auf Holz klopfe, dann habe ich es verschrien, herbeigerufen oder ähnliches). Der emotionale Druck wird erzeugt, indem man auf Opfer verweist und suggeriert: willst Du das wirklich? wenn wir dich frei denken lassen, wird nämlich genau das passieren. Aus der tiefsten Schublade kramt man dann die Gefühle Überlebender. Die haben schließlich so schlimmes durchgemacht, dass man sie wie Alzheimerpatienten bloß mit nichts konfrontieren darf.
Würde ein Politiker irgendein Verbot, das diese Thema betrifft auch nur andiskutieren, laut darüber nachdenken o.ä., er wäre morgen weg vom Fenster.
Warum? Ich weiß schon warum. Das Argument der geschonten Gefühle ist ganz blödsinnig, denn so weltfremd ist niemand, als dass er denken würde, man müsste die Freiheit soweit einschränken, als dass niemandens Gefühle mehr verletzt würden. Nicht machbar, selbst wenn man wollte.
Es geht einzig und allein darum, die Diskussion und das Denken in vorgegebenen Rahmen zu halten, die dem Verstand nicht den Spielraum lassen zu fragen: Was war noch? Was war wirklich. Wie sind die Zusammenhänge tatsächlich. Wobei es nicht um Verschwörungstheorien geht oder eine Relativierung der Geschichte, sondern es geht um Hintergründe, Nuancen und den großen Zusammenhang.
Es werden keine weiteren Symbole verboten, die Runen bleiben legal und wer eine Swastika tragen will, der kann sich ja einen tibetischen Gebetsschal umhängen. Da ist sie unauffällig eingewoben und ich hatte noch keine Probleme, so weit.
P.s.: Und warum ist es verwerflicher bestimmte Symbole zu tragen, als Opfer des Nationalsozialismus aus- oder verhungert, nackt, und verunmenschlicht auf Haufen geworfen jedem unter die Augen zu halten, der nicht schnell genug das Weite sucht. Würden Rechtsradikale triumphierend Fahnen mit Bildern dieser Opfern schwenken, wäre das legal?